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	<title>Catanism &#187; Themenspiel</title>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 12:07:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil 7 – Zeit der Wirren Einleitung Das Themenspiel „Zeit der Wirren“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich im 5. Teil meiner Blogreihe über die Reform des Kartenspiels vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans ist das Set Mitte des 9. Jahrhunderts, also ca. 100 Jahre nach der Ankunft der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="100" height="205" />Teil 7 – Zeit der Wirren</h3>
<h4>Einleitung</h4>
<p>Das Themenspiel „Zeit der Wirren“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich im 5. Teil meiner Blogreihe über die Reform des Kartenspiels vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans ist das Set Mitte des 9. Jahrhunderts, also ca. 100 Jahre nach der Ankunft der ersten Siedler auf Catan, angesiedelt. Der Wikingerhäuptling Carl Gabelbart ist mit seinen Mannen auf Catan gestrandet. Um die Insel zu erobern, sät er Zwietracht zwischen den Fürsten und ruft Verräter, Bogenschützen und Feuerteufel auf den Plan. Mitten im Geschehen steht Heinrich, der Wächter. Seine Bekenntnisse werden uns die Zeit der Wirren etwas näher bringen.</p>
<h4><img class="alignright size-full wp-image-738" title="Heinrich, der Wächter" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Heinrich.jpg" alt="Heinrich Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Die Bekenntnisse eines Wächters</h4>
<p>Gestatten, ich bin Heinrich. Genau genommen <strong>Heinrich, der Wächter</strong>, ein loyaler Untertan des Fürsten. Na ja, sagen wir: Ein ziemlich loyaler Untertan.</p>
<p>Denn eigentlich bin ich nicht besonders gut auf den Fürsten zu sprechen. Nach all den Jahren treuer Dienste, die ich ihm im Kampf gegen Räuber und Piraten geleistet habe, hat er mich mit dem Amt eines Wächters abgespeist. Eigentlich hätte er mich auch gleich zum Aufseher seiner Latrinen machen können.</p>
<p>Wohnen darf ich im Obergeschoss des Stadttors. Die Schlafkammer dort ist so klein, dass mein Vorgänger nur ein Zwerg gewesen sein kann. Ich bin jedenfalls kein Zwerg und so zwänge ich mich abends mit angewinkelten Beinen und eingezogenem Kopf in die lausige Schlafstätte.</p>
<p><img class="size-full wp-image-743 alignleft" title="Spelunke" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Spelunke.jpg" alt="Spelunke Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Und meine Entlohnung?<br />
„Hier, mein lieber Heinrich“, hat er gesagt, „Nimm diesen gezinkten Würfel und beschaff’ dir dein Salär selbst. In der <strong>Spelunke</strong> sitzen so viele Dummköpfe herum, da dürfte es dir nicht schwer fallen, den einen oder anderen Halunken übers Ohr zu hauen.“</p>
<p>Dann hat er mir noch ein Horn geschenkt, mit dem ich die Bürger warnen soll, wenn Feinde die Stadt bedrohen. Ich gestehe, ich habe bis heute kein einziges Mal in das Horn geblasen. Geht ja auch gar nicht, denn ich habe das Mundstück verschlossen. Als Gefäß, gefüllt mit Met oder Bier, leistet es mir wesentlich bessere Dienste. Nicht selten proste ich dem Fürsten mit dem Horn zu: „Danke, mein Fürst. Ich trinke auf deinen Untergang!“</p>
<p>Stimmt, eigentlich bin ich richtig sauer auf ihn. Jeden Morgen, wenn ich in meiner trüben Kammer mit schmerzenden Gliedern und steifem Hals aufwache, verfluche ich seine Hoheit.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-739" title="Irmgard, Bewahrerin des Lichts" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Irmgard.jpg" alt="Irmgard Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Mein einziger Lichtblick ist <strong>Irmgard</strong>, meine liebe Freundin, die in einer geräumigen Hütte im Sumpf wohnt. In manchen Nächten schleiche ich mich zu ihr. Dann verwöhnt sie mich mit feinen Speisen und ich genieße es, in ihren Armen mit wohlig ausgestreckten Gliedern einzuschlummern. Nach dem Essen reden wir oft noch angeregt miteinander. Es gibt allerdings ein Thema, das ich inzwischen lieber vermeide. Denn wenn die Rede auf den Fürsten kommt und ich mir das eine oder andere böse Wort über ihn einfach nicht verkneifen kann, habe ich die nächsten Tage Hüttenverbot.</p>
<p>Irmgard verehrt den Fürsten – frage mich bitte keiner warum. Sie unterstützt ihn, wann immer sie nur kann. Wenn der Fürst beispielsweise von einem Helden verlassen oder eines seiner Gebäude von der Fürstin des benachbarten Fürstentums abgefackelt wurde, lässt sie ihre Verbindungen spielen und schickt dem Fürsten als Trost eine Ladung Rohstoffe.</p>
<table align="center">
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-735" title="Feuerteufel" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Feuerteufel.jpg" alt="Feuerteufel Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-747" title="Zehntscheuer" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Zehntscheuer.jpg" alt="Zehntscheuer Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-736" title="Feuerwache" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Feuerwache.jpg" alt="Feuerwache Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Neulich Nacht war es wieder soweit. Die Fürstin musste einen <strong>Feuerteufel</strong> in unsere Stadt geschleust haben. Irmgard und ich wachten von dem Geschrei in der Stadt auf und eilten aus der Hütte. Der Feuerschein eines lichterloh brennenden Gebäudes erhellte den Himmel über der Stadt.<br />
„Ha!“, frohlockte ich, „Ich glaube, da brennt die <strong>Zehntscheuer</strong> und mit ihr das Getreide und die Wolle, die der alte Geizhals den Bauern abgeknöpft hat.“<br />
Ich grinste Irmgard an, hätte mir aber denken können, dass sie nicht zurückgrinste. Ihre grünen Augen blickten mich ungnädig an und mir war klar, dass ich die nächste Zeit wieder in meiner unbequemen Schlafkammer zu nächtigen hatte.</p>
<p>„Wenn er eine <strong>Feuerwache</strong> gebaut hätte, wäre das nicht passiert“, grummelte ich. „Wärest du auf deinem Posten gewesen – und nicht hier bei mir &#8211; auch nicht!“ erhielt ich noch als Antwort, bevor Irmgard sich in ihre Hütte zurückzog und die Tür verschloss.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-732" title="Bogenschütze" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Bogenschuetze.jpg" alt="Bogenschuetze Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Am nächsten Morgen stand ich übellaunig vor meinem Stadttor, als mir ein schmächtiger Jüngling mit torkelndem Gang entgegenkam. „Wo willst DU denn hin, Junge?“<br />
„In die … in die Stadt der… Fürstin, Herr… äh …Wächter.“, teilte er mir stockend mit und schickte mir zum Gruß seine Alkoholfahne. „Ich b… bin <strong>Bogenschütze</strong> und ich soll dort die Fürstin… ne… den Helden der Fürstin äh…unschädlich machen.“</p>
<p>Er stierte mich mit blutunterlaufenen Augen an. Die beiden Arme, die teilnahmslos neben seinem Rumpf baumelten, waren so dürr, dass ich stark bezweifelte, er könne den Bogen, den ihm jemand um seinen Hals gehängt hatte, mehr als eine Handbreit spannen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-744" title="Übungsplatz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Uebungsplatz.jpg" alt="Uebungsplatz Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />„Nenn’ mich nicht HERR WÄCHTER!“, polterte ich. „Das klingt ja noch lächerlicher als Nachtwächter. Du hältst dich für einen Bogenschützen? Du bist allenfalls ein Junge, der noch nicht mal gelernt hat, seinen Bogen gescheit zu tragen. Statt dich in der Spelunke zu besaufen, wirst du dich jetzt zum <strong>Übungsplatz</strong> begeben und dort den Umgang mit dem Bogen üben. Wenn du in ein paar Tagen nüchtern wiederkommst, dann lasse ich dich vielleicht durch. Aber schieß mir bloß keinen Schwertkämpfer ab!“</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-746" title="Verräter" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Verraeter.jpg" alt="Verraeter Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Der Junge trollte sich gerade, als ich aus dem Augenwinkel eine huschende Gestalt wahrnahm. Da wollte sich doch tatsächlich jemand heimlich durch MEIN Stadttor schleichen. Mit einem Satz war ich bei dem Eindringling und ergriff seine Rechte. „Was machst du hier, Schurke?“<br />
„Ich bin kein Schurke.“, stammelte der Erwischte, der sich ebenfalls als ein mit einer Alkoholfahne bestens ausgestatteter Jüngling erwies. „Ich bin ein <strong>Verräter</strong>.“</p>
<p>Die Fürstin besaß natürlich auch eine Spelunke in ihrer Stadt. Dort hatte sie den jungen Mann wohl angeheuert, um dem Fürsten eins auszuwischen. Das wäre mir natürlich gar nicht so unlieb gewesen, aber ich musste auch an mich und vor allem an  meinen Geldbeutel denken.</p>
<p>„Dir ist wohl klar, dass ich jetzt nur in mein Horn blasen muss und du dann die nächste Zeit im Kerker des Fürsten nur noch Ratten verraten können wirst?“<br />
Da der Jüngling nicht wissen konnte, dass mein Horn sich schon lange nicht mehr zum Blasen eignete, nickte er ängstlich und blickte dabei verstohlen um sich. Scheinbar suchte er eine Möglichkeit, zu entkommen. Ich hielt sein Handgelenk jedoch weiter mit eisernem Griff umschlossen.</p>
<p>„Ich mache dir einen Vorschlag zur Güte. Ich würfle.“ Mit der Linken holte ich meinen Würfel aus meinem Wams und hielt ihn dem verständnislos blickenden Verräter vor die Nase. „Wenn eine 3, 4 oder 5 fällt, dann nehme ich die Münzen, die dir die Fürstin für deinen Verrat gegeben hat und schicke dich nach Hause. Wenn ich eine andere Zahl würfle, dann darfst du in die Stadt und ich nehme dir nur die Hälfte deiner Münzen weg. Einverstanden?“<br />
Da seine einzige Alternative die Ratten im Kerker waren, nickte der Jüngling heftig. Scheinbar hatte er inzwischen die Sprache verloren.<br />
Ich ließ den gezinkten Würfel zu Boden fallen. Nach einigen Hüpfern blieb er erwartungsgemäß auf der Seite mit der 6 liegen.<br />
„Glück gehabt, mein Junge! Das Schicksal hat entschieden, dass du in der Stadt deine Aufgabe erfüllen darfst.“ Ich hielt die Hand auf und empfing die Hälfte seines Verräterlohns.</p>
<table align="center">
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-733" title="Carl Gabelbart" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Carl-Gabelbart.jpg" alt="Carl Gabelbart Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="size-full wp-image-731 alignnone" title="Beutefahrt" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Beutefahrt.jpg" alt="Beutefahrt Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>In den Abendstunden tauchte der junge Verräter wieder auf. Er hatte <strong>Carl Gabelbart</strong> im Schlepptau. Carl war ein mächtiger Hüne und berüchtigt für seine <strong>Beutefahrten</strong>, mit denen er die catanischen Küsten verunsicherte. Ich wusste, der Fürst verhandelte mit Carl, denn er hätte den starken Helden gerne auf seine Seite gebracht und in sein Gefolge aufgenommen. Aber daraus würde jetzt wohl nichts mehr werden. Dank ihres Verräters würde nun die Fürstin Zugriff auf den Helden mit der gewaltigen Doppelaxt haben.</p>
<p>Lächelnd ließ ich das ungleiche Paar mein Stadttor passieren. Ab jetzt würde es wohl nur noch eine Seite der Insel geben, die Carl mit seinen Beutefahrten heimsuchen würde: Die Seite meines ungeliebten Fürsten.</p>
<p>Ein paar Tage später, ich durfte immer noch nicht die Hütte Irmgards betreten, bedrohten <strong>Unruhen</strong> das Fürstentum. Von einem vor der Stadt gelagerten <strong>Spähturm</strong> aus wurde ein Zug von Bauern gesichtet. Die Landmänner waren mit Knüppeln und Mistgabeln bewaffnet und marschierten entschlossen und mit grimmigen Gesichtern auf die Stadt zu.</p>
<table align="center">
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-742" title="Spähturm" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Spaehturm.jpg" alt="Spaehturm Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-745" title="Unruhen" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Unruhen.jpg" alt="Unruhen Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die Wut der Bauern wunderte mich nicht. Hatte der Fürst doch, ohne mit der Wimper zu zucken, befohlen, die abgebrannte Zehntscheuer wieder aufzubauen und den Bauern erneut den Zehnten ihrer Getreide und Wolleernte abzuknöpfen.</p>
<p>Die Glocke der <strong>Kapelle</strong> läutete bedrohlich Alarm und der Herold brüllte: „Feinde vor den Toren! Bürger, verbarrikadiert euch in euren Häusern!“<br />
Schnell leerten sich die Gassen und eine gespenstische Ruhe schlich sich in die Stadt. Nur das Gefolge des Fürsten war noch unterwegs und nach und nach versammelten sich die Helden vor meinem Stadttor. Die Luft roch nach Kampf. Bevor der Fürst jedoch seinen Helden den Befehl erteilte, den Bauern entgegen zu treten, schüttelte er noch einen Trumpf aus seinem Ärmel.<br />
Die Schar der Helden teilte sich und in ihrer Mitte erschien <strong>Sebastian, der Wanderprediger</strong>.</p>
<table align="center">
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-740" title="Kapelle" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Kapelle.jpg" alt="Kapelle Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-741" title="Sebastian, der Wanderprediger" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Sebastian.jpg" alt="Sebastian Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Mit seiner langen braunen Kutte und seinem von Silber durchwirkten Haar strahlte er Autorität aus und wirkte erhaben über einfache menschliche Bedürfnisse wie Unterkunft und Nahrung.<br />
„Was wirst du den armen Schluckern sagen?“, fragte ich Sebastian.<br />
„Das was ich in solchen Situationen immer predige und was auch immer hilft: &#8216;Was euch euer irdischer Herr auf der Erden nimmt, wird euch der Herr im Himmel tausendfach vergelten. Wer sich jedoch an seinem irdischen Herren vergreift, wird tausend Jahre in der Hölle schmoren.&#8217;“<br />
So sprach Sebastian vor den Bauern und schnell war der Spuk vorüber. Sebastian zog ungerührt weiter, um weitere himmlische Weisheiten unters Volk zu bringen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-734" title="Festplatz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Festplatz.jpg" alt="Festplatz Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Eine Woche später schlenderte ich über den <strong>Festplatz</strong> und sah dem Treiben der Helden unserer Stadt zu. Sie bereiteten sich auf das in Kürze stattfindende Fest vor. Es wurde gesungen, musiziert und getanzt. Einige übten sich in kunstvollen Reden, andere führten eine Posse auf. Zwei Helden kreuzten ihre Klingen in einem spektakulären Schaukampf.</p>
<p>Auf dem Weg zum Stadttor hielt mich ein Botenjunge an und übergab mir mit seiner kleinen schmutzigen Hand eine Botschaft. Sie kam von Irmgard, die mich einlud, sie zum Fest der beiden Fürstentümer in die Stadt der Fürstin zu begleiten. Sie schien mir endlich verziehen zu haben. Ich warf dem Knaben eine Münze zu und setzte glücklich meinen Weg zum Stadttor fort. Dort erwartete mich der junge Bogenschütze – diesmal ausgesprochen nüchtern.</p>
<p>„Ja, du kannst gehen!“, beschied ich ihm gut gelaunt, bevor er den Mund aufmachen konnte und schlug ihm wohlwollend auf die schmächtige Schulter. „Aber triff nicht zu genau!“</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-737" title="Große Festhalle" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Grosse-Festhalle.jpg" alt="Grosse Festhalle Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Das tat er dann auch nicht.<br />
Als ich zwei Tage später mit Irmgard in der prächtigen <strong>Großen Festhalle</strong> der Fürstin saß und die Darbietungen des Festes genoss, gab es einen Zwischenfall, der meinen Groll auf den Fürsten milderte.</p>
<p>Der Fürst stand neben seiner Kontrahentin, der Fürstin und beide applaudierten einträchtig der Vorstellung einer jungen Heldin, die zur Harfe ein schwermütiges Lied über Liebe und Verrat gesungen hatte.</p>
<p>Gleichzeitig bereiteten sich hinter den beiden applaudierenden Hoheiten ein Held des Fürsten und ein Held der Fürstin, mit Schwert und Schild bewaffnet, auf einen Schaukampf vor.<br />
Der Bogenschütze hatte sich unterdessen von hinten unbemerkt an die Festhalle herangeschlichen und zielte mit seinem Bogen durch ein kleines Fenster auf ein Bein des Helden der Fürstin. Kurz bevor der Pfeil mit einem leisen Surren die Sehne verließ, senkte der Held seinen Schild, um sich mit der Schildkante sein juckendes Schienbein zu kratzen. Der Pfeil streifte den Schildbuckel und nahm dann eine andere, schicksalhafte Richtung.</p>
<p>Im dämmrigen Licht der Halle hatte niemand mitbekommen, dass sich ein Pfeil in den Allerwertesten des Fürsten gebohrt hatte. Als der Fürst plötzlich in seinem Applaus inne hielt, einen markerschütternden Schrei ausstieß und anschließend einen ausdrucksvollen Veitstanz darbot, wusste keiner so recht ob er applaudieren oder die Wachen rufen sollte. Erst als der Fürst nach hinten griff und wimmernd versuchte, den Pfeil herauszuziehen, dämmerte allen, was geschehen war.</p>
<p>Irmgard war so überrascht und erschrocken, dass sie mein schadenfrohes Grinsen nicht bemerkte. Als sie dann zu mir blickte, hatte ich längst eine betroffene Miene aufgesetzt und rief: „Unser armer Fürst!!! Holt einen Medicus!“<br />
Irmgard legte ihre Hand auf meinen Arm und lächelte mich an. Ich seufzte; die kommenden Nächte in ihrer bequemen Hütte waren gesichert.</p>
<h4>Anmerkungen zum Themenset</h4>
<p>Der offene, beiden Spielern zugängliche Ausbaukartenstapel besteht aus den beiden Karten „Spelunke“. Wer eine Spelunke gebaut hat, kann seinem Mitspieler Verräter, Bogenschützen und Feuerteufel auf den Hals schicken. Damit geht es im Themenspiel mit diesem Set schon etwas härter zu als in dem in meinem letzten Blog vorgestellten Themenset „Zeit des Goldes“. Wer über den Stärkevorteil verfügt, hat zudem öfter Gelegenheit, seinen Mitspieler zu stören.</p>
<p>Auch in diesem Set spielt das Gold eine größere Rolle. Denn nur wer im entscheidenden Moment genügend davon hat, kann seine Einheiten vor dem Ereignis „Unruhe“ schützen.</p>
<p>In meinem nächsten Blog werde ich die Karten des Sets „Zeit des Fortschritts“ vorstellen und die Regeln der nächsten Stufe des Kartenspiels, dem Duell der Fürsten erläutern. Soviel sei schon jetzt verraten: Das Duell der Fürsten wird mit den Basiskarten und den Karten aller drei Themensets bestritten.<br />
Wem es bisher vielleicht entgangen sein sollte, dem sei gesagt, dass alle Karten und Spielformen, die ich in meinen Blogs zur Neufassung des Kartenspiels beschreibe, in der Schachtel des Kartenspiels „Die Fürsten von Catan“ enthalten sind.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 12:11:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="100" height="205" /></a>Teil 6 – Zeit des Goldes</h3>
<h4>Einleitung</h4>
<p>Das Themenspiel „Zeit des Goldes“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich in meinem letzten Blog vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans ist das Set im 11. Jahrhundert angesiedelt und folgt somit zeitlich auf das Set „Zeit der Wirren“. Das Set intensiviert den Kampf um den Handelsvorteil und der Rohstoff Gold erhält unter anderem durch eine weitere Zollbrücke, die Münzstätte und das Goldversteck eine größere Bedeutung. Wer sein Handelsimperium mit Handelsflotten aufbaut, muss sich vor Kaperschiffen in Acht nehmen. Die Vorstellung der neuen Karten des Sets werde ich diesmal mit einer kleinen Geschichte begleiten.</p>
<h4>Von einem, der auszog, das Goldversteck zu finden</h4>
<p>Es war ein schwülwarmer Sommerabend. Entspannt saßen meine Frau und ich auf unserer Terrasse und spielten das Kartenspiel „Die Fürsten von Catan“. Beide hatten wir mit unseren Karten bereits ein stattliches Fürstentum ausgelegt. Wir waren sozusagen der Fürst und die Fürstin unserer Reiche.<br />
In meinem letzten Zug hatte ich ein Kaperschiff gespielt und damit eine Handelsflotte meiner Frau auf den Grund des Meeres befördert. Damit waren der Handelsvorteil und der damit verbundene Siegpunkt mein.<br />
Wie es einer Fürstin ansteht, bewahrte meine Frau die Contenance und spielte in ihrem Zug triumphierend den Helden Candamir, der ein bisschen stärker war als der bei mir ausliegende Held Osmund und ihr den Stärkevorteil einbrachte.<br />
Überhaupt hatte ich mir von Osmund mehr erwartet. Wo blieb das Ereignis „Geschenk für den Fürsten“, das mir dringend benötigtes Gold von Osmund einbringen würde?<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Gudrun-der-Schrecken-der-Meere-.jpg"><img class="alignright  size-full wp-image-654" title="Gudrun, der Schrecken der Meere " src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Gudrun-der-Schrecken-der-Meere-.jpg" alt="Gudrun der Schrecken der Meere  Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Das Telefon klingelte. Meine Frau legte schnell noch das Goldversteck an eine ihrer Landschaften an und eilte ins Wohnzimmer. „Bringst du dem Fürsten ein kühles Bier mit, wenn du zurückkommst?“, rief ich ihr nach.</p>
<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Reiner-der-Herold.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-663" title="Reiner, der Herold" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Reiner-der-Herold.jpg" alt="Reiner der Herold Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Ich gähnte und schaute auf meine Kartenhand. Dort bildeten die Karten <strong>„Gudrun, der Schrecken der Meere“</strong> und <strong>„Reiner der Herold“</strong> ein hübsches Paar. Besonders die Gudrun-Karte faszinierte mich. Weniger wegen der verwegen aussehenden, attraktiven Piratin, die herrisch am Bug ihres Schiffes thronte sondern mehr wegen des frischen Nass, das ihr Schiff mühelos zerteilte. Wie schön wäre es jetzt, der Schwüle des Abends zu entfliehen, in die sanften Wellen einzutauchen und ein kühles Bad zu nehmen, sann ich und verlor mich immer mehr in den Tiefen der Karte. Ich wurde schläfrig und ich glitt hinein, tiefer und tiefer …</p>
<p>Prustend kam ich an die Oberfläche einer frischen, lebhaften See, genau neben dem Schiff von Gudrun, die leibhaftig geworden war und mich mit einem frostigen Blick musterte.<br />
„Zieht ihn rauf, Jungs! Noch ein Schiffbrüchiger, der sich einen Platz auf unseren Ruderbänken wünscht.“<br />
Eigentlich hätte ich lieber noch etwas länger das erfrischende Bad genossen, aber kräftige Männerarme, die mich an Bord zogen, nahmen darauf keine Rücksicht.<br />
Breitbeinig baute sich Gudrun vor mir auf. „Was machst du hier, Glatzkopf?“<br />
Etwas verunsichert über die respektlose Anrede stotterte ich: „Ich wollte dich gerade, ähh, spielen …“<br />
Ihr Blick wurde noch eine Spur frostiger. „Weißt du nicht, dass alle, die je mit mir spielen wollten, als Fraß für die Haie endeten? Werft ihn wieder über Bord, Jungs!“<br />
Ich hatte keine Lust, dass dieser offensichtliche Traum sich zu einem blutigen Alptraum auswuchs und so rief ich hastig: „Halt! Ich bin dein Fürst!“<br />
Gudrun starrte mich ungläubig an und dann lachte sie lauthals. „Du willst mein Fürst sein? Den hat zwar noch keiner gesehen, aber du schaust gewiss nicht wie ein Fürst aus. Jetzt werft ihn endlich über Bord, Jungs!“<br />
„Neeeiiin! Ich weiß wo das Goldversteck der Fürstin ist.“ Ein besseres Argument war mir auf die Schnelle nicht eingefallen.<br />
Aber es wirkte. Gier stahl sich in Gudruns Augen und sie musterte mich mit erwachtem Interesse. „Nun gut. Wenn dich die Haie fressen, habe ich letztlich nichts davon. Ich gebe dir zwei Tage. Aber glaube nur nicht, du kannst mich hinters Licht führen. Mein treuer Gefährte Reiner wird dich begleiten. Zeig’ ihm, wo das Goldversteck ist und du kannst deiner Wege gehen. Andernfalls …“<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Kaperschiff.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-660" title="Kaperschiff" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Kaperschiff.jpg" alt="Kaperschiff Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Reiner, ein schwarz gelockter, wohlgestalteter junger Mann tauchte neben Gudrun auf. Er schaute sie entzückt an und spielte dann, deutlich weniger entzückt in meine Richtung blickend, demonstrativ mit seinem Messer. Ich hatte verstanden.</p>
<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Hafen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-657" title="Hafen" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Hafen.jpg" alt="Hafen Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Ein <strong>Kaperschiff</strong>, das unterwegs schnell noch ein Handelsschiff kaperte,  brachte Reiner und mich zum <strong>Hafen</strong> der Fürstin. Der Hafen wirkte traurig und verlassen. Kein Wunder, schließlich hatten meine Kaperschiffe mittlerweile die gesamte Handelsflotte der Fürstin versenkt. Seitdem zog die Gute jedes Mal den Kürzeren, wenn die Handelsschiffe auf Wettfahrt gingen.<br />
Reiner strich sich mürrisch eine seiner schwarzen, schweren Locken zurück: „Also, wo geht’s lang?“ Scheinbar hob es nicht gerade seine Laune, längere Zeit von seiner angebeteten Piratenbraut getrennt zu sein.<br />
Ich hatte schon unterwegs fieberhaft überlegt, wo die Fürstin bzw. meine Frau die Karte Goldversteck ausgelegt hatte, bevor sie dem Ruf des Telefons gefolgt war. An ihr Gebirge? Oder an ihr Weideland? Es wollte mir einfach nicht mehr einfallen. Also gestand ich tapfer: „Ich weiß es nicht mehr genau, aber wir könnten uns ja erkundigen, oder?“<br />
Reiner starrte mich missvergnügt an: „Ich wusste gleich, dass du Gudrun einen Bären aufgebunden hast, um deine Haut zu retten.“ Er zückte sein Messer.<br />
In diesem Moment pfiff etwas durch die Luft und landete mit einem dumpfen Schlag direkt vor meinen Füßen. <a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Geschenk-fuer-den-Fuersten.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-652" title="Geschenk für den Fürsten" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Geschenk-fuer-den-Fuersten.jpg" alt="Geschenk fuer den Fuersten Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Reiner stand mit offenem Mund da und glotzte zuerst in den Himmel und dann auf den Hühnerei großen Goldklumpen, der mich um Haaresbreite verfehlt hatte. Ich hob ihn auf und las die Karte, die an dem Klumpen befestigt war. <strong>„Geschenk für den Fürsten“</strong>, stand da: „Mit besten Grüßen von eurem getreuen Osmund“.<br />
Ha, endlich war das lang ersehnte Ereignis eingetroffen. Wortlos überreichte ich Reiner die Karte. Der fiel wie vom Blitz getroffen auf die Knie und stotterte mit gesenktem Haupt „Mein Fürst, ich bitte euch um Vergebung.“<br />
„Steh’ wieder auf!“, befahl ich ihm mit neu gewonnener fürstlicher Autorität.<br />
Er erhob sich und sah mich verzweifelt an: „Bitte seid mir gnädig, mein Fürst. Wenn ich Gudrun nicht berichte, wo sich das Goldversteck befindet, wird sie mich nie mehr in ihre Nähe lassen. Könnten wir nicht so tun, als wäre nichts geschehen und trotzdem nach dem Versteck suchen?“<br />
Eigentlich gefiel mir die Idee, mich noch ein bisschen auf Catan herumzutreiben und mir die Gebäude und die Siedler, die ich nur von Karten her kannte, näher anzuschauen.<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Handelsmeister.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-658" title="Handelsmeister" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Handelsmeister.jpg" alt="Handelsmeister Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Ich klopfte ihm kameradschaftlich auf die Schulter: „Klar das machen wir. Fragen wir uns einfach durch.“<br />
Reiner sackte dankbar noch einmal auf seine Knie und strahlte mich an: „Dann befragen wir doch am besten gleich den Pfeffersack an der Ecke!“<br />
Der Pfeffersack entpuppte sich als <strong>Handelsmeister</strong>, der feine, ausgesuchte Waren anbot.<br />
„Seid gegrüßt, Meister“, begann ich das Gespräch. „Wisst Ihr einen Weg zum Goldversteck der Fürstin?“<br />
„Sehe ich so aus, als würde ich das bestgehütete Geheimnis meiner Fürstin verraten?“<br />
„Offen gestanden ja“, mischte sich Reiner in die Unterhaltung ein. „Ihr seht so aus, als sei es nur eine Sache des Preises.“<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Stapelhaus.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-665" title="Stapelhaus" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Stapelhaus.jpg" alt="Stapelhaus Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>„Stimmt, mein junger Freund. Wäre ich gar zu ehrenhaft, dann wäre ich wohl nicht Handelsmeister. Also, wenn ihr mir 5 Säcke Salz bringt, werde ich euch einen Tipp geben.“<br />
„Wo sollen wir denn 5 Säcke Salz herbekommen?“, warf ich ein.<br />
„Na von wo schon? Vom Salzspeicher natürlich.“</p>
<p>Auf dem Weg zum Salzspeicher kamen wir am <strong>Stapelhaus</strong> vorbei. Eifrig waren Knechte damit beschäftigt, Säcke von einem Händlerkarren abzuladen und in das Gebäude zu schleppen. <a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Haendler.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-655" title="Händler" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Haendler.jpg" alt="Haendler Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Mit finsterem Gesicht stand der <strong>Händler</strong> neben seinem Wagen und schleuderte uns unfreundlich entgegen: „Na, wollt ihr euch etwa auch an der Not eines armen Händlers bereichern?“.<br />
Wie alle Händler, die in der Stadt rasteten, war er gezwungen, seine Waren im Stapelhaus den Bürgern zu einem ermäßigten Preis anzubieten. Erst nach einem Tag durfte er dann mit einem meist stark reduzierten Sortiment weiterreisen.<br />
„Wenn ihr ein paar Säcke Salz übrig hättet?“, fragte Reiner hoffnungsvoll.<br />
„Pah, die 10 Säcke, die ich besaß, hat sich gerade der Knecht des Salzspeichers unter den Nagel gerissen. Für 2 Goldstücke pro Sack. Stellt euch das vor! Normalerweise bekomme ich 4 Goldstücke dafür.“</p>
<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Salzspeicher.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-664" title="Salzspeicher" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Salzspeicher.jpg" alt="Salzspeicher Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Der Salzknecht hatte seinen Stand direkt vor dem <strong>Salzspeicher</strong> aufgebaut. „Wollt ihr Salz kaufen, meine Herren? Suuupergünstig heute! Nur 10 Goldmünzen pro Sack.“<br />
„Das ist Wucher!“, schimpfte Reiner. „Dem Händler hast du jeden Sack für nur 2 Goldstücke abgeluchst.“<br />
„Befehl der Fürstin!“, verteidigte sich der Knecht. „Ihre beiden Handelsschiffe machen mit dem Salz zusätzliche Profite. Dann können wir es doch hier wohl kaum verschenken, oder?“<br />
„Aber die beiden Schiffe wurden gekapert“, warf ich ein.<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Handelsstuetzpunkt.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-659" title="Handelsstützpunkt" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Handelsstuetzpunkt.jpg" alt="Handelsstuetzpunkt Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>„Umso schlimmer, dann kostet der Sack ab jetzt 30 Goldmünzen.“<br />
Meinem Gefährten stieg die Zornesröte ins Gesicht und er fingerte an seinem Messergriff.<br />
„Lass gut sein“, raunte ich dem aufgebrachten Reiner zu. „Ich habe da eine Idee. Lass uns dem <strong>Handelsstützpunkt</strong> einen Besuch abstatten.“<br />
Das Untergeschoss des Handelsstützpunktes war aus solidem Stein erbaut. Wir klopften an eine schwere Tür, die aussah, als sei sie ursprünglich vergessen und nachträglich notdürftig in die unsauber herausgehauene Bresche eingesetzt worden. Es öffnete uns ein Mann, der wie ein Zwillingsbruder unseres Handelsmeisters aussah und es wahrscheinlich auch war. Er beäugte uns misstrauisch.<br />
Ich schob vorsorglich schon mal meinen Fuß zwischen die Tür. „Meister, wir möchten euch ein Geschäft vorschlagen. Wie ihr wisst, ist Salz ein knappes Gut und pro Sack kostet das weiße Gold mittlerweile 30 Goldstücke.“ Ich senkte meine Stimme und tat so, als würde ich mich nach unliebsamen Zeugen unseres Gesprächs umsehen. „Man munkelt, dass der Preis aufgrund der gekaperten Handelsschiffe wohl bald bei 50 Goldmünzen liegen wird. Was sagt ihr, wenn ich euch 5 Säcke zu je 29 Goldmünzen pro Sack anböte?“<br />
Der Zwillingsbruder des Handelsmeisters hatte Witterung aufgenommen und machte seinem Bruder bei dem anschließenden Gefeilsche alle Ehre. Schließlich einigten wir uns auf  125 Goldmünzen, also 25 Münzen pro Sack. Mit einem Handelsvertrag besiegelten wir unser Geschäft.<br />
Nachdem wir den Handelsstützpunkt verlassen hatten, nahm mich Reiner zur Seite: „Aber Herr, wir haben doch überhaupt kein Salz zu verkaufen.“<br />
„Schon’ mal was von Leerverkauf gehört? Nein, kannst du ja gar nicht. Warts einfach ab, Reiner. Wir haben das Salz so gut wie in der Tasche.“</p>
<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Geldverleiher.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-651" title="Geldverleiher" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Geldverleiher.jpg" alt="Geldverleiher Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Unsere nächste Station war der <strong>Geldverleiher</strong>. Er wohnte in einem kleinen, unscheinbaren Haus, das sich Schutz suchend an die Stadtmauer schmiegte. Wir schlossen uns der Schlange wartender Bürger an. Als wir schließlich an der Reihe waren und das Innere des Hauses betraten, empfingen uns zwei schwer bewaffnete Wächter. Sie führten uns in das Empfangszimmer des Geldverleihers. Eigentlich war es eher eine ärmliche Kammer, was mich zur Frage verleitete, warum ein Geldverleiher, der ja offenbar über reichliche Mittel verfügte, so bescheiden hauste.<br />
Der Geldverleiher lächelte nachsichtig: „Mehr Schein als Sein. Das schützt mich vor Diebesgesindel. Was wünscht Ihr, Herrschaften?“<br />
„Ich möchte dir ein Geschäft vorschlagen, Geldverleiher. Du überlässt uns 100 Goldmünzen und bis zur Abenddämmerung bekommst du 125 Goldmünzen zurück.“<br />
„Welche Sicherheiten könnt ihr mir bieten?“<br />
Reiner nestelte schon wieder an seinem Messer herum. Diesmal schien er aber zu überlegen, ob sein wertvollster Besitz wohl als Sicherheit geeignet sei.<br />
„Wenn wir Sicherheiten hätten, stünden wir nicht hier. Aber ich habe ein todsicheres Geschäftsmodell.“ Ich beugte mich zu ihm herab und flüsterte ihm meinen Plan ins Ohr.<br />
Der Geldverleiher grinste: „Darauf muss erstmal einer kommen. Abgemacht! Hier nehmt eure 100 Goldmünzen.“<br />
„Und jetzt?“, fragte mich Reiner verständnislos.<br />
„Du bist doch ein Herold?“<br />
„Ja.“<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Muenzstaette.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-661" title="Münzstätte" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Muenzstaette.jpg" alt="Muenzstaette Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>„Gut, dann tust du jetzt deine Pflicht. Du läufst durch die Gassen und verkündest, dass die Fürstin zwei neue Handelsschiffe vom Stapel gelassen hat. Auf Grund dieses großartigen Ereignisses veranstaltet sie für alle Bürger ein Fest. Ich werde in der Zwischenzeit die <strong>Münzstätte</strong> aufsuchen und dort meinen Goldklumpen in Münzen umtauschen. Wir treffen uns dann wieder vor dem Salzspeicher.“<br />
„Aber das ist doch gelogen. Was ist wenn die Fürstin davon Wind bekommt?“<br />
„Das wird sie nicht. Sie ist gerade telefon …, ach, lassen wir das. Glaub’ mir, bis irgendjemand merkt, dass wir ein Gerücht verbreitet haben, ist unser Geschäft längst unter Dach und Fach.“</p>
<p>Als wir uns am Salzspeicher wieder trafen, hatte ich meinen Goldklumpen gegen 11 Goldmünzen eingetauscht und Reiner hatte sich mit sichtlichem Erfolg den Hals heiser geschrieen: Von überall her strömten die Menschen in Richtung Festplatz. Auch unser Salzknecht wollte gerade seinen Stand schließen.<br />
„Halt, mein Lieber! Wir möchten noch euer Salz kaufen. 10 Säcke für genau 100 Goldmünzen. Da die Fürstin zwei neue Schiffe vom Stapel gelassen hat, steht der Preis pro Sack wohl wieder bei 10 Goldmünzen.“<br />
Der Salzknecht öffnete den Mund und wollte offenbar zu einer Widerrede ansetzen.<br />
„Außerdem“, fuhr ich fort, „bekommst du eine Provision von 10 Goldmünzen.“<br />
„Dann kannst du beim Fest mal so richtig zulangen“, grinste Reiner kameradschaftlich.<br />
Das schien den Salzknecht schließlich zu überzeugen. Er schloss den Mund wieder, nahm die Goldmünzen und übergab uns 10 Säcke Salz.<br />
Fünf Säcke Salz lieferten wir beim Handelsstützpunkt ab und kassierten dafür wie vereinbart 125 Goldmünzen. Die 125 Goldmünzen brachten wir dem Geldverleiher, der sich über das einträgliche Geschäft die Hände rieb. Fünf Säcke Salz und 1 Goldmünze waren uns noch geblieben. Wir machten uns auf den Weg zum Handelsmeister.</p>
<p>„Hier sind eure 5 Säcke Salz, Meister. Damit haben wir unseren Teil der Vereinbarung erfüllt.“<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Haendlergilde.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-656" title="Händlergilde" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Haendlergilde.jpg" alt="Haendlergilde Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Der Handelsmeister nahm sein Salz in Empfang und flüsterte mir seinen Tipp ins Ohr. Anschließend gab er mir noch ein Empfehlungsschreiben. Ich bedankte mich und schüttelte ihm die Hand. Unser Ziel war nun die <strong>Händlergilde</strong>.<br />
Reiner schritt nachdenklich neben mir her. „War das nicht Betrug, mein Fürst?“<br />
„Wieso? Der kleine Händler hat zumindest keinen Verlust erlitten. Alle anderen haben gut verdient: Der Salzknecht hat einen Profit von 8 Gold pro Sack erwirtschaftet und obendrein ein ordentliches Schmiergeld bekommen, der Geldverleiher hat 25 % Zinsen einkassiert und der Handelsmeister und sein Zwillingsbruder haben die nächste Zeit das Salzmonopol und werden ihre Säcke bestimmt mit hohem Gewinn verkaufen.“<br />
„Dann haben wir niemanden geschädigt?“<br />
„Doch, wenn ich es recht bedenke, schon. Der Bäcker wird unter dem Salzpreis stöhnen und sein Brot künftig teurer verkaufen müssen. Und die Preise für eingelegte Heringe und gepökeltes Fleisch werden sicher auch mächtig steigen.“<br />
„Dann sind wieder die einfachen Leute die Verlierer.“, folgerte Reiner.<br />
„Das stimmt wohl.“, antwortete ich nachdenklich und war froh, dass ich wohl nur träumte und ich mich nach dem Aufwachen nicht mit Gewissensbissen herumschlagen musste.</p>
<p>Vor der Händlergilde stand ein Kaufmannszug. Wir gaben dem Zugführer das Empfehlungsschreiben des Handelsmeisters und durften auf einem der Wagen mitfahren. <a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Raubzug.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-662" title="Raubzug" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Raubzug.jpg" alt="Raubzug Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Der Kaufmannszug würde direkt zum Goldversteck reisen, um dort das Gold abzuholen, mit dem die Fürstin Holz und Wolle für ein neues Handelsschiff zu bezahlen gedachte.<br />
Unterwegs fielen mir die üppigen Getreidefelder der Fürstin auf. Meine waren derzeit leider verdorrt. Sicher wäre es nicht verkehrt, meine Helden demnächst auf einen <strong>Raubzug</strong> zu schicken.<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Goldversteck_neu.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-686" title="Goldversteck" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Goldversteck_neu.jpg" alt="Goldversteck neu Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Der Kaufmannszug war am <strong>Goldversteck</strong> der Fürstin angekommen. Da ich mich nun bald von Reiner trennen würde, gab ich ihm das letzte mir verbliebene Goldstück. „Kauf deiner Gudrun was Schönes davon.“<br />
„Danke, mein Fürst. Das ist sehr großzügig von euch.“ Reiner seufzte: „Manchmal habe ich das Gefühl, wir sind alle Karten eines großen Spiels. Wir werden gemischt, landen in irgendwelchen Stapeln und haben keinen Einfluss darauf, was man mit uns anstellt. Ich wünschte nur, ich würde öfter zusammen mit Gudrun in einen Stapel kommen.“ Er schmunzelte: „Am besten ganz dicht beisammen.“<br />
„Das kann ich arrangieren“, lachte ich. „Schließlich bin ich euer Fürst“.</p>
<p>„Hallo mein Fürst, aufwachen! Hier ist dein Bier.“ Ich fuhr aus meinem Traum auf, rieb mir die Augen und sah meine Frau dankbar an. Dann nahm ich einen kräftigen Schluck aus der Pulle. Den hatte ich mir verdient.</p>
<h4>Anmerkungen zum Themenset</h4>
<p>Generell gelten für alle Themenspiele die folgenden Regelzusätze:<br />
In der Mitte zwischen den Spielern liegen neben den Zentralkarten 5 verdeckte Ausbaustapel: Drei bestehen aus den Basiskarten und zwei aus den Karten des Themensets. Zusätzlich gibt es einen offenen Kartenstapel mit Karten, die wie die Zentralkarten direkt gebaut, also nicht vorher auf die Hand genommen werden müssen. Im Themenspiel „Zeit des Goldes“ bilden die beiden Händlergilden den offenen Ausbaustapel. Es gewinnt der Spieler, der am Ende seines Zuges 12 Siegpunkte erreicht hat.</p>
<p>Für die Themenspiele wie auch für das Duell der Fürsten und das Turnierspiel entfällt die „7er Regel“. Aktionskarten können immer gespielt werden, sofern eventuelle Bedingungen erfüllt sind.<br />
Voraussichtlich Mitte Juli werde ich aus der Zeit der Wirren berichten.</p>
<p>PS: Ein Bild, das Dr. Reiner Düren in seiner Jugend zeigt, diente dem Illustrator Michael Menzel als Vorlage für die Karte „Reiner, der Herold“. Dr. Reiner Düren hat zusammen mit Peter Gustav Bartschat die <a href="http://www.catan.de/literatur/encyclopaedia-catanica.html" target="_blank">Encyclopædia Catanica</a> verfasst. Beide haben die Entwicklung des Kartenspiels in den letzten Jahren mit Rat und Tat begleitet und arbeiten redaktionell an der Neuentwicklung des Catan- Kartenspiels mit.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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