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	<title>Catanism &#187; Fürsten von Catan</title>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 16:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Themenset „Zeit der Barbaren“ In seiner fiktiven Geschichte liegt Catan im Gebiet der heutigen Azoren und besitzt eine Größe, die alle Inseln der Gruppe umfasst. Es wurde um 850 v. Ch. – wie im Roman „Die Siedler von Catan“ von Rebecca Gablé geschildert – von einem nordischen Seefahrervolk erstmals besiedelt. In der wahren Geschichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Das Themenset „Zeit der Barbaren“</h2>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="100" height="205" />In seiner fiktiven Geschichte liegt Catan im Gebiet der heutigen Azoren und besitzt eine Größe, die alle Inseln der Gruppe umfasst. Es wurde um 850 v. Ch. – wie im Roman „Die Siedler von Catan“ von Rebecca Gablé geschildert – von einem nordischen Seefahrervolk erstmals besiedelt.<br />
In der wahren Geschichte wurden die Azoren in den Jahren 1427 und 1432 von portugiesischen Seefahrern entdeckt und in Besitz genommen.</p>
<p><em></em>So ist es naheliegend, dass Catan in der fiktiven Geschichte Anfang des 15. Jahrhunderts von portugiesischen Seefahrern (wieder) entdeckt wird <em></em>und einige Jahrzehnte später <em><img class="alignright size-full wp-image-980" title="Barbarenüberfall" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Barbarenueberfall.jpg" alt="Barbarenueberfall Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></em>sich dann Konquistadoren aus allen Ländern der alten Welt nach Catan aufmachen, <em></em>um als barbarische Eroberer das in ihren Augen wertvollste Gut der Insel zu rauben: Gold.</p>
<p><em><strong>„Barbarenüberfall!“</strong> gellte der Ruf auf dem Dorfplatz und schreckte die Bewohner einer kleinen Küstensiedlung aus dem Schlaf. In der Mitte des Platzes stand </em><em><img class="alignright size-full wp-image-991" title="Siward, der Späher" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Siward.jpg" alt="Siward Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></em><em><strong>Siward, der Späher</strong> und berichtete mit hektischen roten Flecken auf den Wangen von drei Schiffen, die an der Küste gelandet waren und aus denen sich Soldaten mit seltsam geformten Eisenhüten ergossen.</em><br />
<em> „Keine Panik, Leute!“, beruhigte der Dorfvorsteher die verstörten Siedler, die nur notdürftig bekleidet zum Dorfplatz geeilt kamen. „Die Barbaren werden sich nicht mit unserem kleinen Dorf aufhalten. Die interessiert die Stadt mit ihren reichen Händlern und Handwerkern.“</em></p>
<p>Damit hat der Dorfvorsteher Recht. Denn die Barbaren werden nur solchen Fürstentümern gefährlich, die über mindestens eine Stadt verfügen. Und das auch nur dann, wenn der Fürst nicht über genügend Einheiten verfügt, um die Eindringlinge abzuwehren.</p>
<p>Um den Barbaren bei einem Ereignis „Barbarenüberfall“ zu widerstehen, muss ein Fürst bzw. ein Spieler mindestens so viele Einheiten aufgestellt haben, wie er Siegpunkte von Städten, Metropolen und Stadtausbauten besitzt. Dabei zählen alle Einheiten, egal ob Schiffe, Helden oder Charaktere ohne Heldenstatus. Besitzt er weniger Einheiten, verliert er 2 Rohstoffe. Besitzt er mehr Einheiten und mindestens eine Stadt, erhält er 2 beliebige Rohstoffe.</p>
<p>Insgesamt gibt es drei Ereignisse „Barbarenüberfall“. Diese wären aber nach den normalen Regeln ziemlich zahnlos, so dass sich kein Fürst genötigt sehen würde, größere Vorkehrungen gegen den Überfall der Barbaren zu treffen. Da aber der Barbarenüberfall das Thema des Sets ist, wurde für das Themenspiel die Regel für die Vorbereitung des Ereigniskarten-Stapels etwas modifiziert:<br />
Die 3 Ereignisse Barbarenüberfall und die Karte Julfest werden zunächst beiseite gelegt. Dann werden die übrigen Ereigniskarten und das Ereignis Rückzug der Barbaren gemischt und 3 Karten verdeckt abgelegt. Darauf wird die Karte Julfest gelegt. Die übrigen 6 Ereigniskarten und die 3 Karten Barbarenüberfall werden zusammen gemischt und verdeckt auf den restlichen Stapel – also auf die Karte Julfest – gelegt. Wird im Spielverlauf ein Barbarenüberfall gezogen, so wird die Karte nicht, wie sonst üblich, <img class="alignright size-full wp-image-986" title="Grenzfestung" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Grenzfestung.jpg" alt="Grenzfestung Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" />unter den Ereigniskarten-Stapel geschoben, sondern unter die 4 obersten Karten des Ereigniskarten-Stapels.<br />
Dadurch kommen die Barbaren recht häufig und zwingen die Fürsten dazu, sich auf die Überfälle einzustellen. Schauen wir, wie sich unser Fürst auf den Überfall der Barbaren vorbereitet.</p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-979" title="Barbarenstützpunkt" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Barbarenstuetzpunkt.jpg" alt="Barbarenstuetzpunkt Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Breitbeinig stand der Fürst auf dem Turm seiner <strong>Grenzfestung</strong> und sein Blick ruhte missmutig auf dem <strong></strong></em><em></em><em><strong>Barbarenstützpunkt</strong>, der wie eine hässliche Eiterbeule sein schönes Land verunzierte. Die Barbaren schienen sich zu formieren und den Angriff auf sein Fürstentum vorzubereiten.</em><br />
<em> „Osmund“, brüllte der Fürst. „Sind wir gewappnet?“</em><br />
<img class="size-full wp-image-988 alignright" title="Marie, die Schildmaid" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Marie.jpg" alt="Marie Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /><em>„Wir waren es, mein Fürst. Leider hat <strong>Marie, die Schildmaid</strong> <strong></strong> unserem Candamir so schöne Augen gemacht, dass dieser ins gegnerische Fürstentum zur Fürstin übergelaufen ist.“</em><br />
<img class="size-full wp-image-978 alignright" title="Arnd, den Strategen" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Arnd.jpg" alt="Arnd Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /><em>„Treuloser Hund! Odins Raben sollen ihn holen! Was nun?“</em></p>
<p><em>Wir befinden uns in einer schwierigen Situation, mein Fürst. Unsere Probleme wären mit einem Schlag gelöst, wenn es uns gelänge, <strong>Arnd, den Strategen</strong>, auf unsere Seite zu ziehen.“</em><br />
<em> „Dann heure ihn an, Osmund. Oder was hindert dich daran?“</em><br />
<em> „Arnd fordert ein neues Schwert für seine Dienste. Doch leider fehlt uns das Erz dazu.“</em><br />
<em> „Was?“, donnerte der Fürst. „An einem lumpigen Erz soll sich das Schicksal meines Fürstentums entscheiden? </em><em><img class="alignright size-full wp-image-996" title="Wirtshaus zum Weißen Raben" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Wirtshaus_Raben.jpg" alt="Wirtshaus Raben Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></em><em>Entweder dir fällt jetzt gleich eine Lösung ein oder ich verkaufe dich als Sklaven an die Räuber!“</em><br />
<em> Osmund zögerte einen Augenblick. „Ich hätte da eine Idee, mein Fürst. Allerdings bräuchte ich dazu etwas Gold.“</em><br />
<em> „Ich habe nur einen Klumpen Gold. Wie willst du denn damit so schnell Erz auftreiben? Ach, du willst doch nicht etwa im <strong>Wirtshaus zum Weißen Raben</strong> die Würfel rollen lassen?“</em></p>
<p><em>Doch genau das tat Osmund. Und er hatte Glück. Er gewann nicht nur einen fetten Erzbrocken für Arnds Schwert sondern holte auch das Gold des Fürsten zurück. <img class="alignright size-full wp-image-997" title="Wolfgang, der Gaukler" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Wolfgang.jpg" alt="Wolfgang Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" />So war der Fürst in der Lage, bei einem Fest – echte Cataner lassen sich auch von einem drohenden Barbarenüberfall die Festlaune nicht verderben – <strong>Wolfgang, den Gaukler</strong> auf seine Seite zu ziehen. Auch wenn der Gaukler mehr mit der Laute als mit dem Schwert umzugehen wusste, verstärkte er doch die Abwehrreihe der Cataner und so fehlte dem Fürst nur noch eine Einheit, um die barbarischen Horden nicht nur aufzuhalten, sondern sogar schlagen zu können.</em></p>
<p><img class="size-full wp-image-984 alignright" title="Burggraf" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Burggraf.jpg" alt="Burggraf Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und wie ergeht es zur gleichen Zeit der Fürstin im benachbarten Fürstentum?<br />
<img class="size-full wp-image-983 alignright" title="Burg" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Burg.jpg" alt="Burg Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /><em></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>„Ich hasse Feste!“, zeterte die Fürstin und strich sich fahrig eine vorwitzige Locke aus dem Gesicht. „Nun haben wir auch noch den Gaukler an den Fürsten verloren. <strong>Burggraf</strong>, nun tut doch endlich etwas!“</em><br />
<em> Der kurzsichtige Burggraf spähte angestrengt aus dem Fenster des Turmzimmers der <strong>Burg</strong>. </em><em><img class="alignright size-full wp-image-987" title="Karavelle" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Karavelle.jpg" alt="Karavelle Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></em><em>„Ihr macht euch zu viele Sorgen, Herrin. Ich sehe weit und breit keine Barbaren.“</em></p>
<p><em>„Aber sie kommen, Burggraf! Siward, der Späher des Fürsten, soll sie gesichtet haben. Und warum sonst verstärkt der Fürst so hektisch die Reihen seiner Einheiten?“</em></p>
<p><em>Der Burggraf seufzte. „Wir haben doch erst kürzlich eine <strong>Karavelle</strong> gebaut, mit der wir dank eines <strong><img class="alignright size-full wp-image-993" title="Umzug" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Umzug.jpg" alt="Umzug Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" />Umzugs</strong> die Schlagkraft unserer Flotte verstärkten und haben die <strong>Grenzfestung</strong> mit einer weiteren Einheit bemannt. Mehr können wir im Moment mit unserem leeren Rohstoffsäckel nicht leisten, Herrin.</em><br />
<em> Die Fürstin rollte mit den Augen: „Ich kann euer monotones *mehr können wir nicht* und *leere Rohstoffsäckel* nicht länger ertragen, Burggraf. Habt ihr wirklich nur einen so beschränkten Wortschatz? Geht mir aus den Augen und schickt mir <strong><img class="alignright size-full wp-image-981" title="Baroc, der Barbar" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Baroc.jpg" alt="Baroc Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" />Baroc, den Barbaren</strong>.“</em></p>
<p><em>Gebeugt, doch insgeheim froh, den Launen der Fürstin entfliehen zu können, verließ der Burggraf den Raum und bald darauf betrat ein stattlicher, in Eisen gerüsteter Krieger das Turmzimmer.</em><br />
<em> „Fürstin, zu Euren Diensten!“</em><br />
<em><img class="alignright size-full wp-image-998" title="Zeughaus" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Zeughaus.jpg" alt="Zeughaus Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></em><em>Die Fürstin hatte Gefallen an dem listenreichen Barbaren gefunden, den Sie mit Gold und einem verführerischen Lächeln hatte überreden können, die Seite zu wechseln.</em></p>
<p><em>„Mein lieber Baroc“, grüßte die Fürstin den Krieger wohlwollend, „du kennst mein Problem. Ich vertraue deiner Findigkeit, meinen Rohstoffbeutel zu füllen.“</em></p>
<p><em>„Nun, Fürstin, zunächst war es ein Fehler das <strong>Zeughaus</strong> zu bauen. Die dort gelagerten Waffen sind für Eure Feinde ein begehrtes Beutegut </em><em><strong><img class="alignright size-full wp-image-985" title="Geheime Bruderschaft" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Geheime_Bruderschaft.jpg" alt="Geheime Bruderschaft Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></strong></em><em>und so werden sie verstärkt versuchen, in Eure Stadt einzufallen. </em><em><strong></strong></em><em>Besser hättet ihr die Rohstoffe in die <strong>Geheime Bruderschaft</strong> investiert. Die geheimen Brüder haben Verbindungen zu den Barbaren und können die Folgen einer eventuellen Niederlage mildern.“</em><br />
<em><strong><img class="alignright size-full wp-image-994" title="Vogtei" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Vogtei.jpg" alt="Vogtei Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></strong></em><em>Die lieblich geschwungenen Lippen der Fürstin zogen sich zu einem abweisenden Strich zusammen. Kritik vertrug die Fürstin überhaupt nicht.</em><br />
<em> „Aber es liegt mir fern, Euch zu belehren. Immerhin habt Ihr eine <strong>Vogtei</strong>. Nutzt sie und es werden Euch neue Möglichkeiten offen stehen.“</em><br />
<em> So rief die Fürstin nach dem Vogt. Dieser riet ihr, einen <strong><img class="alignright size-full wp-image-995" title="Wettstreit der Helden" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Wettstreit_der_Helden.jpg" alt="Wettstreit der Helden Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" />Wettstreit der Helden</strong> zu veranstalten.</em><br />
<em> „Eine gute Idee!“, frohlockte die Fürstin. „Hat nicht Candamir, dank meiner lieben Marie, kürzlich die Seiten gewechselt? Dann soll er sich gleich mal bewähren und gegen einen Helden des Fürsten antreten.“</em><br />
<em> So geschah es. Natürlich gewann Candamir das Kräftemessen und verschaffte so der Fürstin die nötigen Rohstoffe, um ihre Grenzfestung mit einer weiteren Einheit zu verstärken.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Werfen wir nun wieder einen Blick in das Reich des Fürsten:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>„Für was füttere ich dich hier eigentlich durch“, tobte der Fürst. Damit du mir fortwährend Schande bereitest? Wenn du mir nicht sofort wieder die Wolle beschaffst, die ich beim Wettkampf an die Fürstin verloren habe, werde ich dich …“</em><br />
<em> <img class="alignright size-full wp-image-982" title="Bündnis gegen die Barbaren" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Buendnis_gegen_Barbaren.jpg" alt="Buendnis gegen Barbaren Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" />„… als Sklaven an die Räuber verkaufen.“, unterbrach ihn Osmund ungerührt.“ Und ich weiß auch schon, wen ich dann berauben werde, dachte Osmund grimmig.</em><br />
<em> „Mein Fürst, schlagt der Fürstin ein <strong>Bündnis gegen die Barbaren</strong> vor. Das wird Eure Untertanen zuversichtlich stimmen und sie werden nicht murren, wenn Ihr eine Sondersteuer erhebt.“</em></p>
<p><em><strong><img class="alignright size-full wp-image-990" title="Siegfried, Bezwinger der Barbaren" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Siegfried.jpg" alt="Siegfried Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></strong></em><em>So kam der Fürst gerade noch rechtzeitig zu einer weiteren Einheit für seine Grenzfestung, denn nur wenig später griffen die Barbaren die beiden Fürstentümer an. Die catanischen Einheiten hatten, wie erwartet, keine große Mühe, die Eindringlinge zurückzuschlagen. Und die Fürstin setze noch einen drauf. Sie befahl <strong>Siegfried, dem Bezwinger der Barbaren</strong>, den besiegten Eindringlingen nachzusetzen, </em><em><img class="alignright size-full wp-image-989" title="Rückzug de _Barbaren" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Rueckzug_der_Barbaren.jpg" alt="Rueckzug der Barbaren Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></em><em>was dieser dann so erfolgreich tat, dass der <strong>Rückzug der Barbaren</strong> wenig geordnet verlief. Ja es schien, als liefen die Barbaren vor dem leibhaftigen Teufel davon.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn ein Spieler den Barbarenüberfall erfolgreich besteht, darf er auch seine <strong><img class="alignright size-full wp-image-992" title="Triumphkarte" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Triumphkarte.jpg" alt="Triumphkarte Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" />Triumphkarte</strong> um eine Stufe hochdrehen, anstatt sich zwei Rohstoffe zu nehmen. Die Triumphkarte ist eine Zählkarte, die ein Spieler automatisch auslegt, sobald er seine erste Stadt gebaut hat. Praktischerweise legt man sie auf einen freien Platz über oder unter einer beliebigen Landschaft. Sie kann von dort jederzeit wieder entfernt und an einer anderen Stelle platziert werden, falls der Platz für einen Landschaftsausbau benötigt wird.</p>
<p>In meinem letzten Blog hatte ich versprochen an dieser Stelle die neuen Turnierregeln vorzustellen. Diese stehen jetzt <a href="http://www.catan.de/de/download/Spielregeln/?Fuersten_von_Catan-Turnierspiel.pdf" target="_blank">auf catan.de zum Download</a> bereit.</p>
<p>Derzeit sitze ich an der Konzeption der zweiten Erweiterung „Goldene Zeiten“. Es wird wohl bis Frühjahr nächsten Jahres dauern, bis das Konzept und alle Karten von der Redaktion diskutiert, getestet und abgeschlossen sein werden. Dann melde ich mich an dieser Stelle wieder und stelle das Set „Zeit der Entdecker“ vor. Bis dahin wünsche ich allen Lesern dieses Blogs viel Spaß mit den neuen Karten der Erweiterung „Finstere Zeiten“.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 16:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<h2>Das Themenset „Zeit der Handelsherren“</h2>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="100" height="205" />Das Themenspiel „Zeit der Handelsherren“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich im 5. Teil meiner Blogreihe über die Reform des Kartenspiels vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans ist das Set „Zeit der Handelsherren“ im 14. Jh. angesiedelt und folgt auf das Set „Zeit der Entdeckungen“, einem Set, der für den Herbst 2012 geplanten zweiten Erweiterung.<br />
Die Schätze und das Gold der entdeckten Nachbarinseln lassen den Handel erblühen. Die Herrscher beider Fürstentümer ringen um die wirtschaftliche Vormachtstellung auf Catan. Dabei spielen mächtige Handelsherren und &#8211; wie schon bei „Zeit des Goldes“ &#8211; die Handelschiffe eine zentrale Rolle.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-935" title="Zeit der Handelsherren - Schiffsbauer" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Schiffsbauer.jpg" alt="Schiffsbauer Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />So ist der Fürst gut beraten, wenn er einen <strong>Schiffsbauer</strong> in seine Dienste nimmt. Der rothaarige Hüne mit schottischen Wurzeln ist nicht nur auf Festen ein Gewinn, er schafft es auch, so sparsam mit Holz und Wolle umzugehen, dass die Aufstellung einer Handelsflotte den Rohstoffbeutel des Fürsten merklich schont. Und wenn ein Handelschiff von einem Kaperschiff in ein Wrack verwandelt wurde, genügt dem geschickten Handwerker 1 Gold und flugs ist das Handelsschiff so gut wie neu.</p>
<p>Will ein Fürst seinen Handel ankurbeln, sollte er seinen Handelsherren eine Residenz bieten. Das ist gar nicht so teuer. Der Fürst muss nur eine Stadt besitzen und einen Bauplatz über oder unter einer passenden Landschaft zur Verfügung stellen; die Baukosten für die Residenz übernimmt dann großzügig der Handelsherr.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-934" title="Zeit der Handelsherren - Residenz des Tuch Handelsherrn" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Residenz_des_Tuch-Handelsherrn.jpg" alt="Residenz des Tuch Handelsherrn Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Die <strong>Residenz des Tuch-Handelsherrn</strong> muss an eine Weidelandschaft angelegt werden. Fortan wandelt der Tuch-Handelsherr auf Geheiß seines Fürsten jeweils zwei Wolle in einen Handelspunkt um. (Die Residenz wird um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn gedreht.) Die Zwischenstufe „Tuch“ sehen wir gar nicht, so schnell ist das Tuch wieder verkauft und der Handel gestärkt.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-933" title="Zeit der Handelsherren - Residenz des Papier-Handelsherrn" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Residenz_des_Papier-Handelsherrn.jpg" alt="Residenz des Papier Handelsherrn Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Die <strong>Residenz des Papier-Handelsherrn</strong> kann nur aktiv werden, wenn sie an einen Wald grenzt. Das Holz des Waldes wandelt der Papier-Handelsherr in Papier um. Aber auch hier halten wir uns erst gar nicht mit der Zwischenstufe „Papier“ auf. Uns, bzw. die Fürsten interessiert nur das Endresultat. Und das setzt sich in der dritten Stufe &#8211; also nach dreimaligem Umwandeln von Holz in Papier und Drehen der Karte &#8211; aus je einem Handels-, Fortschritts- und Siegpunkt zusammen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-937" title="Zeit der Handelsherren - Stunde der Handelsherren" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Stunde_der_Handelsherren.jpg" alt="Stunde der Handelsherren Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Jedem schlägt einmal die Stunde. So auch den Handelsherren. Aber keine Angst, sie werden nicht etwa von einem Orkan hinweggefegt. Nein, das Ereignis <strong>Stunde der Handelsherren</strong> hat einen durchweg positiven Effekt: Ganz ohne Rohstoffausgaben drehen wir alle Residenzen einfach auf die nächst höhere Stufe.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-939" title="Zeit der Handelsherren - Wagner" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Wagner.jpg" alt="Wagner Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />„Ach“, beklagt der Tuch–Handelsherr seine trostlose Lage. „Dort, auf der östlichen Weide vermehren sich die Schafe wie die Karnickel und hier auf der, meiner Residenz benachbarten Weide, scheinen sich meine Böcke in Enthaltsamkeit zu üben. So kann ich euch schlecht dienen, mein Fürst.“<br />
Wenn der Fürst klug ist, erhört er die Klage seines Handelsherrn und siedelt einen <strong>Wagner</strong> in seinem Fürstentum an. Der sorgt dann schon dafür, dass dem Handelsherrn die Wolle von fruchtbaren Schafen anderer Weiden zugeführt wird.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-927" title="Zeit der Handelsherren - Handwerkerzunft" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Handwerkerzunft.jpg" alt="Handwerkerzunft Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Schafe wollen geschoren werden, Wolle muss gesponnen und zu Tuch gewoben werden. Holz wartet auf seine Verarbeitung zu Papier. Wer soll das alles leisten? Natürlich der Mittelstand. Und das sind auch auf Catan die Handwerker, das Rückgrat jeder leistungsfähigen Gesellschaft. Das weiß auch unser Fürst. Und so gönnt er seinem Rückgrat eine <strong>Handwerkerzunft</strong>, was ihm sogleich mit der Aufwertung (Drehen der Karte um 90 Grad) seiner Residenzen vergolten wird. <img class="alignright size-full wp-image-940" title="Zeit der Handelsherren - Zunftmeister" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Zunftmeister.jpg" alt="Zunftmeister Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Wo eine Handwerkerzunft gebaut wurde, ist auch der <strong>Zunftmeister</strong> nicht weit, der seinem Herrn zu zwei beliebigen Rohstoffen verhilft.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-921" title="Zeit der Handelsherren - Handelshafen" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Handelshafen.jpg" alt="Handelshafen Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Was die Handwerker geschaffen haben, verbraten dann die Händler des Handelshafens. Denn wer einen <strong>Handelshafen</strong> gebaut hat, darf einmal in seinem Zug seine Residenzen um 1 Stufe zurückdrehen (Karte im Uhrzeigersinn um 90 Grad drehen) und sich dafür 2 beliebige Rohstoffe nehmen.</p>
<p>Die beiden Karten Handelshafen liegen zu Beginn des Spiels als offener Ausbaustapel aus. Somit können sowohl der Fürst als auch die Fürstin einen Handelshafen bauen, was auch durchaus empfehlenswert ist. Denn wer über einen Handelshafen verfügt, darf eine <strong>Niederlassung</strong> in einer Stadt seines Gegenübers platzieren und ihm dann einmal im eigenen Zug einen beliebigen Rohstoff für 1 Gold abknöpfen. Spielt er gar das <strong>Handelsmonopol</strong> aus, darf er ihn um bis zu drei Rohstoffe einer Sorte erleichtern.</p>
<p><img class="size-full wp-image-930 alignnone" title="Zeit der Handelsherren - Niederlassung" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Niederlassung.jpg" alt="Niederlassung Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" /><img class="size-full wp-image-925 alignnone" title="Zeit der Handelsherren - Handelsmonopol" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Handelsmonopol.jpg" alt="Handelsmonopol Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" /></p>
<p>Der Handelshafen ermöglicht auch den Bau eines <strong>Leuchtturms</strong>, der es einem angrenzenden Handelsschiff erlaubt, <img class="alignright size-full wp-image-929" title="Zeit der Handelsherren - Leuchtturm" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Leuchtturm.jpg" alt="Leuchtturm Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Rohstoffe im Verhältnis 1:1 zu tauschen. Wer keinen Handelshafen auf die Beine bringt, dem genügen alternativ auch zwei Schiffe, um einem davon mit einem Leuchtturm zukünftig besser heimleuchten zu können.</p>
<p>Entweder einen Handelshafen oder zwei Schiffe lautet auch die Bedingung der <strong>Handelsherrin Hergild</strong>, der zu Reichtum gekommenen Tochter eines alten Leuchtturmwärters. Vermag der Fürst eine der beiden Bedingungen erfüllen, kommt die Handelsherrin herbeigeeilt und bewirkt, dass der Fürst eine Rohstoffsorte, für die er ein Handelsschiff besitzt, beliebig oft in seinem Zug im Verhältnis 1:1 tauschen kann.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-923" title="Zeit der Handelsherren - Handelsherrin Hergild" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Handelsherrin_Hergild.jpg" alt="Handelsherrin Hergild Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-922" title="Zeit der Handelsherren - Handelsherr Gero" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Handelsherr_Gero.jpg" alt="Handelsherr Gero Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" /></p>
<p>Etwas bescheidener tritt der <strong>Handelsherr Gero</strong> auf. <img class="alignright size-full wp-image-936" title="Zeit der Handelsherren - Seehandelsmonopol" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Seehandelsmonopol.jpg" alt="Seehandelsmonopol Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Ihm genügt es, wenn zwei Handelsschiffe vor der Küste schippern, um seinem Fürsten mit zwei beliebigen Rohstoffen unter die Arme zu greifen.</p>
<p>Man sollte die Bedeutung der Handelsschiffe in diesem Set nicht unterschätzen. Besitzt der Fürst mehr Handelsschiffe als die Fürstin, kann er ein <strong>Seehandelsmonopol</strong> ausspielen. Dieses erlaubt es ihm, für jedes Handelsschiff, das er mehr besitzt, einen Rohstoff von der Fürstin zu fordern. Damit die Fürstin ihre Contenance nicht verliert, nimmt er ihr aber nie mehr als zwei Rohstoffe ab.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-920" title="Zeit der Handelsherren - Glückliche Handelsfahrt" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Glueckliche_Handelsfahrt.jpg" alt="Glueckliche Handelsfahrt Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-928" title="Zeit der Handelsherren - Launische See" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Launische_See.jpg" alt="Launische See Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" /></p>
<p>Ganz auf Handelsschiffe zugeschnitten sind auch die beiden Ereignisse <strong>Glückliche Handelsfahrt</strong> und <strong>Launische See</strong>. Ersteres verhilft dem Fürsten zu zwei Rohstoffen der Sorte eines seiner Handelsschiffe. Das zweite beschert dem Fürsten entweder einen Sturm, der – sollte er keinen Leuchtturm besitzen – eines seiner Handelsschiffe sinken lässt oder eine ruhige See, was ihm für jedes seiner Handelsschiffe einen beliebigen Rohstoff einbringt.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-919" title="Zeit der Handelsherren - Bund der Handelsherren" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Bund_der_Handelsherren.jpg" alt="Bund der Handelsherren Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Wenn der Fürst auf Handelsschiffe setzt und mit ihnen fleißig Rohstoffe tauscht, ist die Fürstin gut beraten, den <strong>Bund der Handelsherren</strong> ins Leben zu rufen. Dieser beschert ihr bei jedem 2:1- oder 3:1-Tausch des Fürsten einen Rohstoff der Sorte, den der Fürst beim Tausch abgibt. Oder sie baut ein ebenfalls dem Set beiliegendes Kaperschiff und versenkt damit ein Handelsschiff des Fürsten.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-931" title="Zeit der Handelsherren - Olaf, der Kauffahrer" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Olaf_der_Kauffahrer.jpg" alt="Olaf der Kauffahrer Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Mit <strong>Olaf, der Kauffahrer</strong> betritt erstmals ein Held die Bühne Catans, der neben einem Geschickpunkt auch einen Handelspunkt besitzt. Ein Wort des Fürsten genügt und der friedliche Kauffahrer wird zum gefährlichen Seeräuber, der die Fürstin um zwei Rohstoffe erleichtert. Natürlich ist der Handelspunkt dann futsch, da sich Olaf mit seinem Teil der Beute in den wohlverdienten Ruhestand begibt.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-926" title="Zeit der Handelsherren - Handelsposten" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Handelsposten.jpg" alt="Handelsposten Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Eine weitere Möglichkeit, Rohstoffe günstig zu tauschen, bietet der <strong>Handelsposten</strong>. Er wird auf eine freie Straße gelegt und ermöglicht es, einmal pro Zug zwischen den benachbarten Landschaften einen Rohstoff zu tauschen. So wird beispielsweise ein Gold schnell in ein, für den Straßenbau dringend benötigtes, Lehm umgewandelt.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-918" title="Zeit der Handelsherren - Bettelmönche" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Bettelmoenche.jpg" alt="Bettelmoenche Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Sollte die Fürstin den Handelsvorteil besitzen, kann der Fürst seine kirchlichen Beziehungen spielen lassen und die <strong>Bettelmönche</strong> ins gegenüberliegende Fürstentum schicken. Wir wissen nicht, welche Reden die Brüder schwingen, doch gelingt es ihnen immer, der Fürstin ein oder zwei Rohstoffe abzuschwatzen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-932" title="Zeit der Handelsherren - Räuberlager" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Raeuberlager.jpg" alt="Raeuberlager Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Gerne benutzt der Fürst auch das <strong>Räuberlager</strong> als probates Mittel, die Handelspunkte der Fürstin zu reduzieren. Aber mehr noch: Auf eine Straße der Fürstin gelegt, fangen die Räuber den einen oder anderen Händler ab, der zum Markt der Fürstin unterwegs ist. Dies bewirkt dann, dass der Fürst jedes Mal 1 Gold erhält, wenn die Fürstin über ihren Markt einen Rohstoff einlagert. So kann sich der Fürst ruhig zurücklehnen und sich gelassen der weiteren Expansion seines Fürstentums widmen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-938" title="Zeit der Handelsherren - Taktischer Rückzug" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Taktischer_Rueckzug.jpg" alt="Taktischer Rueckzug Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Braucht der Fürst das Räuberlager nicht mehr, bläst er zum <strong>taktischen Rückzug</strong>. Das bedeutet, er kann eines seiner im Gebiet der Fürstin errichteten Gebäude abreißen. Dafür erhält er zwei Rohstoffe – einen davon von der Fürstin, die sicher froh ist, das unliebsame Gebäude losgeworden zu sein.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-924" title="Zeit der Handelsherren - Handelsmetropole" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Handelsmetropole.jpg" alt="Handelsmetropole Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Vielleicht sind das dann die entscheidenden Rohstoffe, die dem Fürsten zu einer <strong>Handelsmetropole</strong> und damit vielleicht auch zum Sieg verhelfen. Natürlich muss der Fürst die Bedingungen zum Bau der Handelsmetropole erfüllt haben: Entweder 6 Handelspunkte oder eine Residenz auf der höchsten Stufe. Die Handelsmetropole wird auf eine Stadt gelegt und bringt 2 zusätzliche Siegpunkte.</p>
<p>Die drei Sets der Erweiterung „Finstere Zeiten“ erweitern die Möglichkeiten der Spielform „Das Duell der Fürsten“. Mit der Erweiterung stehen den Spielern nun 6 Sets zur Verfügung, von denen jeweils 3 Sets für ein Duellspiel ausgewählt werden. Für alle, die sich für die Auswahlkriterien interessieren, folgt hier ein Auszug aus der Spielregel.</p>
<p><em>Mit Ausnahme der Zusammenstellung des Ereigniskarten-Stapels wird das „Duell der Fürsten“ unverändert nach den bekannten Regeln gespielt. Aus den vorhandenen Themensets wählt jeder Spieler 1 Themenset aus (der Startspieler wählt zuerst). Das dritte Themenset wird ausgelost: Nehmen Sie von jedem der nicht bereits ausgewählten Themensets 1 Ereigniskarte, mischen Sie diese verdeckt und ziehen Sie zufällig eine Karte. Die gezogene Karte bestimmt das dritte Set, mit dem das Duell bestritten wird. Alternativ können Sie den Zufall auch komplett entscheiden lassen: Nehmen Sie eine Karte aus jedem verfügbaren Themenset, mischen Sie diese und ziehen Sie zufällig 3 Karten – mit den 3 Sets, zu denen diese Karten gehören, spielen Sie. So oder so: Die nicht verwendeten Themensets legen Sie komplett bis zum nächsten Spiel in die Schachtel zurück.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In meinem nächsten Blog werde ich das Themenset „Zeit der Barbaren“ vorstellen und über die wichtigsten Regeln des Turnierspiels berichten.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 18:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Finstere Zeiten – Das Themenset „Zeit der Intrigen“ Das Thema dieses Sets ist der Streit zwischen den Anhängern Odins und den Christen. Die Anfänge dieser Auseinandersetzung werden auch von Rebecca Gablé in ihrem Roman „Die Siedler von Catan“ geschildert. Die zentralen Ereignisse des Sets sind die beiden Karten „Glaubensstreit“. Ereignet sich ein Glaubensstreit, verlieren beide [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-6 alignleft" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="77" height="158" /></p>
<h3>Finstere Zeiten –<br />
Das Themenset „Zeit der Intrigen“</h3>
<p><img class="alignright size-full wp-image-841" title="Glaubensstreit" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Glaubensstreit.jpg" alt="Glaubensstreit Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" />Das Thema dieses Sets ist der Streit zwischen den Anhängern Odins und den Christen.</p>
<p>Die Anfänge dieser Auseinandersetzung werden auch <a href="http://www.catan.de/literatur/catan-roman.html" target="_blank">von Rebecca Gablé in ihrem Roman „Die Siedler von Catan“ geschildert</a>.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-846" title="Kirche" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Kirche.jpg" alt="Kirche Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" />Die zentralen Ereignisse des Sets sind die beiden Karten <strong>„Glaubensstreit“</strong>. Ereignet sich ein Glaubensstreit, verlieren beide Spieler ihre Handkarten.</p>
<p><strong><img class="alignright size-full wp-image-856" title="Tempel-Odins" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Tempel-Odins.jpg" alt="Tempel Odins Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" />Kirchen</strong> und<strong> Tempel</strong>, die Karten des offenen Nachziehstapels, mindern den Verlust. Mit einem Tempel und seinen Folgekarten stärkt man zudem den Zugriff auf die eigenen Nachziehstapel und eine Kirche eröffnet die Möglichkeiten, gegnerische Helden abzuwerben und zusätzliches Gold zu erwirtschaften. Und wer sowohl Kirche als auch Tempel gebaut hat, kann das Große Thing errichten und den Glaubensstreit beenden.</p>
<p><img class="size-full wp-image-845 alignright" title="Judith-Hueterin-der-Kirche" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Judith-Hueterin-der-Kirche.jpg" alt="Judith Hueterin der Kirche Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" />Eine große Rolle in diesem Set spielen auch die beiden Helden <strong>Judith, Hüterin der Kirche</strong> und <strong>Bran, Streiter des Tempels</strong>.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-840" title="Bran-Streiter-des-Tempels" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Bran-Streiter-des-Tempels.jpg" alt="Bran Streiter des Tempels Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" />Wie schon im Basisspiel das Rathaus auf das Gemeindehaus gelegt und dessen Funktion damit erweitert wurde, wird Judith auf einer Kirche platziert. Judith schützt die Kirche vor allen Aktionen und Ereignissen. Dabei bleiben die Funktionen der Kirche als solche erhalten. Der Siegpunkt der Kirche ist auf der Karte von Judith mit abgebildet (einer ist von Judith, einer ist von der Kirche). Gleiches gilt für Bran und den Tempel.<br />
Doch lassen wir Judith und Bran, die Vertreter der beiden Glaubensrichtungen, ein wenig miteinander plaudern und dabei die übrigen Karten des Sets vorstellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Judith: <em>Eine schöne Insel, dieses Catan. Aber meine Kirche macht das Land erst vollkommen.</em></p>
<p>Bran: <em>Bald werden hier Kirchen wie Pilze aus dem Boden sprießen. Dem sollte ich mit einem Tempel Odins Einhalt gebieten.</em></p>
<p>Judith:<em> Wage es nicht, du Gottloser!</em></p>
<p>Bran:<em> Gottlos? Wer? Ich? Ich glaube an Götter! Odin, Loki, Freyja, Thor …</em></p>
<p>Judith:<em> Es gibt aber nur einen Gott! Meinen! Und der hat immerhin Himmel, Erde und die Menschen erschaffen.</em></p>
<p>Bran:<em> Ui, warst du dabei? Ich jedenfalls nicht. Trotzdem weiß ich, dass es Odin war, der die ersten beiden Menschen Ask und Embla erschuf.</em></p>
<p>Judith:<em> Lächerlich! Erstens hießen die ersten Menschen Adam und Eva und zweitens frage ich dich, wie ein Kriegsgott Leben erschaffen können soll? Deiner hetzt die Menschen in den Tod, meiner ist für die Menschen gestorben.</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-838" title="Bischof" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Bischof.jpg" alt="Bischof Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Odin säuft mit allen Kriegern in Walhall, die mit seinem Namen auf den Lippen im Kampf fallen. Was kann ein Krieger Besseres erwarten als solch ein Paradies? Wenn du etwas näher zu mir rückst, holde Judith, erzähle ich dir gerne mehr über Odin und Walhall.</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-852 alignright" title="Opferstaette" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Opferstaette.jpg" alt="Opferstaette Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Bevor du mir hier den Hof machst, solltest du dich mal waschen oder besser gleich taufen und bekehren lassen. Vielleicht kann mein <strong>Bischof</strong> das in die Wege leiten.</em></p>
<p>Bran:<em> Bekehren nennst du das, wenn dein Bischof mir mein Gold aus den Rippen schneiden will? Ich schicke ihn lieber zur <strong>Opferstätte</strong>, dort kann er sich auf dem Opferstein nützlich machen.</em></p>
<p>Judith:<em> Das wirst du schön bleiben lassen, du ungehobelter Klotz!</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-851" title="Nornenpriesterin" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Nornenpriesterin.jpg" alt="Nornenpriesterin Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Na gut, als vertrauensbildende Maßnahme lasse ich deinen Bischof laufen. Dann werde ich jetzt die <strong>Nornenpriesterin</strong> um Hilfe bitten.</em></p>
<p>Judith:<em> Was ist denn das wieder für ein heidnischer Unfug?</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-853 alignright" title="Priester-Odins" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Priester-Odins.jpg" alt="Priester Odins Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Die Nornen sind weise Frauen, die an der Wurzel der Weltenesche neben einem Brunnen wohnen und unser Schicksal bestimmen. Soeben haben sie mir den <strong>Priester Odins</strong> auf die Hand gespielt. Ich mache dich mal mit ihm bekannt. Aber pass auf! Möglicherweise bist du danach etwas durcheinander.</em></p>
<p>Judith:<em> Himmel, stinkt der aus dem Hals. Mir schwinden gleich die Sinne. Was wollte ich doch gleich?</em></p>
<p>Bran:<em> Mich bekehren?</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-850" title="Missionar" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Missionar.jpg" alt="Missionar Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Richtig, ich wollte dir meinen <strong>Missionar</strong> auf den Hals hetzen. Aber, wo ist er denn? Himmel, es kann doch nicht sein, dass sich mein Diener Gottes von deinem grässlichen Priester in die Flucht schlagen lässt?</em></p>
<p>Bran:<em> Warum nicht? Auch Odins Wege sind manchmal unergründlich.</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p>Wenig später …</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Judith:<em> Ah, da ist er ja wieder, der Herr Missionar. Wenn es ihm gelingt, einen deiner Helden auf die Weide des Herrn zu führen, kann er seinen Schnitzer wieder gut machen.</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-842 alignright" title="Gottfried-der-Intrigant" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Gottfried-der-Intrigant.jpg" alt="Gottfried der Intrigant Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Vegetarische Kost für Odins Krieger? Ein guter Witz! Aber bevor meine Helden einer so hübschen Kirchenhüterin vielleicht doch auf den Kirchenleim gehen, lasse ich <strong>Gottfried</strong> ein bisschen intrigieren.</em></p>
<p>Judith:<em> Überstrapaziere nicht meine Geduld!</em></p>
<p>Bran:<em> Ich kann nicht anders, der Missionar ist jetzt auf meiner Seite.</em></p>
<p>Judith:<em> Pah, ohne Kirche nützt er dir nichts.</em></p>
<p>Bran:<em> Dann baue ich halt eine.</em></p>
<p>Judith:<em> Und was sagt dein Gott zur Konkurrenz?</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-855" title="Reiner-der-Mueller" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Reiner-der-Mueller.jpg" alt="Reiner der Mueller Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Odin ist nicht eitel, sondern eher pragmatisch wie ich. Solange er der Stärkere ist, kümmern ihn andere Götter wenig. Außerdem verliert dieser dumme Glaubensstreit seine Zähne, wenn die paar Christen in meinem Fürstentum auch einen Ort zum Beten haben.</em></p>
<p>Judith:<em> Du kommst dir wohl sehr schlau vor?</em></p>
<p>Bran:<em> Ich bin schlau, denn jetzt missioniert dein ehemaliger Missionar bei dir und beschert mir <strong>Reiner, den Müller</strong>.</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-848 alignright" title="Meister-der-Bruderschaft" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Meister-der-Bruderschaft.jpg" alt="Meister der Bruderschaft Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Auf die treulose Seele verzichte ich gerne. Glücklicherweise steht der <strong>Meister der Bruderschaft</strong> auf meiner Seite und vergoldet mir den Verlust.</em></p>
<p>Bran:<em> Hilft er dir, weil er an deinen Gott glaubt?</em></p>
<p>Judith:<em> Nein.</em></p>
<p>Bran:<em> Dann glaubt er an Odin?</em></p>
<p>Judith:<em> Nein.</em></p>
<p>Bran:<em> Glaubt er überhaupt an etwas?</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-847" title="Klosterbrauerei" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Klosterbrauerei.jpg" alt="Klosterbrauerei Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Keine Ahnung. Er faselt dauernd etwas von Toleranz und Aufklärung.</em></p>
<p>Bran:<em> Dein Meisterbruder scheint mir nicht von dieser Welt zu sein.</em></p>
<p>Judith:<em> Mag sein, kümmert mich aber auch nicht. Ich baue jetzt für meine loyalen Helden eine <strong>Brauerei</strong> und lade sie zum Abendmahl zu Brot und Bier ein.</em></p>
<p>Bran:<em> Sollte da nicht Wein gereicht werden?</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-854 alignright" title="Quelle-Odins" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Quelle-Odins.jpg" alt="Quelle Odins Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Nein, Bier. Das war ein Übersetzungsfehler von irgendwelchen unwissenden Mönchen.</em></p>
<p>Bran:<em> Aha. Falls du ein klares, wohlschmeckendes Elixier für dein Bier benötigst, könnte ich dir ein paar Fässer Wasser aus der <strong>Quelle Odins</strong> zukommen lassen.</em></p>
<p>Judith: <em>Mit deinem heidnischen Wasser kannst du von mir aus deine Schweine tränken. In mein Bier kommt mir so etwas nicht.</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-857" title="Wallfahrtsort" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Wallfahrtsort.jpg" alt="Wallfahrtsort Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Schade, ich dachte du würdest mir im Gegenzug verraten, welcher begnadete Steinmetz das Kreuz in den Felsen deines <strong>Wallfahrtsorts</strong> gemeißelt hat. Wenn ich sehe, wie du mit deinen Buden Tand vergoldest, könnte ich direkt neidisch werden. War es vielleicht <strong>Michael, der Baumeister</strong>?</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-849 alignright" title="Michael-der-Baumeister" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Michael-der-Baumeister.jpg" alt="Michael der Baumeister Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Nein, es gibt keinen Steinmetz und der Baumeister war mir nur bei der Errichtung meiner prachtvollen Kirche zu Diensten. Das Kreuz hat mein Gott höchstpersönlich mit einem mächtigen Blitz in den Stein gebrannt. Ein großes Wunder, das dein Odin wohl kaum hinbekommt.</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-858" title="Wirtshaus-zur-Roten-Laterne" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Wirtshaus-zur-Roten-Laterne.jpg" alt="Wirtshaus zur Roten Laterne Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Das glauben doch wohl nur deine dummen Untertanen. Weißt du was, ich schenke dir das <strong>Wirtshaus zur Roten Laterne</strong>! Und gratis gibt es ein paar feine Damen dazu. Die werden nicht lange brauchen, um den Namen deines Steinmetzes aus deinen Helden heraus zu kitzeln.</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-839 alignright" title="Bischofssitz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Bischofssitz.jpg" alt="Bischofssitz Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Wenn sich einer meiner Helden in diesem unseligen Haus blicken lässt, erhält er zum Abendmahl nur noch hartes Brot. Apropos Brot. Das wird dank dieses untreuen Müllers gerade knapp. Und du scheinst ihn weidlich nutzen zu können. Ich glaube, ich muss meinem Bischof einen Sitz bauen.</em></p>
<p>Bran:<em> Was hat dein <strong>Bischofssitz</strong> mit dem Müller zu tun?</em></p>
<p>Judith:<em> Nun, der Bischof hat mir als Gegenleistung für seinen Sitz versprochen, dem Müller die Exkommunikation anzudrohen, wenn dieser nicht als Einsiedler in die Wüste geht. Als Buße für seine Untreue kann er dort Gestein zu Sand mahlen. Wenn ich den Müller nicht haben kann, sollst du ihn auch nicht haben. Auge um Auge, Zahn um Zahn …</em></p>
<p>Bran:<em> Odin hat übrigens auch ein Auge verloren. Seine Zähne hat er wohl noch. Die haben doch einiges gemeinsam unsere Götter. Und damit wir doch auch, oder?</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-844" title="Gute-Nachbarschaft" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Gute-Nachbarschaft.jpg" alt="Gute Nachbarschaft Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Unsinn, mein Gott hat kein Auge verloren. Der dumme Spruch ist mir eben nur so rausgerutscht. Mein Gott will die Versöhnung. Wir sollen unseren Feinden die linke Wange hinhalten, wenn er uns auf die rechte schlägt.</em></p>
<p>Bran:<em> Interessant. Dann tun wir doch etwas für unsere Versöhnung. Als erstes stoßen wir auf eine <strong>gute Nachbarschaft</strong> an oder zumindest auf eine bessere!</em></p>
<p>Judith:<em> Meinetwegen. Schließlich steht in der Bibel, ich soll auch meine Feinde lieben.</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-843 alignright" title="Grosses-Thing" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Grosses-Thing.jpg" alt="Grosses Thing Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Und dann baue ich für uns das <strong>Große Thing</strong>.</em></p>
<p>Judith:<em> Und was sollen wir damit?</em></p>
<p>Bran:<em> Unsere Streitigkeiten beilegen. Miteinander reden. Außerdem gibt es dort hinter den Felsen ein paar sehr romantische Plätze für frisch Verliebte …</em></p>
<p>Judith:<em> Was soll das denn heißen?</em></p>
<p>Bran:<em> Dass wir nicht immer nur miteinander streiten sollten. Was wirst du denn als gute Christin tun, wenn ich dich jetzt auf die rechte Wange küsse?</em></p>
<p>Judith:<em> Ich werde dir wohl die linke Wange hinhalten müssen …</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p>Etwas später…</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Judith:<em> Vom Mund steht aber nichts in der Bibel!</em></p>
<p>Bran:<em> Woher willst du das wissen? Vielleicht erinnerst du dich jetzt …</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bisher war es nur möglich, Siedlungen, Städte und Landschaften auszubauen. In der Erweiterung gibt es nun erstmalig Karten, die auch auf freie Straßen gelegt werden können.<br />
Im Set „Zeit der Intrigen“ ist dies die Karte “Wirtshaus zur Roten Laterne“. Da die Karte nicht auf einen freien Bauplatz sondern auf eine Straße gelegt wird, sprechen wir vom Ergänzen einer Straße. Die Funktion einer „ergänzten“ Straße bleibt erhalten, sie erhält lediglich zusätzliche Funktionen bzw. Eigenschaften. Daher zeigt die Illustration jeder Straßenergänzung auch weiterhin eine Straße.</p>
<p>Die Erweiterung „Finstere Zeiten“ bietet nicht nur neue, spannende Themenspiele, sie ist auch eine Bereicherung für das Duell. Mit den neuen Sets der Erweiterung gibt es nun insgesamt sechs verschiedene Sets. Mit den vielen Möglichkeiten, drei Sets miteinander zu kombinieren, gestaltet sich das Duell noch abwechslungsreicher und bietet immer wieder neue Herausforderungen.<br />
Auch der Turniermodus ist mit den neuen Karten nun erstmals sinnvoll spielbar. Daher werden wir ihn auch für das Spiel in der Catan-Onlinewelt programmieren.</p>
<p>Voraussichtlich Anfang August stelle ich das zweite Set der Erweiterung „Zeit der Handelsherren“ vor.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Sep 2010 17:27:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil 8 – Das Themenset „Zeit des Fortschritts“ und das Duell Einleitung Das Themenspiel „Zeit des Fortschritts“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich im 5. Teil meiner Blogreihe über die Reform des Kartenspiels vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans spielt das Set im 15. Jahrhundert. Mit der Entdeckung der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="100" height="205" />Teil 8 – Das Themenset „Zeit des Fortschritts“ und das Duell</h3>
<h4>Einleitung</h4>
<p>Das Themenspiel „Zeit des Fortschritts“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich im 5. Teil meiner Blogreihe über die Reform des Kartenspiels vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans spielt das Set im 15. Jahrhundert. Mit der Entdeckung der Atlantikinsel durch portugiesische Seefahrer beginnt ein reger kultureller Austausch zwischen Catan und dem europäischen Festland. Im Norden und im Süden der Insel entsteht jeweils eine Universität. Die portugiesischen Seefahrer bringen jedoch nicht nur neue wissenschaftliche Erkenntnisse nach Catan. Sie bringen auch Seuchen.<br />
Aus Zeitgründen erspare ich mir diesmal eine Rahmengeschichte, mit der ich in den vergangenen zwei Blogbeiträgen die Karten der Themensets „Zeit des Goldes“ und „Zeit der Wirren“ vorgestellt habe.</p>
<h4>Die Universität</h4>
<p>Im Mittelpunkt dieses Sets steht die <em><strong>Universität</strong></em>. Sie liegt im offenen Nachziehstapel aus und kann – vorausgesetzt man hat vorher ein Kloster (Basisset) oder eine <em><strong>Bibliothek</strong></em> errichtet – direkt gebaut werden, ohne sie vorher auf die Hand nehmen zu müssen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-831" title="Universität" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Universitaet1.jpg" alt="Universitaet1 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-828" title="Bibliothek" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Bibliothek1.jpg" alt="Bibliothek1 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /></p>
<p>Da die Bibliothek nur 4 Rohstoffe kostet, einen Siegpunkt einbringt und man nach ihrem Bau eine Karte aus einem Nachziehstapel aussuchen darf, ist sie als Bedingungsgebäude für die Universität eine attraktive Alternative zum Kloster.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-829" title="Dreifelderwirtschaft" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Dreifelderwirtschaft1.jpg" alt="Dreifelderwirtschaft1 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-830" title="Flözbau" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Floezbau1.jpg" alt="Floezbau1 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /></p>
<p style="text-align: center;">
<p>Die Universität erlaubt den Einsatz einer Reihe von nützlichen Karten. So bescheren die beiden Aktionskarten <em><strong>Dreifelderwirtschaft</strong></em> dem Spieler willkommene zusätzliche Getreideernten und die beiden Karten <em><strong>Flözbau</strong></em> erhöhen die Erzvorräte.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-809" title="Geschützmeister" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Geschuetzmeister.jpg" alt="Geschuetzmeister Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-804" title="Baukran" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Baukran.jpg" alt="Baukran Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /></p>
<p>Die beiden <em><strong>Geschützmeister</strong></em> bieten sich an, um den Stärkevorteil vom Mitspieler zu übernehmen oder ihn zu sichern.<br />
<img class="alignright size-full wp-image-813" title="Parlament" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Parlament.jpg" alt="Parlament Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" />Eine weitere Errungenschaft der Universität ist der <em><strong>Baukran</strong></em>. Mit seiner Hilfe kostet jeder Stadtausbau, dessen Baukosten 4 Rohstoffe übersteigen, einen beliebigen Rohstoff weniger. Es ist sicher von Vorteil, den Baukran zu besitzen, wenn man das mit 7 Rohstoffen teuerste Gebäude dieses Sets bauen möchte, das <em><strong>Parlament</strong></em>. Aber es lohnt, denn mit den zwei Siegpunkten des Parlaments kann man schnell aufholen oder gar überraschend gewinnen.</p>
<h4>Die Seuchen</h4>
<p>Zum Set gehören 5 Ereigniskarten. Neben den beiden schon aus dem Basisset bekannten Karten Erfindung liegen dem Set drei Karten <em><strong>Seuche</strong></em> bei. Eine Seuche bewirkt, dass jede an eine Stadt angrenzende Landschaft einen Rohstoff verliert. Diese können einen Spieler, der sorglos auf Stadtbau setzt, empfindlich schaden.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-815" title="Seuche" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Seuche.jpg" alt="Seuche Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-803" title="Badhaus" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Badhaus.jpg" alt="Badhaus Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /></p>
<p>Aber es gibt ein Gegenmittel: Das <em><strong>Badhaus</strong></em>. Die Landschaften einer Stadt, in der ein Badhaus gebaut wurde, sind vor Seuchen geschützt. Damit nicht nur eine Stadt vor Seuchen geschützt werden kann, stehen den Spielern 3 Badhäuser zu Verfügung. Sollte das Kind in den Brunnen gefallen sein, sprich die Seuche eine oder mehrere Städte eines Spielers heimgesucht haben, tröstet eine <em><strong>Apotheke</strong></em> ein wenig über den Verlust der Rohstoffe hinweg.  Nach einer Seuche spendet sie ihrem Besitzer einen beliebigen Rohstoff – unabhängig davon, ob dieser von der Seuche betroffen war oder nicht.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-802" title="Apotheke" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Apotheke.jpg" alt="Apotheke Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-812" title="Medicus" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Medicus.jpg" alt="Medicus Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /></p>
<p>Wo ein Badhaus steht, ist auch ein <em><strong>Medicus</strong></em> nicht fern. Und so enthält das Set zwei dieser Aktionskarten. In Verbindung mit dem Badhaus bewirkt der Medicus bei den Siedlern eine Steigerung ihrer Schaffenskraft, was sich als zusätzlicher Rohstoff in den beiden einem Badhaus benachbarten Landschaften niederschlägt.</p>
<h4>Sonstige Karten</h4>
<p>In einem Set, dessen Thema der Fortschritt ist, sollte ein <em><strong>Rathaus</strong></em> nicht fehlen. Es gewährt seinem Besitzer den Vorteil, beim Tauschen einer Handkarte am Ende seines Zuges kostenlos eine Karte aussuchen zu dürfen. Vielleicht fragen Sie sich jetzt, ob das Gemeindehaus dann nicht überflüssig wird. Ja, das wird es. Daher wird das Rathaus auch direkt auf das Gemeindehaus gebaut und verbraucht somit keinen neuen Bauplatz.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-814" title="Rathaus" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Rathaus.jpg" alt="Rathaus Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-810" title="Guido, der Gesandte" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Guido.jpg" alt="Guido Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /></p>
<p>Ein Rathaus ist mitunter auch eine Stätte der Diplomatie. Daher liegt es nahe, dass es als Bedingung für das Spielen der Aktionskarte <em><strong>Guido, der Gesandte</strong></em> dient. Guido ermöglicht es, eine Karte aus dem Ablagestapel zu fischen. Das kann sehr nützlich sein, wenn man sich beispielsweise die Dreifelderwirtschaft erneut zu Nutze machen möchte. Den gleichen Effekt hat auch die Aktionskarte <em><strong>Gustav, der Bibliothekar</strong></em>. Es versteht sich, dass man für das Spielen von Gustav kein Rathaus, sondern eine Bibliothek benötigt. Beide Aktionskarten lassen sich auch bedingungslos spielen, wenn man weniger Siegpunkte als der Mitspieler besitzt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-811" title="Gustav, der Bibliothekar" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Gustav.jpg" alt="Gustav Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-805" title="Benjamin, der fahrende Scholar" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Benjamin.jpg" alt="Benjamin Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /></p>
<p>Bedingungslos lässt sich auch <em><strong>Benjamin, der fahrende Scholar </strong></em>einsetzen. Mit Benjamins Hilfe erhält man in jeder Landschaft, deren Zahl man zu Beginn des Zuges gewürfelt hat, nochmals den Rohstoff dieser Landschaft.</p>
<p>Bei „Zeit des Fortschritts“ geht es friedlicher zwischen den Spielern zu als im Set „Zeit der Wirren“. Die Bedrohung kommt in Form der Seuchen von Außen und man sollte versuchen, sein Fürstentum rechtzeitig mit Badhäusern vor Rohstoffverlusten zu schützen. Die Universität und die an sie geknüpften Karten sind nicht mehr so stark wie im alten Kartenspiel, haben aber immer noch genügend Gewicht, eine Partie entscheiden zu können.</p>
<h4>Das Duell</h4>
<p>Wer alle drei Themenspiele gespielt hat und die Karten gut kennt, findet im Duellmodus eine neue Herausforderung. Im Duell kommen alle Themensets zum Zuge, allerdings in abgespeckter Form. Mancher Leser meiner Blogbeiträge wird sich sicher gefragt haben, was die komischen kleinen Halbmonde auf manchen Karten zu bedeuten haben. Nun, ist eine Karte mit einem Mond gekennzeichnet, dann geht sie beim Duell „schlafen“, wird also aussortiert. Das bedeutet, wir spielen ein Duell zwar mit allen Basiskarten aber nur ungefähr mit der Hälfte der Karten jedes Themensets.<br />
Das hat zur Folge, dass in jedem Set auch die Schlüsselkarten nur einmal vertreten sind: Im Set „Zeit des Goldes“ gibt es nur eine Händlergilde, im Set „Zeit der Wirren“ nur eine Spelunke und im Set „Zeit des Fortschritts“ nur eine Universität. Man muss sich also früh entscheiden, in welche strategische Richtung man spielen möchte oder taktieren und die Richtung ändern, wenn der Mitspieler einem ein Schlüsselgebäude weggeschnappt hat. Hat der Mitspieler beispielsweise die Händlergilde auf der Hand oder gar gebaut, kann man versuchen mit der Spelunke oder der Universität und ihren zugehörigen Karten zu kontern.</p>
<p>Der Duellmodus bietet ein breites strategisches und taktisches Spektrum, dessen Spielreiz durchaus an den des Turniermodus heranreicht. Der Duellmodus hat aber gegenüber dem Turniermodus den großen Vorteil, dass man kein zweites Spiel benötigt, da alle benötigten Karten in der Schachtel des Spiels „Die Fürsten von Catan“ vorhanden sind. Und für alle Spieler, die nicht so gerne eigene Decks zusammenstellen, hat es den Vorteil, dass man ohne lange Vorbereitungszeit sofort losspielen kann und dennoch die Auswahl aus allen Karten hat.</p>
<p>Damit will ich aber nicht sagen, dass der Turniermodus gestorben ist. Er wird mit der ersten Erweiterung, die den Arbeitstitel „Finstere Zeiten“ trägt, zu neuem Leben erwachen.</p>
<p>Das Spiel „Die Fürsten von Catan“ wird voraussichtlich in der gleichen Woche ausgeliefert werden, in der dieser Blogbeitrag veröffentlicht wird. Es war ein langer Weg bis zur Fertigstellung der überarbeiteten Version des alten Kartenspiels, ein Weg den Peter Gustav Bartschat, Dr. Reiner Düren und Sebastian Rapp mit mir gegangen sind. Es war ein spannender Weg mit vielen Testspielen und anregenden, manchmal tiefgründigen und nicht selten auch humorvollen und erheiternden Diskussionen. Es war ein schöner Weg, für den ich mich bei den Dreien ganz herzlich bedanke. Mein besonderer Dank gilt Michael Menzel, der Catan seine wundervollen Illustrationen geschenkt und dem Slogan „Catan wird lebendig“ seine Berechtigung verliehen hat.</p>
<p>In meinem nächsten Blogbeitrag werde ich voraussichtlich Ende dieses Jahres über das erste der drei Themenspiele der ersten Erweiterung berichten, das den Namen „Zeit der Intrigen“ trägt.</p>
<h4>PS:</h4>
<p>Ein Bild von Peter Gustav Bartschat diente dem Illustrator Michael Menzel als Vorlage für die Karte „Gustav, der Bibliothekar“. Peter Gustav Bartschat hat zusammen mit Dr. Reiner Düren die <a href="http://www.catan.de/literatur/encyclopaedia-catanica.html" target="_blank">Encyclopædia Catanica</a> verfasst, zwei lesenswerte Kriminalromane veröffentlicht und ist Autor des Buches <a href="http://www.catan.de/literatur/im-zeichen-des-sechsecks.html" target="_blank">„Im Zeichen des Sechsecks“</a>, das anlässlich des 10- jährigen Jubiläums von „Die Siedler von Catan“ erschien.<br />
Als Vorlage für „Guido, der Gesandte“  und „Benjamin, der fahrende Scholar“ dienten Bilder meiner beiden Söhne Guido und Benjamin.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 12:07:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil 7 – Zeit der Wirren Einleitung Das Themenspiel „Zeit der Wirren“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich im 5. Teil meiner Blogreihe über die Reform des Kartenspiels vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans ist das Set Mitte des 9. Jahrhunderts, also ca. 100 Jahre nach der Ankunft der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="100" height="205" />Teil 7 – Zeit der Wirren</h3>
<h4>Einleitung</h4>
<p>Das Themenspiel „Zeit der Wirren“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich im 5. Teil meiner Blogreihe über die Reform des Kartenspiels vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans ist das Set Mitte des 9. Jahrhunderts, also ca. 100 Jahre nach der Ankunft der ersten Siedler auf Catan, angesiedelt. Der Wikingerhäuptling Carl Gabelbart ist mit seinen Mannen auf Catan gestrandet. Um die Insel zu erobern, sät er Zwietracht zwischen den Fürsten und ruft Verräter, Bogenschützen und Feuerteufel auf den Plan. Mitten im Geschehen steht Heinrich, der Wächter. Seine Bekenntnisse werden uns die Zeit der Wirren etwas näher bringen.</p>
<h4><img class="alignright size-full wp-image-738" title="Heinrich, der Wächter" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Heinrich.jpg" alt="Heinrich Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Die Bekenntnisse eines Wächters</h4>
<p>Gestatten, ich bin Heinrich. Genau genommen <strong>Heinrich, der Wächter</strong>, ein loyaler Untertan des Fürsten. Na ja, sagen wir: Ein ziemlich loyaler Untertan.</p>
<p>Denn eigentlich bin ich nicht besonders gut auf den Fürsten zu sprechen. Nach all den Jahren treuer Dienste, die ich ihm im Kampf gegen Räuber und Piraten geleistet habe, hat er mich mit dem Amt eines Wächters abgespeist. Eigentlich hätte er mich auch gleich zum Aufseher seiner Latrinen machen können.</p>
<p>Wohnen darf ich im Obergeschoss des Stadttors. Die Schlafkammer dort ist so klein, dass mein Vorgänger nur ein Zwerg gewesen sein kann. Ich bin jedenfalls kein Zwerg und so zwänge ich mich abends mit angewinkelten Beinen und eingezogenem Kopf in die lausige Schlafstätte.</p>
<p><img class="size-full wp-image-743 alignleft" title="Spelunke" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Spelunke.jpg" alt="Spelunke Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Und meine Entlohnung?<br />
„Hier, mein lieber Heinrich“, hat er gesagt, „Nimm diesen gezinkten Würfel und beschaff’ dir dein Salär selbst. In der <strong>Spelunke</strong> sitzen so viele Dummköpfe herum, da dürfte es dir nicht schwer fallen, den einen oder anderen Halunken übers Ohr zu hauen.“</p>
<p>Dann hat er mir noch ein Horn geschenkt, mit dem ich die Bürger warnen soll, wenn Feinde die Stadt bedrohen. Ich gestehe, ich habe bis heute kein einziges Mal in das Horn geblasen. Geht ja auch gar nicht, denn ich habe das Mundstück verschlossen. Als Gefäß, gefüllt mit Met oder Bier, leistet es mir wesentlich bessere Dienste. Nicht selten proste ich dem Fürsten mit dem Horn zu: „Danke, mein Fürst. Ich trinke auf deinen Untergang!“</p>
<p>Stimmt, eigentlich bin ich richtig sauer auf ihn. Jeden Morgen, wenn ich in meiner trüben Kammer mit schmerzenden Gliedern und steifem Hals aufwache, verfluche ich seine Hoheit.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-739" title="Irmgard, Bewahrerin des Lichts" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Irmgard.jpg" alt="Irmgard Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Mein einziger Lichtblick ist <strong>Irmgard</strong>, meine liebe Freundin, die in einer geräumigen Hütte im Sumpf wohnt. In manchen Nächten schleiche ich mich zu ihr. Dann verwöhnt sie mich mit feinen Speisen und ich genieße es, in ihren Armen mit wohlig ausgestreckten Gliedern einzuschlummern. Nach dem Essen reden wir oft noch angeregt miteinander. Es gibt allerdings ein Thema, das ich inzwischen lieber vermeide. Denn wenn die Rede auf den Fürsten kommt und ich mir das eine oder andere böse Wort über ihn einfach nicht verkneifen kann, habe ich die nächsten Tage Hüttenverbot.</p>
<p>Irmgard verehrt den Fürsten – frage mich bitte keiner warum. Sie unterstützt ihn, wann immer sie nur kann. Wenn der Fürst beispielsweise von einem Helden verlassen oder eines seiner Gebäude von der Fürstin des benachbarten Fürstentums abgefackelt wurde, lässt sie ihre Verbindungen spielen und schickt dem Fürsten als Trost eine Ladung Rohstoffe.</p>
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<tr>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-735" title="Feuerteufel" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Feuerteufel.jpg" alt="Feuerteufel Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-747" title="Zehntscheuer" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Zehntscheuer.jpg" alt="Zehntscheuer Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-736" title="Feuerwache" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Feuerwache.jpg" alt="Feuerwache Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Neulich Nacht war es wieder soweit. Die Fürstin musste einen <strong>Feuerteufel</strong> in unsere Stadt geschleust haben. Irmgard und ich wachten von dem Geschrei in der Stadt auf und eilten aus der Hütte. Der Feuerschein eines lichterloh brennenden Gebäudes erhellte den Himmel über der Stadt.<br />
„Ha!“, frohlockte ich, „Ich glaube, da brennt die <strong>Zehntscheuer</strong> und mit ihr das Getreide und die Wolle, die der alte Geizhals den Bauern abgeknöpft hat.“<br />
Ich grinste Irmgard an, hätte mir aber denken können, dass sie nicht zurückgrinste. Ihre grünen Augen blickten mich ungnädig an und mir war klar, dass ich die nächste Zeit wieder in meiner unbequemen Schlafkammer zu nächtigen hatte.</p>
<p>„Wenn er eine <strong>Feuerwache</strong> gebaut hätte, wäre das nicht passiert“, grummelte ich. „Wärest du auf deinem Posten gewesen – und nicht hier bei mir &#8211; auch nicht!“ erhielt ich noch als Antwort, bevor Irmgard sich in ihre Hütte zurückzog und die Tür verschloss.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-732" title="Bogenschütze" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Bogenschuetze.jpg" alt="Bogenschuetze Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Am nächsten Morgen stand ich übellaunig vor meinem Stadttor, als mir ein schmächtiger Jüngling mit torkelndem Gang entgegenkam. „Wo willst DU denn hin, Junge?“<br />
„In die … in die Stadt der… Fürstin, Herr… äh …Wächter.“, teilte er mir stockend mit und schickte mir zum Gruß seine Alkoholfahne. „Ich b… bin <strong>Bogenschütze</strong> und ich soll dort die Fürstin… ne… den Helden der Fürstin äh…unschädlich machen.“</p>
<p>Er stierte mich mit blutunterlaufenen Augen an. Die beiden Arme, die teilnahmslos neben seinem Rumpf baumelten, waren so dürr, dass ich stark bezweifelte, er könne den Bogen, den ihm jemand um seinen Hals gehängt hatte, mehr als eine Handbreit spannen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-744" title="Übungsplatz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Uebungsplatz.jpg" alt="Uebungsplatz Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />„Nenn’ mich nicht HERR WÄCHTER!“, polterte ich. „Das klingt ja noch lächerlicher als Nachtwächter. Du hältst dich für einen Bogenschützen? Du bist allenfalls ein Junge, der noch nicht mal gelernt hat, seinen Bogen gescheit zu tragen. Statt dich in der Spelunke zu besaufen, wirst du dich jetzt zum <strong>Übungsplatz</strong> begeben und dort den Umgang mit dem Bogen üben. Wenn du in ein paar Tagen nüchtern wiederkommst, dann lasse ich dich vielleicht durch. Aber schieß mir bloß keinen Schwertkämpfer ab!“</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-746" title="Verräter" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Verraeter.jpg" alt="Verraeter Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Der Junge trollte sich gerade, als ich aus dem Augenwinkel eine huschende Gestalt wahrnahm. Da wollte sich doch tatsächlich jemand heimlich durch MEIN Stadttor schleichen. Mit einem Satz war ich bei dem Eindringling und ergriff seine Rechte. „Was machst du hier, Schurke?“<br />
„Ich bin kein Schurke.“, stammelte der Erwischte, der sich ebenfalls als ein mit einer Alkoholfahne bestens ausgestatteter Jüngling erwies. „Ich bin ein <strong>Verräter</strong>.“</p>
<p>Die Fürstin besaß natürlich auch eine Spelunke in ihrer Stadt. Dort hatte sie den jungen Mann wohl angeheuert, um dem Fürsten eins auszuwischen. Das wäre mir natürlich gar nicht so unlieb gewesen, aber ich musste auch an mich und vor allem an  meinen Geldbeutel denken.</p>
<p>„Dir ist wohl klar, dass ich jetzt nur in mein Horn blasen muss und du dann die nächste Zeit im Kerker des Fürsten nur noch Ratten verraten können wirst?“<br />
Da der Jüngling nicht wissen konnte, dass mein Horn sich schon lange nicht mehr zum Blasen eignete, nickte er ängstlich und blickte dabei verstohlen um sich. Scheinbar suchte er eine Möglichkeit, zu entkommen. Ich hielt sein Handgelenk jedoch weiter mit eisernem Griff umschlossen.</p>
<p>„Ich mache dir einen Vorschlag zur Güte. Ich würfle.“ Mit der Linken holte ich meinen Würfel aus meinem Wams und hielt ihn dem verständnislos blickenden Verräter vor die Nase. „Wenn eine 3, 4 oder 5 fällt, dann nehme ich die Münzen, die dir die Fürstin für deinen Verrat gegeben hat und schicke dich nach Hause. Wenn ich eine andere Zahl würfle, dann darfst du in die Stadt und ich nehme dir nur die Hälfte deiner Münzen weg. Einverstanden?“<br />
Da seine einzige Alternative die Ratten im Kerker waren, nickte der Jüngling heftig. Scheinbar hatte er inzwischen die Sprache verloren.<br />
Ich ließ den gezinkten Würfel zu Boden fallen. Nach einigen Hüpfern blieb er erwartungsgemäß auf der Seite mit der 6 liegen.<br />
„Glück gehabt, mein Junge! Das Schicksal hat entschieden, dass du in der Stadt deine Aufgabe erfüllen darfst.“ Ich hielt die Hand auf und empfing die Hälfte seines Verräterlohns.</p>
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<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-733" title="Carl Gabelbart" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Carl-Gabelbart.jpg" alt="Carl Gabelbart Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="size-full wp-image-731 alignnone" title="Beutefahrt" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Beutefahrt.jpg" alt="Beutefahrt Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>In den Abendstunden tauchte der junge Verräter wieder auf. Er hatte <strong>Carl Gabelbart</strong> im Schlepptau. Carl war ein mächtiger Hüne und berüchtigt für seine <strong>Beutefahrten</strong>, mit denen er die catanischen Küsten verunsicherte. Ich wusste, der Fürst verhandelte mit Carl, denn er hätte den starken Helden gerne auf seine Seite gebracht und in sein Gefolge aufgenommen. Aber daraus würde jetzt wohl nichts mehr werden. Dank ihres Verräters würde nun die Fürstin Zugriff auf den Helden mit der gewaltigen Doppelaxt haben.</p>
<p>Lächelnd ließ ich das ungleiche Paar mein Stadttor passieren. Ab jetzt würde es wohl nur noch eine Seite der Insel geben, die Carl mit seinen Beutefahrten heimsuchen würde: Die Seite meines ungeliebten Fürsten.</p>
<p>Ein paar Tage später, ich durfte immer noch nicht die Hütte Irmgards betreten, bedrohten <strong>Unruhen</strong> das Fürstentum. Von einem vor der Stadt gelagerten <strong>Spähturm</strong> aus wurde ein Zug von Bauern gesichtet. Die Landmänner waren mit Knüppeln und Mistgabeln bewaffnet und marschierten entschlossen und mit grimmigen Gesichtern auf die Stadt zu.</p>
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<td><img class="alignnone size-full wp-image-742" title="Spähturm" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Spaehturm.jpg" alt="Spaehturm Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-745" title="Unruhen" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Unruhen.jpg" alt="Unruhen Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die Wut der Bauern wunderte mich nicht. Hatte der Fürst doch, ohne mit der Wimper zu zucken, befohlen, die abgebrannte Zehntscheuer wieder aufzubauen und den Bauern erneut den Zehnten ihrer Getreide und Wolleernte abzuknöpfen.</p>
<p>Die Glocke der <strong>Kapelle</strong> läutete bedrohlich Alarm und der Herold brüllte: „Feinde vor den Toren! Bürger, verbarrikadiert euch in euren Häusern!“<br />
Schnell leerten sich die Gassen und eine gespenstische Ruhe schlich sich in die Stadt. Nur das Gefolge des Fürsten war noch unterwegs und nach und nach versammelten sich die Helden vor meinem Stadttor. Die Luft roch nach Kampf. Bevor der Fürst jedoch seinen Helden den Befehl erteilte, den Bauern entgegen zu treten, schüttelte er noch einen Trumpf aus seinem Ärmel.<br />
Die Schar der Helden teilte sich und in ihrer Mitte erschien <strong>Sebastian, der Wanderprediger</strong>.</p>
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<td><img class="alignnone size-full wp-image-740" title="Kapelle" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Kapelle.jpg" alt="Kapelle Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-741" title="Sebastian, der Wanderprediger" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Sebastian.jpg" alt="Sebastian Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Mit seiner langen braunen Kutte und seinem von Silber durchwirkten Haar strahlte er Autorität aus und wirkte erhaben über einfache menschliche Bedürfnisse wie Unterkunft und Nahrung.<br />
„Was wirst du den armen Schluckern sagen?“, fragte ich Sebastian.<br />
„Das was ich in solchen Situationen immer predige und was auch immer hilft: &#8216;Was euch euer irdischer Herr auf der Erden nimmt, wird euch der Herr im Himmel tausendfach vergelten. Wer sich jedoch an seinem irdischen Herren vergreift, wird tausend Jahre in der Hölle schmoren.&#8217;“<br />
So sprach Sebastian vor den Bauern und schnell war der Spuk vorüber. Sebastian zog ungerührt weiter, um weitere himmlische Weisheiten unters Volk zu bringen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-734" title="Festplatz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Festplatz.jpg" alt="Festplatz Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Eine Woche später schlenderte ich über den <strong>Festplatz</strong> und sah dem Treiben der Helden unserer Stadt zu. Sie bereiteten sich auf das in Kürze stattfindende Fest vor. Es wurde gesungen, musiziert und getanzt. Einige übten sich in kunstvollen Reden, andere führten eine Posse auf. Zwei Helden kreuzten ihre Klingen in einem spektakulären Schaukampf.</p>
<p>Auf dem Weg zum Stadttor hielt mich ein Botenjunge an und übergab mir mit seiner kleinen schmutzigen Hand eine Botschaft. Sie kam von Irmgard, die mich einlud, sie zum Fest der beiden Fürstentümer in die Stadt der Fürstin zu begleiten. Sie schien mir endlich verziehen zu haben. Ich warf dem Knaben eine Münze zu und setzte glücklich meinen Weg zum Stadttor fort. Dort erwartete mich der junge Bogenschütze – diesmal ausgesprochen nüchtern.</p>
<p>„Ja, du kannst gehen!“, beschied ich ihm gut gelaunt, bevor er den Mund aufmachen konnte und schlug ihm wohlwollend auf die schmächtige Schulter. „Aber triff nicht zu genau!“</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-737" title="Große Festhalle" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Grosse-Festhalle.jpg" alt="Grosse Festhalle Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Das tat er dann auch nicht.<br />
Als ich zwei Tage später mit Irmgard in der prächtigen <strong>Großen Festhalle</strong> der Fürstin saß und die Darbietungen des Festes genoss, gab es einen Zwischenfall, der meinen Groll auf den Fürsten milderte.</p>
<p>Der Fürst stand neben seiner Kontrahentin, der Fürstin und beide applaudierten einträchtig der Vorstellung einer jungen Heldin, die zur Harfe ein schwermütiges Lied über Liebe und Verrat gesungen hatte.</p>
<p>Gleichzeitig bereiteten sich hinter den beiden applaudierenden Hoheiten ein Held des Fürsten und ein Held der Fürstin, mit Schwert und Schild bewaffnet, auf einen Schaukampf vor.<br />
Der Bogenschütze hatte sich unterdessen von hinten unbemerkt an die Festhalle herangeschlichen und zielte mit seinem Bogen durch ein kleines Fenster auf ein Bein des Helden der Fürstin. Kurz bevor der Pfeil mit einem leisen Surren die Sehne verließ, senkte der Held seinen Schild, um sich mit der Schildkante sein juckendes Schienbein zu kratzen. Der Pfeil streifte den Schildbuckel und nahm dann eine andere, schicksalhafte Richtung.</p>
<p>Im dämmrigen Licht der Halle hatte niemand mitbekommen, dass sich ein Pfeil in den Allerwertesten des Fürsten gebohrt hatte. Als der Fürst plötzlich in seinem Applaus inne hielt, einen markerschütternden Schrei ausstieß und anschließend einen ausdrucksvollen Veitstanz darbot, wusste keiner so recht ob er applaudieren oder die Wachen rufen sollte. Erst als der Fürst nach hinten griff und wimmernd versuchte, den Pfeil herauszuziehen, dämmerte allen, was geschehen war.</p>
<p>Irmgard war so überrascht und erschrocken, dass sie mein schadenfrohes Grinsen nicht bemerkte. Als sie dann zu mir blickte, hatte ich längst eine betroffene Miene aufgesetzt und rief: „Unser armer Fürst!!! Holt einen Medicus!“<br />
Irmgard legte ihre Hand auf meinen Arm und lächelte mich an. Ich seufzte; die kommenden Nächte in ihrer bequemen Hütte waren gesichert.</p>
<h4>Anmerkungen zum Themenset</h4>
<p>Der offene, beiden Spielern zugängliche Ausbaukartenstapel besteht aus den beiden Karten „Spelunke“. Wer eine Spelunke gebaut hat, kann seinem Mitspieler Verräter, Bogenschützen und Feuerteufel auf den Hals schicken. Damit geht es im Themenspiel mit diesem Set schon etwas härter zu als in dem in meinem letzten Blog vorgestellten Themenset „Zeit des Goldes“. Wer über den Stärkevorteil verfügt, hat zudem öfter Gelegenheit, seinen Mitspieler zu stören.</p>
<p>Auch in diesem Set spielt das Gold eine größere Rolle. Denn nur wer im entscheidenden Moment genügend davon hat, kann seine Einheiten vor dem Ereignis „Unruhe“ schützen.</p>
<p>In meinem nächsten Blog werde ich die Karten des Sets „Zeit des Fortschritts“ vorstellen und die Regeln der nächsten Stufe des Kartenspiels, dem Duell der Fürsten erläutern. Soviel sei schon jetzt verraten: Das Duell der Fürsten wird mit den Basiskarten und den Karten aller drei Themensets bestritten.<br />
Wem es bisher vielleicht entgangen sein sollte, dem sei gesagt, dass alle Karten und Spielformen, die ich in meinen Blogs zur Neufassung des Kartenspiels beschreibe, in der Schachtel des Kartenspiels „Die Fürsten von Catan“ enthalten sind.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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