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	<title>Catanism</title>
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	<description>Die Blogger von Catan</description>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 12:07:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil 7 – Zeit der Wirren
Einleitung
Das Themenspiel „Zeit der Wirren“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich im 5. Teil meiner Blogreihe über die Reform des Kartenspiels vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans ist das Set Mitte des 9. Jahrhunderts, also ca. 100 Jahre nach der Ankunft der ersten Siedler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="100" height="205" />Teil 7 – Zeit der Wirren</h3>
<h4>Einleitung</h4>
<p>Das Themenspiel „Zeit der Wirren“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich im 5. Teil meiner Blogreihe über die Reform des Kartenspiels vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans ist das Set Mitte des 9. Jahrhunderts, also ca. 100 Jahre nach der Ankunft der ersten Siedler auf Catan, angesiedelt. Der Wikingerhäuptling Carl Gabelbart ist mit seinen Mannen auf Catan gestrandet. Um die Insel zu erobern, sät er Zwietracht zwischen den Fürsten und ruft Verräter, Bogenschützen und Feuerteufel auf den Plan. Mitten im Geschehen steht Heinrich, der Wächter. Seine Bekenntnisse werden uns die Zeit der Wirren etwas näher bringen.</p>
<h4><img class="alignright size-full wp-image-738" title="Heinrich, der Wächter" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Heinrich.jpg" alt="Heinrich Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Die Bekenntnisse eines Wächters</h4>
<p>Gestatten, ich bin Heinrich. Genau genommen <strong>Heinrich, der Wächter</strong>, ein loyaler Untertan des Fürsten. Na ja, sagen wir: Ein ziemlich loyaler Untertan.</p>
<p>Denn eigentlich bin ich nicht besonders gut auf den Fürsten zu sprechen. Nach all den Jahren treuer Dienste, die ich ihm im Kampf gegen Räuber und Piraten geleistet habe, hat er mich mit dem Amt eines Wächters abgespeist. Eigentlich hätte er mich auch gleich zum Aufseher seiner Latrinen machen können.</p>
<p>Wohnen darf ich im Obergeschoss des Stadttors. Die Schlafkammer dort ist so klein, dass mein Vorgänger nur ein Zwerg gewesen sein kann. Ich bin jedenfalls kein Zwerg und so zwänge ich mich abends mit angewinkelten Beinen und eingezogenem Kopf in die lausige Schlafstätte.</p>
<p><img class="size-full wp-image-743 alignleft" title="Spelunke" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Spelunke.jpg" alt="Spelunke Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Und meine Entlohnung?<br />
„Hier, mein lieber Heinrich“, hat er gesagt, „Nimm diesen gezinkten Würfel und beschaff’ dir dein Salär selbst. In der <strong>Spelunke</strong> sitzen so viele Dummköpfe herum, da dürfte es dir nicht schwer fallen, den einen oder anderen Halunken übers Ohr zu hauen.“</p>
<p>Dann hat er mir noch ein Horn geschenkt, mit dem ich die Bürger warnen soll, wenn Feinde die Stadt bedrohen. Ich gestehe, ich habe bis heute kein einziges Mal in das Horn geblasen. Geht ja auch gar nicht, denn ich habe das Mundstück verschlossen. Als Gefäß, gefüllt mit Met oder Bier, leistet es mir wesentlich bessere Dienste. Nicht selten proste ich dem Fürsten mit dem Horn zu: „Danke, mein Fürst. Ich trinke auf deinen Untergang!“</p>
<p>Stimmt, eigentlich bin ich richtig sauer auf ihn. Jeden Morgen, wenn ich in meiner trüben Kammer mit schmerzenden Gliedern und steifem Hals aufwache, verfluche ich seine Hoheit.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-739" title="Irmgard, Bewahrerin des Lichts" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Irmgard.jpg" alt="Irmgard Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Mein einziger Lichtblick ist <strong>Irmgard</strong>, meine liebe Freundin, die in einer geräumigen Hütte im Sumpf wohnt. In manchen Nächten schleiche ich mich zu ihr. Dann verwöhnt sie mich mit feinen Speisen und ich genieße es, in ihren Armen mit wohlig ausgestreckten Gliedern einzuschlummern. Nach dem Essen reden wir oft noch angeregt miteinander. Es gibt allerdings ein Thema, das ich inzwischen lieber vermeide. Denn wenn die Rede auf den Fürsten kommt und ich mir das eine oder andere böse Wort über ihn einfach nicht verkneifen kann, habe ich die nächsten Tage Hüttenverbot.</p>
<p>Irmgard verehrt den Fürsten – frage mich bitte keiner warum. Sie unterstützt ihn, wann immer sie nur kann. Wenn der Fürst beispielsweise von einem Helden verlassen oder eines seiner Gebäude von der Fürstin des benachbarten Fürstentums abgefackelt wurde, lässt sie ihre Verbindungen spielen und schickt dem Fürsten als Trost eine Ladung Rohstoffe.</p>
<table align="center">
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-735" title="Feuerteufel" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Feuerteufel.jpg" alt="Feuerteufel Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-747" title="Zehntscheuer" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Zehntscheuer.jpg" alt="Zehntscheuer Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-736" title="Feuerwache" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Feuerwache.jpg" alt="Feuerwache Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Heute Nacht war es wieder soweit. Die Fürstin musste einen <strong>Feuerteufel</strong> in unsere Stadt geschleust haben. Irmgard und ich wachten von dem Geschrei in der Stadt auf und eilten aus der Hütte. Der Feuerschein eines lichterloh brennenden Gebäudes erhellte den Himmel über der Stadt.<br />
„Ha!“, frohlockte ich, „Ich glaube, da brennt die <strong>Zehntscheuer</strong> und mit ihr das Getreide und die Wolle, die der alte Geizhals den Bauern abgeknöpft hat.“<br />
Ich grinste Irmgard an, hätte mir aber denken können, dass sie nicht zurückgrinste. Ihre grünen Augen blickten mich ungnädig an und mir war klar, dass ich die nächste Zeit wieder in meiner unbequemen Schlafkammer zu nächtigen hatte.</p>
<p>„Wenn er eine <strong>Feuerwache</strong> gebaut hätte, wäre das nicht passiert“, grummelte ich. „Wärest du auf deinem Posten gewesen – und nicht hier bei mir &#8211; auch nicht!“ erhielt ich noch als Antwort, bevor Irmgard sich in ihre Hütte zurückzog und die Tür verschloss.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-732" title="Bogenschütze" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Bogenschuetze.jpg" alt="Bogenschuetze Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Am nächsten Morgen stand ich übellaunig vor meinem Stadttor, als mir ein schmächtiger Jüngling mit torkelndem Gang entgegenkam. „Wo willst DU denn hin, Junge?“<br />
„In die … in die Stadt der… Fürstin, Herr… äh …Wächter.“, teilte er mir stockend mit und schickte mir zum Gruß seine Alkoholfahne. „Ich b… bin <strong>Bogenschütze</strong> und ich soll dort die Fürstin… ne… den Helden der Fürstin äh…unschädlich machen.“</p>
<p>Er stierte mich mit blutunterlaufenen Augen an. Die beiden Arme, die teilnahmslos neben seinem Rumpf baumelten, waren so dürr, dass ich stark bezweifelte, er könne den Bogen, den ihm jemand um seinen Hals gehängt hatte, mehr als eine Handbreit spannen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-744" title="Übungsplatz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Uebungsplatz.jpg" alt="Uebungsplatz Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />„Nenn’ mich nicht HERR WÄCHTER!“, polterte ich. „Das klingt ja noch lächerlicher als Nachtwächter. Du hältst dich für einen Bogenschützen? Du bist allenfalls ein Junge, der noch nicht mal gelernt hat, seinen Bogen gescheit zu tragen. Statt dich in der Spelunke zu besaufen, wirst du dich jetzt zum <strong>Übungsplatz</strong> begeben und dort den Umgang mit dem Bogen üben. Wenn du in ein paar Tagen nüchtern wiederkommst, dann lasse ich dich vielleicht durch. Aber schieß mir bloß keinen Schwertkämpfer ab!“</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-746" title="Verräter" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Verraeter.jpg" alt="Verraeter Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Der Junge trollte sich gerade, als ich aus dem Augenwinkel eine huschende Gestalt wahrnahm. Da wollte sich doch tatsächlich jemand heimlich durch MEIN Stadttor schleichen. Mit einem Satz war ich bei dem Eindringling und ergriff seine Rechte. „Was machst du hier, Schurke?“<br />
„Ich bin kein Schurke.“, stammelte der Erwischte, der sich ebenfalls als ein mit einer Alkoholfahne bestens ausgestatteter Jüngling erwies. „Ich bin ein <strong>Verräter</strong>.“</p>
<p>Die Fürstin besaß natürlich auch eine Spelunke in ihrer Stadt. Dort hatte sie den jungen Mann wohl angeheuert, um dem Fürsten eins auszuwischen. Das wäre mir natürlich gar nicht so unlieb gewesen, aber ich musste auch an mich und vor allem an  meinen Geldbeutel denken.</p>
<p>„Dir ist wohl klar, dass ich jetzt nur in mein Horn blasen muss und du dann die nächste Zeit im Kerker des Fürsten nur noch Ratten verraten können wirst?“<br />
Da der Jüngling nicht wissen konnte, dass mein Horn sich schon lange nicht mehr zum Blasen eignete, nickte er ängstlich und blickte dabei verstohlen um sich. Scheinbar suchte er eine Möglichkeit, zu entkommen. Ich hielt sein Handgelenk jedoch weiter mit eisernem Griff umschlossen.</p>
<p>„Ich mache dir einen Vorschlag zur Güte. Ich würfle. Mit der Linken holte ich meinen Würfel aus meinem Wams und hielt ihn dem verständnislos blickenden Verräter vor die Nase. Wenn eine 3, 4 oder 5 fällt, dann nehme ich die Münzen, die dir die Fürstin für deinen Verrat gegeben hat und schicke dich nach Hause. Wenn ich eine andere Zahl würfle, dann darfst du in die Stadt und ich nehme dir nur die Hälfte deiner Münzen weg. Einverstanden?“<br />
Da seine einzige Alternative die Ratten im Kerker waren, nickte der Jüngling heftig. Scheinbar hatte er inzwischen die Sprache verloren.<br />
Ich ließ den gezinkten Würfel zu Boden fallen. Nach einigen Hüpfern blieb er erwartungsgemäß auf der Seite mit der 6 liegen.<br />
„Glück gehabt, mein Junge! Das Schicksal hat entschieden, dass du in der Stadt deine Aufgabe erfüllen darfst.“ Ich hielt die Hand auf und empfing die Hälfte seines Verräterlohns.</p>
<table align="center">
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-733" title="Carl Gabelbart" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Carl-Gabelbart.jpg" alt="Carl Gabelbart Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="size-full wp-image-731 alignnone" title="Beutefahrt" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Beutefahrt.jpg" alt="Beutefahrt Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>In den Abendstunden tauchte der junge Verräter wieder auf. Er hatte <strong>Carl Gabelbart</strong> im Schlepptau. Carl war ein mächtiger Hüne und berüchtigt für seine <strong>Beutefahrten</strong>, mit denen er die catanischen Küsten verunsicherte. Ich wusste, der Fürst verhandelte mit Carl, denn er hätte den starken Helden gerne auf seine Seite gebracht und in sein Gefolge aufgenommen. Aber daraus würde jetzt wohl nichts mehr werden. Dank ihres Verräters würde nun die Fürstin Zugriff auf den Helden mit der gewaltigen Doppelaxt haben.</p>
<p>Lächelnd ließ ich das ungleiche Paar mein Stadttor passieren. Ab jetzt würde es wohl nur noch eine Seite der Insel geben, die Carl mit seinen Beutefahrten heimsuchen würde: Die Seite meines ungeliebten Fürsten.</p>
<p>Ein paar Tage später, ich durfte immer noch nicht die Hütte Irmgards betreten, bedrohten <strong>Unruhen</strong> das Fürstentum. Von einem vor der Stadt gelagerten <strong>Spähturm</strong> aus wurde ein Zug mit Bauern gesichtet. Die Landmänner waren mit Knüppeln und Mistgabeln bewaffnet und marschierten entschlossen und mit grimmigen Gesichtern auf die Stadt zu.</p>
<table align="center">
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-742" title="Spähturm" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Spaehturm.jpg" alt="Spaehturm Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-745" title="Unruhen" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Unruhen.jpg" alt="Unruhen Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die Wut der Bauern wunderte mich nicht. Hatte der Fürst doch, ohne mit der Wimper zu zucken, befohlen, die abgebrannte Zehntscheuer wieder aufzubauen und den Bauern erneut den Zehnten ihrer Getreide und Wolleernte abzuknöpfen.</p>
<p>Die Glocke der <strong>Kapelle</strong> läutete bedrohlich Alarm und der Herold brüllte: „Feinde vor den Toren! Bürger, verbarrikadiert euch in euren Häusern!“<br />
Schnell leerten sich die Gassen und eine gespenstische Ruhe schlich sich in die Stadt. Nur das Gefolge des Fürsten war noch unterwegs und nach und nach versammelten sich die Helden vor meinem Stadttor. Die Luft roch nach Kampf. Bevor der Fürst jedoch seinen Helden den Befehl erteilte, den Bauern entgegen zu treten, schüttelte er noch einen Trumpf aus seinem Ärmel.<br />
Die Schar der Helden teilte sich und in ihrer Mitte erschien <strong>Sebastian, der Wanderprediger</strong>.</p>
<table align="center">
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-740" title="Kapelle" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Kapelle.jpg" alt="Kapelle Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-741" title="Sebastian, der Wanderprediger" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Sebastian.jpg" alt="Sebastian Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Mit seiner langen braunen Kutte, und seinem von Silber durchwirkten Haar strahlte er Autorität aus und wirkte erhaben über einfache menschliche Bedürfnisse wie Unterkunft und Nahrung.<br />
„Was wirst du den armen Schluckern sagen?“, fragte ich Sebastian.<br />
„Das was ich in solchen Situationen immer predige und was auch immer hilft: „Was euch euer irdischer Herr auf der Erden nimmt, wird euch der Herr im Himmel tausendfach vergelten. Wer sich jedoch an seinem irdischen Herren vergreift, wird tausend Jahre in der Hölle schmoren.“<br />
So sprach Sebastian vor den Bauern und schnell war der Spuk vorüber. Sebastian zog ungerührt weiter, um weitere himmlische Weisheiten unters Volk zu bringen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-734" title="Festplatz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Festplatz.jpg" alt="Festplatz Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Eine Woche später schlenderte ich über den <strong>Festplatz</strong> und sah dem Treiben der Helden unserer Stadt zu. Sie bereiteten sich auf das in Kürze stattfindende Fest vor. Es wurde gesungen, musiziert und getanzt. Einige übten sich in kunstvollen Reden, andere führten eine Posse auf. Zwei Helden kreuzten ihre Klingen in einem spektakulären Schaukampf.</p>
<p>Auf dem Weg zum Stadttor hielt mich ein Botenjunge an und übergab mir mit seiner kleinen schmutzigen Hand eine Botschaft. Sie kam von Irmgard, die mich einlud, sie zum Fest der beiden Fürstentümer in die Stadt der Fürstin zu begleiten. Sie schien mir endlich verziehen zu haben. Ich warf dem Knaben eine Münze zu und setzte glücklich meinen Weg zum Stadttor fort. Dort erwartete mich der junge Bogenschütze – diesmal ausgesprochen nüchtern.</p>
<p>„Ja, du kannst gehen!“, beschied ich ihm gut gelaunt, bevor er den Mund aufmachen konnte und schlug ihm wohlwollend auf die schmächtige Schulter. „Aber triff nicht zu genau!“</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-737" title="Große Festhalle" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Grosse-Festhalle.jpg" alt="Grosse Festhalle Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Das tat er dann auch nicht.<br />
Als ich zwei Tage später mit Irmgard in der prächtigen <strong>Festhalle</strong> der Fürstin saß und die Darbietungen des Festes genoss, gab es einen Zwischenfall, der meinen Groll auf den Fürsten milderte.</p>
<p>Der Fürst stand neben seiner Kontrahentin, der Fürstin und beide applaudierten einträchtig der Vorstellung einer jungen Heldin, die zur Harfe ein schwermütiges Lied über Liebe und Verrat gesungen hatte.</p>
<p>Gleichzeitig bereiteten sich hinter den beiden applaudierenden Hoheiten ein Held des Fürsten und ein Held der Fürstin, mit Schwert und Schild bewaffnet, auf einen Schaukampf vor.<br />
Der Bogenschütze hatte sich unterdessen von hinten unbemerkt an die Festhalle herangeschlichen und zielte mit seinem Bogen durch ein kleines Fenster auf ein Bein des Helden der Fürstin. Kurz bevor der Pfeil mit einem leisen Surren die Sehne verließ, senkte der Held seinen Schild, um sich mit der Schildkante sein juckendes Schienbein zu kratzen. Der Pfeil streifte den Schildbuckel und nahm dann eine andere, schicksalhafte Richtung.</p>
<p>Im dämmrigen Licht der Halle hatte niemand mitbekommen, dass sich ein Pfeil in den Allerwertesten des Fürsten gebohrt hatte. Als der Fürst plötzlich in seinem Applaus inne hielt, einen markerschütternden Schrei ausstieß und anschließend einen ausdrucksvollen Veitstanz darbot, wusste keiner so recht ob er applaudieren oder die Wachen rufen sollte. Erst als der Fürst nach hinten griff und wimmernd versuchte, den Pfeil herauszuziehen, dämmerte allen, was geschehen war.</p>
<p>Irmgard war so überrascht und erschrocken, dass sie mein schadenfrohes Grinsen nicht bemerkte. Als sie dann zu mir blickte, hatte ich längst eine betroffene Miene aufgesetzt und rief: „Unser armer Fürst!!! Holt einen Medicus!“<br />
Irmgard legte ihre Hand auf meinen Arm und lächelte mich an. Ich seufzte, die kommenden Nächte in ihrer bequemen Hütte waren gesichert.</p>
<h4>Anmerkungen zum Themenset</h4>
<p>Der offene, beiden Spielern zugängliche Ausbaukartenstapel besteht aus den beiden Karten „Spelunke“. Wer eine Spelunke gebaut hat, kann seinem Mitspieler Verräter, Bogenschützen und Feuerteufel auf den Hals schicken. Damit geht es im Themenspiel mit diesem Set schon etwas härter zu als in dem in meinem letzten Blog vorgestellten Themenset „Zeit des Goldes“. Wer über den Stärkevorteil verfügt, hat zudem öfter Gelegenheit, seinen Mitspieler zu stören.</p>
<p>Auch in diesem Set spielt das Gold eine größere Rolle. Denn nur wer im entscheidenden Moment genügend davon hat, kann seine Einheiten vor dem Ereignis „Unruhe“ schützen.</p>
<p>In meinem nächsten Blog werde ich die Karten des Sets „Zeit des Fortschritts“ vorstellen und die Regeln der nächsten Stufe des Kartenspiels, dem Duell der Fürsten erläutern. Soviel sei schon jetzt verraten: Das Duell der Fürsten wird mit den Basiskarten und den Karten aller drei Themensets bestritten.<br />
Wem es bisher vielleicht entgangen sein sollte, dem sei gesagt, dass alle Karten und Spielformen, die ich in meinen Blogs zur Neufassung des Kartenspiels beschreibe, in der Schachtel des Kartenspiels „Die Fürsten von Catan“ enthalten sind.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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		<title>Catan, das Mutterland des Fußballs!</title>
		<link>http://blog.catan.de/2010/06/catan-mutterland-des-fussballs/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 17:08:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Reiner Dueren</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über das Leben der Cataner wissen wir mittlerweile aus den Erzählungen von Rebecca Gablé sehr viel. Einen Aspekt hat sie uns aber vorenthalten: Catan ist das Mutterland des Fußballs!
Sicher liegt das daran, dass sie sich vor allem auf englische Quellen gestützt hat.
Die Glaubwürdigkeit dieser Quellen darf aber, was ich nachfolgend darlegen werde, angezweifelt werden. Vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-167" title="Dr. Reiner Düren" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/07/Red_100x205.jpg" alt="Red 100x205 Catan, das Mutterland des Fußballs!" width="100" height="205" />Über das Leben der Cataner wissen wir mittlerweile <a href="http://www.catan.de/literatur/catan-roman.html" target="_blank">aus den Erzählungen von Rebecca Gablé</a> sehr viel. Einen Aspekt hat sie uns aber vorenthalten: Catan ist das Mutterland des Fußballs!</p>
<p>Sicher liegt das daran, dass sie sich vor allem auf englische Quellen gestützt hat.<br />
Die Glaubwürdigkeit dieser Quellen darf aber, was ich nachfolgend darlegen werde, angezweifelt werden. Vielleicht verteidigen die Engländer mit Zähnen und Klauen ihren Ruf als „Mutterland des Fußballs“, weil der bisher einzige Weltmeistertitel der englischen Nationalmannschaft durch 2 irreguläre Tore zu Stande kam?</p>
<p>Im Weltmeisterschaftsjahr 2006 stellten Catan-Spieler aus dem westlichen Münsterland erstmals die These auf, dass auf Catan schon viel früher als in England Fußball gespielt wurde.</p>
<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Fussball-Chronik.jpg"><img class="size-full wp-image-702 alignleft" title="Fußball-Chronik" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Fussball-Chronik.jpg" alt="Fussball Chronik Catan, das Mutterland des Fußballs!" width="186" height="250" /></a>Mich faszinierte diese These und so stellte ich Nachforschungen an. Das Glück war mir hold. Vor einigen Tagen wurden mir von einem seriösen Catanabilia-Händler, namens Conrad Cowyes, Teile der verschollenen Chroniken Austins angeboten, die sich mit dem Sport auf Catan beschäftigen.</p>
<p>Nach dem Lesen der ersten Seiten muss ich sagen, dass die Geschichte des Fußballs in weiten Teilen neu geschrieben werden muss.</p>
<p>Danach spielten die Cataner schon wenige Jahre, nachdem sie Catan erreicht hatten, mit aufgeblasenen Schafsmägen, deren Form noch heute beim Bruder des Fußballs, dem Rugby, zu erkennen ist.</p>
<p>Skizzen in der Chronik Austin lassen außerdem erkennen, dass die Cataner ursprünglich auf sechseckigen Plätzen spielten. Das Mittelfeld hatte also eine höhere Bedeutung. In der Abwehr müssen sie wohl mit einer Dreierkette gespielt haben.</p>
<p>Auch schossen sie noch nicht auf Tore sondern durch 2 senkrecht<br />
stehende Stangen. Da die obere Begrenzung fehlte, hatten Zwerge zwischen den Stangen nichts verloren.</p>
<p>Probleme, den Rasen kurz zu halten, hatten die Cataner nicht. Die vielen Schafe Catans wurden effektiv als Rasenmäher eingesetzt. Dass dabei ab und zu ein Spieler in ihre Hinterlassenschaften trat, nicht wenige darauf ausrutschten und es so oft  im wahrsten Sinne des Wortes zu einem „Scheißspiel“ kam, nahmen die Cataner in Kauf.</p>
<p>Die sich auf den Fußballfeldern reichlich vermehrenden Schafe boten einen weiteren Anreiz für das Spiel: Als Preis für den Sieger wurde ein Teil der Schafe ausgesetzt. Allerdings erwarteten die Zuschauer und die Verlierer, dass die Sieger die Schafe anschließend Odin opferten und sie alle zu einem Festschmaus eingeladen wurden.</p>
<p>Auch das Problem einer frühen Form des heutigen Hooliganismus konnten die Cataner lösen.<br />
So wurden die Fans der beteiligten Mannschaften während des Spiels separiert und durften sich nur im Bereich der Eckfahnen versammeln, um ihre Mannschaften zu unterstützen.<br />
Wer sich an diese Regeln hielt, dem wurde es gestattet, nach dem eigentlichen Spiel an einem Nachspiel teilzunehmen. Bei diesem Nachspiel war es allen Fans erlaubt, sich nach Herzenslust zu verprügeln. Danach war dann für Wochen Ruhe.<br />
Wer sich nicht daran hielt, durfte im Steinbruch der Räuber auf Steine einprügeln.</p>
<p>Unter den Zuschauern war es beliebt, mit Schafen auf den Ausgang eines Spiels zu wetten. So sollen manche mit einem Lamm gekommen und einer Schafherde gegangen sein.</p>
<div id="attachment_705" class="wp-caption alignright" style="width: 230px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Geschenk-Fussball.jpg"><img class="size-full wp-image-705" title="Geschenk der Fürsten - Fußball" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Geschenk-Fussball.jpg" alt="Geschenk Fussball Catan, das Mutterland des Fußballs!" width="220" height="220" /></a><p class="wp-caption-text">Geschenk der Fürsten - Fußball</p></div>
<p>Am bedeutendsten ist jedoch der Teil der Chroniken, in dem Austin beschreibt wie es zum ersten Länderspiel zwischen England und Catan kam und der eindeutig belegt, dass die Engländer eine weit reichende Geschichtsfälschung begangen haben, um sich als Mutterland des Fußballs zu präsentieren.</p>
<p>Ein Sturm hatte ein englisches Schiff an die catanische Küste verschlagen. Die englischen Seeleute wurden freundlich von den Catanern empfangen und lernten bald das  Fußballspiel schätzen. Dabei waren die Engländer zunächst enttäuscht, als sie bei ihrer Ankunft auf Catan von ihren Gastgebern einen Fußball als Begrüßungsgeschenk überreicht bekamen.</p>
<div id="attachment_707" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Sebastian-Fussball.jpg"><img class="size-full wp-image-707 " title="Sebastian, der  Wanderfußballer" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Sebastian-Fussball.jpg" alt="Sebastian, der Wanderfußballer" width="220" height="220" /></a><p class="wp-caption-text">Sebastian, der  Wanderfußballer</p></div>
<p>In ihren Augen war er total wertlos, denn er war weder mit Met gefüllt, noch  konnte man einem Gegner damit den Schädel einschlagen.</p>
<p>Die Regeln des Spiels wurden ihnen von Sebastian, dem Wanderfußballer schnell beigebracht.</p>
<p>Und so kam es nicht erst am 30. November 1872 zum ersten Länderspiel, sondern schon viele Jahrhunderte früher auf der Insel Catan irgendwo im Atlantik.</p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_709" class="wp-caption alignright" style="width: 230px"><em><em><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Bruderzwist-Fussball.jpg"><img class="size-full wp-image-709  " title="Bruderzwist - um Fußball" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Bruderzwist-Fussball.jpg" alt="Bruderzwist Fussball Catan, das Mutterland des Fußballs!" width="220" height="220" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Bruderzwist - um Fußball</p></div>
<p><em> </em>Über jenen denkwürdigen Tag, als sich die Mannschaft der Siedler von Catan den Mannen des englischen Schiffes in einem Fußballspiel gegenüber standen, schreibt Austin in seinen Chroniken:</p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_711" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><em><em><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Brigitta-Fussball.jpg"><img class="size-full  wp-image-711 " title="Brigitta, die weise Frau - mit Fußball" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Brigitta-Fussball.jpg" alt="Brigitta Fussball Catan, das Mutterland des Fußballs!" width="220" height="220" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Brigitta, die weise Frau - mit Fußball</p></div>
<p><em> </em></p>
<p><em>„Es begann nicht gut für die Cataner, denn es kam zu einem Zerwürfnis zwischen dem Trainer Candamir und seinem besten Spieler Osmund. Sie konnten sich nicht auf eine Taktik einigen. Candamir wollte, wie er es gewohnt war, im WM-System spielen, Osmund favorisierte ein neues 4-2-3-1-System.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Obwohl Brigitta die Götter beschwor, hielt der Zwist auch nach dem Anpfiff des Spieles an. So nutzten die Engländer die Uneinigkeit der Cataner um schnell in Führung zu gehen.</em></p>
<p><em>Doch als die Engländer um Punkt 5 Uhr für kurze Zeit das Spielfeld verließen, um eine Tasse heißes Wasser mit einem Tropfen Milch zu sich zu nehmen, wendete sich das Blatt. Schnell holten die Cataner auf.</em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_713" class="wp-caption alignright" style="width: 230px"><em><em><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Harald-Vuvuzela.jpg"><img class="size-full wp-image-713 " title="Harald - mit „Widduzela“" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Harald-Vuvuzela.jpg" alt="Harald Vuvuzela Catan, das Mutterland des Fußballs!" width="220" height="220" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Harald - mit „Widduzela“</p></div>
<p><em> </em></p>
<p><em>Als dann Harald, der Schmied in seine Widduzela blies, kannten die Cataner kein Halten mehr und überrollten die Engländer in wahren Sturmläufen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_715" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><em><em><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Osmund-Fussball.jpg"><img class="size-full wp-image-715" title="Osmund - mit Fußball" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Osmund-Fussball.jpg" alt="Osmund Fussball Catan, das Mutterland des Fußballs!" width="220" height="220" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Osmund - mit Fußball</p></div>
<p><em> </em></p>
<p>Wohlweislich hatte Sebastian ihnen nicht erzählt, dass das Spiel erst endete wenn der letzte Spieler vom Platz getragen wurde.</p>
<p><em>Als es dann soweit war und nur noch  Osmund übrig geblieben war, spießte er zum Zeichen des Sieges wild triumphierend den Ball auf.“</em></p>
<p>Immerhin muss man den Engländern zu Gute halten, dass sie diese Niederlage nicht davon abschreckte, das Spiel zu adaptieren, und dass sie es mit einigen Regeländerungen spielbarer machten. So änderten sie die Form des Platzes, sorgten dafür dass ein Spiel nun 90 Minuten dauert, der Ball rund ist und fortan ins Eckige musste. Und sie führten die Halbzeitpause ein, damit die Spieler ihr heißes Pausenwasser mit einem Tropfen Milch trinken können, woraus dann nach der Eroberung Indiens der Pausentee wurde. Nur bei der Regel mit dem<br />
Elfmeterschießen haben sie sich vertan, denn eine Regel, die sie offenbar nicht beherrschen, hätten sie besser nicht eingeführt.</p>
<p>Nur auf die Widduzelas verzichteten die Engländer. Diese gelangten aber mit anderen Seefahrern auf den afrikanischen Kontinent und erfreuten sich dort bald großer Beliebtheit.</p>
<p>Wenn Sie, liebe Leser, den fußballerischen Aspekt Catans in ihr Spiel integrieren wollen, dann können Sie sich hier ein Fußballfeld und die Regeln dazu herunterladen:</p>
<div id="attachment_719" class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Fussballfeld.jpg"><img class="size-full wp-image-719 " title="Das Fußballfeld in Aktion" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Fussballfeld.jpg" alt="Fussballfeld Catan, das Mutterland des Fußballs!" width="420" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">Das Fußballfeld in Aktion</p></div>
<p style="text-align: center;"><strong>Download unter:</strong><br />
<a href="http://www.wmc2.net/Spielmaterial/das%20fussballfeld.pdf" target="_blank">http://www.wmc2.net/Spielmaterial/das%20fussballfeld.pdf</a></p>
<p>Ersetzen Sie einfach eines der Weidefelder durch das Fußballfeld und schon kann es losgehen. Bei der Variante mit Städte &amp; Ritter haben Sie auch die Möglichkeit, die Fans in Form der Ritter ins Spiel zu bringen. Addieren sie deren Stärke zu Ihrem Würfelwurf. Bitte beachten Sie aber, dass Sie beim Wetten auf den Spielausgang nur auf Ihre Mannschaft wetten dürfen. Wetten auf den Gegner sind nur südlich der Alpen erlaubt.</p>
<p>Wir wünschen Ihnen beim Spiel und der WM viel Spaß. Und denken Sie dran: Gegen England reicht es, das Elfmeterschießen zu erreichen um in die nächste Runde zu kommen oder den Torwart vor eine lösbare Aufgabe zu stellen.</p>
<p><em>Dr. Reiner Düren</em></p>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 12:11:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil 6 – Zeit des Goldes
Einleitung
Das Themenspiel „Zeit des Goldes“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich in meinem letzten Blog vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans ist das Set im 11. Jahrhundert angesiedelt und folgt somit zeitlich auf das Set „Zeit der Wirren“. Das Set intensiviert den Kampf um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="100" height="205" /></a>Teil 6 – Zeit des Goldes</h3>
<h4>Einleitung</h4>
<p>Das Themenspiel „Zeit des Goldes“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich in meinem letzten Blog vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans ist das Set im 11. Jahrhundert angesiedelt und folgt somit zeitlich auf das Set „Zeit der Wirren“. Das Set intensiviert den Kampf um den Handelsvorteil und der Rohstoff Gold erhält unter anderem durch eine weitere Zollbrücke, die Münzstätte und das Goldversteck eine größere Bedeutung. Wer sein Handelsimperium mit Handelsflotten aufbaut, muss sich vor Kaperschiffen in Acht nehmen. Die Vorstellung der neuen Karten des Sets werde ich diesmal mit einer kleinen Geschichte begleiten.</p>
<h4>Von einem, der auszog, das Goldversteck zu finden</h4>
<p>Es war ein schwülwarmer Sommerabend. Entspannt saßen meine Frau und ich auf unserer Terrasse und spielten das Kartenspiel „Die Fürsten von Catan“. Beide hatten wir mit unseren Karten bereits ein stattliches Fürstentum ausgelegt. Wir waren sozusagen der Fürst und die Fürstin unserer Reiche.<br />
In meinem letzten Zug hatte ich ein Kaperschiff gespielt und damit eine Handelsflotte meiner Frau auf den Grund des Meeres befördert. Damit waren der Handelsvorteil und der damit verbundene Siegpunkt mein.<br />
Wie es einer Fürstin ansteht, bewahrte meine Frau die Contenance und spielte in ihrem Zug triumphierend den Helden Candamir, der ein bisschen stärker war als der bei mir ausliegende Held Osmund und ihr den Stärkevorteil einbrachte.<br />
Überhaupt hatte ich mir von Osmund mehr erwartet. Wo blieb das Ereignis „Geschenk für den Fürsten“, das mir dringend benötigtes Gold von Osmund einbringen würde?<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Gudrun-der-Schrecken-der-Meere-.jpg"><img class="alignright  size-full wp-image-654" title="Gudrun, der Schrecken der Meere " src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Gudrun-der-Schrecken-der-Meere-.jpg" alt="Gudrun der Schrecken der Meere  Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Das Telefon klingelte. Meine Frau legte schnell noch das Goldversteck an eine ihrer Landschaften an und eilte ins Wohnzimmer. „Bringst du dem Fürsten ein kühles Bier mit, wenn du zurückkommst?“, rief ich ihr nach.</p>
<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Reiner-der-Herold.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-663" title="Reiner, der Herold" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Reiner-der-Herold.jpg" alt="Reiner der Herold Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Ich gähnte und schaute auf meine Kartenhand. Dort bildeten die Karten <strong>„Gudrun, der Schrecken der Meere“</strong> und <strong>„Reiner der Herold“</strong> ein hübsches Paar. Besonders die Gudrun-Karte faszinierte mich. Weniger wegen der verwegen aussehenden, attraktiven Piratin, die herrisch am Bug ihres Schiffes thronte sondern mehr wegen des frischen Nass, das ihr Schiff mühelos zerteilte. Wie schön wäre es jetzt, der Schwüle des Abends zu entfliehen, in die sanften Wellen einzutauchen und ein kühles Bad zu nehmen, sann ich und verlor mich immer mehr in den Tiefen der Karte. Ich wurde schläfrig und ich glitt hinein, tiefer und tiefer …</p>
<p>Prustend kam ich an die Oberfläche einer frischen, lebhaften See, genau neben dem Schiff von Gudrun, die leibhaftig geworden war und mich mit einem frostigen Blick musterte.<br />
„Zieht ihn rauf, Jungs! Noch ein Schiffbrüchiger, der sich einen Platz auf unseren Ruderbänken wünscht.“<br />
Eigentlich hätte ich lieber noch etwas länger das erfrischende Bad genossen, aber kräftige Männerarme, die mich an Bord zogen, nahmen darauf keine Rücksicht.<br />
Breitbeinig baute sich Gudrun vor mir auf. „Was machst du hier, Glatzkopf?“<br />
Etwas verunsichert über die respektlose Anrede stotterte ich: „Ich wollte dich gerade, ähh, spielen …“<br />
Ihr Blick wurde noch eine Spur frostiger. „Weißt du nicht, dass alle, die je mit mir spielen wollten, als Fraß für die Haie endeten? Werft ihn wieder über Bord, Jungs!“<br />
Ich hatte keine Lust, dass dieser offensichtliche Traum sich zu einem blutigen Alptraum auswuchs und so rief ich hastig: „Halt! Ich bin dein Fürst!“<br />
Gudrun starrte mich ungläubig an und dann lachte sie lauthals. „Du willst mein Fürst sein? Den hat zwar noch keiner gesehen, aber du schaust gewiss nicht wie ein Fürst aus. Jetzt werft ihn endlich über Bord, Jungs!“<br />
„Neeeiiin! Ich weiß wo das Goldversteck der Fürstin ist.“ Ein besseres Argument war mir auf die Schnelle nicht eingefallen.<br />
Aber es wirkte. Gier stahl sich in Gudruns Augen und sie musterte mich mit erwachtem Interesse. „Nun gut. Wenn dich die Haie fressen, habe ich letztlich nichts davon. Ich gebe dir zwei Tage. Aber glaube nur nicht, du kannst mich hinters Licht führen. Mein treuer Gefährte Reiner wird dich begleiten. Zeig’ ihm, wo das Goldversteck ist und du kannst deiner Wege gehen. Andernfalls …“<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Kaperschiff.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-660" title="Kaperschiff" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Kaperschiff.jpg" alt="Kaperschiff Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Reiner, ein schwarz gelockter, wohlgestalteter junger Mann tauchte neben Gudrun auf. Er schaute sie entzückt an und spielte dann, deutlich weniger entzückt in meine Richtung blickend, demonstrativ mit seinem Messer. Ich hatte verstanden.</p>
<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Hafen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-657" title="Hafen" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Hafen.jpg" alt="Hafen Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Ein <strong>Kaperschiff</strong>, das unterwegs schnell noch ein Handelsschiff kaperte,  brachte Reiner und mich zum <strong>Hafen</strong> der Fürstin. Der Hafen wirkte traurig und verlassen. Kein Wunder, schließlich hatten meine Kaperschiffe mittlerweile die gesamte Handelsflotte der Fürstin versenkt. Seitdem zog die Gute jedes Mal den Kürzeren, wenn die Handelsschiffe auf Wettfahrt gingen.<br />
Reiner strich sich mürrisch eine seiner schwarzen, schweren Locken zurück: „Also, wo geht’s lang?“ Scheinbar hob es nicht gerade seine Laune, längere Zeit von seiner angebeteten Piratenbraut getrennt zu sein.<br />
Ich hatte schon unterwegs fieberhaft überlegt, wo die Fürstin bzw. meine Frau die Karte Goldversteck ausgelegt hatte, bevor sie dem Ruf des Telefons gefolgt war. An ihr Gebirge? Oder an ihr Weideland? Es wollte mir einfach nicht mehr einfallen. Also gestand ich tapfer: „Ich weiß es nicht mehr genau, aber wir könnten uns ja erkundigen, oder?“<br />
Reiner starrte mich missvergnügt an: „Ich wusste gleich, dass du Gudrun einen Bären aufgebunden hast, um deine Haut zu retten.“ Er zückte sein Messer.<br />
In diesem Moment pfiff etwas durch die Luft und landete mit einem dumpfen Schlag direkt vor meinen Füßen. <a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Geschenk-fuer-den-Fuersten.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-652" title="Geschenk für den Fürsten" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Geschenk-fuer-den-Fuersten.jpg" alt="Geschenk fuer den Fuersten Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Reiner stand mit offenem Mund da und glotzte zuerst in den Himmel und dann auf den Hühnerei großen Goldklumpen, der mich um Haaresbreite verfehlt hatte. Ich hob ihn auf und las die Karte, die an dem Klumpen befestigt war. <strong>„Geschenk für den Fürsten“</strong>, stand da: „Mit besten Grüßen von eurem getreuen Osmund“.<br />
Ha, endlich war das lang ersehnte Ereignis eingetroffen. Wortlos überreichte ich Reiner die Karte. Der fiel wie vom Blitz getroffen auf die Knie und stotterte mit gesenktem Haupt „Mein Fürst, ich bitte euch um Vergebung.“<br />
„Steh’ wieder auf!“, befahl ich ihm mit neu gewonnener fürstlicher Autorität.<br />
Er erhob sich und sah mich verzweifelt an: „Bitte seid mir gnädig, mein Fürst. Wenn ich Gudrun nicht berichte, wo sich das Goldversteck befindet, wird sie mich nie mehr in ihre Nähe lassen. Könnten wir nicht so tun, als wäre nichts geschehen und trotzdem nach dem Versteck suchen?“<br />
Eigentlich gefiel mir die Idee, mich noch ein bisschen auf Catan herumzutreiben und mir die Gebäude und die Siedler, die ich nur von Karten her kannte, näher anzuschauen.<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Handelsmeister.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-658" title="Handelsmeister" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Handelsmeister.jpg" alt="Handelsmeister Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Ich klopfte ihm kameradschaftlich auf die Schulter: „Klar das machen wir. Fragen wir uns einfach durch.“<br />
Reiner sackte dankbar noch einmal auf seine Knie und strahlte mich an: „Dann befragen wir doch am besten gleich den Pfeffersack an der Ecke!“<br />
Der Pfeffersack entpuppte sich als <strong>Handelsmeister</strong>, der feine, ausgesuchte Waren anbot.<br />
„Seid gegrüßt, Meister“, begann ich das Gespräch. „Wisst Ihr einen Weg zum Goldversteck der Fürstin?“<br />
„Sehe ich so aus, als würde ich das bestgehütete Geheimnis meiner Fürstin verraten?“<br />
„Offen gestanden ja“, mischte sich Reiner in die Unterhaltung ein. „Ihr seht so aus, als sei es nur eine Sache des Preises.“<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Stapelhaus.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-665" title="Stapelhaus" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Stapelhaus.jpg" alt="Stapelhaus Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>„Stimmt, mein junger Freund. Wäre ich gar zu ehrenhaft, dann wäre ich wohl nicht Handelsmeister. Also, wenn ihr mir 5 Säcke Salz bringt, werde ich euch einen Tipp geben.“<br />
„Wo sollen wir denn 5 Säcke Salz herbekommen?“, warf ich ein.<br />
„Na von wo schon? Vom Salzspeicher natürlich.“</p>
<p>Auf dem Weg zum Salzspeicher kamen wir am <strong>Stapelhaus</strong> vorbei. Eifrig waren Knechte damit beschäftigt, Säcke von einem Händlerkarren abzuladen und in das Gebäude zu schleppen. <a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Haendler.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-655" title="Händler" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Haendler.jpg" alt="Haendler Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Mit finsterem Gesicht stand der <strong>Händler</strong> neben seinem Wagen und schleuderte uns unfreundlich entgegen: „Na, wollt ihr euch etwa auch an der Not eines armen Händlers bereichern?“.<br />
Wie alle Händler, die in der Stadt rasteten, war er gezwungen, seine Waren im Stapelhaus den Bürgern zu einem ermäßigten Preis anzubieten. Erst nach einem Tag durfte er dann mit einem meist stark reduzierten Sortiment weiterreisen.<br />
„Wenn ihr ein paar Säcke Salz übrig hättet?“, fragte Reiner hoffnungsvoll.<br />
„Pah, die 10 Säcke, die ich besaß, hat sich gerade der Knecht des Salzspeichers unter den Nagel gerissen. Für 2 Goldstücke pro Sack. Stellt euch das vor! Normalerweise bekomme ich 4 Goldstücke dafür.“</p>
<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Salzspeicher.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-664" title="Salzspeicher" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Salzspeicher.jpg" alt="Salzspeicher Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Der Salzknecht hatte seinen Stand direkt vor dem <strong>Salzspeicher</strong> aufgebaut. „Wollt ihr Salz kaufen, meine Herren? Suuupergünstig heute! Nur 10 Goldmünzen pro Sack.“<br />
„Das ist Wucher!“, schimpfte Reiner. „Dem Händler hast du jeden Sack für nur 2 Goldstücke abgeluchst.“<br />
„Befehl der Fürstin!“, verteidigte sich der Knecht. „Ihre beiden Handelsschiffe machen mit dem Salz zusätzliche Profite. Dann können wir es doch hier wohl kaum verschenken, oder?“<br />
„Aber die beiden Schiffe wurden gekapert“, warf ich ein.<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Handelsstuetzpunkt.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-659" title="Handelsstützpunkt" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Handelsstuetzpunkt.jpg" alt="Handelsstuetzpunkt Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>„Umso schlimmer, dann kostet der Sack ab jetzt 30 Goldmünzen.“<br />
Meinem Gefährten stieg die Zornesröte ins Gesicht und er fingerte an seinem Messergriff.<br />
„Lass gut sein“, raunte ich dem aufgebrachten Reiner zu. „Ich habe da eine Idee. Lass uns dem <strong>Handelsstützpunkt</strong> einen Besuch abstatten.“<br />
Das Untergeschoss des Handelsstützpunktes war aus solidem Stein erbaut. Wir klopften an eine schwere Tür, die aussah, als sei sie ursprünglich vergessen und nachträglich notdürftig in die unsauber herausgehauene Bresche eingesetzt worden. Es öffnete uns ein Mann, der wie ein Zwillingsbruder unseres Handelsmeisters aussah und es wahrscheinlich auch war. Er beäugte uns misstrauisch.<br />
Ich schob vorsorglich schon mal meinen Fuß zwischen die Tür. „Meister, wir möchten euch ein Geschäft vorschlagen. Wie ihr wisst, ist Salz ein knappes Gut und pro Sack kostet das weiße Gold mittlerweile 30 Goldstücke.“ Ich senkte meine Stimme und tat so, als würde ich mich nach unliebsamen Zeugen unseres Gesprächs umsehen. „Man munkelt, dass der Preis aufgrund der gekaperten Handelsschiffe wohl bald bei 50 Goldmünzen liegen wird. Was sagt ihr, wenn ich euch 5 Säcke zu je 29 Goldmünzen pro Sack anböte?“<br />
Der Zwillingsbruder des Handelsmeisters hatte Witterung aufgenommen und machte seinem Bruder bei dem anschließenden Gefeilsche alle Ehre. Schließlich einigten wir uns auf  125 Goldmünzen, also 25 Münzen pro Sack. Mit einem Handelsvertrag besiegelten wir unser Geschäft.<br />
Nachdem wir den Handelsstützpunkt verlassen hatten, nahm mich Reiner zur Seite: „Aber Herr, wir haben doch überhaupt kein Salz zu verkaufen.“<br />
„Schon’ mal was von Leerverkauf gehört? Nein, kannst du ja gar nicht. Warts einfach ab, Reiner. Wir haben das Salz so gut wie in der Tasche.“</p>
<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Geldverleiher.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-651" title="Geldverleiher" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Geldverleiher.jpg" alt="Geldverleiher Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Unsere nächste Station war der <strong>Geldverleiher</strong>. Er wohnte in einem kleinen, unscheinbaren Haus, das sich Schutz suchend an die Stadtmauer schmiegte. Wir schlossen uns der Schlange wartender Bürger an. Als wir schließlich an der Reihe waren und das Innere des Hauses betraten, empfingen uns zwei schwer bewaffnete Wächter. Sie führten uns in das Empfangszimmer des Geldverleihers. Eigentlich war es eher eine ärmliche Kammer, was mich zur Frage verleitete, warum ein Geldverleiher, der ja offenbar über reichliche Mittel verfügte, so bescheiden hauste.<br />
Der Geldverleiher lächelte nachsichtig: „Mehr Schein als Sein. Das schützt mich vor Diebesgesindel. Was wünscht Ihr, Herrschaften?“<br />
„Ich möchte dir ein Geschäft vorschlagen, Geldverleiher. Du überlässt uns 100 Goldmünzen und bis zur Abenddämmerung bekommst du 125 Goldmünzen zurück.“<br />
„Welche Sicherheiten könnt ihr mir bieten?“<br />
Reiner nestelte schon wieder an seinem Messer herum. Diesmal schien er aber zu überlegen, ob sein wertvollster Besitz wohl als Sicherheit geeignet sei.<br />
„Wenn wir Sicherheiten hätten, stünden wir nicht hier. Aber ich habe ein todsicheres Geschäftsmodell.“ Ich beugte mich zu ihm herab und flüsterte ihm meinen Plan ins Ohr.<br />
Der Geldverleiher grinste: „Darauf muss erstmal einer kommen. Abgemacht! Hier nehmt eure 100 Goldmünzen.“<br />
„Und jetzt?“, fragte mich Reiner verständnislos.<br />
„Du bist doch ein Herold?“<br />
„Ja.“<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Muenzstaette.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-661" title="Münzstätte" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Muenzstaette.jpg" alt="Muenzstaette Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>„Gut, dann tust du jetzt deine Pflicht. Du läufst durch die Gassen und verkündest, dass die Fürstin zwei neue Handelsschiffe vom Stapel gelassen hat. Auf Grund dieses großartigen Ereignisses veranstaltet sie für alle Bürger ein Fest. Ich werde in der Zwischenzeit die <strong>Münzstätte</strong> aufsuchen und dort meinen Goldklumpen in Münzen umtauschen. Wir treffen uns dann wieder vor dem Salzspeicher.“<br />
„Aber das ist doch gelogen. Was ist wenn die Fürstin davon Wind bekommt?“<br />
„Das wird sie nicht. Sie ist gerade telefon …, ach, lassen wir das. Glaub’ mir, bis irgendjemand merkt, dass wir ein Gerücht verbreitet haben, ist unser Geschäft längst unter Dach und Fach.“</p>
<p>Als wir uns am Salzspeicher wieder trafen, hatte ich meinen Goldklumpen gegen 11 Goldmünzen eingetauscht und Reiner hatte sich mit sichtlichem Erfolg den Hals heiser geschrieen: Von überall her strömten die Menschen in Richtung Festplatz. Auch unser Salzknecht wollte gerade seinen Stand schließen.<br />
„Halt, mein Lieber! Wir möchten noch euer Salz kaufen. 10 Säcke für genau 100 Goldmünzen. Da die Fürstin zwei neue Schiffe vom Stapel gelassen hat, steht der Preis pro Sack wohl wieder bei 10 Goldmünzen.“<br />
Der Salzknecht öffnete den Mund und wollte offenbar zu einer Widerrede ansetzen.<br />
„Außerdem“, fuhr ich fort, „bekommst du eine Provision von 10 Goldmünzen.“<br />
„Dann kannst du beim Fest mal so richtig zulangen“, grinste Reiner kameradschaftlich.<br />
Das schien den Salzknecht schließlich zu überzeugen. Er schloss den Mund wieder, nahm die Goldmünzen und übergab uns 10 Säcke Salz.<br />
Fünf Säcke Salz lieferten wir beim Handelsstützpunkt ab und kassierten dafür wie vereinbart 125 Goldmünzen. Die 125 Goldmünzen brachten wir dem Geldverleiher, der sich über das einträgliche Geschäft die Hände rieb. Fünf Säcke Salz und 1 Goldmünze waren uns noch geblieben. Wir machten uns auf den Weg zum Handelsmeister.</p>
<p>„Hier sind eure 5 Säcke Salz, Meister. Damit haben wir unseren Teil der Vereinbarung erfüllt.“<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Haendlergilde.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-656" title="Händlergilde" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Haendlergilde.jpg" alt="Haendlergilde Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Der Handelsmeister nahm sein Salz in Empfang und flüsterte mir seinen Tipp ins Ohr. Anschließend gab er mir noch ein Empfehlungsschreiben. Ich bedankte mich und schüttelte ihm die Hand. Unser Ziel war nun die <strong>Händlergilde</strong>.<br />
Reiner schritt nachdenklich neben mir her. „War das nicht Betrug, mein Fürst?“<br />
„Wieso? Der kleine Händler hat zumindest keinen Verlust erlitten. Alle anderen haben gut verdient: Der Salzknecht hat einen Profit von 8 Gold pro Sack erwirtschaftet und obendrein ein ordentliches Schmiergeld bekommen, der Geldverleiher hat 25 % Zinsen einkassiert und der Handelsmeister und sein Zwillingsbruder haben die nächste Zeit das Salzmonopol und werden ihre Säcke bestimmt mit hohem Gewinn verkaufen.“<br />
„Dann haben wir niemanden geschädigt?“<br />
„Doch, wenn ich es recht bedenke, schon. Der Bäcker wird unter dem Salzpreis stöhnen und sein Brot künftig teurer verkaufen müssen. Und die Preise für eingelegte Heringe und gepökeltes Fleisch werden sicher auch mächtig steigen.“<br />
„Dann sind wieder die einfachen Leute die Verlierer.“, folgerte Reiner.<br />
„Das stimmt wohl.“, antwortete ich nachdenklich und war froh, dass ich wohl nur träumte und ich mich nach dem Aufwachen nicht mit Gewissensbissen herumschlagen musste.</p>
<p>Vor der Händlergilde stand ein Kaufmannszug. Wir gaben dem Zugführer das Empfehlungsschreiben des Handelsmeisters und durften auf einem der Wagen mitfahren. <a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Raubzug.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-662" title="Raubzug" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Raubzug.jpg" alt="Raubzug Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Der Kaufmannszug würde direkt zum Goldversteck reisen, um dort das Gold abzuholen, mit dem die Fürstin Holz und Wolle für ein neues Handelsschiff zu bezahlen gedachte.<br />
Unterwegs fielen mir die üppigen Getreidefelder der Fürstin auf. Meine waren derzeit leider verdorrt. Sicher wäre es nicht verkehrt, meine Helden demnächst auf einen <strong>Raubzug</strong> zu schicken.<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Goldversteck_neu.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-686" title="Goldversteck" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Goldversteck_neu.jpg" alt="Goldversteck neu Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Der Kaufmannszug war am <strong>Goldversteck</strong> der Fürstin angekommen. Da ich mich nun bald von Reiner trennen würde, gab ich ihm das letzte mir verbliebene Goldstück. „Kauf deiner Gudrun was Schönes davon.“<br />
„Danke, mein Fürst. Das ist sehr großzügig von euch.“ Reiner seufzte: „Manchmal habe ich das Gefühl, wir sind alle Karten eines großen Spiels. Wir werden gemischt, landen in irgendwelchen Stapeln und haben keinen Einfluss darauf, was man mit uns anstellt. Ich wünschte nur, ich würde öfter zusammen mit Gudrun in einen Stapel kommen.“ Er schmunzelte: „Am besten ganz dicht beisammen.“<br />
„Das kann ich arrangieren“, lachte ich. „Schließlich bin ich euer Fürst“.</p>
<p>„Hallo mein Fürst, aufwachen! Hier ist dein Bier.“ Ich fuhr aus meinem Traum auf, rieb mir die Augen und sah meine Frau dankbar an. Dann nahm ich einen kräftigen Schluck aus der Pulle. Den hatte ich mir verdient.</p>
<h4>Anmerkungen zum Themenset</h4>
<p>Generell gelten für alle Themenspiele die folgenden Regelzusätze:<br />
In der Mitte zwischen den Spielern liegen neben den Zentralkarten 5 verdeckte Ausbaustapel: Drei bestehen aus den Basiskarten und zwei aus den Karten des Themensets. Zusätzlich gibt es einen offenen Kartenstapel mit Karten, die wie die Zentralkarten direkt gebaut, also nicht vorher auf die Hand genommen werden müssen. Im Themenspiel „Zeit des Goldes“ bilden die beiden Händlergilden den offenen Ausbaustapel. Es gewinnt der Spieler, der am Ende seines Zuges 12 Siegpunkte erreicht hat.</p>
<p>Für die Themenspiele wie auch für das Duell der Fürsten und das Turnierspiel entfällt die „7er Regel“. Aktionskarten können immer gespielt werden, sofern eventuelle Bedingungen erfüllt sind.<br />
Voraussichtlich Mitte Juli werde ich aus der Zeit der Wirren berichten.</p>
<p>PS: Ein Bild, das Dr. Reiner Düren in seiner Jugend zeigt, diente dem Illustrator Michael Menzel als Vorlage für die Karte „Reiner, der Herold“. Dr. Reiner Düren hat zusammen mit Peter Gustav Bartschat die <a href="http://www.catan.de/literatur/encyclopaedia-catanica.html" target="_blank">Encyclopædia Catanica</a> verfasst. Beide haben die Entwicklung des Kartenspiels in den letzten Jahren mit Rat und Tat begleitet und arbeiten redaktionell an der Neuentwicklung des Catan- Kartenspiels mit.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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		<title>Übersetzungen und mehr &#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 22:21:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gavin Allister</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ende April 2007 erhielt ich eine E-Mail von der Catan LLC, dem amerikanischen Zweig der deutschen Catan GmbH. Ich arbeitete damals schon seit längerem als freiberuflicher Übersetzer, weshalb ich meine Dienste routinemäßig über diverse Online-Anzeigenmärkte anzubieten pflegte. Die Mail von der Catan LLC kam als Antwort auf eine meiner Annoncen. So erfuhr ich, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Gavin_100x205.jpg"><img class="size-full wp-image-11 alignright" title="Gavin Allister" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Gavin_100x205.jpg" alt="Gavin 100x205 Übersetzungen und mehr ..." width="100" height="205" /></a>Ende April 2007 erhielt ich eine E-Mail von der <a href="http://www.catan.com/" target="_blank">Catan LLC</a>, dem amerikanischen Zweig der deutschen <a href="http://www.catan.de/" target="_blank">Catan GmbH</a>. Ich arbeitete damals schon seit längerem als freiberuflicher Übersetzer, weshalb ich meine Dienste routinemäßig über diverse Online-Anzeigenmärkte anzubieten pflegte. Die Mail von der Catan LLC kam als Antwort auf eine meiner Annoncen. So erfuhr ich, dass die Firma vorhatte, ihre bereits auf Deutsch existierende Spiele-Website für den englischen Sprachraum (insbesondere die USA) zu lokalisieren, und mir wurde angeboten, bei entsprechender Qualifizierung massgeblich daran mitzuwirken.</p>
<p>Onlinespiele &#8211; damit hatte ich bisher eigentlich nicht viel zu tun gehabt, aber irgendwie klang das Ganze mächtig interessant. Natürlich schaute ich mir sofort die deutsche Website an. Wie erstaunlich! Ich hatte noch immer die Brettspiele im Kopf, die ich als Kind und als Jugendlicher mit meinen Eltern und Freunden gespielt hatte. Was ich aber auf der Catan-Website fand, lag nicht gerade in der Nachbarschaft von Mensch-ärgere-dich-nicht oder Monopoly. Die Spiele hier waren faszinierend andersartig &#8211; vielschichtig und herausfordernd und gleichzeitig äußerst unterhaltsam. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, an der Übersetzung dieser Website mitzuarbeiten und zusätzlich noch eine Menge Spaß dabei zu haben!</p>
<p>Ich setzte mich daher umgehend mit der Catan LLC in Verbindung. Eines der Qualifikationskriterien für den gesuchten Übersetzer war, dass die betreffende Person sowohl mit dem deutschen als auch dem amerikanischen Kulturkreis vertraut sein sollte, und das war bei mir in der Tat gegeben: ich war in Deutschland aufgewachsen und lebte schon seit vielen Jahren in den Vereinigten Staaten. So verliefen die Gespräche mit Guido Teuber, dem Geschäftsführer der Catan LLC, auch sehr positiv, und nach kurzer Probezeit sah ich mich mit Arbeit geradezu überschwemmt. Zwar waren etliche Texte im Umfeld der<a href="http://www.playcatan.de/catan-onlinewelt.html" target="_blank"> Catan Onlinewelt</a> bereits ins Englische übersetzt worden, aber das meiste war eben doch noch zu tun. Von Spielanleitungen bis hin zu Vertragstexten &#8211; in den folgenden Monaten war ich mit Übersetzungsarbeiten für Catan so eingedeckt, dass ich andere Arbeitsaufträge praktisch nicht mehr annehmen konnte. Ich bedauerte Letzteres aber in keinster Weise, denn ich hatte an diesem neuen Projekt bereits ziemlichen Gefallen gefunden. Die englische Lokalisation der Website erforderte eine konstante Kommunikation mit den diversen Mitgliedern des <a href="http://www.catan.de/team.html" target="_blank">Catan-Teams</a>, und ich war ehrlich begeistert von deren Hilfsbereitschaft und Teamgeist. Wirklich eine sehr schöne Erfahrung!</p>
<p>Natürlich hatte ich auch gleich damit begonnen, die Spiele aus dem Online-Angebot auszuprobieren. Ganz besonders angetan hatten es mir hier die <a href="http://www.playcatan.de/browserspiele.html" target="_blank">Catan-Browserspiele</a>, unter anderem vielleicht auch deswegen, weil sie relativ wenig Zeit in Anspruch nahmen und ich daher pro Abend vier verschiedene Spiele absolvieren konnte. Nachdem mich meine Freundin wiederholt auf frischer Tat ertappt hatte, äußerte sie den Verdacht, ich sei wohl spielsüchtig geworden, worauf mir eigentlich kein rechtes Gegenargument einfiel. Danach wollte sie wissen, worum es bei diesen Spielen denn eigentlich ginge, und ich erklärte es ihr. Ab diesem Zeitpunkt saßen wir dann oft zu zweit an meinem Computer, um gemeinsam das Würfelspiel, Ozeanien, Sternenschiff Catan und Multicatan im Browser zu spielen. Zwei Süchtige in der Familie &#8211; nun war alles wieder normal.</p>
<div id="attachment_639" class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Gavin_Oceania_klein.jpg"><img class="size-full wp-image-639 " title="Gavin beim Ozeanien-Spielen" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Gavin_Oceania_klein.jpg" alt="Gavin Oceania klein Übersetzungen und mehr ..." width="420" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">Gavin beim Ozeanien-Spielen</p></div>
<p>Die Tage vergingen wie im Fluge. Nach einigen Monaten waren die wichtigsten Übersetzungen gemacht, und der Zeitpunkt für den Start der englischen Version der COW rückte beständig näher. Im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Launch suchte die Catan GmbH bzw. Catan LLC noch einen Community-Manager, also jemanden, der/die sich dann um die neue Online-Community kümmern würde. Unter anderem sollte diese Person Ansprechpartner für Fragen und Probleme innerhalb der englischsprachigen COW-Community sein, ein Team von freiwilligen Moderatoren zusammenstellen und die Neugründung von virtuellen Städten der Catan Onlinewelt koordinieren. Guido meinte, er hätte dabei eigentlich an mich gedacht &#8211; zwar würde die Übersetzungsarbeit weiterhin eine Haupttätigkeit für mich sein, aber da dies in Zukunft weniger Zeit beanspruchen würde, wäre ich vielleicht einverstanden, mich zusätzlich noch dem Community-Management zu widmen.</p>
<p>So überraschend dies Angebot für mich kam &#8211; die Idee, direkt am Aufbau der neuen Online-Community mitzuarbeiten, fand ich ausgesprochen reizvoll. Die vielen Beiträge im (zu dem Zeitpunkt noch ausschließlich deutschsprachigen) <a href="http://forum.playcatan.de/" target="_blank">PlayCatan-Forum</a> hatten mich bereits davon überzeugt, dass die Catan Onlinewelt überwiegend von sehr netten, geselligen und spielbegeisterten Menschen bevölkert wurde. Ich hatte daher ein sehr positives Gefühl hinsichtlich dieser zusätzlichen Funktion, deshalb überlegte ich auch nicht allzu lange und sagte nach kurzer Zeit zu. Wie sich herausstellte, lag ich mit meinem Gefühl ganz richtig, und die Zusammenarbeit mit der sich neu herausbildenden internationalen Online-Community erwies sich in der Tat als eine sehr dankbare Aufgabe. Zurückschauend glaube ich, dass ich es mit meiner doppelten Tätigkeit bei Catan kaum hätte besser treffen können. Spaß an dem zu haben, was man macht, und dabei noch mit netten Leuten zu tun zu haben &#8211; was will der Mensch mehr?</p>
<p><em>Gavin Allister</em></p>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5</title>
		<link>http://blog.catan.de/2010/05/kartenspiel-reform-2010-teil-5/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 11:15:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil 5 – Das Einführungsspiel
In den Kommentaren zu meinen letzten Blogs und in diversen Foren wurde mehrfach die Befürchtung geäußert, dem überarbeiteten Kartenspiel würde zu Gunsten einer einfacheren Spielbarkeit und größerer „Massentauglichkeit“ die Spieltiefe genommen.
Ich kann alle beruhigen, die um die Komplexität der neuen Version bangen. Die Turnierversion wird es weiterhin geben und damit auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="100" height="205" />Teil 5 – Das Einführungsspiel</h3>
<p>In den Kommentaren zu meinen letzten Blogs und in diversen Foren wurde mehrfach die Befürchtung geäußert, dem überarbeiteten Kartenspiel würde zu Gunsten einer einfacheren Spielbarkeit und größerer „Massentauglichkeit“ die Spieltiefe genommen.<br />
Ich kann alle beruhigen, die um die Komplexität der neuen Version bangen. Die Turnierversion wird es weiterhin geben und damit auch die Möglichkeit, aus einer Vielfalt von Karten sein eigenes Deck zusammen zu stellen.</p>
<p>Vielleicht hatte ich es in meinen vorangegangenen Blogs nicht deutlich genug formuliert: Die Vereinfachung besteht hauptsächlich darin, dass das Erlernen der Regel erleichtert wird. Ein wichtiger Baustein im neuen Regelwerk ist daher das „Einführungsspiel“. Es dauert nur 20 bis 30 Minuten und macht mit den Grundregeln des Spiels vertraut. Es ersetzt nicht das alte Grundspiel. Zwar ist auch schon die Einführung ein spannender Wettlauf um 7 Siegpunkte aber die vielfältigen Möglichkeiten des Kartenspiels werden hier noch nicht ausgeschöpft.</p>
<p>So sollten die Spieler nach 2 oder 3 Einführungsspielen bereit für die drei ebenfalls im Spiel enthaltenen Themensets mit ihren zusätzlichen Regeln sein.</p>
<p>Ein Themenspiel wird mit den Karten des Einführungsspiels und mit den Karten eines Themensets bestritten. Betreffend der Komplexität und der Spieltiefe entspricht ein Themenspiel dem alten Basisspiel. Aber jedes der drei Themenspiele ist deutlich themenbezogener und hat auch eine kürzere Spieldauer.</p>
<p>Aber mehr dazu in meinen nachfolgenden Blogs. Heute möchte ich Ihnen, lieber Leser, das Einführungsspiel vorstellen. Es trägt den Titel „Die ersten Cataner“ und man sieht es den Kartenmotiven an, dass es die ersten Cataner wohl noch nicht so weit gebracht haben.</p>
<p>Wie im alten Basisspiel liegen die Stapel mit den Zentralkarten Siedlung, Straße, Stadt, Landschaft und den Ereigniskarten zwischen den Spielern aus. Dazu kommen 3 Stapel mit je 12 Ausbaukarten. Die Illustration der neuen Zentralkarten hatte ich schon in meinem letzten Blogbeitrag im Abschnitt „Der catanische Nebel“ vorgestellt. Und hier nun die neuen Karten sowie die Regeländerungen, die für das Einführungsspiel aber auch für die Themenspiele gelten:</p>
<h4>Die Landschaften</h4>
<p>Auf den Landschaften haben wir die Zahlen neu verteilt. Früher konnte es passieren, dass gleiche Zahlen auf  Wald- und Hügellandschaften den Spieler mit dem schwarzen Wappen schnell mit Straßen und Siedlungen expandieren ließen, während beim Mitspieler die Wolle- und Goldlandschaften aus allen Nähten platzten. Mit der neuen Verteilung geht alles etwas gerechter zu. Die Lehm- und die Holzzahlen korrespondieren nun mit den Getreide- und den Erzzahlen. Und noch eine gute Nachricht für alle Goldfans: Wegen der gesteigerten Nachfrage nach Gold haben wir den Landschaftskartenstapel mit einer vierten Goldlandschaft verstärkt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-591   alignnone" title="Wolle" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/RS-Wolle.jpg" alt="RS Wolle Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="135" height="135" /><img class="size-full wp-image-589  alignnone" title="Holz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/RS-Holz.jpg" alt="RS Holz Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="135" height="135" /><img class="size-full wp-image-588 alignnone" title="Gold" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/RS-Gold.jpg" alt="RS Gold Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="135" height="135" /><img class="size-full wp-image-586 alignnone" title="Erz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/RS-Erz.jpg" alt="RS Erz Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="135" height="135" /><img class="size-full wp-image-590 alignnone" title="Lehm" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/RS-Lehm.jpg" alt="RS Lehm Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="135" height="135" /><img class="size-full wp-image-587 alignnone" title="Getreide" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/RS-Getreide.jpg" alt="RS Getreide Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="135" height="135" /></p>
<h4>Die Ausbaukarten – Gebäude</h4>
<p>Funktionell unverändert – aber teilweise mit neuen Namen &#8211; wurden die „Verdopplerkarten“ wie die Eisengießerei, die Getreidemühle, die Ziegelbrennerei, das Holzfällerlager und die Webstube aus dem alten Basisspiel übernommen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-581" title="Eisenschmelze" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/PG-Eisenschmelze.jpg" alt="PG Eisenschmelze Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-583" title="Wassermühle" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/PG-Wassermuehle.jpg" alt="PG Wassermuehle Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-585" title="Ziegelbrennerei" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/PG-Ziegelbrennerei.jpg" alt="PG Ziegelbrennerei Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-582" title="Holzfällerlager" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/PG-Holzfaellerei.jpg" alt="PG Holzfaellerei Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-584" title="Webstube" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/PG-Webstube.jpg" alt="PG Webstube Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<p>Aus der alten Zollstation wurde eine Zollbrücke. Lange haben wir darüber diskutiert, ob die Karte ihren Handelspunkt behalten soll. Schließlich hat sich die Zolllobby durchgesetzt und erfolgreich ihren Handelspunkt verteidigt. Nicht so erfolgreich waren hingegen die Lagerverwalter. Alles Flehen half nichts – der Handelspunkt wurde ihren Lagern aberkannt. Wie immer hielten sich die Mönche dezent im Hintergrund und so gingen sie aus der Reform unbeschadet hervor. Nach ein paar Vaterunsern konnten sie sogar einen kleinen Vorteil für ihr Kloster ergattern. Dazu mehr bei der Vorstellung der Ereigniskarte „Ertragreiches Jahr“.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-596" title="Lagerstätte" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/WG-Lagerstaette.jpg" alt="WG Lagerstaette Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-595" title="Kloster" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/WG-Kloster.jpg" alt="WG Kloster Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-633" title="Zollbruecke" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/WG-Zollbruecke-neu.jpg" alt="WG Zollbruecke neu Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<p>Bei den Ausbaukarten des Einführungsspiels gibt es keine Stadtausbauten und somit auch kein Rathaus, das die Fürsten privilegiert, sich mit nur einem Rohstoff eine Karte aus einem Ausbaustapel aussuchen zu dürfen. Diese Funktion übernimmt nun das Gemeindehaus, das die Strukturen einer dörflichen Gemeinschaft ordnet und es so dem Fürsten einfacher macht, seine Pläne durchzusetzen.</p>
<p>Neu ist die Funktion des Marktes. Mich hatte es schon immer gestört, wenn mein Mitspieler vor mir seine dritte Siedlung errichtet hatte und ich mit meinen Rohstoffeinkünften hinterher hinkte. Wer in der neuen Version einen Markt baut, bekommt immer dann einen zusätzlichen Rohstoff, wenn eine Zahl gewürfelt wurde, von der der Mitspieler mehr besitzt. Auswählen darf man sich einen Rohstoff, den auch der Mitspieler erhalten hat.</p>
<p>Der Markt stärkt die Konzentrationsstrategie. Man hat mehr Zeit, sein Fürstentum auszubauen, bevor man mit Siedlungen und Straßen expandiert. Er wirkt auch einer frühen Führung eines Spielers entgegen, der sich mit einem Siedlungsvorsprung und entsprechendem Würfelglück eventuell uneinholbar absetzen kann.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-597" title="Markt" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/WG-Markt.jpg" alt="WG Markt Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-594" title="Gemeindehaus" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/WG-Gemeindehaus.jpg" alt="WG Gemeindehaus Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<h4>Die Ausbaukarten – Einheiten – Handelsschiffe</h4>
<p>Aus Handelsflotten wurden &#8211; dem bescheidenen Anfang der Besiedlung Catans Rechnung getragen – Handelsschiffe. Wie gehabt gibt es für jeden Rohstoff ein Handelsschiff. Auch die Große Handelsflotte ist noch mit von der Partie, heißt jetzt aber „Großes Handelsschiff“.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-593" title="Großes Handelsschiff" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/Sch-Grosses-Handelsschiff.jpg" alt="Sch Grosses Handelsschiff Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-592" title="Getreide-Handelsschiff" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/Sch-Getreide-Handelsschiff.jpg" alt="Sch Getreide Handelsschiff Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<h4>Die Ausbaukarten – Einheiten – Helden</h4>
<p>Bisher war es so, dass die männliche Zunft in Form von teilweise bis über den Kopf geharnischter, schwer bewaffneter Ritter ein starkes Übergewicht im Kartenspiel hatte. Dieses Übergewicht entspricht nicht der Realität, denn am Aufbau einer Gemeinschaft waren und sind immer Frauen und Männer gleichermaßen beteiligt. Wir haben die Kennzeichnung Ritter daher gegen den Begriff  Held ausgetauscht, der für beide Geschlechter gilt. Die Stärke bleibt dabei unangetastet – wobei wir unter Stärke nicht nur die reine Muskelkraft, sondern auch die geistige Flexibilität und den mit ihr verbundenen Einfluss auf die Stärke einer Gemeinschaft verstehen. Die Turnierpunkte wurden durch Geschickpunkte ersetzt. Als Geschick definieren wir alle Fähigkeiten, in Wettkämpfen zu bestehen oder seine Mitmenschen zu erfreuen. Neben dem Geschick, sich in einem Schaukampf durchzusetzen, stehen gleichberechtigt Talente wie das mitreißende Erzählen einer Geschichte, ein bezaubernder Gesang oder das Spiel auf der Harfe. Eine Harfe ist somit auch zum Symbol für das Geschick und das Ereignis „Fest“ geworden.</p>
<p>Kenner des Romans „Die Siedler von Catan“ von Frau Gablé werden bei den abgebildeten Helden unschwer die Protagonisten des Romans – eben die ersten Cataner &#8211; erkennen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-575" title="Candamir" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Candamir.jpg" alt="Candamir Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-576" title="Osmund" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Osmund.jpg" alt="Osmund Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-577" title="Harald" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Harald.jpg" alt="Harald Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-578" title="Austin" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Austin.jpg" alt="Austin Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-579" title="Inga" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Inga.jpg" alt="Inga Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-580" title="Siglind" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Siglind.jpg" alt="Siglind Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<h4>Die Ausbaukarten – Aktionskarten</h4>
<p>Die Aktionskarten des Einführungsspiels sind alle ohne Bedingungen spielbar. Hinter dem Kaufmannszug verbirgt sich die alte Karawane, der Alchimist wurde von der Seherin Brigitta (ebenfalls ein Charakter aus dem Roman Rebecca Gablés) verdrängt und die eher neuzeitliche Landreform heißt jetzt Umzug. Unverändert geblieben ist der Kundschafter.<br />
Neu ist die Karte Goldschmied. Der Goldschmied gibt für drei Gold zwei beliebige Rohstoffe ab.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-565" title="Kaufmannszug" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/AK-Kaufmannszug.jpg" alt="AK Kaufmannszug Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-563" title="Brigitta" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/AK-Brigitta.jpg" alt="AK Brigitta Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-567" title="Umzug" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/AK-Umzug.jpg" alt="AK Umzug Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-566" title="Kundschafter" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/AK-Kundschafter.jpg" alt="AK Kundschafter Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-564" title="Goldschmied" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/AK-Goldschmied.jpg" alt="AK Goldschmied Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<p>Vielleicht sorgen Sie sich jetzt um die „bösen“ Aktionskarten des alten Grundspiels wie Spion, Feuerteufel oder Raubzug. Keine Sorge, lieber Leser, die Reform hat ihre Kinder nicht gefressen. Die Unholde gibt es weiterhin in den Themensets. Allerdings tarnen sie sich dort mit neuen Namen.</p>
<h4>Die Ereigniskarten</h4>
<p>Bei der Erfindung hat sich nur der Name geändert, sie hieß früher Fortschritt.</p>
<p>Das Ertragreiche Jahr versorgt nun nicht nur die Landschaften, die Lagerstätten benachbart sind, mit einem zusätzlichen Rohstoff, sondern auch die benachbarten Landschaften eines Klosters.</p>
<p>Der Bruderzwist (ehemals Konflikt) und die Fehde (ehemals Überfall) sorgen auch schon im Einführungsspiel dafür, dass der Spieler mit dem Stärkevorteil seinem Mitspieler das Spielerleben etwas schwerer machen kann. Da es von jeder dieser Karten aber nur eine gibt, hält sich der Schaden in Grenzen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-569" title="Erfindung" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/EK-Erfindung.jpg" alt="EK Erfindung Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-570" title="Ertragreiches-Jahr" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/EK-Ertragreiches-Jahr.jpg" alt="EK Ertragreiches Jahr Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-568" title="Bruderzwist" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/EK-Bruderzwist.jpg" alt="EK Bruderzwist Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-572" title="Fehde" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/EK-Fehde.jpg" alt="EK Fehde Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<p>Das Julfest entspricht dem alten Jahreswechsel – allerdings mit zwei wichtigen Änderungen:</p>
<ol>
<li>Wird das Julfest gezogen, wird der Kartenstapel gemischt und sofort eine neue Karte gezogen.</li>
<li>Das Mischen des Kartenstapels: Alle Karten mit Ausnahme des Julfestes werden verdeckt gemischt. Drei Karten werden verdeckt abgelegt. Darauf kommt das Julfest und darauf kommen wiederum verdeckt die restlichen Ereigniskarten.</li>
</ol>
<p>Durch diese Regeländerungen wird der Ereigniskartenstapel berechenbarer und es kommt nicht mehr vor, dass wiederholt die Karte Julfest gezogen wird und kein Ereignis eintritt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-573" title="Julfest" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/EK-Julfest.jpg" alt="EK Julfest Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<p>Zwei neue konstruktive Ereigniskarten sorgen dafür, dass das Spiel noch etwas schneller wird:<br />
Besucht der Fahrende Händler die Fürstentümer, darf jeder Spieler für ein Gold einen beliebigen Rohstoff kaufen. Und das bis zu zweimal. Wohl dem, der dann sein Gold nicht schon vorher verprasst hat und einen lukrativen Handel abschließen kann.<br />
Bei der Wettfahrt der Handelsschiffe erhält der Spieler mit den meisten Handelsschiffen einen beliebigen Rohstoff.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-574" title="Wettfahrt der Handelsschiffe" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/EK-Wettfahrt-der-Handelsschiffe.jpg" alt="EK Wettfahrt der Handelsschiffe Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-571" title="Fahrender Haendler" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/EK-Fahrender-Haendler.jpg" alt="EK Fahrender Haendler Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<p>Auch zwei Neuerungen beim ehemaligen Würfelereignis „Ritterturnier“ gibt es. Erstens heißt das Turnier jetzt Fest, da inzwischen ja nicht nur mit Waffen gestritten sondern auch gesungen und musiziert wird. Zweitens erhalten zunächst beide Spieler einen beliebigen Rohstoff, wenn das Fest gewürfelt wird. Nur wenn ein Fürst mit seinen Helden über mehr Geschickpunkte als sein Mitspieler verfügt, erhält er alleine einen beliebigen Rohstoff.</p>
<h4>Ertrag und Ereignis</h4>
<p>Auch wenn die alte Regel vorschrieb, zuerst das Ergebnis des Ereignis- und dann das Ergebnis des Ertragswürfels auszuführen, hielt sich kaum einer daran. Deshalb haben wir uns in der neuen Fürstenversion am intuitiven Verhalten orientiert und die Reihenfolge umgekehrt. Zuerst nehmen sich die Spieler ihre Erträge und dann wird das Ereignis ausgeführt. Die einzige Ausnahme: Wird der Räuberüberfall gewürfelt, schlägt der Räuber zu, bevor die Erträge ausgeschüttet werden. Damit das keiner übersieht, wird die Keule rot eingefärbt.</p>
<h4>Der Handelsvorteil und der Stärkevorteil</h4>
<p><em>„Was, ich muss über meine 3 Handelspunkte hinaus eine Stadt gebaut haben, um den Mühlenstein zu bekommen? Dann habe ich das jahrelang falsch gespielt.“</em></p>
<p>Wie oft habe ich diesen Satz in den vergangenen Jahren gehört oder gelesen. Scheinbar war die Bedingung mit der Stadt nur schwer verständlich oder ging beim Regellesen nur zu gern durch das eine Auge hinein und durch das andere wieder hinaus. Wie einsichtige Politiker haben wir uns daher der Realität gebeugt und die Stadtbedingung gestrichen. Dafür haben wir die Handelspunkte etwas ausgedünnt und damit das Erlangen von 3 Handelspunkten erschwert.</p>
<p>Angepasst an diese Regel erringt ein Spieler erst dann den Stärkevorteil, wenn er Helden mit insgesamt 3 Stärkepunkten ausliegen hat.</p>
<h4>Kartenhand ergänzen und Karte austauschen</h4>
<p>Die Änderung: Im ersten Schritt reguliert ein Spieler seine Kartenhand auf die erlaubte Handkartenzahl, indem er Karten nachzieht oder Karten abwirft.<br />
Danach darf er im zweiten Schritt eine Karte tauschen. Hierzu legt er eine Karte ab und  sucht sich dann entweder gegen Abgabe von einem oder von zwei Rohstoffen eine Karte aus einem Stapel aus oder er zieht kostenlos die oberste Karte eines Stapels.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Das Einführungsspiel ist bestimmt kein spielerisches Schwergewicht. Es besitzt weniger und auch einfachere Regeln als das frühere Kartenspiel. Zudem sind die Angriffs-Aktionskarten ausgespart. Insgesamt bietet es Anfängern damit einen wesentlich einfacheren und auch frustfreieren  Einstieg in die Welt des catanischen Kartenspiels als dies beim alten Kartenspiel der Fall war. Und wer nach der Einführung mehr möchte, kann beim eher friedlichen Themenspiel „Zeit des Fortschritts“ die Vorzüge der Universität kennen lernen oder seinem Spielpartner in „Zeit der Wirren“ Verräter und Feuerteufel um die Ohren hauen oder ihn mit der Beutefahrt oder einem Raubzug um seine Rohstoffe erleichtern.</p>
<p>In meinem nächsten Blog werde ich die Karten und Regeln des ersten Themenspiels „Zeit des Goldes“ vorstellen.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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		<title>Nach Deutschland und zurück: Ein Amerikaner sucht nach Mitspielern – Teil 4</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 22:13:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jim Plane</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den ersten drei Teilen dieser Geschichte habe ich ausgeführt, wie ich Die Siedler von Catan durch die Familie meines Bruders fand und unentwegt das Internet nach Websites für Online-Spiele absuchte, um meine Bedürfnisse zu erfüllen. Im Juli 2008 entdeckte ich die Catan Onlinewelt, und obwohl sie vollständig auf Deutsch war, musste ich einfach Mitglied [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Jim-100x205.jpg"><img class="size-full wp-image-375 alignleft" title="Jim Plane" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Jim-100x205.jpg" alt="Jim 100x205 Nach Deutschland und zurück: Ein Amerikaner sucht nach Mitspielern – Teil 4" width="100" height="205" /></a>In den ersten drei Teilen dieser Geschichte habe ich ausgeführt, wie ich <em>Die Siedler von Catan</em> durch die Familie meines Bruders fand und unentwegt das Internet nach Websites für Online-Spiele absuchte, um meine Bedürfnisse zu erfüllen. Im Juli 2008 entdeckte ich die <a href="http://www.playcatan.de/catan-onlinewelt.html" target="_blank">Catan Onlinewelt</a>, und obwohl sie vollständig auf Deutsch war, musste ich einfach Mitglied werden.</p>
<h3>Viertes Kapitel: Was für eine wunderbare Welt</h3>
<p>Zwar war die Anmeldung auf Deutsch, aber ich benutzte meinen Online-Übersetzer und hangelte mich durch. Ich konnte die Adressoption &#8220;United States&#8221; nicht finden, obgleich sie als &#8220;Vereinigte Staaten&#8221; ganz offensichtlich vorhanden war. Also wirklich, wie dumm war ich eigentlich, das nicht mitzubekommen!?? Es war euch doch klar, oder? Obwohl ich als Herkunftsland Deutschland eingab, akzeptierte das Programm meine Kreditkarteninformation trotzdem, und ich spielte vergnügt online mit einer Gruppe freundlicher, Deutsch sprechender Spieler, die (genauso wie auf der Website von ronaldschmidt.de) schockiert waren, einen Amerikaner online zu sehen.</p>
<p>Auf der Website wurde eine Ankündigung gemacht, dass sie in Kürze auf Englisch verfügbar wäre. Wie bei vielen elektronischen Spielen und ihren Versprechungen dauerte es noch weitere vier oder fünf Monate, bevor die englische Version auch tatsächlich lief. Als es dann aber soweit war, wurde die COW von Neulingen überflutet, die Orientierungshilfe benötigten. Da ich die Spiele bereits seit sieben Monaten online gespielt hatte &#8211; und zwar bevor das sehr nützliche Einführungsspiel zur Verfügung stand &#8211; bemerkte ich, dass jedesmal, wenn ich mich einloggte, meine Hilfe stark gefragt war. <a href="http://forum.playcatan.de/index.php?board=119.0" target="_blank">Das Forum für World Village</a> wurde zu dem Ort, wo Englischsprachige Fragen stellen und Trost in dieser unbekannten neuen Welt finden konnten. Ich hatte viele Stunden lang mit der bereits etablierten deutschsprachigen Community gespielt  und hielt es deshalb für meine Pflicht, dabei zu helfen, die Kultur- und Sprachlücke zu überbrücken, die immer im Hintergrund lauert und droht, Menschen auf Grund von Missverständnissen voneinander zu trennen. Meine Forumsbeiträge befassten sich fast immer mit diesem Problem.</p>
<div id="attachment_551" class="wp-caption aligncenter" style="width: 440px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/04/gg_klein.jpg"><img class="size-full wp-image-551" title="Ich hoffe bloß, ich treffe die beiden nicht im wirklichen Leben." src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/04/gg_klein.jpg" alt="gg klein Nach Deutschland und zurück: Ein Amerikaner sucht nach Mitspielern – Teil 4" width="430" height="293" /></a><p class="wp-caption-text">Ich hoffe bloß, ich treffe die beiden nicht im wirklichen Leben. </p></div>
<p>Während ich damit beschäftigt war, Neulingen beim Navigieren durch die Onlinewelt zu helfen, erhielt ich ein sehr nettes Schreiben von Gavin Allister, der mich dazu einlud Moderator zu werden. Da dies auch mit einem kostenlosen Premium-Account verbunden war &#8211; zum Ausgleich für meine aktive COW-Mitgliedschaft (wobei ich im Wesentlichen das tun würde, was ich ohnehin schon tat) &#8211; sagte ich umgehend zu. Ich bot sogar an, die Übersetzungen Korrektur zu lesen und machte Änderungsvorschläge. Gavin begrüßte die Änderungen nicht nur, er gab mir auch Zugang zur Textdatei der COW, so dass ich die Änderungen selbst vornehmen konnte!</p>
<p>Es folgte eine Einladung, auf der GenCon im August 2008 mit Guido Teuber (Klaus&#8217; Sohn, falls ihr es noch nicht gewusst habt) zusammenzutreffen, um die Catan Onlinewelt vorzuführen, was ich ebenfalls gerne tat. Und im folgenden Jahr, als ich auf der GenCon 2009 aushalf, erwähnte Guido, dass er eventuell einen Job für mich hätte. Wow! Wie war ich denn dazu gekommen? Wirklich &#8211; ich meine, ich werde süchtig auf dieses Spiel, und nur weil ich nach Leuten suche, gegen die ich spielen kann, kriege ich einen kostenlosen Online-Account, gefolgt von einem Jobangebot?  Und ich kann von zu Hause aus arbeiten? Und ich kann meine Arbeitsstunden selbst festlegen, und das Endziel ist, etwas zu unterstützen und voranzutreiben für das ich eine Leidenschaft habe? Kann das überhaupt wahr sein? Also spielte ich den Unbeteiligten &#8211; ich nickte beiläufig und sagte, wir sollten über die Details später sprechen.</p>
<p>Mein “Tages”job hielt mich für die nächsten fünf Monate nach der GenCon beschäftigt. Nachdem ich 2001 wieder nach Indianapolis zurück gezogen war, hatte ich noch einmal die Uni besucht und einen zweiten Abschluss gemacht, worauf ich dann im Januar 2007 staatlich anerkannter Lehrer wurde. Etwas über zwei Jahre lang unterrichtete ich in einer öffentlichen Mittelschule zunächst achte und später dann sechste Klassen und wurde danach an eine andere Mittelschule transferiert, um dort im Herbst 2009 siebte Klassen zu unterrichten. Ächz! Ich hatte daher nicht viel Zeit mich zu fragen, was mit Guidos Jobangebot passiert sei &#8211; ich mühte mich nämlich damit ab, einen neuen Lehrplan für mein nunmehr drittes Jahr an einer Schule zu erstellen. Habe ich schon &#8220;Ächz!&#8221; gesagt?</p>
<div id="attachment_550" class="wp-caption aligncenter" style="width: 440px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/04/PICT0050_klein.jpg"><img class="size-full wp-image-550" title="Herrn Planes Schüler fallen seiner Spielbesessenheit zum Opfer und helfen beim Spieltest von &quot;Settlers of America&quot;." src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/04/PICT0050_klein.jpg" alt="PICT0050 klein Nach Deutschland und zurück: Ein Amerikaner sucht nach Mitspielern – Teil 4" width="430" height="323" /></a><p class="wp-caption-text">Herrn Planes Schüler fallen seiner Spielbesessenheit zum Opfer und helfen beim Spieltest von &quot;Settlers of America&quot;.</p></div>
<p>Natürlich rief Guido mich im Oktober wegen des Jobangebots an, gerade als ich in der Schule so richtig loslegte. Zusammen mit meiner neuen Verantwortlichkeit, gemeinsam mit Gavin als COW-Community-Manager zu arbeiten, bekam ich eine cool aussehende Karikatur angefertigt (bemerkt ihr das Flugzeug, das meinen Nicknamen &#8220;Aero&#8221; repräsentiert, und die Farben des Catan-Sonnenaufgangs auf meinem T-Shirt?) und erhielt das schicke Catan-GmbH-Logo neben meinen Forumsbeiträgen.</p>
<div id="attachment_375" class="wp-caption aligncenter" style="width: 110px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Jim-100x205.jpg"><img class="size-full wp-image-375" title="Jim Plane=Aero" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Jim-100x205.jpg" alt="Jim 100x205 Nach Deutschland und zurück: Ein Amerikaner sucht nach Mitspielern – Teil 4" width="100" height="205" /></a><p class="wp-caption-text">Jim Plane = Aero</p></div>
<p>Gegenwärtig mache ich eine Menge PR-Arbeit für die COW, wobei ich an Reporter und Blogger kostenlose Gutscheine vergebe, um Pressestellungnahmen zu unserer schnell wachsenden Website anzuregen, und ich bin auch einer jener Türhüter, die anstößige Nicknamen von unserer Onlinewelt fernhalten. Und um das Leben noch besser zu machen &#8211; meine Frau hat sich kürzlich dem Catan-Team angeschlossen und hilft in denselben Bereichen wie ich.</p>
<p>Natürlich werden wir von unseren Freunden und Familienmitgliedern darum beneidet, dass wir so coole Teilzeitjobs haben. Und alles kam nur deshalb zustande, weil ich wollte, dass jemand mit mir spielt. Man stelle sich vor!</p>
<p><em>Jim Plane</em></p>
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		<title>Nach Deutschland und zurück: Ein Amerikaner sucht nach Mitspielern – Teil 3</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 20:09:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jim Plane</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Kapitel eins und zwei dieser Geschichte habe ich ausgeführt, wie ich &#8211; durch meinen Bruder und seine Frau, die für kurze Zeit in Deutschland lebten &#8211; Catan entdeckte und online Mitspieler auf deutschen Websites fand, die dann später nicht mehr für mich verfügbar waren.
Drittes Kapitel: Aero entdeckt die „Welt“
Da ich Mitspieler aus Fleisch und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Jim-100x205.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-375" title="Jim Plane" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Jim-100x205.jpg" alt="Jim 100x205 Nach Deutschland und zurück: Ein Amerikaner sucht nach Mitspielern – Teil 3" width="100" height="205" /></a>In Kapitel eins und zwei dieser Geschichte habe ich ausgeführt, wie ich &#8211; durch meinen Bruder und seine Frau, die für kurze Zeit in Deutschland lebten &#8211; Catan entdeckte und online Mitspieler auf deutschen Websites fand, die dann später nicht mehr für mich verfügbar waren.</p>
<h3>Drittes Kapitel: Aero entdeckt die „Welt“</h3>
<p>Da ich Mitspieler aus Fleisch und Blut so gut wie abgeschrieben hatte, suchte ich das Internet nach anderen Brettspiel-Sites ab.  Ich fand ein paar &#8211; vor allem <a href="http://www.brettspielwelt.de/" target="_blank">BrettspielWelt</a> &#8211; auf denen Online-Brettspiele angeboten wurden, aber ich fand deren deutsche oder unzureichend ins Englische übersetzte Interfaces nur schwer navigierbar. Das Interface für Carcassonne war bei BrettspielWelt allerdings recht gut, weswegen ich dieses Spiel spielte anstelle von Catan, das eine nicht sehr intuitiv gestaltete Interface hatte. Dann versuchte ich es mit einer nicht lizenzierten Website, auf der man Städte &amp; Ritter mit schlecht gemachter Grafik kostenlos spielen konnte. Aber ich fand die Leute dort unhöflich, das Interface langweilig und seelenlos, und ich hatte insgesamt das Gefühl, ich würde die Person über&#8217;s Ohr hauen, die dieses wundervolle Spiel überhaupt erst entwickelt hatte. Ich habe vielleicht fünfmal auf dieser nicht so intelligenten Site gespielt.</p>
<div id="attachment_542" class="wp-caption aligncenter" style="width: 440px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Current_collection-small.jpg"><img class="size-full wp-image-542" title="Ich habe keine Entschuldigung für dieses Übermaß an Spielen, die ich jetzt besitze. " src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Current_collection-small.jpg" alt="Current collection small Nach Deutschland und zurück: Ein Amerikaner sucht nach Mitspielern – Teil 3" width="430" height="287" /></a><p class="wp-caption-text">Ich habe keine Entschuldigung für dieses Übermaß an Spielen, die ich jetzt besitze. </p></div>
<p>2001 siedelte ich mit meiner Familie von New Jersey in meine Heimatstadt Indianapolis um. Im Juli machten mein Sohn und ich einen Trip um alte Freunde in New Jersey zu besuchen, und auf dem Weg dorthin besuchten wir die Origins-Messe in Columbus, Ohio. Wow! Das machte Spaß. Meine erste größere Spielemesse. Ein Jahr später (wenn ich mich recht erinnere) zog GenCon, eine noch größere Spielemesse, von einem Standort unmittelbar nördlich von Chicago nach Indianapolis um. Wow! Das war sogar noch besser! Mein Spieldurst wurde auf diesen langen Wochenenden gründlich gelöscht. Und obwohl es mich immer noch Mühe kostete Mitspieler aus dem wirklichen Leben zu finden, kaufte ich mir ganz optimistisch einige Spiele &#8211; Catan und nicht-Catan &#8211; in der Hoffnung, andere dazu zu verleiten mit mir zu spielen.</p>
<div id="attachment_543" class="wp-caption aligncenter" style="width: 440px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Custom_Board-small.jpg"><img class="size-full wp-image-543" title="Das war wirklich eine Herzensangelegenheit. Pro Sechseck habe ich 2-3 Stunden gebraucht, und ich bin noch nicht damit fertig. " src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Custom_Board-small.jpg" alt="Custom Board small Nach Deutschland und zurück: Ein Amerikaner sucht nach Mitspielern – Teil 3" width="430" height="287" /></a><p class="wp-caption-text">Das war wirklich eine Herzensangelegenheit. Pro Sechseck habe ich 2-3 Stunden gebraucht, und ich bin noch nicht damit fertig. </p></div>
<p>Die Suche nach brauchbarem Online-Spiel ging trotzdem weiter. Ich fand die Website von Days of Wonder, wo ich nach Herzenslust Zug um Zug spielen konnte, und das machte mir eine Zeitlang großen Spaß. Aber dem Spiel fehlt Tiefe, Vielschichtigkeit und Strategie &#8211; alles Dinge, die Catan so wieder-spielbar machen (gibt es so ein Wort eigentlich, oder habe ich es gerade erfunden?). Auch setzte das Programm KI-Gegner ein, um Spiele zu beenden wenn Leute aus der Partie abgesprungen waren, und so beendete ich einige Spiele mit einer oder mehreren KIs. Nach einer Weile kam Microsoft mit einem spielbaren Catan-Basisspiel heraus, das bei Zahlung eines jährlichen Beitrags online zur Verfügung stand. Ich hörte fast augenblicklich auf Zug um Zug zu spielen und verbrachte mehrere Jahre lang viel zu viele Stunden auf dieser Website.</p>
<div id="attachment_544" class="wp-caption aligncenter" style="width: 381px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Custom_Board_Detail-small.jpg"><img class="size-full wp-image-544" title="Schafe auf dem selbstgebauten Spiel" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Custom_Board_Detail-small.jpg" alt="Custom Board Detail small Nach Deutschland und zurück: Ein Amerikaner sucht nach Mitspielern – Teil 3" width="371" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Schafe auf dem selbstgebauten Spiel</p></div>
<p>Dann, im Juli 2008, probierte ich ein Prof. Easy-Tutorial für Löwenherz aus, und am Ende davon erschien eine merkwürdige Ankündigung, in der so etwas Ähnliches stand wie „Vielen Dank, dass Sie das Löwenherz-Tutorial beendet haben. Wenn Sie gleichgesinnte Menschen finden möchten, besuchen Sie <a href="http://www.playcatan.de" target="_blank">www.playcatan.com</a>.“<br />
Da ich immer daran interessiert bin „gleichgesinnte Menschen“ zu finden, wagte ich den Sprung und entdeckte die Catan Onlinewelt. Basisspiel, Seefahrer, Wüstenreiter, Löwenherz, Adel verpflichtet, und &#8211; du liebe Zeit, das kann doch gar nicht sein, aber es ist in der Tat so: Städte &amp; Ritter!! Von den Leuten, mit denen ich gespielt hatte, wollten sich nur sehr wenige auf so viel Catan einlassen. Hört ihr die Musik auch? Es klingt als wäre man auf einem Spaziergang durch Himmel und Paradies und hätte gleichzeitig ein Nirwana-Erlebnis. AAAaaahhhhhh. Das Herz klopft. Das Wasser läuft einem im Munde zusammen. Aber das Geld ist knapp. Kann ich mir die Premium-Mitgliedschaft leisten? Und was noch wichtiger ist, wie kann ich mir das entgehen lassen!? Nachdem ich ein paar Stunden das Basisspiel mit meinem Frei-Account gespielt hatte war ich bereit, meine Brieftasche zu öffnen.</p>
<hr />
<p>Im 4. Teil werde ich berichten, wie ich ein paar einflussreiche Leute auf der Website traf und wie das zu meinem Traumjob führte.</p>
<p><em>Jim Plane</em></p>
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		</item>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 18:15:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil 4 – Die Geschichte Catans und die Illustration
Eigentlich wollte ich in meinem vierten Blog das Einführungsspiel vorstellen. Da es aber noch etwas dauern wird, bis alle Karten der Einführung fertig sind und mir Michael Menzel einen interessanten Bericht über die Entstehung der Karte „Stadt“ zugeschickt hat, habe ich mich kurzfristig dazu entschlossen, meinen vierten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Teil 4 – Die Geschichte Catans und die Illustration</h3>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="100" height="205" />Eigentlich wollte ich in meinem vierten Blog das Einführungsspiel vorstellen. Da es aber noch etwas dauern wird, bis alle Karten der Einführung fertig sind und mir Michael Menzel einen interessanten Bericht über die Entstehung der Karte „Stadt“ zugeschickt hat, habe ich mich kurzfristig dazu entschlossen, meinen vierten Blog der Geschichte Catans und der von ihr beeinflussten Illustration der Karten zu widmen.</p>
<h4>Die fiktive Geschichte Catans</h4>
<p>Als ich das Kartenspiel 1995 entwickelte, machte ich mir wenig Gedanken über die Illustration der Motive. Klar, das Spiel sollte im Mittelalter angesiedelt sein und die Titel der Karten standen fest. Mehr Vorgaben gab es für Franz Vohwinkel, den Illustrator der alten Version des Kartenspiels, jedoch nicht.</p>
<div id="attachment_507" class="wp-caption alignright" style="width: 205px"><img class="size-full wp-image-507" title="Die Siedler von Catan - Der Roman" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Catan-Roman_Blog.jpg" alt="Catan Roman Blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="195" height="280" /><p class="wp-caption-text">Die Siedler von Catan - Der Roman</p></div>
<p>Inzwischen, 15 Jahre später, ist viel geschehen. Mit dem Roman „Die Siedler von Catan“ von Rebecca Gablé hat Catan seine Geschichte erhalten &#8211; zumindest die Geschichte seiner Entdeckung und der ersten Besiedlung im 9. Jahrhundert durch Männer und Frauen, die von der norwegischen Küste vertrieben wurden.<br />
Im Roman endet die Geschichte mit dem Zerwürfnis und der Trennung der Siedler. Candamir gründet mit seinen Anhängern im Süden der Insel eine neue Siedlung, während Osmund mit den Seinen im Norden bleibt.<br />
Viele wollten natürlich gerne wissen, wie es weitergeht. Ich natürlich auch. So machte ich mir immer mal wieder Gedanken darüber und skizzierte den weiteren Verlauf der Geschichte Catans.</p>
<p>Sieht man von den Aktivitäten des großen Vulkans und gelegentlichen Erdbeben ab, war Catan ein Paradies für die Siedler. Fruchtbare Felder und Weiden, Baumaterial im Überfluss und Erzvorkommen in den Bergen ließen die Siedlungen prosperieren und nach 100 Jahren waren aus zwei Siedlungen viele Siedlungen in den Ebenen und Tälern der Insel entstanden.</p>
<p>Die Insel im Atlantik war groß genug für alle und so kam es trotz religiöser Differenzen zwischen den Anhängern Odins im Norden und den Christen im Süden kaum zu Konflikten. Diese Zeit der ersten Cataner ist das Thema des Einführungsspiels. Es gibt noch keine ausgebauten Städte und die Gebäude sehen den Häusern ähnlich, welche die Vorfahren der Cataner in ihrer nordischen Heimat zu bauen pflegten. Auch gibt es noch keine Ritter, sondern Heldinnen und Helden wie Siglind, Osmund, Candamir oder Harald, denen manche vielleicht schon in der Erzählung von Rebecca Gablé begegnet sind.</p>
<p>Wenn Catan eine große Insel an der Stelle der heutigen Azoren wäre (die Azoren wurden erst im Jahre 1427 entdeckt), dann wäre es nicht unwahrscheinlich gewesen, dass noch andere Seefahrer die Insel erreichten. Und tatsächlich landet im Jahr 960 der Wikingerfürst Carl Gabelbart mit einer großen Flotte an den Küsten Catans. Carl wollte eigentlich nicht nach Catan, sondern war auf Wikingfahrt in den Süden. Aber ein Sturm kam dazwischen und trieb ihn und seine mit Kriegern besetzten Langschiffe weit nach Westen ab.<br />
Carl ist beeindruckt von der Schönheit und Fruchtbarkeit Catans und er beschließt, die Insel zu erobern und ihr Herrscher zu werden. Zunächst aber gilt es, die Moral seiner Männer zu heben und ihr wichtiges Bedürfnis zu stillen: Frauen.<br />
Man kann sich vorstellen, dass dieses Bedürfnis zu Konflikten mit den Catanern führte. Und so prägen Karten wie Carl Gabelbart, Verräter, Feuerteufel, Fehden und Unruhen das Themenset „Die Zeit der Wirren“. Nachdem die Sache mit Carl Gabelbart ausgestanden ist, bauen die Cataner ihre zerstörten Höfe und Dörfer neu auf. Der rege Schiffsverkehr zwischen dem Norden und dem Süden zeugt vom wieder erstarkten Handel und nach ein paar Jahren sind die Schrecken des Überfalls durch Carl Vergangenheit. Es beginnt die Zeit des Goldes, welche sich im gleichnamigen Themenset widerspiegelt.</p>
<p>In späteren Sets wie „Zeit des Fortschritts“ oder „Zeit der Handelsherren“ hat Catan Kontakt mit dem europäischen Festland. Einerseits wirken die neuen Beziehungen befruchtend auf die Entwicklung Catans, andererseits bergen sie auch die Gefahr von Überfällen goldgieriger Barbaren, die den spanischen Konquistadoren gar nicht so unähnlich sind. Anfang des 16. Jahrhunderts endet die Geschichte Catans. Ob sie mit der Eroberung der Insel durch spanische Glücksritter endet, entscheiden wir letztlich selbst in jedem Spiel „Städte &amp; Ritter“ oder auch später im Themenspiel „Zeit der Barbaren“.</p>
<h4>Der catanische Baustil</h4>
<p><img class="alignright size-full wp-image-510" title="Rathaus" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Rathaus_blog.jpg" alt="Rathaus blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="200" height="200" />Nun möchte ich mich gar nicht weiter in die fiktive Geschichte Catans vertiefen. Letztlich wollte ich zeigen, dass sich die Geschichte Catans, nach Epochen unterteilt, in den Themenspielen widerspiegelt. Und damit komme ich wieder zurück zur Grafik. Denn die Grafik soll den fiktiven historischen Hintergrund Catans bildhaft zum Leben erwecken. Sind die Gebäude der Siedlungen noch einfacher Natur und stark an den wikingischen bzw. nordischen Baustil angelehnt, wird sich in den später entstehenden Städten Catans eine eigenständige Architektur ausgebildet haben. Wie könnte solch eine Architektur ausgesehen haben? Ich setzte mich mit Michael Menzel und Sebastian Rapp vom Kosmos Verlag zusammen und wir entwickelten gemeinsam die Grundzüge eines catanischen Baustils. Wir entschieden uns für etwas Gotik mit typisch wikingischen Elementen wie Giebelkreuze oder Drachenköpfe und Dachkonstruktionen, die durchaus an Langschiffe oder auch die nordischen Stabkirchen erinnern durften. Bei der noch nicht fertigen Karte rechts (das Textfeld wird anders), sieht man den Mix der verschiedenen Stilelemente. Auch das für Catan typische Sechseck fand ein Plätzchen auf der Stirnseite des Rathauses.</p>
<h4>Der catanische Nebel</h4>
<p>Das Kartenspiel ist eigentlich kein Kartenspiel. Im Grunde ist es ein Spiel mit Karten, die aus- und angelegt werden – also mehr ein Legespiel mit dem Charakter eines Aufbauspiels. Bei der Auslage der Karten entsteht eine Siedlungsstruktur. Es war unser Ziel, dass diese Struktur ein möglichst harmonisches Ganzes ergibt, bzw. dass der Eindruck einer zusammenhängenden Landschaft entsteht. Daher taucht jedes Motiv einer Karte aus dem Nebel auf. Die Karten sind die relevanten Ausschnitte eines Fürstentums. Zwischen den Karten können in Wirklichkeit große Entfernungen liegen. Die Gebiete zwischen den Karten interessieren uns aber nicht und verschwinden daher im Nebel.</p>
<p>In der folgenden Abbildung ist gut zu erkennen, dass die ausgelegten Karten mit Hilfe des Nebels, der Darstellung der Gebäude in der isometrischen Perspektive und der ungefähr gleichen Größe aller Bauten den Eindruck einer zusammenhängenden Siedlungsstruktur vermitteln. Die „6“ auf den Landschaften ist nur ein Platzhalter und bei der Eisenschmelze, dem Kloster und der Lagerstätte fehlen noch die transparenten Textkästen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-512" title="Siedlungsstruktur" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Siedlungsstruktur_blog.jpg" alt="Siedlungsstruktur blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="450" height="450" /></p>
<h4>Die Entwicklung der catanischen Stadt</h4>
<p>Wie entsteht eigentlich eine Karte? Wie geht der Illustrator vor? Das sind Fragen, die Sie, lieber Leser, sicher auch interessieren. Wer wäre wohl besser geeignet, unsere Neugier zu befriedigen als der Illustrator selbst? Ich freue mich, dass Michael Menzel sich bereit erklärt hat, uns nachfolgend die einzelnen Schritte bei der Entstehung der Karte „Stadt“ zu zeigen und sie zu kommentieren.</p>
<hr /><em>Liebe Siedler!</em></p>
<p><em>Ich freue mich, Ihnen zur Entstehung der &#8220;Fürsten von Catan&#8221;- Stadt eine kurze Erläuterung schreiben zu können.<br />
Ich arbeite mit Photoshop und einem Grafiktablett. Photoshop erlaubt es, auf mehreren Ebenen zu malen. Der Begriff Ebenen wird im weiteren Text häufiger fallen. Ebenen kann man sich wie mehrere Schichten von Transparentpapier übereinander vorstellen.</em></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><em>In der ersten Skizze versuche ich die richtigen Formen zu &#8220;finden&#8221;. Dies kann mit Bleistift auf Papier oder wie hier digital geschehen. Ich taste mich sozusagen an die richtige Form der Häuser heran.<br />
</em></td>
<td width="200"><img class="aligncenter size-full wp-image-514" title="Stadt 1" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Stadt_1_blog.jpg" alt="Stadt 1 blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="200" height="200" /></td>
</tr>
<tr>
<td><em>Alle Gebäude des Kartenspiels werden im gleichen Winkel angelegt. Es gibt keine perspektivische Verzerrung &#8220;nach hinten&#8221;, d. h. die Gebäude vorne sind genauso groß wie die hinteren.</em><em><br />
Man sieht diese &#8220;Iso&#8221;-Perspektive häufig im Computerspielbereich. Auf diese Weise passen alle Karten optisch aneinander. Die Kartenauslage während des Spiels wird zu einer großen, zusammenhängenden Landschaft. Damit ich die immer gleiche Ausrichtung einhalten kann, zeichne ich mir den Winkel einmal auf einer separaten Ebene ein (hier hellblau). Daran kann ich mich dann während des Illustrierens orientieren.</em></td>
<td width="200"><img class="aligncenter size-full wp-image-516" title="Stadt 2" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Stadt_2_blog.jpg" alt="Stadt 2 blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="200" height="200" /></td>
</tr>
<tr>
<td><em>Wenn die Zeichnung soweit gut ist, lege ich grob die Farben an. Dabei sollten zu diesem Zeitpunkt noch keine sehr starken Kontraste verwendet werden. Es entsteht ein „sumpfiger Farbteppich“. Photoshop ermöglicht es, auf einer Ebene unter der Skizze zu malen und somit die Linien der Skizze nicht zu übermalen.</em></td>
<td width="200"><img class="aligncenter size-full wp-image-517" title="Stadt 3" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Stadt_3_blog.jpg" alt="Stadt 3 blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="200" height="200" /></td>
</tr>
<tr>
<td><em>Ab jetzt berücksichtige ich auch die Position der Lichtquelle. Damit  später der Eindruck einer großen Landschaft entstehen kann, ist es  wichtig, dass die Beleuchtung immer gleich ist und der Schatten immer  gleich fällt.</em></td>
<td width="200"><img class="aligncenter size-full wp-image-518" title="Stadt 4" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Stadt_4_blog.jpg" alt="Stadt 4 blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="200" height="200" /></td>
</tr>
<tr>
<td><em>Jetzt kann die Feinarbeit vorgenommen werden. Ich zoome zu diesem Zeitpunkt nah heran und modelliere aus dem „sumpfigen Farbteppich“ heraus die richtigen Konturen. Jetzt werden Schlagschatten und Glanzlichter gesetzt. Dieser Prozess ist sehr malerisch. Der Computer, das Programm und das Grafiktablett sind hier einfach nur neue Werkzeuge für die Malerei.</em></td>
<td width="200"><img class="aligncenter size-full wp-image-519" title="Stadt 5" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Stadt_5_blog.jpg" alt="Stadt 5 blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="200" height="200" /></td>
</tr>
<tr>
<td><em>Anschließend wird über ein Photoshop-Menü der Farbkontrast erhöht und an andere bereits existierende Landschaften und Gebäude angepasst.</em></td>
<td width="200"><img class="aligncenter size-full wp-image-520" title="Stadt 6" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Stadt_6_blog.jpg" alt="Stadt 6 blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="200" height="200" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-523" title="Fertige Stadt" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Stadt_fertig_blog.jpg" alt="Stadt fertig blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="300" height="300" />Dann zeichne ich noch kleine Menschen in die Stadt. Diese „Mini-Menschen“ sind nicht nur Schmuck. Ich finde, dass die Stadt erst durch sie so richtig zu einer Stadt wird. Sie geben ihr Geräusch und Lebendigkeit. Zuletzt zeichne ich noch die Flaggen ein. Sie geben dem Bild Wind, Bewegung und sorgen für hübsche Farbkleckse, die das Bild angenehm auflockern.</em></p>
<p><em>Der gesamte Prozess dauert zwischen 3 und 6 Stunden, je nach Detailreichtum des Motivs.</em></p>
<p><em>Michael Menzel</em></p>
<hr style="clear: both;" /><strong>Vielen Dank, lieber Michael Menzel!</strong></p>
<p>In meinem nächsten Blog werde ich alle Karten und die Regeln des Einführungsspiels „Die ersten Cataner“ vorstellen.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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		<item>
		<title>Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 3</title>
		<link>http://blog.catan.de/2010/02/kartenspiel-reform-2010-teil-3/</link>
		<comments>http://blog.catan.de/2010/02/kartenspiel-reform-2010-teil-3/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 14:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klaus Teuber]]></category>
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		<description><![CDATA[Teil 3 – Das erste Konzept und die Entwicklung
Als in der zweiten Hälfte des Jahres 2008 die Zukunft des Kartenspiels wegen der stark nachlassenden Verkaufszahlen in Frage stand, machte ich mir Gedanken, was man verbessern konnte, um eine Neustellung des Kartenspiels zu begründen.
In den vergangenen Jahren hatte ich das Kartenspiel öfter verschenkt – vorzugsweise an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 3" width="100" height="205" /></a>Teil 3 – Das erste Konzept und die Entwicklung</h3>
<p>Als in der zweiten Hälfte des Jahres 2008 die Zukunft des Kartenspiels wegen der stark nachlassenden Verkaufszahlen in Frage stand, machte ich mir Gedanken, was man verbessern konnte, um eine Neustellung des Kartenspiels zu begründen.</p>
<p>In den vergangenen Jahren hatte ich das Kartenspiel öfter verschenkt – vorzugsweise an Paare, die eher selten spielten und wenn dann meist zu zweit. Aufgrund der Rückmeldungen der Beschenkten konnte ich mir ein Bild machen, wo es beim Kartenspiel hakte und wo man ansetzen musste, um es zu verbessern. Ich kam zu folgenden Schlussfolgerungen:</p>
<ol>
<li><strong>Für Anfänger dauert das Kartenspiel zu lang</strong><br />
Eine erste Spielpartie kann durchaus 2 Stunden dauern. Damit ist für viele der Spielabend schon vorbei und eine zweite Partie hat wenige Chancen. Wenn man das Spiel beherrscht, kann es immer noch bis zu 90 Minuten dauern, was einigen auch schon zu lange ist.<br />
Ziel: Die Spieldauer im Allgemeinen und im Besonderen für Anfänger kürzen.</li>
<li><strong>Hohe Komplexität durch Kartenvielfalt</strong><br />
Wer das Kartenspiel zum ersten Mal spielt, sieht sich einer großen Menge von Karten gegenüber, deren Funktionen sich ihm oft erst in der zweiten oder dritten Partie erschließen.<br />
Ziel: Anfänger sollten zunächst mit weniger Karten konfrontiert werden.</li>
<li><strong>Spielblockaden</strong><br />
Viele Karten dürfen im ersten Spieldrittel nicht gespielt werden. So können anfangs Stadtausbauten und die meisten Aktionskarten nicht eingesetzt werden. Dadurch wird der Spielfluss zäher. Wer beispielsweise als Anfänger nur rote Stadtausbauten und unspielbare Aktionskarten auf die Hand bekommt, ist weniger motiviert weiterzuspielen.<br />
Ziel: Anfänger sollten alle Karten von Anfang an spielen können und  alle Karten sollten sofort sinnvoll nutzbar sein.</li>
<li><strong>Ärgerpotential</strong><br />
Es gibt einige destruktive Karten wie den Feuerteufel, den Schwarzer Ritter und den Bürgerkrieg, die gerade bei der ersten Partie, wenn die Spieler das Zusammenspiel der Karten noch nicht kennen, zu unliebsamen Überraschungen und zu Ärger führen können.<br />
Ziel: Für Anfänger sollte es keine zu heftigen „Ärgerkarten“ geben.</li>
<li><strong>Umfangreiche Regel</strong><br />
Manche Regeldetails sind nicht intuitiv wie beispielsweise die Bedingung für den Handelsvorteil. Um den Handelsvorteil zu erhalten, muss man mehr Handelspunkte besitzen und eine Stadt gebaut haben. Die Stadtbedingung nehmen viele nicht wahr.<br />
Manche Regeln sind unnötig wie beispielsweise die Regeln, wie man mit dem Mitspieler handelt. In der Praxis handeln erfahrene Spieler beim Kartenspiel nicht miteinander.<br />
Ziel: Unnötiger Regelballast sollte entfernt werden</li>
</ol>
<p>Jeder Punkt dieser Aufzählung mindert den Spielspaß schon bei der ersten Partie. Wenn das Kartenspiel sinnvoll reformiert werden sollte, musste ich Wege finden, es anfängerfreundlicher zu gestalten – ohne ihm dabei den Spielreiz zu nehmen. Ich wusste, das würde nicht einfach werden.<br />
Ich entwickelte ein erstes Konzept auf der Grundidee, in einer Spielschachtel ein einfaches Einführungsspiel für Anfänger und drei Themenspiele für Fortgeschrittene anzubieten. Hierfür benötigte ich ca. 180 Karten. Bei der Auswahl der Karten berücksichtigte ich zunächst nur die Karten des Basisspiels und des alten Turnier-Sets.</p>
<h4>Das Einführungsspiel</h4>
<p>Für das Einführungsspiel wählte ich Aktionskarten ohne Bedingung und keine Stadtausbauten. Damit waren alle Karten von Spielbeginn an ohne Einschränkungen spielbar.<br />
Die vier Ausbau-Kartenstapel bestückte ich mit 36 Karten (gegenüber 62 Karten im alten Grundspiel). Jeder Stapel umfasste damit nur 9 Karten, was für Anfänger ausreichend übersichtlich sein sollte.<br />
Als Siegbedingung legte ich 7 Siegpunkte fest. Ich versprach mir davon eine wesentlich kürzere Spieldauer. Damit lag ich richtig. Bei den späteren Tests dauerte das Einführungsspiel meist zwischen 25 und 30 Minuten.<br />
Nach zwei oder drei Einführungsspielen sollten die Spieler ausreichend mit den grundlegenden Karten und Regeln des Kartenspiels vertraut und somit für das eigentliche Spiel mit mehr Karten und einer höheren Siegbedingung bereit sein. Das „eigentliche Spiel“ sollte nach meinen Vorstellungen nun aber nicht mehr ein Spiel sein, sondern drei gleichberechtigt nebeneinander stehende Spiele, die sich thematisch und strategisch deutlich voneinander unterschieden.</p>
<h4>Die Themenspiele</h4>
<p>So traten an die Stelle des alten Grundspiels und der erweiterten Grundspiele die Themenspiele. Aus den Karten, die ich nicht für das Einführungsspiel verwendet hatte und einigen ganz neuen Karten formte ich drei thematisch unterschiedliche Themen-Sets, die zum jetzigen Stand der Entwicklung „Zeit des Goldes“, Zeit der Helden“ und „Zeit des Fortschritts“ heißen.<br />
Bei der Kartenauswahl verzichtete ich auf Karten, die sich im alten Kartenspiel als unattraktiv erwiesen hatten.  Ich modifizierte bestehende Karten oder entwickelte auch neue, um einen schnelleren Spielfluss zu erreichen und das jeweils gewählte Thema zu stärken. So fielen beispielsweise einige mächtige Ritter dem Rotstift zum Opfer.</p>
<p>Jedes Themen-Set stattete ich mit 24 Karten für die Ausbaustapel und ein paar Ereigniskarten aus. Ein Themenspiel wurde mit den Karten des Einführungsspiels und den Karten des jeweiligen Themen-Sets gespielt. Fünf  Kartenstapel bildeten für beide Spieler den Vorrat an Ausbau- und Aktionskarten. Sowohl die drei Stapel mit den Karten des Einführungsspiels als auch die beiden Stapel mit den Karten des jeweiligen Themen-Sets enthielten je 12 Karten.</p>
<p>Mit insgesamt 60 Karten in den Ausbaustapeln hatte ein Themenspiel damit immer noch 2 Karten weniger als das alte Grundspiel mit seinen 62 Karten und wesentlich weniger als das alte erweiterte Grundspiel mit 85 und mehr Karten. An diesen Zahlen hat sich bis zum jetzigen Entwicklungsstand nichts geändert.<br />
Bei den Tests, die später folgten, stellte sich heraus, dass ein Themenspiel meist zwischen 45 und 60 Minuten dauerte. Selbst das aggressivere Themenspiel „Zeit der Helden“ dauerte oft nicht mehr als eine Stunde. Dies lag daran, dass die Karten zielgerichteter waren und während der Entwicklung auch noch einige beschleunigende Spielelemente eingebaut wurden.</p>
<h4>Die Entwicklung</h4>
<p>Ich hatte das Gefühl, meine Ziele erreicht zu haben und stellte mein Konzept Ende 2008 dem Kosmos-Verlag vor. Der Verlag akzeptierte es und so waren die Weichen für die Neustellung des Kartenspiels gestellt. Auch unserem amerikanischen Catan-Partner Mayfair gefiel das Konzept, so dass die Zukunft des Kartenspiels auch für die englischsprachigen Ländern neu gestaltet werden konnte.  Ich war glücklich darüber, das Kartenspiel mit meiner Erfahrung der letzten 12 Jahre sozusagen neu entwickeln zu dürfen.</p>
<p>Der Relaunch sollte in zwei Etappen ablaufen. Das Kartenspiel sollte als „Die Fürsten von Catan“ mit Einführungsspiel und drei Themen-Sets im Herbst 2010 erscheinen, eine Erweiterung mit allen übrigen Themen-Sets wurde für 2011 geplant.<br />
Sebastian Rapp vom Kosmos-Verlag und ich waren uns einig, dass wir uns für die Redaktionsarbeit verstärken sollten. Wir fragten Dr. Reiner Düren und Peter Gustav Bartschat – beide erfahrene Kartenspieler der ersten Stunde – ob sie unserem Team beitreten wollte. Ich war sehr froh, dass sie wollten. Denn bei einer längeren Zusammenarbeit ist nicht nur Sachverstand gefragt, auch die Chemie zwischen den Beteiligten muss stimmen.</p>
<p>So bastelte ich auf Grundlage meines Konzepts 7 Prototypen. Drei schickte ich an meine Team-Kollegen, eines erhielt der Illustrator Michael Menzel, der dem Kartenspiel grafisch ein neues Gesicht verleihen sollte und je eines erhielten Arnd Beenen und  Sebastian Mellin. Während Arnd das Spiel für eine Umsetzung in der Catan-Onlinewelt konzipierte, war es die Aufgabe von Sebastian, das Spiel zu programmieren.<br />
Das Jahr 2009 stand ganz im Zeichen der Entwicklung. Jedes Mal, wenn einer von uns das Spiel getestet und einen Testbericht verfasst hatte, diskutierten wir in unserem Forum über die Schwächen und Stärken einzelner Karten. Karten wurden modifiziert, einige auch gestrichen und durch neue ersetzt. Die geänderten Karten schickte ich dann für die neuen Tests an meine Teamkollegen.<br />
Sicher werden sich jetzt einige fragen: „Und was ist mit dem Turnierspiel?“. Nun, das Turnierspiel war bei der Entwicklung zwar nicht unsere erste Präferenz, aber wir haben es immer im Auge behalten. Es ist natürlich möglich, das Turnierspiel mit den Karten von „Die Fürsten von Catan“ zu spielen. Seinen vollen Reiz wird es aber sicher erst entfalten, wenn die Erweiterung mit weiteren Karten im Jahr 2011 auf den Markt kommt.</p>
<div id="attachment_494" class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/02/Kartenspiel-Reform_Fuersten.jpg"><img class="size-full wp-image-494" title="Zwei Fürsten beim Testduell am Catan Wochenende 2009 in Bilstein (Foto von Roland Hülsmann)" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/02/Kartenspiel-Reform_Fuersten.jpg" alt="Kartenspiel Reform Fuersten Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 3" width="420" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">Zwei Fürsten beim Testduell am Catan Wochenende 2009 in Bilstein (Foto von Roland Hülsmann)</p></div>
<p>Während der Entwicklung entstand eine neue Spielform, die man durchaus als Vorstufe des Turnierspiels bezeichnen kann. Wir haben sie „Das Duell der Fürsten“ genannt. Mehr Informationen zum Duell der Fürsten folgen in einem meiner nächsten Blogs.</p>
<p>Inzwischen haben wir die Entwicklung am Kartenspiel vorerst abgeschlossen und ich habe mit der Konzeption der Erweiterung begonnen. Sebastian Mellin wird die Programmierung bis April abgeschlossen haben. Wir werden dann ausreichend Zeit haben, „Die Fürsten von Catan“ in einem größeren Kreis online zu testen und noch kleinere Änderungen vorzunehmen, bevor die Kartenvorlagen endgültig zur Druckerei gehen.</p>
<p><strong>In meinem nächsten Blog werde ich die Karten und die Regeln des neuen Einführungsspiels vorstellen und auch einige Illustrationen zeigen.</strong></p>
<div id="attachment_496" class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/02/Kartenspielreform-Strasse_Siedlung_klein.jpg"><img class="size-full wp-image-496" title="Kartenspielreform: Straße und Siedlung" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/02/Kartenspielreform-Strasse_Siedlung_klein.jpg" alt="Kartenspielreform Strasse Siedlung klein Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 3" width="420" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">Kartenspielreform: Straße und Siedlung</p></div>
<p>Vorab stelle ich Ihnen, lieber Leser, die neue Straße und Siedlung vor,  die in Zukunft das Grundgerüst des neuen Kartenspiels bilden werden.  Wundern Sie sich bitte nicht über die siegpunktlose Siedlung. Der  Siegpunkt kommt selbstverständlich noch drauf.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 2</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 09:59:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil 2 – Das Kartenspiel wird erweitert
Im Jahr 1997 erschien mit dem „Turnier-Set zum Kartenspiel“ die erste Erweiterung für das Kartenspiel. Inspiriert dazu wurde ich von „Magic, the Gathering“, das Mitte der 90er Jahre ein Kultspiel in Deutschland war. Obwohl die Regeln beider Spiele völlig unterschiedlich sind, haben sie eine Gemeinsamkeit: Sie lassen sich mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 2" width="100" height="205" /></a>Teil 2 – Das Kartenspiel wird erweitert</h3>
<p>Im Jahr 1997 erschien mit dem „Turnier-Set zum Kartenspiel“ die erste Erweiterung für das Kartenspiel. Inspiriert dazu wurde ich von „Magic, the Gathering“, das Mitte der 90er Jahre ein Kultspiel in Deutschland war. Obwohl die Regeln beider Spiele völlig unterschiedlich sind, haben sie eine Gemeinsamkeit: Sie lassen sich mit neuen Karten erweitern.<br />
Mir gefiel das Prinzip von Magic, bei dem jeder Spieler aus einer Auswahl von Karten sein eigenes Kartendeck zusammenstellt und damit gegen seinen Mitspieler antritt. Beim Turnier-Set, das ich vor allem für ambitionierte Spieler entwickeln wollte, übernahm ich dieses Prinzip: Die Spieler füllen ihre Kartenhand nicht mehr mit Karten von gemeinsamen Kartenstapeln auf sondern von eigenen Stapeln, die sie vor dem eigentlichen Spiel aus den Karten des Grundspiels und den Karten des Turnier-Sets zusammenstellen.<br />
Mit den eigenen Kartenstapeln war es nun wesentlich effektiver, eine bestimmte Strategie zu verfolgen. Um eine befriedigende Auswahl an Karten für die jeweilige Strategie zu garantieren, benötigte allerdings jeder Spieler ein Basisspiel und ein Turnier-Set.<br />
Das Sammelkartenprinzip von Magic übernahm ich nicht. Wer bei Magic und allen später nachfolgenden Sammelkartenspielen zu neuen Karten kommen möchte, muss kleine Erweiterungen, so genannte „Booster Packs“, kaufen, die zufällig einsortierte Karten enthalten. In diesen kleinen  Erweiterungen findet man seltene und weniger seltene Karten. Wer nun mit seltenen, sprich guten Karten antreten möchte, muss schon einige Booster Packs kaufen, um an diese heran zu kommen.<br />
Sicher, mit einem Sammelkartenspiel lässt sich eine Menge Geld verdienen, aber ich fand das Prinzip für Catan unpassend und fürchtete mich auch ein wenig vor dem Zwang, mir ständig weitere Karten ausdenken zu müssen, um die kleinen Booster-Packs mit neuen Karten zu füllen.</p>
<div id="attachment_474" class="wp-caption alignright" style="width: 206px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/01/Turnierset_x200.jpg"><img class="size-full wp-image-474" title="Das Turnier-Set zum Kartenspiel" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/01/Turnierset_x200.jpg" alt="Turnierset x200 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 2" width="196" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Das Turnier-Set zum Kartenspiel</p></div>
<p>So wurde das Catan Kartenspiel kein Sammelkartenspiel. Dennoch war das Turniervergnügen nicht ganz billig. Schließlich brauchte jeder Spieler ein eigenes Grundspiel und ein eigenes Turnierset. Obwohl ein entsprechender Hinweis  groß auf der Rückseite der Schachtel des Turnier-Sets stand, überlasen ihn viele Käufer und waren verständlicherweise enttäuscht, mit dem Turnier-Set in Verbindung mit ihrem Grundspiel alleine nichts anfangen zu können.</p>
<p>Unzufriedene Spieler sind für jeden Spieleautoren ein Gräuel und auch der Kosmos-Verlag war nicht glücklich über die Beschwerden, die täglich im Haus eingingen. So überlegte ich mir eine Variante, die das Spiel des Turnier-Sets mit nur einem Grundspiel ermöglichte: Das Erweiterte Grundspiel war geboren. Schon in der zweiten Auflage wurde diese Variante in die Regel des Turnier-Sets übernommen. Zu einer dritten Auflage kam es dann nicht mehr, da das Turnier-Set konsequenterweise von einzelnen Themen-Sets abgelöst wurde.<br />
Mit jedem Themen-Set war ein Erweitertes Grundspiel – also das Grundspiel mit zusätzlichen themenbezogenen Karten – möglich. Gleichzeitig bot jedes Themen-Set den ambitionierten Spielern beim Turnierspiel die Möglichkeit, mit zusätzlichen Karten neue Strategien bzw. Kartendecks zu entwickeln.<br />
Die Themen-Sets, die im Oktober 1998 erschienen und das Turnier-Set ablösten, hießen Zauberer &amp; Drachen, Politik &amp; Intrige, Handel &amp; Wandel, Wissenschaft &amp; Fortschritt und Ritter &amp; Händler. Sie bestanden aus den Karten des Turnier-Sets und auch aus neuen Karten, deren Grundideen dem Kosmos-Verlag auf Grund eines Ideenwettbewerbs zugeschickt worden waren.</p>
<div id="attachment_476" class="wp-caption aligncenter" style="width: 431px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/01/erste-Themen-Sets_x290.jpg"><img class="size-full wp-image-476" title="Die Themen-Sets (1998)" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/01/erste-Themen-Sets_x290.jpg" alt="erste Themen Sets x290 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 2" width="421" height="290" /></a><p class="wp-caption-text">Die Themen-Sets (1998)</p></div>
<p>Dieser Ideenwettbewerb mauserte sich zu einem Mammutprojekt für mich und beschäftigte mich fast ein Dreivierteljahr. Bei den über 1.000 eingesendeten Karten waren originelle Ideen dabei. Nun galt es, diese Ideen mit den bereits vorhandenen Karten und eigenen Ideen zu themenbezogenen Sets zusammen zu schmieden.</p>
<div id="attachment_478" class="wp-caption aligncenter" style="width: 432px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/01/Guido_Klaus_x270.jpg"><img class="size-full wp-image-478" title="Testen ist gar nicht so eine trockene Angelegenheit. - Beim Testen mit meinem älteren Sohn Guido (1998)" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/01/Guido_Klaus_x270.jpg" alt="Guido Klaus x270 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 2" width="422" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Testen ist gar nicht so eine trockene Angelegenheit. - Beim Testen mit meinem älteren Sohn Guido (1998)</p></div>
<p>Als die Prototypen der neuen Themen-Sets standen, testete ich sie hauptsächlich innerhalb meiner Familie und mit Mitarbeitern des Kosmos-Verlags. Zur Seite standen mir damals auch Brigitte und Wolfgang Ditt, die ebenfalls die neuen Sets ausprobierten und mir wertvolle Tipps und Anregungen gaben. Wie das bei Tests so ist, traten Unzulänglichkeiten zu Tage. Karten wurden verworfen oder modifiziert und wechselten in andere Themen-Sets. Es wurde erneut getestet, verworfen und modifiziert und erneut getestet …</p>
<p>Als die Themen-Sets endlich fertig waren, stieß ich einen Seufzer aus, der wohl auch außerhalb der Mauern unseres Hauses gehört worden war. Ich war erleichtert, die Arbeit abgeschlossen zu haben, aber auch zufrieden mit den neuen Themen-Sets und hoffte, die Spieler draußen würden es auch sein.</p>
<p>Da die Themensets sich sehr gut verkauften, ging ich davon aus, dass sie gefielen. Im Jahr 2001 wurde von der Firma USM ein PC-Version des Kartenspiels- inklusive einer kleinen Erweiterung namens „Turnierkarten 2002“ &#8211; veröffentlicht und gleichzeitig eine Internet-Plattform geschaffen, die es ermöglichte, sich beim Turnierspiel online mit anderen zu messen. Ich spielte dort auch hin und wieder und stellte bald fest, dass es doch einige Karten gab, die zu stark waren und andere, die so gut wie nie beim Spielen eingesetzt wurden.</p>
<p>Obwohl ich ursprünglich eigentlich nicht vorhatte, eine weitere Erweiterung für das Kartenspiel zu entwickeln, ließen mich die Mängel beim Zusammenspiel der Karten im Turniermodus nicht so recht in Ruhe.</p>
<div id="attachment_481" class="wp-caption alignright" style="width: 180px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/01/BuH_x180.jpg"><img class="size-full wp-image-481" title="Barbaren &amp; Handelsherren (2003)" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/01/BuH_x180.jpg" alt="BuH x180 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 2" width="170" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Barbaren &amp; Handelsherren (2003)</p></div>
<p>Im Jahr 2003 erschien daher das sechste Themen-Set. Es hieß Barbaren &amp; Handelsherren. Zum einen wollte ich mit diesem Set thematisch die Idee aus der Brettspiel-Erweiterung Städte &amp; Ritter aufgreifen, in der sich die Spieler gemeinsam gegen einfallende Barbaren verteidigen. Zum anderen gab es in den alten Sets, wie schon erwähnt, einige Karten die beim Turnierspiel übermächtige Decks ermöglichten und andere, die keine Rolle spielten. Das neue Themen-Set sollte, verbunden mit einer kleinen Reform der alten Karten, das Potenzial zu starker Deck-Strategien reduzieren und die Vielfalt der strategischen Ausrichtungen von Decks stärken.<br />
Nachdem ich einen ersten Prototypen erstellt hatte, bat ich einige erfahrene Turnierspieler, die ich beim Spielen im Internet oder auf den Catan-Wochenenden in Bilstein kennen gelernt hatte, um Hilfe beim Testen. Ich traute mir inzwischen nicht mehr zu, bei der Vielzahl der bestehenden Karten und deren Einsatzmöglichkeiten im Turnierspiel alle Eventualitäten im Blick zu haben bzw. alle eventuellen Unzulänglichkeiten der Karten zu erkennen.</p>
<p>Nach einem halben Jahr intensiver Zusammenarbeit hatte mein ehemaliger Prototyp sein Gesicht gewandelt. Die Grundidee war zwar erhalten geblieben, aber einige meiner Karten waren beerdigt worden und an ihrer Stelle waren Kartenideen meiner Testpartner in das Set eingeflossen &#8211; Kartenideen wie zum Beispiel die Schreibstube, auf die die Kartenspielgemeinde heute kaum noch verzichten kann. Aus einem Testteam war ein Entwicklungsteam geworden. <a href="http://www.catan.de/catan-spiele/catan-kartenspiel/kaempfer-und-kaufleute.html" target="_blank">(Mehr Informationen zum Entwicklungsteam finden Sie hier unter „Barb. &amp; Handelsherren“.)</a></p>
<p>Mittlerweile sanken die jährlichen Verkaufszahlen des Kartenspiels beträchtlich. Sebastian Rapp, der inzwischen für Catan bei Kosmos verantwortlich war, und ich waren uns einig, dass das Turnierspiel zwar die Krönung des Kartenspiels war – aber ungeachtet davon doch nur recht wenige Spieler erreichte. Daher lag der Schwerpunkt des nächsten neuen Sets, das unter dem Namen „Künstler &amp; Wohltäter“ im Jahr 2007 erschien, auf dem Erweiterten Grundspiel.</p>
<div id="attachment_483" class="wp-caption alignright" style="width: 206px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/01/KuW_x200.jpg"><img class="size-full wp-image-483 " title="Künstler &amp; Wohltäter (2007)" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/01/KuW_x200.jpg" alt="KuW x200 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 2" width="196" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Künstler &amp; Wohltäter (2007)</p></div>
<p>Auch bei diesem Set legte ich dem bewährten Entwicklungsteam von 2003 einen Prototypen vor, bei dem thematisch die Zufriedenheit der Untertanen im Mittelpunkt stand. Wieder folgte eine sehr konstruktive Entwicklungsphase an deren Ende ein Set geboren wurde, das zwar auch für Turnierspieler interessante Karten enthielt, aber hauptsächlich für die Spieler geeignet war, denen das Turnierspiel zu aufwändig war und die sich eine spannende Erweiterung für ihr Grundspiel wünschten. Tatsächlich erhielt das Set sehr gute Kritiken und wurde von vielen Spielern als das beste Themen-Set für das Erweiterte Grundspiel gewertet.</p>
<p>Einen Rückgang der Verkaufszahlen konnte das neue Themen-Set jedoch leider auch nicht aufhalten. Anders als das Brettspiel, das von Jahr zu Jahr ziemlich konstante Verkaufszahlen aufweist, sank der Absatz des Kartenspiels jedes Jahr beträchtlich. Es war abzusehen, dass sich der Kosmos Verlag über kurz oder lang gezwungen sehen würde, das Kartenspiel aus dem Programm zu nehmen. So stand Ende des Jahres 2008 die Frage im Raum, wie es weitergehen solle. Zwei Möglichkeiten wurden diskutiert. Entweder man ließ das Kartenspiel sterben oder man belebte es neu.<br />
Ich war mir mit Kosmos einig, dass eine Neubelebung nicht nur grafischer Natur sein durfte, sondern das Spiel auch inhaltlich überarbeitet werden musste. Es gab sicher Gründe, warum es das Kartenspiel immer schwerer hatte, neue Freunde zu gewinnen.</p>
<p><strong>In meinem nächsten Blog werde ich diese Gründe nennen und meine Überlegungen schildern, die den Boden für die Überarbeitung des Kartenspiels bereiteten.</strong></p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
<p><a href="http://blog.catan.de/?ibsa=share&id=468" id="share-link-">Share</a></p>]]></content:encoded>
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