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	<title>Catanism &#187; Fürsten</title>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 18:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Finstere Zeiten – Das Themenset „Zeit der Intrigen“ Das Thema dieses Sets ist der Streit zwischen den Anhängern Odins und den Christen. Die Anfänge dieser Auseinandersetzung werden auch von Rebecca Gablé in ihrem Roman „Die Siedler von Catan“ geschildert. Die zentralen Ereignisse des Sets sind die beiden Karten „Glaubensstreit“. Ereignet sich ein Glaubensstreit, verlieren beide [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-6 alignleft" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="77" height="158" /></p>
<h3>Finstere Zeiten –<br />
Das Themenset „Zeit der Intrigen“</h3>
<p><img class="alignright size-full wp-image-841" title="Glaubensstreit" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Glaubensstreit.jpg" alt="Glaubensstreit Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" />Das Thema dieses Sets ist der Streit zwischen den Anhängern Odins und den Christen.</p>
<p>Die Anfänge dieser Auseinandersetzung werden auch <a href="http://www.catan.de/literatur/catan-roman.html" target="_blank">von Rebecca Gablé in ihrem Roman „Die Siedler von Catan“ geschildert</a>.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-846" title="Kirche" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Kirche.jpg" alt="Kirche Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" />Die zentralen Ereignisse des Sets sind die beiden Karten <strong>„Glaubensstreit“</strong>. Ereignet sich ein Glaubensstreit, verlieren beide Spieler ihre Handkarten.</p>
<p><strong><img class="alignright size-full wp-image-856" title="Tempel-Odins" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Tempel-Odins.jpg" alt="Tempel Odins Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" />Kirchen</strong> und<strong> Tempel</strong>, die Karten des offenen Nachziehstapels, mindern den Verlust. Mit einem Tempel und seinen Folgekarten stärkt man zudem den Zugriff auf die eigenen Nachziehstapel und eine Kirche eröffnet die Möglichkeiten, gegnerische Helden abzuwerben und zusätzliches Gold zu erwirtschaften. Und wer sowohl Kirche als auch Tempel gebaut hat, kann das Große Thing errichten und den Glaubensstreit beenden.</p>
<p><img class="size-full wp-image-845 alignright" title="Judith-Hueterin-der-Kirche" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Judith-Hueterin-der-Kirche.jpg" alt="Judith Hueterin der Kirche Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" />Eine große Rolle in diesem Set spielen auch die beiden Helden <strong>Judith, Hüterin der Kirche</strong> und <strong>Bran, Streiter des Tempels</strong>.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-840" title="Bran-Streiter-des-Tempels" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Bran-Streiter-des-Tempels.jpg" alt="Bran Streiter des Tempels Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" />Wie schon im Basisspiel das Rathaus auf das Gemeindehaus gelegt und dessen Funktion damit erweitert wurde, wird Judith auf einer Kirche platziert. Judith schützt die Kirche vor allen Aktionen und Ereignissen. Dabei bleiben die Funktionen der Kirche als solche erhalten. Der Siegpunkt der Kirche ist auf der Karte von Judith mit abgebildet (einer ist von Judith, einer ist von der Kirche). Gleiches gilt für Bran und den Tempel.<br />
Doch lassen wir Judith und Bran, die Vertreter der beiden Glaubensrichtungen, ein wenig miteinander plaudern und dabei die übrigen Karten des Sets vorstellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Judith: <em>Eine schöne Insel, dieses Catan. Aber meine Kirche macht das Land erst vollkommen.</em></p>
<p>Bran: <em>Bald werden hier Kirchen wie Pilze aus dem Boden sprießen. Dem sollte ich mit einem Tempel Odins Einhalt gebieten.</em></p>
<p>Judith:<em> Wage es nicht, du Gottloser!</em></p>
<p>Bran:<em> Gottlos? Wer? Ich? Ich glaube an Götter! Odin, Loki, Freyja, Thor …</em></p>
<p>Judith:<em> Es gibt aber nur einen Gott! Meinen! Und der hat immerhin Himmel, Erde und die Menschen erschaffen.</em></p>
<p>Bran:<em> Ui, warst du dabei? Ich jedenfalls nicht. Trotzdem weiß ich, dass es Odin war, der die ersten beiden Menschen Ask und Embla erschuf.</em></p>
<p>Judith:<em> Lächerlich! Erstens hießen die ersten Menschen Adam und Eva und zweitens frage ich dich, wie ein Kriegsgott Leben erschaffen können soll? Deiner hetzt die Menschen in den Tod, meiner ist für die Menschen gestorben.</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-838" title="Bischof" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Bischof.jpg" alt="Bischof Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Odin säuft mit allen Kriegern in Walhall, die mit seinem Namen auf den Lippen im Kampf fallen. Was kann ein Krieger Besseres erwarten als solch ein Paradies? Wenn du etwas näher zu mir rückst, holde Judith, erzähle ich dir gerne mehr über Odin und Walhall.</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-852 alignright" title="Opferstaette" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Opferstaette.jpg" alt="Opferstaette Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Bevor du mir hier den Hof machst, solltest du dich mal waschen oder besser gleich taufen und bekehren lassen. Vielleicht kann mein <strong>Bischof</strong> das in die Wege leiten.</em></p>
<p>Bran:<em> Bekehren nennst du das, wenn dein Bischof mir mein Gold aus den Rippen schneiden will? Ich schicke ihn lieber zur <strong>Opferstätte</strong>, dort kann er sich auf dem Opferstein nützlich machen.</em></p>
<p>Judith:<em> Das wirst du schön bleiben lassen, du ungehobelter Klotz!</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-851" title="Nornenpriesterin" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Nornenpriesterin.jpg" alt="Nornenpriesterin Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Na gut, als vertrauensbildende Maßnahme lasse ich deinen Bischof laufen. Dann werde ich jetzt die <strong>Nornenpriesterin</strong> um Hilfe bitten.</em></p>
<p>Judith:<em> Was ist denn das wieder für ein heidnischer Unfug?</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-853 alignright" title="Priester-Odins" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Priester-Odins.jpg" alt="Priester Odins Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Die Nornen sind weise Frauen, die an der Wurzel der Weltenesche neben einem Brunnen wohnen und unser Schicksal bestimmen. Soeben haben sie mir den <strong>Priester Odins</strong> auf die Hand gespielt. Ich mache dich mal mit ihm bekannt. Aber pass auf! Möglicherweise bist du danach etwas durcheinander.</em></p>
<p>Judith:<em> Himmel, stinkt der aus dem Hals. Mir schwinden gleich die Sinne. Was wollte ich doch gleich?</em></p>
<p>Bran:<em> Mich bekehren?</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-850" title="Missionar" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Missionar.jpg" alt="Missionar Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Richtig, ich wollte dir meinen <strong>Missionar</strong> auf den Hals hetzen. Aber, wo ist er denn? Himmel, es kann doch nicht sein, dass sich mein Diener Gottes von deinem grässlichen Priester in die Flucht schlagen lässt?</em></p>
<p>Bran:<em> Warum nicht? Auch Odins Wege sind manchmal unergründlich.</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p>Wenig später …</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Judith:<em> Ah, da ist er ja wieder, der Herr Missionar. Wenn es ihm gelingt, einen deiner Helden auf die Weide des Herrn zu führen, kann er seinen Schnitzer wieder gut machen.</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-842 alignright" title="Gottfried-der-Intrigant" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Gottfried-der-Intrigant.jpg" alt="Gottfried der Intrigant Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Vegetarische Kost für Odins Krieger? Ein guter Witz! Aber bevor meine Helden einer so hübschen Kirchenhüterin vielleicht doch auf den Kirchenleim gehen, lasse ich <strong>Gottfried</strong> ein bisschen intrigieren.</em></p>
<p>Judith:<em> Überstrapaziere nicht meine Geduld!</em></p>
<p>Bran:<em> Ich kann nicht anders, der Missionar ist jetzt auf meiner Seite.</em></p>
<p>Judith:<em> Pah, ohne Kirche nützt er dir nichts.</em></p>
<p>Bran:<em> Dann baue ich halt eine.</em></p>
<p>Judith:<em> Und was sagt dein Gott zur Konkurrenz?</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-855" title="Reiner-der-Mueller" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Reiner-der-Mueller.jpg" alt="Reiner der Mueller Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Odin ist nicht eitel, sondern eher pragmatisch wie ich. Solange er der Stärkere ist, kümmern ihn andere Götter wenig. Außerdem verliert dieser dumme Glaubensstreit seine Zähne, wenn die paar Christen in meinem Fürstentum auch einen Ort zum Beten haben.</em></p>
<p>Judith:<em> Du kommst dir wohl sehr schlau vor?</em></p>
<p>Bran:<em> Ich bin schlau, denn jetzt missioniert dein ehemaliger Missionar bei dir und beschert mir <strong>Reiner, den Müller</strong>.</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-848 alignright" title="Meister-der-Bruderschaft" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Meister-der-Bruderschaft.jpg" alt="Meister der Bruderschaft Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Auf die treulose Seele verzichte ich gerne. Glücklicherweise steht der <strong>Meister der Bruderschaft</strong> auf meiner Seite und vergoldet mir den Verlust.</em></p>
<p>Bran:<em> Hilft er dir, weil er an deinen Gott glaubt?</em></p>
<p>Judith:<em> Nein.</em></p>
<p>Bran:<em> Dann glaubt er an Odin?</em></p>
<p>Judith:<em> Nein.</em></p>
<p>Bran:<em> Glaubt er überhaupt an etwas?</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-847" title="Klosterbrauerei" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Klosterbrauerei.jpg" alt="Klosterbrauerei Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Keine Ahnung. Er faselt dauernd etwas von Toleranz und Aufklärung.</em></p>
<p>Bran:<em> Dein Meisterbruder scheint mir nicht von dieser Welt zu sein.</em></p>
<p>Judith:<em> Mag sein, kümmert mich aber auch nicht. Ich baue jetzt für meine loyalen Helden eine <strong>Brauerei</strong> und lade sie zum Abendmahl zu Brot und Bier ein.</em></p>
<p>Bran:<em> Sollte da nicht Wein gereicht werden?</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-854 alignright" title="Quelle-Odins" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Quelle-Odins.jpg" alt="Quelle Odins Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Nein, Bier. Das war ein Übersetzungsfehler von irgendwelchen unwissenden Mönchen.</em></p>
<p>Bran:<em> Aha. Falls du ein klares, wohlschmeckendes Elixier für dein Bier benötigst, könnte ich dir ein paar Fässer Wasser aus der <strong>Quelle Odins</strong> zukommen lassen.</em></p>
<p>Judith: <em>Mit deinem heidnischen Wasser kannst du von mir aus deine Schweine tränken. In mein Bier kommt mir so etwas nicht.</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-857" title="Wallfahrtsort" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Wallfahrtsort.jpg" alt="Wallfahrtsort Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Schade, ich dachte du würdest mir im Gegenzug verraten, welcher begnadete Steinmetz das Kreuz in den Felsen deines <strong>Wallfahrtsorts</strong> gemeißelt hat. Wenn ich sehe, wie du mit deinen Buden Tand vergoldest, könnte ich direkt neidisch werden. War es vielleicht <strong>Michael, der Baumeister</strong>?</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-849 alignright" title="Michael-der-Baumeister" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Michael-der-Baumeister.jpg" alt="Michael der Baumeister Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Nein, es gibt keinen Steinmetz und der Baumeister war mir nur bei der Errichtung meiner prachtvollen Kirche zu Diensten. Das Kreuz hat mein Gott höchstpersönlich mit einem mächtigen Blitz in den Stein gebrannt. Ein großes Wunder, das dein Odin wohl kaum hinbekommt.</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-858" title="Wirtshaus-zur-Roten-Laterne" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Wirtshaus-zur-Roten-Laterne.jpg" alt="Wirtshaus zur Roten Laterne Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Das glauben doch wohl nur deine dummen Untertanen. Weißt du was, ich schenke dir das <strong>Wirtshaus zur Roten Laterne</strong>! Und gratis gibt es ein paar feine Damen dazu. Die werden nicht lange brauchen, um den Namen deines Steinmetzes aus deinen Helden heraus zu kitzeln.</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-839 alignright" title="Bischofssitz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Bischofssitz.jpg" alt="Bischofssitz Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Wenn sich einer meiner Helden in diesem unseligen Haus blicken lässt, erhält er zum Abendmahl nur noch hartes Brot. Apropos Brot. Das wird dank dieses untreuen Müllers gerade knapp. Und du scheinst ihn weidlich nutzen zu können. Ich glaube, ich muss meinem Bischof einen Sitz bauen.</em></p>
<p>Bran:<em> Was hat dein <strong>Bischofssitz</strong> mit dem Müller zu tun?</em></p>
<p>Judith:<em> Nun, der Bischof hat mir als Gegenleistung für seinen Sitz versprochen, dem Müller die Exkommunikation anzudrohen, wenn dieser nicht als Einsiedler in die Wüste geht. Als Buße für seine Untreue kann er dort Gestein zu Sand mahlen. Wenn ich den Müller nicht haben kann, sollst du ihn auch nicht haben. Auge um Auge, Zahn um Zahn …</em></p>
<p>Bran:<em> Odin hat übrigens auch ein Auge verloren. Seine Zähne hat er wohl noch. Die haben doch einiges gemeinsam unsere Götter. Und damit wir doch auch, oder?</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-844" title="Gute-Nachbarschaft" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Gute-Nachbarschaft.jpg" alt="Gute Nachbarschaft Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Unsinn, mein Gott hat kein Auge verloren. Der dumme Spruch ist mir eben nur so rausgerutscht. Mein Gott will die Versöhnung. Wir sollen unseren Feinden die linke Wange hinhalten, wenn er uns auf die rechte schlägt.</em></p>
<p>Bran:<em> Interessant. Dann tun wir doch etwas für unsere Versöhnung. Als erstes stoßen wir auf eine <strong>gute Nachbarschaft</strong> an oder zumindest auf eine bessere!</em></p>
<p>Judith:<em> Meinetwegen. Schließlich steht in der Bibel, ich soll auch meine Feinde lieben.</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-843 alignright" title="Grosses-Thing" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Grosses-Thing.jpg" alt="Grosses Thing Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Und dann baue ich für uns das <strong>Große Thing</strong>.</em></p>
<p>Judith:<em> Und was sollen wir damit?</em></p>
<p>Bran:<em> Unsere Streitigkeiten beilegen. Miteinander reden. Außerdem gibt es dort hinter den Felsen ein paar sehr romantische Plätze für frisch Verliebte …</em></p>
<p>Judith:<em> Was soll das denn heißen?</em></p>
<p>Bran:<em> Dass wir nicht immer nur miteinander streiten sollten. Was wirst du denn als gute Christin tun, wenn ich dich jetzt auf die rechte Wange küsse?</em></p>
<p>Judith:<em> Ich werde dir wohl die linke Wange hinhalten müssen …</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p>Etwas später…</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Judith:<em> Vom Mund steht aber nichts in der Bibel!</em></p>
<p>Bran:<em> Woher willst du das wissen? Vielleicht erinnerst du dich jetzt …</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bisher war es nur möglich, Siedlungen, Städte und Landschaften auszubauen. In der Erweiterung gibt es nun erstmalig Karten, die auch auf freie Straßen gelegt werden können.<br />
Im Set „Zeit der Intrigen“ ist dies die Karte “Wirtshaus zur Roten Laterne“. Da die Karte nicht auf einen freien Bauplatz sondern auf eine Straße gelegt wird, sprechen wir vom Ergänzen einer Straße. Die Funktion einer „ergänzten“ Straße bleibt erhalten, sie erhält lediglich zusätzliche Funktionen bzw. Eigenschaften. Daher zeigt die Illustration jeder Straßenergänzung auch weiterhin eine Straße.</p>
<p>Die Erweiterung „Finstere Zeiten“ bietet nicht nur neue, spannende Themenspiele, sie ist auch eine Bereicherung für das Duell. Mit den neuen Sets der Erweiterung gibt es nun insgesamt sechs verschiedene Sets. Mit den vielen Möglichkeiten, drei Sets miteinander zu kombinieren, gestaltet sich das Duell noch abwechslungsreicher und bietet immer wieder neue Herausforderungen.<br />
Auch der Turniermodus ist mit den neuen Karten nun erstmals sinnvoll spielbar. Daher werden wir ihn auch für das Spiel in der Catan-Onlinewelt programmieren.</p>
<p>Voraussichtlich Anfang August stelle ich das zweite Set der Erweiterung „Zeit der Handelsherren“ vor.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 12:07:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil 7 – Zeit der Wirren Einleitung Das Themenspiel „Zeit der Wirren“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich im 5. Teil meiner Blogreihe über die Reform des Kartenspiels vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans ist das Set Mitte des 9. Jahrhunderts, also ca. 100 Jahre nach der Ankunft der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="100" height="205" />Teil 7 – Zeit der Wirren</h3>
<h4>Einleitung</h4>
<p>Das Themenspiel „Zeit der Wirren“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich im 5. Teil meiner Blogreihe über die Reform des Kartenspiels vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans ist das Set Mitte des 9. Jahrhunderts, also ca. 100 Jahre nach der Ankunft der ersten Siedler auf Catan, angesiedelt. Der Wikingerhäuptling Carl Gabelbart ist mit seinen Mannen auf Catan gestrandet. Um die Insel zu erobern, sät er Zwietracht zwischen den Fürsten und ruft Verräter, Bogenschützen und Feuerteufel auf den Plan. Mitten im Geschehen steht Heinrich, der Wächter. Seine Bekenntnisse werden uns die Zeit der Wirren etwas näher bringen.</p>
<h4><img class="alignright size-full wp-image-738" title="Heinrich, der Wächter" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Heinrich.jpg" alt="Heinrich Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Die Bekenntnisse eines Wächters</h4>
<p>Gestatten, ich bin Heinrich. Genau genommen <strong>Heinrich, der Wächter</strong>, ein loyaler Untertan des Fürsten. Na ja, sagen wir: Ein ziemlich loyaler Untertan.</p>
<p>Denn eigentlich bin ich nicht besonders gut auf den Fürsten zu sprechen. Nach all den Jahren treuer Dienste, die ich ihm im Kampf gegen Räuber und Piraten geleistet habe, hat er mich mit dem Amt eines Wächters abgespeist. Eigentlich hätte er mich auch gleich zum Aufseher seiner Latrinen machen können.</p>
<p>Wohnen darf ich im Obergeschoss des Stadttors. Die Schlafkammer dort ist so klein, dass mein Vorgänger nur ein Zwerg gewesen sein kann. Ich bin jedenfalls kein Zwerg und so zwänge ich mich abends mit angewinkelten Beinen und eingezogenem Kopf in die lausige Schlafstätte.</p>
<p><img class="size-full wp-image-743 alignleft" title="Spelunke" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Spelunke.jpg" alt="Spelunke Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Und meine Entlohnung?<br />
„Hier, mein lieber Heinrich“, hat er gesagt, „Nimm diesen gezinkten Würfel und beschaff’ dir dein Salär selbst. In der <strong>Spelunke</strong> sitzen so viele Dummköpfe herum, da dürfte es dir nicht schwer fallen, den einen oder anderen Halunken übers Ohr zu hauen.“</p>
<p>Dann hat er mir noch ein Horn geschenkt, mit dem ich die Bürger warnen soll, wenn Feinde die Stadt bedrohen. Ich gestehe, ich habe bis heute kein einziges Mal in das Horn geblasen. Geht ja auch gar nicht, denn ich habe das Mundstück verschlossen. Als Gefäß, gefüllt mit Met oder Bier, leistet es mir wesentlich bessere Dienste. Nicht selten proste ich dem Fürsten mit dem Horn zu: „Danke, mein Fürst. Ich trinke auf deinen Untergang!“</p>
<p>Stimmt, eigentlich bin ich richtig sauer auf ihn. Jeden Morgen, wenn ich in meiner trüben Kammer mit schmerzenden Gliedern und steifem Hals aufwache, verfluche ich seine Hoheit.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-739" title="Irmgard, Bewahrerin des Lichts" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Irmgard.jpg" alt="Irmgard Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Mein einziger Lichtblick ist <strong>Irmgard</strong>, meine liebe Freundin, die in einer geräumigen Hütte im Sumpf wohnt. In manchen Nächten schleiche ich mich zu ihr. Dann verwöhnt sie mich mit feinen Speisen und ich genieße es, in ihren Armen mit wohlig ausgestreckten Gliedern einzuschlummern. Nach dem Essen reden wir oft noch angeregt miteinander. Es gibt allerdings ein Thema, das ich inzwischen lieber vermeide. Denn wenn die Rede auf den Fürsten kommt und ich mir das eine oder andere böse Wort über ihn einfach nicht verkneifen kann, habe ich die nächsten Tage Hüttenverbot.</p>
<p>Irmgard verehrt den Fürsten – frage mich bitte keiner warum. Sie unterstützt ihn, wann immer sie nur kann. Wenn der Fürst beispielsweise von einem Helden verlassen oder eines seiner Gebäude von der Fürstin des benachbarten Fürstentums abgefackelt wurde, lässt sie ihre Verbindungen spielen und schickt dem Fürsten als Trost eine Ladung Rohstoffe.</p>
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<tr>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-735" title="Feuerteufel" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Feuerteufel.jpg" alt="Feuerteufel Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-747" title="Zehntscheuer" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Zehntscheuer.jpg" alt="Zehntscheuer Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-736" title="Feuerwache" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Feuerwache.jpg" alt="Feuerwache Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Neulich Nacht war es wieder soweit. Die Fürstin musste einen <strong>Feuerteufel</strong> in unsere Stadt geschleust haben. Irmgard und ich wachten von dem Geschrei in der Stadt auf und eilten aus der Hütte. Der Feuerschein eines lichterloh brennenden Gebäudes erhellte den Himmel über der Stadt.<br />
„Ha!“, frohlockte ich, „Ich glaube, da brennt die <strong>Zehntscheuer</strong> und mit ihr das Getreide und die Wolle, die der alte Geizhals den Bauern abgeknöpft hat.“<br />
Ich grinste Irmgard an, hätte mir aber denken können, dass sie nicht zurückgrinste. Ihre grünen Augen blickten mich ungnädig an und mir war klar, dass ich die nächste Zeit wieder in meiner unbequemen Schlafkammer zu nächtigen hatte.</p>
<p>„Wenn er eine <strong>Feuerwache</strong> gebaut hätte, wäre das nicht passiert“, grummelte ich. „Wärest du auf deinem Posten gewesen – und nicht hier bei mir &#8211; auch nicht!“ erhielt ich noch als Antwort, bevor Irmgard sich in ihre Hütte zurückzog und die Tür verschloss.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-732" title="Bogenschütze" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Bogenschuetze.jpg" alt="Bogenschuetze Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Am nächsten Morgen stand ich übellaunig vor meinem Stadttor, als mir ein schmächtiger Jüngling mit torkelndem Gang entgegenkam. „Wo willst DU denn hin, Junge?“<br />
„In die … in die Stadt der… Fürstin, Herr… äh …Wächter.“, teilte er mir stockend mit und schickte mir zum Gruß seine Alkoholfahne. „Ich b… bin <strong>Bogenschütze</strong> und ich soll dort die Fürstin… ne… den Helden der Fürstin äh…unschädlich machen.“</p>
<p>Er stierte mich mit blutunterlaufenen Augen an. Die beiden Arme, die teilnahmslos neben seinem Rumpf baumelten, waren so dürr, dass ich stark bezweifelte, er könne den Bogen, den ihm jemand um seinen Hals gehängt hatte, mehr als eine Handbreit spannen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-744" title="Übungsplatz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Uebungsplatz.jpg" alt="Uebungsplatz Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />„Nenn’ mich nicht HERR WÄCHTER!“, polterte ich. „Das klingt ja noch lächerlicher als Nachtwächter. Du hältst dich für einen Bogenschützen? Du bist allenfalls ein Junge, der noch nicht mal gelernt hat, seinen Bogen gescheit zu tragen. Statt dich in der Spelunke zu besaufen, wirst du dich jetzt zum <strong>Übungsplatz</strong> begeben und dort den Umgang mit dem Bogen üben. Wenn du in ein paar Tagen nüchtern wiederkommst, dann lasse ich dich vielleicht durch. Aber schieß mir bloß keinen Schwertkämpfer ab!“</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-746" title="Verräter" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Verraeter.jpg" alt="Verraeter Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Der Junge trollte sich gerade, als ich aus dem Augenwinkel eine huschende Gestalt wahrnahm. Da wollte sich doch tatsächlich jemand heimlich durch MEIN Stadttor schleichen. Mit einem Satz war ich bei dem Eindringling und ergriff seine Rechte. „Was machst du hier, Schurke?“<br />
„Ich bin kein Schurke.“, stammelte der Erwischte, der sich ebenfalls als ein mit einer Alkoholfahne bestens ausgestatteter Jüngling erwies. „Ich bin ein <strong>Verräter</strong>.“</p>
<p>Die Fürstin besaß natürlich auch eine Spelunke in ihrer Stadt. Dort hatte sie den jungen Mann wohl angeheuert, um dem Fürsten eins auszuwischen. Das wäre mir natürlich gar nicht so unlieb gewesen, aber ich musste auch an mich und vor allem an  meinen Geldbeutel denken.</p>
<p>„Dir ist wohl klar, dass ich jetzt nur in mein Horn blasen muss und du dann die nächste Zeit im Kerker des Fürsten nur noch Ratten verraten können wirst?“<br />
Da der Jüngling nicht wissen konnte, dass mein Horn sich schon lange nicht mehr zum Blasen eignete, nickte er ängstlich und blickte dabei verstohlen um sich. Scheinbar suchte er eine Möglichkeit, zu entkommen. Ich hielt sein Handgelenk jedoch weiter mit eisernem Griff umschlossen.</p>
<p>„Ich mache dir einen Vorschlag zur Güte. Ich würfle.“ Mit der Linken holte ich meinen Würfel aus meinem Wams und hielt ihn dem verständnislos blickenden Verräter vor die Nase. „Wenn eine 3, 4 oder 5 fällt, dann nehme ich die Münzen, die dir die Fürstin für deinen Verrat gegeben hat und schicke dich nach Hause. Wenn ich eine andere Zahl würfle, dann darfst du in die Stadt und ich nehme dir nur die Hälfte deiner Münzen weg. Einverstanden?“<br />
Da seine einzige Alternative die Ratten im Kerker waren, nickte der Jüngling heftig. Scheinbar hatte er inzwischen die Sprache verloren.<br />
Ich ließ den gezinkten Würfel zu Boden fallen. Nach einigen Hüpfern blieb er erwartungsgemäß auf der Seite mit der 6 liegen.<br />
„Glück gehabt, mein Junge! Das Schicksal hat entschieden, dass du in der Stadt deine Aufgabe erfüllen darfst.“ Ich hielt die Hand auf und empfing die Hälfte seines Verräterlohns.</p>
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<td><img class="alignnone size-full wp-image-733" title="Carl Gabelbart" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Carl-Gabelbart.jpg" alt="Carl Gabelbart Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="size-full wp-image-731 alignnone" title="Beutefahrt" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Beutefahrt.jpg" alt="Beutefahrt Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>In den Abendstunden tauchte der junge Verräter wieder auf. Er hatte <strong>Carl Gabelbart</strong> im Schlepptau. Carl war ein mächtiger Hüne und berüchtigt für seine <strong>Beutefahrten</strong>, mit denen er die catanischen Küsten verunsicherte. Ich wusste, der Fürst verhandelte mit Carl, denn er hätte den starken Helden gerne auf seine Seite gebracht und in sein Gefolge aufgenommen. Aber daraus würde jetzt wohl nichts mehr werden. Dank ihres Verräters würde nun die Fürstin Zugriff auf den Helden mit der gewaltigen Doppelaxt haben.</p>
<p>Lächelnd ließ ich das ungleiche Paar mein Stadttor passieren. Ab jetzt würde es wohl nur noch eine Seite der Insel geben, die Carl mit seinen Beutefahrten heimsuchen würde: Die Seite meines ungeliebten Fürsten.</p>
<p>Ein paar Tage später, ich durfte immer noch nicht die Hütte Irmgards betreten, bedrohten <strong>Unruhen</strong> das Fürstentum. Von einem vor der Stadt gelagerten <strong>Spähturm</strong> aus wurde ein Zug von Bauern gesichtet. Die Landmänner waren mit Knüppeln und Mistgabeln bewaffnet und marschierten entschlossen und mit grimmigen Gesichtern auf die Stadt zu.</p>
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<td><img class="alignnone size-full wp-image-742" title="Spähturm" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Spaehturm.jpg" alt="Spaehturm Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-745" title="Unruhen" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Unruhen.jpg" alt="Unruhen Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
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</table>
<p>Die Wut der Bauern wunderte mich nicht. Hatte der Fürst doch, ohne mit der Wimper zu zucken, befohlen, die abgebrannte Zehntscheuer wieder aufzubauen und den Bauern erneut den Zehnten ihrer Getreide und Wolleernte abzuknöpfen.</p>
<p>Die Glocke der <strong>Kapelle</strong> läutete bedrohlich Alarm und der Herold brüllte: „Feinde vor den Toren! Bürger, verbarrikadiert euch in euren Häusern!“<br />
Schnell leerten sich die Gassen und eine gespenstische Ruhe schlich sich in die Stadt. Nur das Gefolge des Fürsten war noch unterwegs und nach und nach versammelten sich die Helden vor meinem Stadttor. Die Luft roch nach Kampf. Bevor der Fürst jedoch seinen Helden den Befehl erteilte, den Bauern entgegen zu treten, schüttelte er noch einen Trumpf aus seinem Ärmel.<br />
Die Schar der Helden teilte sich und in ihrer Mitte erschien <strong>Sebastian, der Wanderprediger</strong>.</p>
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<td><img class="alignnone size-full wp-image-740" title="Kapelle" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Kapelle.jpg" alt="Kapelle Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-741" title="Sebastian, der Wanderprediger" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Sebastian.jpg" alt="Sebastian Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Mit seiner langen braunen Kutte und seinem von Silber durchwirkten Haar strahlte er Autorität aus und wirkte erhaben über einfache menschliche Bedürfnisse wie Unterkunft und Nahrung.<br />
„Was wirst du den armen Schluckern sagen?“, fragte ich Sebastian.<br />
„Das was ich in solchen Situationen immer predige und was auch immer hilft: &#8216;Was euch euer irdischer Herr auf der Erden nimmt, wird euch der Herr im Himmel tausendfach vergelten. Wer sich jedoch an seinem irdischen Herren vergreift, wird tausend Jahre in der Hölle schmoren.&#8217;“<br />
So sprach Sebastian vor den Bauern und schnell war der Spuk vorüber. Sebastian zog ungerührt weiter, um weitere himmlische Weisheiten unters Volk zu bringen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-734" title="Festplatz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Festplatz.jpg" alt="Festplatz Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Eine Woche später schlenderte ich über den <strong>Festplatz</strong> und sah dem Treiben der Helden unserer Stadt zu. Sie bereiteten sich auf das in Kürze stattfindende Fest vor. Es wurde gesungen, musiziert und getanzt. Einige übten sich in kunstvollen Reden, andere führten eine Posse auf. Zwei Helden kreuzten ihre Klingen in einem spektakulären Schaukampf.</p>
<p>Auf dem Weg zum Stadttor hielt mich ein Botenjunge an und übergab mir mit seiner kleinen schmutzigen Hand eine Botschaft. Sie kam von Irmgard, die mich einlud, sie zum Fest der beiden Fürstentümer in die Stadt der Fürstin zu begleiten. Sie schien mir endlich verziehen zu haben. Ich warf dem Knaben eine Münze zu und setzte glücklich meinen Weg zum Stadttor fort. Dort erwartete mich der junge Bogenschütze – diesmal ausgesprochen nüchtern.</p>
<p>„Ja, du kannst gehen!“, beschied ich ihm gut gelaunt, bevor er den Mund aufmachen konnte und schlug ihm wohlwollend auf die schmächtige Schulter. „Aber triff nicht zu genau!“</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-737" title="Große Festhalle" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Grosse-Festhalle.jpg" alt="Grosse Festhalle Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Das tat er dann auch nicht.<br />
Als ich zwei Tage später mit Irmgard in der prächtigen <strong>Großen Festhalle</strong> der Fürstin saß und die Darbietungen des Festes genoss, gab es einen Zwischenfall, der meinen Groll auf den Fürsten milderte.</p>
<p>Der Fürst stand neben seiner Kontrahentin, der Fürstin und beide applaudierten einträchtig der Vorstellung einer jungen Heldin, die zur Harfe ein schwermütiges Lied über Liebe und Verrat gesungen hatte.</p>
<p>Gleichzeitig bereiteten sich hinter den beiden applaudierenden Hoheiten ein Held des Fürsten und ein Held der Fürstin, mit Schwert und Schild bewaffnet, auf einen Schaukampf vor.<br />
Der Bogenschütze hatte sich unterdessen von hinten unbemerkt an die Festhalle herangeschlichen und zielte mit seinem Bogen durch ein kleines Fenster auf ein Bein des Helden der Fürstin. Kurz bevor der Pfeil mit einem leisen Surren die Sehne verließ, senkte der Held seinen Schild, um sich mit der Schildkante sein juckendes Schienbein zu kratzen. Der Pfeil streifte den Schildbuckel und nahm dann eine andere, schicksalhafte Richtung.</p>
<p>Im dämmrigen Licht der Halle hatte niemand mitbekommen, dass sich ein Pfeil in den Allerwertesten des Fürsten gebohrt hatte. Als der Fürst plötzlich in seinem Applaus inne hielt, einen markerschütternden Schrei ausstieß und anschließend einen ausdrucksvollen Veitstanz darbot, wusste keiner so recht ob er applaudieren oder die Wachen rufen sollte. Erst als der Fürst nach hinten griff und wimmernd versuchte, den Pfeil herauszuziehen, dämmerte allen, was geschehen war.</p>
<p>Irmgard war so überrascht und erschrocken, dass sie mein schadenfrohes Grinsen nicht bemerkte. Als sie dann zu mir blickte, hatte ich längst eine betroffene Miene aufgesetzt und rief: „Unser armer Fürst!!! Holt einen Medicus!“<br />
Irmgard legte ihre Hand auf meinen Arm und lächelte mich an. Ich seufzte; die kommenden Nächte in ihrer bequemen Hütte waren gesichert.</p>
<h4>Anmerkungen zum Themenset</h4>
<p>Der offene, beiden Spielern zugängliche Ausbaukartenstapel besteht aus den beiden Karten „Spelunke“. Wer eine Spelunke gebaut hat, kann seinem Mitspieler Verräter, Bogenschützen und Feuerteufel auf den Hals schicken. Damit geht es im Themenspiel mit diesem Set schon etwas härter zu als in dem in meinem letzten Blog vorgestellten Themenset „Zeit des Goldes“. Wer über den Stärkevorteil verfügt, hat zudem öfter Gelegenheit, seinen Mitspieler zu stören.</p>
<p>Auch in diesem Set spielt das Gold eine größere Rolle. Denn nur wer im entscheidenden Moment genügend davon hat, kann seine Einheiten vor dem Ereignis „Unruhe“ schützen.</p>
<p>In meinem nächsten Blog werde ich die Karten des Sets „Zeit des Fortschritts“ vorstellen und die Regeln der nächsten Stufe des Kartenspiels, dem Duell der Fürsten erläutern. Soviel sei schon jetzt verraten: Das Duell der Fürsten wird mit den Basiskarten und den Karten aller drei Themensets bestritten.<br />
Wem es bisher vielleicht entgangen sein sollte, dem sei gesagt, dass alle Karten und Spielformen, die ich in meinen Blogs zur Neufassung des Kartenspiels beschreibe, in der Schachtel des Kartenspiels „Die Fürsten von Catan“ enthalten sind.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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