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	<title>Catanism &#187; Sohn</title>
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	<description>Die Blogger von Catan</description>
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		<title>Mein erstes Spiel</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 10:09:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist natürlich klar, auch ich habe mich schon mal an einem Spiel versucht. Damals war ich ganze fünf Jahre alt. Es ist eine schöne Geschichte, an die ich gerne zurück denke. Das Spiel gibt es sogar immer noch. Daher habe ich auch die wunderbare Gelegenheit, diesen Beitrag direkt mit dem damaligen Spielplan zu dokumentieren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-8" title="Benjamin Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Benny_100x205.jpg" alt="Benny 100x205 Mein erstes Spiel" width="100" height="205" />Es ist natürlich klar, auch ich habe mich schon mal an einem Spiel versucht. Damals war ich ganze fünf Jahre alt. Es ist eine schöne Geschichte, an die ich gerne zurück denke. Das Spiel gibt es sogar immer noch. Daher habe ich auch die wunderbare Gelegenheit, diesen Beitrag direkt mit dem damaligen Spielplan zu dokumentieren. Im Folgenden erzähle ich euch die Geschichte meines ersten Spieles, ein Einblick in die Welt eines 5-jährigen, der sich sicher war, den großen Durchbruch geschafft zu haben!</p>
<h3>Die Story des Spieles</h3>
<p>…hätte ich damals natürlich auf keinen Fall preisgegeben! Denn die war in meinen Augen so was von brandheiß, dass ich das Spiel nach jeder Bearbeitung unter strengen Sicherheitsvorkehrungen erstmal in meinen Geheimschrank zu den Fritt-Kaubonbons und meinen Ersparnissen in Höhe von 6,50 DM (Schätzwert) geschlossen habe. Knapp 20 Jahre später, denke ich, kann ich das Geheimnis aber lüften. Also nochmal &#8230;</p>
<h3>Die Story</h3>
<p>Drei oder vier Spieler stecken in der Rolle von Kuni von Kuniburg. Ich sah es damals als nicht kritisch an, dass 4 Spieler den gleichen Charakter spielen. Dank Klontechnik war Dolly das Schaf ein paar Jahre später ja auch schon unterwegs.</p>
<p>Das Ziel der Klon-Kunis war es, ein Burgfräulein zu retten.<br />
„Gar nicht mal so schlecht die Story“, dachte ich mir. “Aber da steckt noch mehr drin!“ Also haben die 3-4 Kunis gleich noch den Auftrag bekommen, auf dem Weg möglichst viel Gold einzusammeln und am Ende einen Schatz zu finden.<br />
„Genialer Einfall!“, dachte ich und rieb mir vergnügt die Hände. “Damit steht die Geschichte!“ Ich war rundum zufrieden. Ritter und das ganze Mittelalterthema waren hoch aktuell für mich und das Thema aus meiner Sicht natürlich auch dementsprechend attraktiv für den Rest der Welt.</p>
<h3>Der Spielmechanismus</h3>
<p>Nun ging es ans Eingemachte. Der Spielmechanismus. Im <em>Micky Maus</em>-Heft gab es mal ein Spiel, bei dem man nach dem Würfeln mit dem Pöppel vorzog und Ereignisse über sich ergehen ließ wie etwa: „Goofy blieb mit seiner langen Nase beim Zähne putzen im Waschbecken hängen. Nun muss der Klempner kommen. Setze eine Runde aus.“<br />
Wer zuerst ins Ziel kommt, gewinnt. Kennt man ja.</p>
<p>Mein Spiel sollte alles Herkömmliche revolutionieren! Also nahm ich statt eines 6-seitigen einen 3-seitigen Würfel.<br />
„Das ist doch schon mal was“, dachte ich mir in meinem Kinderzimmer, wahrscheinlich versunken in einer ähnlichen Position wie „Der Denker“ von Rodin. Ich wusste jedoch, dass das allein nicht ausreicht. Also entwickelte ich die „Kuni-Coins“, mittels deren Einsatz man ein Feld überspringen durfte. Ich war mir sicher, ein noch nie da gewesenes Spielelement entdeckt zuhaben &#8211; immerhin kam das <em>Micky Maus</em>-Magazin anscheinend nicht auf diese Idee.</p>
<div id="attachment_318" class="wp-caption aligncenter" style="width: 437px"><img class="size-full wp-image-318" title="Finde den Schatz, dann wirst du reich!" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/09/Bennys-erstes-Spiel-klein.jpg" alt="Bennys erstes Spiel klein Mein erstes Spiel" width="427" height="600" /><p class="wp-caption-text">Finde den Schatz, dann wirst du reich!</p></div>
<h3>Die Ausarbeitung</h3>
<p>Die Ereignisfelder habe ich mit Symbolen beschriftet. Unsere Kunis konnten beispielsweise in regelmäßigen Abständen über Sträucher und Wurzeln stolpern; man musste also aussetzen. Verlor man sein Geld, musste man 3 Felder zurück.<br />
Alles in allem kam man mit ca. 2-3 Kuni-Coins oben in der Burg an. Auch damals hätte man sich dafür nicht mehr als eine blecherne Bettpfanne leisten können.</p>
<p>„Nun bleibt mir noch ein Problem &#8211; wer schreibt mir die Spielregel?“ Mein Bruder hatte mir vor meiner Einschulung schon ein paar Buchstaben gezeigt, aber meine Treffsicherheit auf der Schreibmaschine erinnerte stark an Dosenwerfen nach 8 Bier. Letztendlich habe ich dann doch meinen Bruder gefragt. Ich machte ihm allerdings von vornherein klar, dass ich ihn am Erfolg des Spieles nicht beteiligen könne. Es erschien mir damals äußerst verdächtig, dass er so widerstandslos und gut gelaunt einverstanden war.</p>
<p>Zuletzt habe ich also meine 4 Kuni-Kunststoffpöppel, die Kuni-Coins aus Papier, die Spielregel meines Bruders und den handgemalten DIN A3 Spielplan in eine überdimensionierte Verpackung gesteckt (das Spielmaterial hätte dort in 50-facher Ausführung hineingepasst) und mein Werk war fertig! Es hieß übrigens <em>„Finde den Schatz, dann wirst du reich!“</em>. Originell, nicht? So groß die Packung auch gewesen sein mag: <em>„Rette das Burgfräulein, suche nach möglichst viel Gold auf dem Weg und finde den Schatz, dann wirst du reich!“</em> war mir wohl einfach zu lang.</p>
<h3>Das Marketing</h3>
<p>Nun musste ich das Spiel nur noch irgendwie auf den Markt bringen. Also habe ich mir die beinahe meiner Körpergröße entsprechende große Box unter den Arm geklemmt und bin damit zu meinem Vater. Hätte es damals schon PowerPoint gegeben, wäre meine Präsentation sicher etwas professioneller verlaufen. So haben wir uns dann auf ein Testspiel beschränkt.</p>
<p>Nach ca. 2 Spielzügen fragte ich ihn bereits, ob er es mal zu einem Verlag mitnimmt, und wie er die Chancen einschätzt. In meinen verschwommenen Erinnerungen murmelte er irgendwas von einem Eis im Kühlschrank. Als ich nicht locker ließ, meinte er, dass er glaube, so etwas Ähnliches schon einmal irgendwo gesehen zu haben, aber dass der Ansatz schon echt gut sei. Wenn man da noch mal drüber schauen würde, könne man das eines Tages sicher mal irgendwo unterbringen. Damit war ich eigentlich schon recht zufrieden! Seitdem habe ich allerdings kein Update mehr bekommen …</p>
<p>Da werde ich doch gleich mal nachfragen gehen!</p>
<p><em>Benjamin Teuber</em></p>
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		<title>Favorite FAQs</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 11:30:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Teuber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Benjamin Teuber]]></category>
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		<description><![CDATA[„Wie oder was arbeitet dein Vater eigentlich den ganzen Tag so als Spieleerfinder?“ Diese Frage bekomme ich in verschiedenen Varianten schon mein ganzes Leben gestellt. Jeder, der selbst schon mal das Nudelholz geschwungen hat, weiß eigentlich mehr oder weniger, wie ein Bäcker arbeitet, und man braucht auch keinen grünen Daumen, um zu wissen, wie der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-8 alignleft" title="Benjamin Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Benny_100x205.jpg" alt="Benny 100x205 Favorite FAQs" width="100" height="205" />„Wie oder was arbeitet dein Vater eigentlich den ganzen Tag so als Spieleerfinder?“</p>
<p>Diese Frage bekomme ich in verschiedenen Varianten schon mein ganzes Leben gestellt. Jeder, der selbst schon mal das Nudelholz geschwungen hat, weiß eigentlich mehr oder weniger, wie ein Bäcker arbeitet, und man braucht auch keinen grünen Daumen, um zu wissen, wie der Tag eines Gärtners ungefähr aussehen könnte. Bei einem Spieleerfinder scheint das anders zu sein. Ich kann das auch, ehrlich gesagt, gut nachvollziehen; man erfindet ja nicht den ganzen Tag lang Brettspiele.</p>
<p>So haben sich im Laufe der Jahre ein paar Fragen herauskristallisiert, die mir sicher schon so häufig in meinem Leben gestellt wurden, dass sie rein quantitativ für einen Jahresvorrat Quizfragen von Günter Jauch ausreichen würden. Nicht, dass mich das stören würde. Und es gibt ja auch bekanntlich keine dummen Fragen. Wohl gibt es aber solche, die man schon so oft gestellt bekommen hat, dass man die Wahl zwischen Gähn- oder Lachreiz hat.</p>
<p>Ein Gähnen macht sich unter Umständen bemerkbar, wenn ich meine „normale“ Antwort gebe, also die, die stimmt und die ich natürlich auch meistens wähle &#8211; ich will ja gerne Auskunft geben. Heiterkeit gab es aber auch schon vermehrt, wenn ich mit Antwortvariante 2 herausgerückt habe. Da ich das in der Regel recht trocken rüberbringe, dauert es öfter mal ein paar Sekunden, bis dem verständnislosen Stirnrunzeln ein verstehendes Lächeln folgt.</p>
<p>Darauf sind Sie, lieber Leser, ja nun besser vorbereitet. Im Folgenden je beide Antwortvarianten meiner “Favorite FAQs“:</p>
<p><strong>FAQ 1: Wie arbeitet dein Vater eigentlich so, sitzt er den ganzen Tag am Tisch und grübelt über neue Ideen nach?</strong></p>
<p><em>Der Gähner:</em><br />
Nein, es gehört eine ganze Menge mehr „Backoffice“ dazu, wie Telefonate führen, E-Mails schreiben, Prototypen basteln oder auch auf Geschäftsreisen gehen, etc. Ich denke manchmal, dass er gerne mehr Zeit für den kreativen Part aufwenden würde, aber der Rest muss eben auch erledigt werden.</p>
<p><em>Der Schmunzler:</em><br />
Richtig, genau so ist das. Morgens um halb 8 steht er auf und setzt sich an seinen Tisch. Dort stützt er dann seinen Kopf mit der Hand ab und denkt einfach den ganzen Tag lang nur nach. Einmal dachte ich kurz, jetzt ist es soweit und er ist mit der Platte verwachsen. Das war dann aber doch nur wegen einer ausgelaufenen Tube Uhu.</p>
<p><strong>FAQ 2: Wurdest du als Kind zum Testen neuer Spiele gezwungen?</strong></p>
<p><em>Informativ ist:</em><br />
Nein, das würde keinen Sinn machen. Auch für ein Testspiel sollte man sich mit Lust aufs Spiel an den Tisch setzen – so wie es später beim richtigen Spiel ja auch ist. Es gab bei uns weder feste „Spieltage“ noch die Pflicht, mitzuspielen. Wer keine Lust hatte, hat einfach nicht mitgemacht.</p>
<p><em>So trocken wie ich kann, sage ich manchmal:</em><br />
Ja, regelmäßig. Wir hatten ein so genanntes „Spielelabor“ im Keller, in das wir unter Ausschluss von Sonnenlicht jeden Tag 6 Stunden lang zum Testen neuer Spiele eingeschlossen wurden. So kam natürlich richtig Freude auf. Die Spiele haben wir dann per Checkliste auf Logik und Spielspaß geprüft. Ich glaube, das hat auch wirklich maßgeblich zum Erfolg beigetragen.</p>
<div id="attachment_134" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="size-full wp-image-134" title="Spieletest: Benjamin, Klaus und Guido Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/07/Spieletest-mit-Soehnen_450.jpg" alt="Spieletest mit Soehnen 450 Favorite FAQs" width="450" height="338" /><p class="wp-caption-text">Spieletest: Benjamin, Klaus und Guido Teuber</p></div>
<p><strong>FAQ 3: Spielst du auch gerne andere Spiele, oder dürfen es ohnehin nur die aus dem Hause Teuber sein? </strong></p>
<p><em>Ein Ferrari unter den Gähnern:</em><br />
Ich glaube, die Familie eines Buchautors liest auch nicht nur die von ihm veröffentlichen Werke. Wir spielen in der Familie sehr gerne andere Spiele und versuchen zumindest immer die Neuheiten des Jahres kennen zu lernen. Es ist dann eher eine Zeitfrage.</p>
<p><em>Nicht ganz so ernsthaft sage ich:</em><br />
Machst du Witze? Schon am Hauseingang durchsuchen meine Eltern die Taschen meiner Freunde nach fremden Spielen. Fundstücke kommen ohne Umweg in den gelben Sack, da gibt’s auch keine Ausnahme. Mit 16 haben sie mich mal bei einer Runde „Risiko“ erwischt – da war mein Taschengeld natürlich erstmal gestrichen!</p>
<p><strong>FAQ 4: Du hast doch sicher auch schon ein Spiel erfunden? Möchtest du in die Fußstapfen deines Vaters treten?</strong></p>
<p><em>08/15-mäßige Antwort:</em><br />
Man weiß ja nie was passiert. Ich hatte mal Ansätze, aber die haben sich dann im Sand verlaufen, das kommt oder eben nicht. Erzwingen kann man da gar nichts.</p>
<p><em>Mit einem Hauch Ironie:</em><br />
Sicher! Spieleerfinden ist ja bekanntermaßen erblich, was habe ich also für eine Wahl?</p>
<p>Es gibt aber auch Fragen, auf die ich selbst nach dem 1000sten Mal immer noch gerne genau die gleiche Antwort gebe. Manchmal gibt es einfach keine Alternativen.</p>
<p><strong>FAQ 5: Wie war es im Kindesalter, einen Spielerfinder als Vater zu haben?</strong></p>
<p>Großartig! Man hatte ständig neue Spiele im Regal, mehr als man überhaupt spielen konnte. Meistens gab es auch jemanden zum Ausprobieren. Einen besseren Job kann man sich als Kind für seinen Vater wohl kaum wünschen!</p>
<p><em>Benjamin Teuber</em></p>
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