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	<title>Catanism &#187; Klaus Teuber</title>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 16:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Themenset „Zeit der Barbaren“ In seiner fiktiven Geschichte liegt Catan im Gebiet der heutigen Azoren und besitzt eine Größe, die alle Inseln der Gruppe umfasst. Es wurde um 850 v. Ch. – wie im Roman „Die Siedler von Catan“ von Rebecca Gablé geschildert – von einem nordischen Seefahrervolk erstmals besiedelt. In der wahren Geschichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Das Themenset „Zeit der Barbaren“</h2>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="100" height="205" />In seiner fiktiven Geschichte liegt Catan im Gebiet der heutigen Azoren und besitzt eine Größe, die alle Inseln der Gruppe umfasst. Es wurde um 850 v. Ch. – wie im Roman „Die Siedler von Catan“ von Rebecca Gablé geschildert – von einem nordischen Seefahrervolk erstmals besiedelt.<br />
In der wahren Geschichte wurden die Azoren in den Jahren 1427 und 1432 von portugiesischen Seefahrern entdeckt und in Besitz genommen.</p>
<p><em></em>So ist es naheliegend, dass Catan in der fiktiven Geschichte Anfang des 15. Jahrhunderts von portugiesischen Seefahrern (wieder) entdeckt wird <em></em>und einige Jahrzehnte später <em><img class="alignright size-full wp-image-980" title="Barbarenüberfall" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Barbarenueberfall.jpg" alt="Barbarenueberfall Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></em>sich dann Konquistadoren aus allen Ländern der alten Welt nach Catan aufmachen, <em></em>um als barbarische Eroberer das in ihren Augen wertvollste Gut der Insel zu rauben: Gold.</p>
<p><em><strong>„Barbarenüberfall!“</strong> gellte der Ruf auf dem Dorfplatz und schreckte die Bewohner einer kleinen Küstensiedlung aus dem Schlaf. In der Mitte des Platzes stand </em><em><img class="alignright size-full wp-image-991" title="Siward, der Späher" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Siward.jpg" alt="Siward Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></em><em><strong>Siward, der Späher</strong> und berichtete mit hektischen roten Flecken auf den Wangen von drei Schiffen, die an der Küste gelandet waren und aus denen sich Soldaten mit seltsam geformten Eisenhüten ergossen.</em><br />
<em> „Keine Panik, Leute!“, beruhigte der Dorfvorsteher die verstörten Siedler, die nur notdürftig bekleidet zum Dorfplatz geeilt kamen. „Die Barbaren werden sich nicht mit unserem kleinen Dorf aufhalten. Die interessiert die Stadt mit ihren reichen Händlern und Handwerkern.“</em></p>
<p>Damit hat der Dorfvorsteher Recht. Denn die Barbaren werden nur solchen Fürstentümern gefährlich, die über mindestens eine Stadt verfügen. Und das auch nur dann, wenn der Fürst nicht über genügend Einheiten verfügt, um die Eindringlinge abzuwehren.</p>
<p>Um den Barbaren bei einem Ereignis „Barbarenüberfall“ zu widerstehen, muss ein Fürst bzw. ein Spieler mindestens so viele Einheiten aufgestellt haben, wie er Siegpunkte von Städten, Metropolen und Stadtausbauten besitzt. Dabei zählen alle Einheiten, egal ob Schiffe, Helden oder Charaktere ohne Heldenstatus. Besitzt er weniger Einheiten, verliert er 2 Rohstoffe. Besitzt er mehr Einheiten und mindestens eine Stadt, erhält er 2 beliebige Rohstoffe.</p>
<p>Insgesamt gibt es drei Ereignisse „Barbarenüberfall“. Diese wären aber nach den normalen Regeln ziemlich zahnlos, so dass sich kein Fürst genötigt sehen würde, größere Vorkehrungen gegen den Überfall der Barbaren zu treffen. Da aber der Barbarenüberfall das Thema des Sets ist, wurde für das Themenspiel die Regel für die Vorbereitung des Ereigniskarten-Stapels etwas modifiziert:<br />
Die 3 Ereignisse Barbarenüberfall und die Karte Julfest werden zunächst beiseite gelegt. Dann werden die übrigen Ereigniskarten und das Ereignis Rückzug der Barbaren gemischt und 3 Karten verdeckt abgelegt. Darauf wird die Karte Julfest gelegt. Die übrigen 6 Ereigniskarten und die 3 Karten Barbarenüberfall werden zusammen gemischt und verdeckt auf den restlichen Stapel – also auf die Karte Julfest – gelegt. Wird im Spielverlauf ein Barbarenüberfall gezogen, so wird die Karte nicht, wie sonst üblich, <img class="alignright size-full wp-image-986" title="Grenzfestung" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Grenzfestung.jpg" alt="Grenzfestung Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" />unter den Ereigniskarten-Stapel geschoben, sondern unter die 4 obersten Karten des Ereigniskarten-Stapels.<br />
Dadurch kommen die Barbaren recht häufig und zwingen die Fürsten dazu, sich auf die Überfälle einzustellen. Schauen wir, wie sich unser Fürst auf den Überfall der Barbaren vorbereitet.</p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-979" title="Barbarenstützpunkt" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Barbarenstuetzpunkt.jpg" alt="Barbarenstuetzpunkt Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Breitbeinig stand der Fürst auf dem Turm seiner <strong>Grenzfestung</strong> und sein Blick ruhte missmutig auf dem <strong></strong></em><em></em><em><strong>Barbarenstützpunkt</strong>, der wie eine hässliche Eiterbeule sein schönes Land verunzierte. Die Barbaren schienen sich zu formieren und den Angriff auf sein Fürstentum vorzubereiten.</em><br />
<em> „Osmund“, brüllte der Fürst. „Sind wir gewappnet?“</em><br />
<img class="size-full wp-image-988 alignright" title="Marie, die Schildmaid" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Marie.jpg" alt="Marie Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /><em>„Wir waren es, mein Fürst. Leider hat <strong>Marie, die Schildmaid</strong> <strong></strong> unserem Candamir so schöne Augen gemacht, dass dieser ins gegnerische Fürstentum zur Fürstin übergelaufen ist.“</em><br />
<img class="size-full wp-image-978 alignright" title="Arnd, den Strategen" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Arnd.jpg" alt="Arnd Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /><em>„Treuloser Hund! Odins Raben sollen ihn holen! Was nun?“</em></p>
<p><em>Wir befinden uns in einer schwierigen Situation, mein Fürst. Unsere Probleme wären mit einem Schlag gelöst, wenn es uns gelänge, <strong>Arnd, den Strategen</strong>, auf unsere Seite zu ziehen.“</em><br />
<em> „Dann heure ihn an, Osmund. Oder was hindert dich daran?“</em><br />
<em> „Arnd fordert ein neues Schwert für seine Dienste. Doch leider fehlt uns das Erz dazu.“</em><br />
<em> „Was?“, donnerte der Fürst. „An einem lumpigen Erz soll sich das Schicksal meines Fürstentums entscheiden? </em><em><img class="alignright size-full wp-image-996" title="Wirtshaus zum Weißen Raben" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Wirtshaus_Raben.jpg" alt="Wirtshaus Raben Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></em><em>Entweder dir fällt jetzt gleich eine Lösung ein oder ich verkaufe dich als Sklaven an die Räuber!“</em><br />
<em> Osmund zögerte einen Augenblick. „Ich hätte da eine Idee, mein Fürst. Allerdings bräuchte ich dazu etwas Gold.“</em><br />
<em> „Ich habe nur einen Klumpen Gold. Wie willst du denn damit so schnell Erz auftreiben? Ach, du willst doch nicht etwa im <strong>Wirtshaus zum Weißen Raben</strong> die Würfel rollen lassen?“</em></p>
<p><em>Doch genau das tat Osmund. Und er hatte Glück. Er gewann nicht nur einen fetten Erzbrocken für Arnds Schwert sondern holte auch das Gold des Fürsten zurück. <img class="alignright size-full wp-image-997" title="Wolfgang, der Gaukler" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Wolfgang.jpg" alt="Wolfgang Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" />So war der Fürst in der Lage, bei einem Fest – echte Cataner lassen sich auch von einem drohenden Barbarenüberfall die Festlaune nicht verderben – <strong>Wolfgang, den Gaukler</strong> auf seine Seite zu ziehen. Auch wenn der Gaukler mehr mit der Laute als mit dem Schwert umzugehen wusste, verstärkte er doch die Abwehrreihe der Cataner und so fehlte dem Fürst nur noch eine Einheit, um die barbarischen Horden nicht nur aufzuhalten, sondern sogar schlagen zu können.</em></p>
<p><img class="size-full wp-image-984 alignright" title="Burggraf" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Burggraf.jpg" alt="Burggraf Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und wie ergeht es zur gleichen Zeit der Fürstin im benachbarten Fürstentum?<br />
<img class="size-full wp-image-983 alignright" title="Burg" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Burg.jpg" alt="Burg Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /><em></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>„Ich hasse Feste!“, zeterte die Fürstin und strich sich fahrig eine vorwitzige Locke aus dem Gesicht. „Nun haben wir auch noch den Gaukler an den Fürsten verloren. <strong>Burggraf</strong>, nun tut doch endlich etwas!“</em><br />
<em> Der kurzsichtige Burggraf spähte angestrengt aus dem Fenster des Turmzimmers der <strong>Burg</strong>. </em><em><img class="alignright size-full wp-image-987" title="Karavelle" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Karavelle.jpg" alt="Karavelle Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></em><em>„Ihr macht euch zu viele Sorgen, Herrin. Ich sehe weit und breit keine Barbaren.“</em></p>
<p><em>„Aber sie kommen, Burggraf! Siward, der Späher des Fürsten, soll sie gesichtet haben. Und warum sonst verstärkt der Fürst so hektisch die Reihen seiner Einheiten?“</em></p>
<p><em>Der Burggraf seufzte. „Wir haben doch erst kürzlich eine <strong>Karavelle</strong> gebaut, mit der wir dank eines <strong><img class="alignright size-full wp-image-993" title="Umzug" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Umzug.jpg" alt="Umzug Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" />Umzugs</strong> die Schlagkraft unserer Flotte verstärkten und haben die <strong>Grenzfestung</strong> mit einer weiteren Einheit bemannt. Mehr können wir im Moment mit unserem leeren Rohstoffsäckel nicht leisten, Herrin.</em><br />
<em> Die Fürstin rollte mit den Augen: „Ich kann euer monotones *mehr können wir nicht* und *leere Rohstoffsäckel* nicht länger ertragen, Burggraf. Habt ihr wirklich nur einen so beschränkten Wortschatz? Geht mir aus den Augen und schickt mir <strong><img class="alignright size-full wp-image-981" title="Baroc, der Barbar" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Baroc.jpg" alt="Baroc Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" />Baroc, den Barbaren</strong>.“</em></p>
<p><em>Gebeugt, doch insgeheim froh, den Launen der Fürstin entfliehen zu können, verließ der Burggraf den Raum und bald darauf betrat ein stattlicher, in Eisen gerüsteter Krieger das Turmzimmer.</em><br />
<em> „Fürstin, zu Euren Diensten!“</em><br />
<em><img class="alignright size-full wp-image-998" title="Zeughaus" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Zeughaus.jpg" alt="Zeughaus Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></em><em>Die Fürstin hatte Gefallen an dem listenreichen Barbaren gefunden, den Sie mit Gold und einem verführerischen Lächeln hatte überreden können, die Seite zu wechseln.</em></p>
<p><em>„Mein lieber Baroc“, grüßte die Fürstin den Krieger wohlwollend, „du kennst mein Problem. Ich vertraue deiner Findigkeit, meinen Rohstoffbeutel zu füllen.“</em></p>
<p><em>„Nun, Fürstin, zunächst war es ein Fehler das <strong>Zeughaus</strong> zu bauen. Die dort gelagerten Waffen sind für Eure Feinde ein begehrtes Beutegut </em><em><strong><img class="alignright size-full wp-image-985" title="Geheime Bruderschaft" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Geheime_Bruderschaft.jpg" alt="Geheime Bruderschaft Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></strong></em><em>und so werden sie verstärkt versuchen, in Eure Stadt einzufallen. </em><em><strong></strong></em><em>Besser hättet ihr die Rohstoffe in die <strong>Geheime Bruderschaft</strong> investiert. Die geheimen Brüder haben Verbindungen zu den Barbaren und können die Folgen einer eventuellen Niederlage mildern.“</em><br />
<em><strong><img class="alignright size-full wp-image-994" title="Vogtei" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Vogtei.jpg" alt="Vogtei Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></strong></em><em>Die lieblich geschwungenen Lippen der Fürstin zogen sich zu einem abweisenden Strich zusammen. Kritik vertrug die Fürstin überhaupt nicht.</em><br />
<em> „Aber es liegt mir fern, Euch zu belehren. Immerhin habt Ihr eine <strong>Vogtei</strong>. Nutzt sie und es werden Euch neue Möglichkeiten offen stehen.“</em><br />
<em> So rief die Fürstin nach dem Vogt. Dieser riet ihr, einen <strong><img class="alignright size-full wp-image-995" title="Wettstreit der Helden" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Wettstreit_der_Helden.jpg" alt="Wettstreit der Helden Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" />Wettstreit der Helden</strong> zu veranstalten.</em><br />
<em> „Eine gute Idee!“, frohlockte die Fürstin. „Hat nicht Candamir, dank meiner lieben Marie, kürzlich die Seiten gewechselt? Dann soll er sich gleich mal bewähren und gegen einen Helden des Fürsten antreten.“</em><br />
<em> So geschah es. Natürlich gewann Candamir das Kräftemessen und verschaffte so der Fürstin die nötigen Rohstoffe, um ihre Grenzfestung mit einer weiteren Einheit zu verstärken.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Werfen wir nun wieder einen Blick in das Reich des Fürsten:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>„Für was füttere ich dich hier eigentlich durch“, tobte der Fürst. Damit du mir fortwährend Schande bereitest? Wenn du mir nicht sofort wieder die Wolle beschaffst, die ich beim Wettkampf an die Fürstin verloren habe, werde ich dich …“</em><br />
<em> <img class="alignright size-full wp-image-982" title="Bündnis gegen die Barbaren" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Buendnis_gegen_Barbaren.jpg" alt="Buendnis gegen Barbaren Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" />„… als Sklaven an die Räuber verkaufen.“, unterbrach ihn Osmund ungerührt.“ Und ich weiß auch schon, wen ich dann berauben werde, dachte Osmund grimmig.</em><br />
<em> „Mein Fürst, schlagt der Fürstin ein <strong>Bündnis gegen die Barbaren</strong> vor. Das wird Eure Untertanen zuversichtlich stimmen und sie werden nicht murren, wenn Ihr eine Sondersteuer erhebt.“</em></p>
<p><em><strong><img class="alignright size-full wp-image-990" title="Siegfried, Bezwinger der Barbaren" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Siegfried.jpg" alt="Siegfried Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></strong></em><em>So kam der Fürst gerade noch rechtzeitig zu einer weiteren Einheit für seine Grenzfestung, denn nur wenig später griffen die Barbaren die beiden Fürstentümer an. Die catanischen Einheiten hatten, wie erwartet, keine große Mühe, die Eindringlinge zurückzuschlagen. Und die Fürstin setze noch einen drauf. Sie befahl <strong>Siegfried, dem Bezwinger der Barbaren</strong>, den besiegten Eindringlingen nachzusetzen, </em><em><img class="alignright size-full wp-image-989" title="Rückzug de _Barbaren" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Rueckzug_der_Barbaren.jpg" alt="Rueckzug der Barbaren Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" /></em><em>was dieser dann so erfolgreich tat, dass der <strong>Rückzug der Barbaren</strong> wenig geordnet verlief. Ja es schien, als liefen die Barbaren vor dem leibhaftigen Teufel davon.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn ein Spieler den Barbarenüberfall erfolgreich besteht, darf er auch seine <strong><img class="alignright size-full wp-image-992" title="Triumphkarte" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/09/Triumphkarte.jpg" alt="Triumphkarte Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 11" width="220" height="220" />Triumphkarte</strong> um eine Stufe hochdrehen, anstatt sich zwei Rohstoffe zu nehmen. Die Triumphkarte ist eine Zählkarte, die ein Spieler automatisch auslegt, sobald er seine erste Stadt gebaut hat. Praktischerweise legt man sie auf einen freien Platz über oder unter einer beliebigen Landschaft. Sie kann von dort jederzeit wieder entfernt und an einer anderen Stelle platziert werden, falls der Platz für einen Landschaftsausbau benötigt wird.</p>
<p>In meinem letzten Blog hatte ich versprochen an dieser Stelle die neuen Turnierregeln vorzustellen. Diese stehen jetzt <a href="http://www.catan.de/de/download/Spielregeln/?Fuersten_von_Catan-Turnierspiel.pdf" target="_blank">auf catan.de zum Download</a> bereit.</p>
<p>Derzeit sitze ich an der Konzeption der zweiten Erweiterung „Goldene Zeiten“. Es wird wohl bis Frühjahr nächsten Jahres dauern, bis das Konzept und alle Karten von der Redaktion diskutiert, getestet und abgeschlossen sein werden. Dann melde ich mich an dieser Stelle wieder und stelle das Set „Zeit der Entdecker“ vor. Bis dahin wünsche ich allen Lesern dieses Blogs viel Spaß mit den neuen Karten der Erweiterung „Finstere Zeiten“.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 16:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<h2>Das Themenset „Zeit der Handelsherren“</h2>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="100" height="205" />Das Themenspiel „Zeit der Handelsherren“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich im 5. Teil meiner Blogreihe über die Reform des Kartenspiels vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans ist das Set „Zeit der Handelsherren“ im 14. Jh. angesiedelt und folgt auf das Set „Zeit der Entdeckungen“, einem Set, der für den Herbst 2012 geplanten zweiten Erweiterung.<br />
Die Schätze und das Gold der entdeckten Nachbarinseln lassen den Handel erblühen. Die Herrscher beider Fürstentümer ringen um die wirtschaftliche Vormachtstellung auf Catan. Dabei spielen mächtige Handelsherren und &#8211; wie schon bei „Zeit des Goldes“ &#8211; die Handelschiffe eine zentrale Rolle.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-935" title="Zeit der Handelsherren - Schiffsbauer" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Schiffsbauer.jpg" alt="Schiffsbauer Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />So ist der Fürst gut beraten, wenn er einen <strong>Schiffsbauer</strong> in seine Dienste nimmt. Der rothaarige Hüne mit schottischen Wurzeln ist nicht nur auf Festen ein Gewinn, er schafft es auch, so sparsam mit Holz und Wolle umzugehen, dass die Aufstellung einer Handelsflotte den Rohstoffbeutel des Fürsten merklich schont. Und wenn ein Handelschiff von einem Kaperschiff in ein Wrack verwandelt wurde, genügt dem geschickten Handwerker 1 Gold und flugs ist das Handelsschiff so gut wie neu.</p>
<p>Will ein Fürst seinen Handel ankurbeln, sollte er seinen Handelsherren eine Residenz bieten. Das ist gar nicht so teuer. Der Fürst muss nur eine Stadt besitzen und einen Bauplatz über oder unter einer passenden Landschaft zur Verfügung stellen; die Baukosten für die Residenz übernimmt dann großzügig der Handelsherr.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-934" title="Zeit der Handelsherren - Residenz des Tuch Handelsherrn" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Residenz_des_Tuch-Handelsherrn.jpg" alt="Residenz des Tuch Handelsherrn Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Die <strong>Residenz des Tuch-Handelsherrn</strong> muss an eine Weidelandschaft angelegt werden. Fortan wandelt der Tuch-Handelsherr auf Geheiß seines Fürsten jeweils zwei Wolle in einen Handelspunkt um. (Die Residenz wird um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn gedreht.) Die Zwischenstufe „Tuch“ sehen wir gar nicht, so schnell ist das Tuch wieder verkauft und der Handel gestärkt.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-933" title="Zeit der Handelsherren - Residenz des Papier-Handelsherrn" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Residenz_des_Papier-Handelsherrn.jpg" alt="Residenz des Papier Handelsherrn Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Die <strong>Residenz des Papier-Handelsherrn</strong> kann nur aktiv werden, wenn sie an einen Wald grenzt. Das Holz des Waldes wandelt der Papier-Handelsherr in Papier um. Aber auch hier halten wir uns erst gar nicht mit der Zwischenstufe „Papier“ auf. Uns, bzw. die Fürsten interessiert nur das Endresultat. Und das setzt sich in der dritten Stufe &#8211; also nach dreimaligem Umwandeln von Holz in Papier und Drehen der Karte &#8211; aus je einem Handels-, Fortschritts- und Siegpunkt zusammen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-937" title="Zeit der Handelsherren - Stunde der Handelsherren" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Stunde_der_Handelsherren.jpg" alt="Stunde der Handelsherren Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Jedem schlägt einmal die Stunde. So auch den Handelsherren. Aber keine Angst, sie werden nicht etwa von einem Orkan hinweggefegt. Nein, das Ereignis <strong>Stunde der Handelsherren</strong> hat einen durchweg positiven Effekt: Ganz ohne Rohstoffausgaben drehen wir alle Residenzen einfach auf die nächst höhere Stufe.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-939" title="Zeit der Handelsherren - Wagner" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Wagner.jpg" alt="Wagner Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />„Ach“, beklagt der Tuch–Handelsherr seine trostlose Lage. „Dort, auf der östlichen Weide vermehren sich die Schafe wie die Karnickel und hier auf der, meiner Residenz benachbarten Weide, scheinen sich meine Böcke in Enthaltsamkeit zu üben. So kann ich euch schlecht dienen, mein Fürst.“<br />
Wenn der Fürst klug ist, erhört er die Klage seines Handelsherrn und siedelt einen <strong>Wagner</strong> in seinem Fürstentum an. Der sorgt dann schon dafür, dass dem Handelsherrn die Wolle von fruchtbaren Schafen anderer Weiden zugeführt wird.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-927" title="Zeit der Handelsherren - Handwerkerzunft" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Handwerkerzunft.jpg" alt="Handwerkerzunft Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Schafe wollen geschoren werden, Wolle muss gesponnen und zu Tuch gewoben werden. Holz wartet auf seine Verarbeitung zu Papier. Wer soll das alles leisten? Natürlich der Mittelstand. Und das sind auch auf Catan die Handwerker, das Rückgrat jeder leistungsfähigen Gesellschaft. Das weiß auch unser Fürst. Und so gönnt er seinem Rückgrat eine <strong>Handwerkerzunft</strong>, was ihm sogleich mit der Aufwertung (Drehen der Karte um 90 Grad) seiner Residenzen vergolten wird. <img class="alignright size-full wp-image-940" title="Zeit der Handelsherren - Zunftmeister" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Zunftmeister.jpg" alt="Zunftmeister Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Wo eine Handwerkerzunft gebaut wurde, ist auch der <strong>Zunftmeister</strong> nicht weit, der seinem Herrn zu zwei beliebigen Rohstoffen verhilft.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-921" title="Zeit der Handelsherren - Handelshafen" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Handelshafen.jpg" alt="Handelshafen Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Was die Handwerker geschaffen haben, verbraten dann die Händler des Handelshafens. Denn wer einen <strong>Handelshafen</strong> gebaut hat, darf einmal in seinem Zug seine Residenzen um 1 Stufe zurückdrehen (Karte im Uhrzeigersinn um 90 Grad drehen) und sich dafür 2 beliebige Rohstoffe nehmen.</p>
<p>Die beiden Karten Handelshafen liegen zu Beginn des Spiels als offener Ausbaustapel aus. Somit können sowohl der Fürst als auch die Fürstin einen Handelshafen bauen, was auch durchaus empfehlenswert ist. Denn wer über einen Handelshafen verfügt, darf eine <strong>Niederlassung</strong> in einer Stadt seines Gegenübers platzieren und ihm dann einmal im eigenen Zug einen beliebigen Rohstoff für 1 Gold abknöpfen. Spielt er gar das <strong>Handelsmonopol</strong> aus, darf er ihn um bis zu drei Rohstoffe einer Sorte erleichtern.</p>
<p><img class="size-full wp-image-930 alignnone" title="Zeit der Handelsherren - Niederlassung" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Niederlassung.jpg" alt="Niederlassung Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" /><img class="size-full wp-image-925 alignnone" title="Zeit der Handelsherren - Handelsmonopol" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Handelsmonopol.jpg" alt="Handelsmonopol Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" /></p>
<p>Der Handelshafen ermöglicht auch den Bau eines <strong>Leuchtturms</strong>, der es einem angrenzenden Handelsschiff erlaubt, <img class="alignright size-full wp-image-929" title="Zeit der Handelsherren - Leuchtturm" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Leuchtturm.jpg" alt="Leuchtturm Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Rohstoffe im Verhältnis 1:1 zu tauschen. Wer keinen Handelshafen auf die Beine bringt, dem genügen alternativ auch zwei Schiffe, um einem davon mit einem Leuchtturm zukünftig besser heimleuchten zu können.</p>
<p>Entweder einen Handelshafen oder zwei Schiffe lautet auch die Bedingung der <strong>Handelsherrin Hergild</strong>, der zu Reichtum gekommenen Tochter eines alten Leuchtturmwärters. Vermag der Fürst eine der beiden Bedingungen erfüllen, kommt die Handelsherrin herbeigeeilt und bewirkt, dass der Fürst eine Rohstoffsorte, für die er ein Handelsschiff besitzt, beliebig oft in seinem Zug im Verhältnis 1:1 tauschen kann.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-923" title="Zeit der Handelsherren - Handelsherrin Hergild" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Handelsherrin_Hergild.jpg" alt="Handelsherrin Hergild Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-922" title="Zeit der Handelsherren - Handelsherr Gero" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Handelsherr_Gero.jpg" alt="Handelsherr Gero Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" /></p>
<p>Etwas bescheidener tritt der <strong>Handelsherr Gero</strong> auf. <img class="alignright size-full wp-image-936" title="Zeit der Handelsherren - Seehandelsmonopol" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Seehandelsmonopol.jpg" alt="Seehandelsmonopol Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Ihm genügt es, wenn zwei Handelsschiffe vor der Küste schippern, um seinem Fürsten mit zwei beliebigen Rohstoffen unter die Arme zu greifen.</p>
<p>Man sollte die Bedeutung der Handelsschiffe in diesem Set nicht unterschätzen. Besitzt der Fürst mehr Handelsschiffe als die Fürstin, kann er ein <strong>Seehandelsmonopol</strong> ausspielen. Dieses erlaubt es ihm, für jedes Handelsschiff, das er mehr besitzt, einen Rohstoff von der Fürstin zu fordern. Damit die Fürstin ihre Contenance nicht verliert, nimmt er ihr aber nie mehr als zwei Rohstoffe ab.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-920" title="Zeit der Handelsherren - Glückliche Handelsfahrt" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Glueckliche_Handelsfahrt.jpg" alt="Glueckliche Handelsfahrt Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-928" title="Zeit der Handelsherren - Launische See" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Launische_See.jpg" alt="Launische See Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" /></p>
<p>Ganz auf Handelsschiffe zugeschnitten sind auch die beiden Ereignisse <strong>Glückliche Handelsfahrt</strong> und <strong>Launische See</strong>. Ersteres verhilft dem Fürsten zu zwei Rohstoffen der Sorte eines seiner Handelsschiffe. Das zweite beschert dem Fürsten entweder einen Sturm, der – sollte er keinen Leuchtturm besitzen – eines seiner Handelsschiffe sinken lässt oder eine ruhige See, was ihm für jedes seiner Handelsschiffe einen beliebigen Rohstoff einbringt.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-919" title="Zeit der Handelsherren - Bund der Handelsherren" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Bund_der_Handelsherren.jpg" alt="Bund der Handelsherren Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Wenn der Fürst auf Handelsschiffe setzt und mit ihnen fleißig Rohstoffe tauscht, ist die Fürstin gut beraten, den <strong>Bund der Handelsherren</strong> ins Leben zu rufen. Dieser beschert ihr bei jedem 2:1- oder 3:1-Tausch des Fürsten einen Rohstoff der Sorte, den der Fürst beim Tausch abgibt. Oder sie baut ein ebenfalls dem Set beiliegendes Kaperschiff und versenkt damit ein Handelsschiff des Fürsten.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-931" title="Zeit der Handelsherren - Olaf, der Kauffahrer" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Olaf_der_Kauffahrer.jpg" alt="Olaf der Kauffahrer Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Mit <strong>Olaf, der Kauffahrer</strong> betritt erstmals ein Held die Bühne Catans, der neben einem Geschickpunkt auch einen Handelspunkt besitzt. Ein Wort des Fürsten genügt und der friedliche Kauffahrer wird zum gefährlichen Seeräuber, der die Fürstin um zwei Rohstoffe erleichtert. Natürlich ist der Handelspunkt dann futsch, da sich Olaf mit seinem Teil der Beute in den wohlverdienten Ruhestand begibt.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-926" title="Zeit der Handelsherren - Handelsposten" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Handelsposten.jpg" alt="Handelsposten Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Eine weitere Möglichkeit, Rohstoffe günstig zu tauschen, bietet der <strong>Handelsposten</strong>. Er wird auf eine freie Straße gelegt und ermöglicht es, einmal pro Zug zwischen den benachbarten Landschaften einen Rohstoff zu tauschen. So wird beispielsweise ein Gold schnell in ein, für den Straßenbau dringend benötigtes, Lehm umgewandelt.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-918" title="Zeit der Handelsherren - Bettelmönche" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Bettelmoenche.jpg" alt="Bettelmoenche Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Sollte die Fürstin den Handelsvorteil besitzen, kann der Fürst seine kirchlichen Beziehungen spielen lassen und die <strong>Bettelmönche</strong> ins gegenüberliegende Fürstentum schicken. Wir wissen nicht, welche Reden die Brüder schwingen, doch gelingt es ihnen immer, der Fürstin ein oder zwei Rohstoffe abzuschwatzen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-932" title="Zeit der Handelsherren - Räuberlager" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Raeuberlager.jpg" alt="Raeuberlager Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Gerne benutzt der Fürst auch das <strong>Räuberlager</strong> als probates Mittel, die Handelspunkte der Fürstin zu reduzieren. Aber mehr noch: Auf eine Straße der Fürstin gelegt, fangen die Räuber den einen oder anderen Händler ab, der zum Markt der Fürstin unterwegs ist. Dies bewirkt dann, dass der Fürst jedes Mal 1 Gold erhält, wenn die Fürstin über ihren Markt einen Rohstoff einlagert. So kann sich der Fürst ruhig zurücklehnen und sich gelassen der weiteren Expansion seines Fürstentums widmen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-938" title="Zeit der Handelsherren - Taktischer Rückzug" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Taktischer_Rueckzug.jpg" alt="Taktischer Rueckzug Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Braucht der Fürst das Räuberlager nicht mehr, bläst er zum <strong>taktischen Rückzug</strong>. Das bedeutet, er kann eines seiner im Gebiet der Fürstin errichteten Gebäude abreißen. Dafür erhält er zwei Rohstoffe – einen davon von der Fürstin, die sicher froh ist, das unliebsame Gebäude losgeworden zu sein.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-924" title="Zeit der Handelsherren - Handelsmetropole" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/08/Handelsmetropole.jpg" alt="Handelsmetropole Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 10" width="220" height="220" />Vielleicht sind das dann die entscheidenden Rohstoffe, die dem Fürsten zu einer <strong>Handelsmetropole</strong> und damit vielleicht auch zum Sieg verhelfen. Natürlich muss der Fürst die Bedingungen zum Bau der Handelsmetropole erfüllt haben: Entweder 6 Handelspunkte oder eine Residenz auf der höchsten Stufe. Die Handelsmetropole wird auf eine Stadt gelegt und bringt 2 zusätzliche Siegpunkte.</p>
<p>Die drei Sets der Erweiterung „Finstere Zeiten“ erweitern die Möglichkeiten der Spielform „Das Duell der Fürsten“. Mit der Erweiterung stehen den Spielern nun 6 Sets zur Verfügung, von denen jeweils 3 Sets für ein Duellspiel ausgewählt werden. Für alle, die sich für die Auswahlkriterien interessieren, folgt hier ein Auszug aus der Spielregel.</p>
<p><em>Mit Ausnahme der Zusammenstellung des Ereigniskarten-Stapels wird das „Duell der Fürsten“ unverändert nach den bekannten Regeln gespielt. Aus den vorhandenen Themensets wählt jeder Spieler 1 Themenset aus (der Startspieler wählt zuerst). Das dritte Themenset wird ausgelost: Nehmen Sie von jedem der nicht bereits ausgewählten Themensets 1 Ereigniskarte, mischen Sie diese verdeckt und ziehen Sie zufällig eine Karte. Die gezogene Karte bestimmt das dritte Set, mit dem das Duell bestritten wird. Alternativ können Sie den Zufall auch komplett entscheiden lassen: Nehmen Sie eine Karte aus jedem verfügbaren Themenset, mischen Sie diese und ziehen Sie zufällig 3 Karten – mit den 3 Sets, zu denen diese Karten gehören, spielen Sie. So oder so: Die nicht verwendeten Themensets legen Sie komplett bis zum nächsten Spiel in die Schachtel zurück.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In meinem nächsten Blog werde ich das Themenset „Zeit der Barbaren“ vorstellen und über die wichtigsten Regeln des Turnierspiels berichten.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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		<title>Hintergründe zur Entwicklung von „Aufbruch der Händler“</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 16:35:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach dem Erfolg von „The Settlers of America – Trails to Rails“ in den USA begann ich für den europäischen Markt ein ähnliches Szenario mit einem mittelalterlichen Thema zu entwickeln. Natürlich gab es im Mittelalter keine Schienen und keine Eisenbahnen. Aber der Transport von Waren und Menschen funktionierte auch in dieser Zeit – allerdings mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Hintergründe zur Entwicklung von „Aufbruch der Händler“" width="100" height="205" /></a>Nach dem Erfolg von <a href="http://www.catan.de/andere-spiele/settlers-of-america.html" target="_blank">„The Settlers of America – Trails to Rails“</a> in den USA begann ich für den europäischen Markt ein ähnliches Szenario mit einem mittelalterlichen Thema zu entwickeln. Natürlich gab es im Mittelalter keine Schienen und keine Eisenbahnen. Aber der Transport von Waren und Menschen funktionierte auch in dieser Zeit – allerdings mit anderen Mitteln.<br />
Bedingt durch den Aufschwung der Städte erlebte der Handel im Mittelalter eine Blüte. Kaufleute aus Oberitalien und Mitteleuropa schlossen sich zu Handelsgesellschaften zusammen, gründeten Handelsniederlassungen (Kontore, Faktoreien) in Nord- und Osteuropa, England, Spanien, Frankreich und Italien und sorgten für einen regen Warentausch in ganz Europa. Berühmte Beispiele für diese Zusammenschlüsse von Kaufleuten sind die Hanse, die Große Ravensburger Handelsgesellschaft oder die Welsersche Handelsgesellschaft.<br />
Das Spiel „Aufbruch der Händler“ ist eine grobe Simulation der Handelsaktivitäten im Mittelalter. Im Spiel sind Sie und Ihre Mitspieler die Vertreter mächtiger Kaufmannsfamilien oder Handelsgesellschaften.</p>
<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Haendler_Hauptplan.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-899" title="Aufbruch der Händler - Hauptplan" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Haendler_Hauptplan.jpg" alt="Haendler Hauptplan Hintergründe zur Entwicklung von „Aufbruch der Händler“" width="440" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Haendler_Figuren.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-897" title="Aufbruch der Händler  Spielfiguren" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Haendler_Figuren.jpg" alt="Haendler Figuren Hintergründe zur Entwicklung von „Aufbruch der Händler“" width="64" height="260" /></a>Es ist Ihr Ziel, ein großes Handelsnetz in Europa zu errichten und der erfolgreichste Kaufmann zu werden. Sie starten mit 3 Handelsniederlassungen (bzw. Kontoren) auf violetten Städtefeldern und schicken von dort Händler aus, um in fernen Städten neue Kontore zu gründen. Händler werben Sie mit Holz, Wolle und Getreide an. Dies sind die Rohstoffe, die Ihr Händler zum Aufbau eines Kontors benötigt.<br />
Mit der Errichtung eines neuen Kontors erhalten Sie Zugang zu Luxuswaren. Diese Waren können Pelze aus dem Norden, Wein aus dem Süden oder Tuch aus Flandern sein.<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Haendler_Handelsgueter.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-898" title="Aufbruch der Händler - Handelsgüter" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Haendler_Handelsgueter.jpg" alt="Haendler Handelsgueter Hintergründe zur Entwicklung von „Aufbruch der Händler“" width="60" height="60" /></a>Da die Vielfalt der in Europa gehandelten Luxuswaren den Rahmen des Spiels sprengen würde, erhalten Sie bei der Gründung eines Kontors ein Warenplättchen als Symbol für gehobene Handelsgüter aller Art.<br />
Die Warenplättchen bringen Sie mit Kaufmannszügen auf erschlossenen Handelswegen (siehe weiter unten) zu Städten mit Kontoren Ihrer Mitspieler – also zu Städten, in denen ein Bedarf an Ihren Handelsgütern (Warenplättchen) besteht. Natürlich erfolgte der Transport von Waren im Mittelalter sowohl zu Wasser als auch zu Land. Ihr Kaufmannszug steht daher sowohl für die Koggen auf den Meeren, die Flöße und Kähne auf den Flüssen und die Trecks der Fernhändler auf schlecht befestigten Wegen.<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Haendler_Salz.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-901" title="Aufbruch der Händler - Salz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Haendler_Salz.jpg" alt="Haendler Salz Hintergründe zur Entwicklung von „Aufbruch der Händler“" width="162" height="250" /></a>Der Transport von Waren war im Mittelalter ein risikoreiches Unterfangen. Auf den Meeren waren es Piraten und auf den Landwegen Raubritter und Räuber, die auf fette Beute lauerten. Bei den Baukosten für einen Kaufmannszug steht das Erz daher für die Bewaffnung der Koggen und Kaufmannszüge, während das Holz zum Bau der Transportmittel benötigt wird. Und warum ist Salz die dritte Komponente der Baukosten? Salz war im Mittelalter eines der wichtigsten – wenn nicht sogar das wichtigste – Handelsgut. Somit steht Salz symbolisch für die alltäglichen Waren, die ein Kaufmannszug oder eine Kogge mit sich führte – Waren, ohne die der Bau eines Kaufmannszuges überhaupt keinen Sinn ergeben hätte.<br />
Im Mittelalter gab es in Europa nur wenige befestigte Straßen aus der Römerzeit. In der Regel waren die Handelswege unbefestigte Naturwege, auf denen die von Ochsen gezogenen Karren der Händler mehr schlecht als recht vorankamen. Daher bauen Sie in „Aufbruch der Händler“ keine Straßen sondern erschließen Handelswege, auf denen Ihre Kaufmannszüge zu den Kontoren Ihrer Mitspieler fahren.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Haendler_Baukosten.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-896" title="Aufbruch der Händler - Baukosten" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Haendler_Baukosten.jpg" alt="Haendler Baukosten Hintergründe zur Entwicklung von „Aufbruch der Händler“" width="440" height="145" /></a></p>
<p>Die Erschließung von Handelswegen bzw. die Wahl der besten Handelsroute war sicher kein leichtes Unterfangen. Unterwegs musste der Kaufmannszug Abgaben leisten, damit ihm der jeweilige Territorialherr Geleitreiter zum Schutz vor Räubern zur Seite stellte, Zölle mussten bezahlt werden und Unterkünfte zur Rast mussten vorhanden sein. Auch auf Flussreisen und Reisen auf dem Meer fielen Zölle und Abgaben an. Kaufleute ohne Gespür für die beste Handelsroute waren von vornherein zum Scheitern verurteilt.<br />
Die Abgaben wurden von den Verantwortlichen zum Teil dafür eingesetzt, Handelswege auszubessern, den Schutz vor Wegelagerern zu gewährleisten und im maritimen Bereich Hafenanlagen auszubauen. Für diese Maßnahmen wurden vornehmlich die Rohstoffe Holz und Erz benötigt. Zugunsten eines unkomplizierteren Spiels habe ich als Kosten für die Erschließung eines Handelswegs daher Holz und Erz angesetzt.</p>
<p>Grundsätzlich liegen „Aufbruch der Händler“ ähnliche Regeln wie „Settlers of America“ zugrunde. Das Spielgefühl unterscheidet sich aber deutlich. Dies liegt daran, dass sich die Spieler nicht von Ost nach West, sondern von der Mitte des Spielplans nach allen Seiten ausbreiten. Auch werden die beweglichen Zahlenchips nach anderen Regeln eingesetzt bzw. versetzt.<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Haendler_Kurzspiel.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-900" title="Aufbruch der Händler - Kurzspielplan" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Haendler_Kurzspiel.jpg" alt="Haendler Kurzspiel Hintergründe zur Entwicklung von „Aufbruch der Händler“" width="230" height="153" /></a>Auf der Rückseite des Spielplans gibt es zudem eine Karte für ein Kurzspiel. Auf dieser Karte ist Westeuropa ausgespart, wodurch die westliche Ausbreitungsmöglichkeit entfällt und die Spieldauer in der Regel nur eine Stunde beträgt.<br />
Zum Schluss verrate ich allen, die nicht auf Kunststofffiguren stehen, gerne: Alle Spielfiguren bestehen aus Holz. <img src='http://blog.catan.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt="icon wink Hintergründe zur Entwicklung von „Aufbruch der Händler“" class='wp-smiley' title="Hintergründe zur Entwicklung von „Aufbruch der Händler“" /> </p>
<p><em>Klaus Teuber, Juli 2011</em></p>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 18:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Finstere Zeiten – Das Themenset „Zeit der Intrigen“ Das Thema dieses Sets ist der Streit zwischen den Anhängern Odins und den Christen. Die Anfänge dieser Auseinandersetzung werden auch von Rebecca Gablé in ihrem Roman „Die Siedler von Catan“ geschildert. Die zentralen Ereignisse des Sets sind die beiden Karten „Glaubensstreit“. Ereignet sich ein Glaubensstreit, verlieren beide [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-6 alignleft" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="77" height="158" /></p>
<h3>Finstere Zeiten –<br />
Das Themenset „Zeit der Intrigen“</h3>
<p><img class="alignright size-full wp-image-841" title="Glaubensstreit" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Glaubensstreit.jpg" alt="Glaubensstreit Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" />Das Thema dieses Sets ist der Streit zwischen den Anhängern Odins und den Christen.</p>
<p>Die Anfänge dieser Auseinandersetzung werden auch <a href="http://www.catan.de/literatur/catan-roman.html" target="_blank">von Rebecca Gablé in ihrem Roman „Die Siedler von Catan“ geschildert</a>.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-846" title="Kirche" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Kirche.jpg" alt="Kirche Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" />Die zentralen Ereignisse des Sets sind die beiden Karten <strong>„Glaubensstreit“</strong>. Ereignet sich ein Glaubensstreit, verlieren beide Spieler ihre Handkarten.</p>
<p><strong><img class="alignright size-full wp-image-856" title="Tempel-Odins" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Tempel-Odins.jpg" alt="Tempel Odins Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" />Kirchen</strong> und<strong> Tempel</strong>, die Karten des offenen Nachziehstapels, mindern den Verlust. Mit einem Tempel und seinen Folgekarten stärkt man zudem den Zugriff auf die eigenen Nachziehstapel und eine Kirche eröffnet die Möglichkeiten, gegnerische Helden abzuwerben und zusätzliches Gold zu erwirtschaften. Und wer sowohl Kirche als auch Tempel gebaut hat, kann das Große Thing errichten und den Glaubensstreit beenden.</p>
<p><img class="size-full wp-image-845 alignright" title="Judith-Hueterin-der-Kirche" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Judith-Hueterin-der-Kirche.jpg" alt="Judith Hueterin der Kirche Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" />Eine große Rolle in diesem Set spielen auch die beiden Helden <strong>Judith, Hüterin der Kirche</strong> und <strong>Bran, Streiter des Tempels</strong>.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-840" title="Bran-Streiter-des-Tempels" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Bran-Streiter-des-Tempels.jpg" alt="Bran Streiter des Tempels Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" />Wie schon im Basisspiel das Rathaus auf das Gemeindehaus gelegt und dessen Funktion damit erweitert wurde, wird Judith auf einer Kirche platziert. Judith schützt die Kirche vor allen Aktionen und Ereignissen. Dabei bleiben die Funktionen der Kirche als solche erhalten. Der Siegpunkt der Kirche ist auf der Karte von Judith mit abgebildet (einer ist von Judith, einer ist von der Kirche). Gleiches gilt für Bran und den Tempel.<br />
Doch lassen wir Judith und Bran, die Vertreter der beiden Glaubensrichtungen, ein wenig miteinander plaudern und dabei die übrigen Karten des Sets vorstellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Judith: <em>Eine schöne Insel, dieses Catan. Aber meine Kirche macht das Land erst vollkommen.</em></p>
<p>Bran: <em>Bald werden hier Kirchen wie Pilze aus dem Boden sprießen. Dem sollte ich mit einem Tempel Odins Einhalt gebieten.</em></p>
<p>Judith:<em> Wage es nicht, du Gottloser!</em></p>
<p>Bran:<em> Gottlos? Wer? Ich? Ich glaube an Götter! Odin, Loki, Freyja, Thor …</em></p>
<p>Judith:<em> Es gibt aber nur einen Gott! Meinen! Und der hat immerhin Himmel, Erde und die Menschen erschaffen.</em></p>
<p>Bran:<em> Ui, warst du dabei? Ich jedenfalls nicht. Trotzdem weiß ich, dass es Odin war, der die ersten beiden Menschen Ask und Embla erschuf.</em></p>
<p>Judith:<em> Lächerlich! Erstens hießen die ersten Menschen Adam und Eva und zweitens frage ich dich, wie ein Kriegsgott Leben erschaffen können soll? Deiner hetzt die Menschen in den Tod, meiner ist für die Menschen gestorben.</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-838" title="Bischof" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Bischof.jpg" alt="Bischof Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Odin säuft mit allen Kriegern in Walhall, die mit seinem Namen auf den Lippen im Kampf fallen. Was kann ein Krieger Besseres erwarten als solch ein Paradies? Wenn du etwas näher zu mir rückst, holde Judith, erzähle ich dir gerne mehr über Odin und Walhall.</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-852 alignright" title="Opferstaette" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Opferstaette.jpg" alt="Opferstaette Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Bevor du mir hier den Hof machst, solltest du dich mal waschen oder besser gleich taufen und bekehren lassen. Vielleicht kann mein <strong>Bischof</strong> das in die Wege leiten.</em></p>
<p>Bran:<em> Bekehren nennst du das, wenn dein Bischof mir mein Gold aus den Rippen schneiden will? Ich schicke ihn lieber zur <strong>Opferstätte</strong>, dort kann er sich auf dem Opferstein nützlich machen.</em></p>
<p>Judith:<em> Das wirst du schön bleiben lassen, du ungehobelter Klotz!</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-851" title="Nornenpriesterin" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Nornenpriesterin.jpg" alt="Nornenpriesterin Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Na gut, als vertrauensbildende Maßnahme lasse ich deinen Bischof laufen. Dann werde ich jetzt die <strong>Nornenpriesterin</strong> um Hilfe bitten.</em></p>
<p>Judith:<em> Was ist denn das wieder für ein heidnischer Unfug?</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-853 alignright" title="Priester-Odins" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Priester-Odins.jpg" alt="Priester Odins Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Die Nornen sind weise Frauen, die an der Wurzel der Weltenesche neben einem Brunnen wohnen und unser Schicksal bestimmen. Soeben haben sie mir den <strong>Priester Odins</strong> auf die Hand gespielt. Ich mache dich mal mit ihm bekannt. Aber pass auf! Möglicherweise bist du danach etwas durcheinander.</em></p>
<p>Judith:<em> Himmel, stinkt der aus dem Hals. Mir schwinden gleich die Sinne. Was wollte ich doch gleich?</em></p>
<p>Bran:<em> Mich bekehren?</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-850" title="Missionar" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Missionar.jpg" alt="Missionar Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Richtig, ich wollte dir meinen <strong>Missionar</strong> auf den Hals hetzen. Aber, wo ist er denn? Himmel, es kann doch nicht sein, dass sich mein Diener Gottes von deinem grässlichen Priester in die Flucht schlagen lässt?</em></p>
<p>Bran:<em> Warum nicht? Auch Odins Wege sind manchmal unergründlich.</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p>Wenig später …</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Judith:<em> Ah, da ist er ja wieder, der Herr Missionar. Wenn es ihm gelingt, einen deiner Helden auf die Weide des Herrn zu führen, kann er seinen Schnitzer wieder gut machen.</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-842 alignright" title="Gottfried-der-Intrigant" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Gottfried-der-Intrigant.jpg" alt="Gottfried der Intrigant Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Vegetarische Kost für Odins Krieger? Ein guter Witz! Aber bevor meine Helden einer so hübschen Kirchenhüterin vielleicht doch auf den Kirchenleim gehen, lasse ich <strong>Gottfried</strong> ein bisschen intrigieren.</em></p>
<p>Judith:<em> Überstrapaziere nicht meine Geduld!</em></p>
<p>Bran:<em> Ich kann nicht anders, der Missionar ist jetzt auf meiner Seite.</em></p>
<p>Judith:<em> Pah, ohne Kirche nützt er dir nichts.</em></p>
<p>Bran:<em> Dann baue ich halt eine.</em></p>
<p>Judith:<em> Und was sagt dein Gott zur Konkurrenz?</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-855" title="Reiner-der-Mueller" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Reiner-der-Mueller.jpg" alt="Reiner der Mueller Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Odin ist nicht eitel, sondern eher pragmatisch wie ich. Solange er der Stärkere ist, kümmern ihn andere Götter wenig. Außerdem verliert dieser dumme Glaubensstreit seine Zähne, wenn die paar Christen in meinem Fürstentum auch einen Ort zum Beten haben.</em></p>
<p>Judith:<em> Du kommst dir wohl sehr schlau vor?</em></p>
<p>Bran:<em> Ich bin schlau, denn jetzt missioniert dein ehemaliger Missionar bei dir und beschert mir <strong>Reiner, den Müller</strong>.</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-848 alignright" title="Meister-der-Bruderschaft" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Meister-der-Bruderschaft.jpg" alt="Meister der Bruderschaft Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Auf die treulose Seele verzichte ich gerne. Glücklicherweise steht der <strong>Meister der Bruderschaft</strong> auf meiner Seite und vergoldet mir den Verlust.</em></p>
<p>Bran:<em> Hilft er dir, weil er an deinen Gott glaubt?</em></p>
<p>Judith:<em> Nein.</em></p>
<p>Bran:<em> Dann glaubt er an Odin?</em></p>
<p>Judith:<em> Nein.</em></p>
<p>Bran:<em> Glaubt er überhaupt an etwas?</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-847" title="Klosterbrauerei" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Klosterbrauerei.jpg" alt="Klosterbrauerei Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Keine Ahnung. Er faselt dauernd etwas von Toleranz und Aufklärung.</em></p>
<p>Bran:<em> Dein Meisterbruder scheint mir nicht von dieser Welt zu sein.</em></p>
<p>Judith:<em> Mag sein, kümmert mich aber auch nicht. Ich baue jetzt für meine loyalen Helden eine <strong>Brauerei</strong> und lade sie zum Abendmahl zu Brot und Bier ein.</em></p>
<p>Bran:<em> Sollte da nicht Wein gereicht werden?</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-854 alignright" title="Quelle-Odins" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Quelle-Odins.jpg" alt="Quelle Odins Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Nein, Bier. Das war ein Übersetzungsfehler von irgendwelchen unwissenden Mönchen.</em></p>
<p>Bran:<em> Aha. Falls du ein klares, wohlschmeckendes Elixier für dein Bier benötigst, könnte ich dir ein paar Fässer Wasser aus der <strong>Quelle Odins</strong> zukommen lassen.</em></p>
<p>Judith: <em>Mit deinem heidnischen Wasser kannst du von mir aus deine Schweine tränken. In mein Bier kommt mir so etwas nicht.</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-857" title="Wallfahrtsort" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Wallfahrtsort.jpg" alt="Wallfahrtsort Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Schade, ich dachte du würdest mir im Gegenzug verraten, welcher begnadete Steinmetz das Kreuz in den Felsen deines <strong>Wallfahrtsorts</strong> gemeißelt hat. Wenn ich sehe, wie du mit deinen Buden Tand vergoldest, könnte ich direkt neidisch werden. War es vielleicht <strong>Michael, der Baumeister</strong>?</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-849 alignright" title="Michael-der-Baumeister" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Michael-der-Baumeister.jpg" alt="Michael der Baumeister Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Nein, es gibt keinen Steinmetz und der Baumeister war mir nur bei der Errichtung meiner prachtvollen Kirche zu Diensten. Das Kreuz hat mein Gott höchstpersönlich mit einem mächtigen Blitz in den Stein gebrannt. Ein großes Wunder, das dein Odin wohl kaum hinbekommt.</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-858" title="Wirtshaus-zur-Roten-Laterne" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Wirtshaus-zur-Roten-Laterne.jpg" alt="Wirtshaus zur Roten Laterne Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Das glauben doch wohl nur deine dummen Untertanen. Weißt du was, ich schenke dir das <strong>Wirtshaus zur Roten Laterne</strong>! Und gratis gibt es ein paar feine Damen dazu. Die werden nicht lange brauchen, um den Namen deines Steinmetzes aus deinen Helden heraus zu kitzeln.</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-839 alignright" title="Bischofssitz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Bischofssitz.jpg" alt="Bischofssitz Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Wenn sich einer meiner Helden in diesem unseligen Haus blicken lässt, erhält er zum Abendmahl nur noch hartes Brot. Apropos Brot. Das wird dank dieses untreuen Müllers gerade knapp. Und du scheinst ihn weidlich nutzen zu können. Ich glaube, ich muss meinem Bischof einen Sitz bauen.</em></p>
<p>Bran:<em> Was hat dein <strong>Bischofssitz</strong> mit dem Müller zu tun?</em></p>
<p>Judith:<em> Nun, der Bischof hat mir als Gegenleistung für seinen Sitz versprochen, dem Müller die Exkommunikation anzudrohen, wenn dieser nicht als Einsiedler in die Wüste geht. Als Buße für seine Untreue kann er dort Gestein zu Sand mahlen. Wenn ich den Müller nicht haben kann, sollst du ihn auch nicht haben. Auge um Auge, Zahn um Zahn …</em></p>
<p>Bran:<em> Odin hat übrigens auch ein Auge verloren. Seine Zähne hat er wohl noch. Die haben doch einiges gemeinsam unsere Götter. Und damit wir doch auch, oder?</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-844" title="Gute-Nachbarschaft" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Gute-Nachbarschaft.jpg" alt="Gute Nachbarschaft Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Judith:<em> Unsinn, mein Gott hat kein Auge verloren. Der dumme Spruch ist mir eben nur so rausgerutscht. Mein Gott will die Versöhnung. Wir sollen unseren Feinden die linke Wange hinhalten, wenn er uns auf die rechte schlägt.</em></p>
<p>Bran:<em> Interessant. Dann tun wir doch etwas für unsere Versöhnung. Als erstes stoßen wir auf eine <strong>gute Nachbarschaft</strong> an oder zumindest auf eine bessere!</em></p>
<p>Judith:<em> Meinetwegen. Schließlich steht in der Bibel, ich soll auch meine Feinde lieben.</em></p>
<p><em><img class="size-full wp-image-843 alignright" title="Grosses-Thing" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2011/07/Grosses-Thing.jpg" alt="Grosses Thing Die Reform des Kartenspiels 2011 – Teil 9" width="220" height="220" /></em>Bran:<em> Und dann baue ich für uns das <strong>Große Thing</strong>.</em></p>
<p>Judith:<em> Und was sollen wir damit?</em></p>
<p>Bran:<em> Unsere Streitigkeiten beilegen. Miteinander reden. Außerdem gibt es dort hinter den Felsen ein paar sehr romantische Plätze für frisch Verliebte …</em></p>
<p>Judith:<em> Was soll das denn heißen?</em></p>
<p>Bran:<em> Dass wir nicht immer nur miteinander streiten sollten. Was wirst du denn als gute Christin tun, wenn ich dich jetzt auf die rechte Wange küsse?</em></p>
<p>Judith:<em> Ich werde dir wohl die linke Wange hinhalten müssen …</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p>Etwas später…</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Judith:<em> Vom Mund steht aber nichts in der Bibel!</em></p>
<p>Bran:<em> Woher willst du das wissen? Vielleicht erinnerst du dich jetzt …</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bisher war es nur möglich, Siedlungen, Städte und Landschaften auszubauen. In der Erweiterung gibt es nun erstmalig Karten, die auch auf freie Straßen gelegt werden können.<br />
Im Set „Zeit der Intrigen“ ist dies die Karte “Wirtshaus zur Roten Laterne“. Da die Karte nicht auf einen freien Bauplatz sondern auf eine Straße gelegt wird, sprechen wir vom Ergänzen einer Straße. Die Funktion einer „ergänzten“ Straße bleibt erhalten, sie erhält lediglich zusätzliche Funktionen bzw. Eigenschaften. Daher zeigt die Illustration jeder Straßenergänzung auch weiterhin eine Straße.</p>
<p>Die Erweiterung „Finstere Zeiten“ bietet nicht nur neue, spannende Themenspiele, sie ist auch eine Bereicherung für das Duell. Mit den neuen Sets der Erweiterung gibt es nun insgesamt sechs verschiedene Sets. Mit den vielen Möglichkeiten, drei Sets miteinander zu kombinieren, gestaltet sich das Duell noch abwechslungsreicher und bietet immer wieder neue Herausforderungen.<br />
Auch der Turniermodus ist mit den neuen Karten nun erstmals sinnvoll spielbar. Daher werden wir ihn auch für das Spiel in der Catan-Onlinewelt programmieren.</p>
<p>Voraussichtlich Anfang August stelle ich das zweite Set der Erweiterung „Zeit der Handelsherren“ vor.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8</title>
		<link>http://blog.catan.de/2010/09/kartenspiel-reform-2010-teil-8/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Sep 2010 17:27:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil 8 – Das Themenset „Zeit des Fortschritts“ und das Duell Einleitung Das Themenspiel „Zeit des Fortschritts“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich im 5. Teil meiner Blogreihe über die Reform des Kartenspiels vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans spielt das Set im 15. Jahrhundert. Mit der Entdeckung der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="100" height="205" />Teil 8 – Das Themenset „Zeit des Fortschritts“ und das Duell</h3>
<h4>Einleitung</h4>
<p>Das Themenspiel „Zeit des Fortschritts“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich im 5. Teil meiner Blogreihe über die Reform des Kartenspiels vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans spielt das Set im 15. Jahrhundert. Mit der Entdeckung der Atlantikinsel durch portugiesische Seefahrer beginnt ein reger kultureller Austausch zwischen Catan und dem europäischen Festland. Im Norden und im Süden der Insel entsteht jeweils eine Universität. Die portugiesischen Seefahrer bringen jedoch nicht nur neue wissenschaftliche Erkenntnisse nach Catan. Sie bringen auch Seuchen.<br />
Aus Zeitgründen erspare ich mir diesmal eine Rahmengeschichte, mit der ich in den vergangenen zwei Blogbeiträgen die Karten der Themensets „Zeit des Goldes“ und „Zeit der Wirren“ vorgestellt habe.</p>
<h4>Die Universität</h4>
<p>Im Mittelpunkt dieses Sets steht die <em><strong>Universität</strong></em>. Sie liegt im offenen Nachziehstapel aus und kann – vorausgesetzt man hat vorher ein Kloster (Basisset) oder eine <em><strong>Bibliothek</strong></em> errichtet – direkt gebaut werden, ohne sie vorher auf die Hand nehmen zu müssen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-831" title="Universität" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Universitaet1.jpg" alt="Universitaet1 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-828" title="Bibliothek" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Bibliothek1.jpg" alt="Bibliothek1 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /></p>
<p>Da die Bibliothek nur 4 Rohstoffe kostet, einen Siegpunkt einbringt und man nach ihrem Bau eine Karte aus einem Nachziehstapel aussuchen darf, ist sie als Bedingungsgebäude für die Universität eine attraktive Alternative zum Kloster.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-829" title="Dreifelderwirtschaft" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Dreifelderwirtschaft1.jpg" alt="Dreifelderwirtschaft1 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-830" title="Flözbau" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Floezbau1.jpg" alt="Floezbau1 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /></p>
<p style="text-align: center;">
<p>Die Universität erlaubt den Einsatz einer Reihe von nützlichen Karten. So bescheren die beiden Aktionskarten <em><strong>Dreifelderwirtschaft</strong></em> dem Spieler willkommene zusätzliche Getreideernten und die beiden Karten <em><strong>Flözbau</strong></em> erhöhen die Erzvorräte.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-809" title="Geschützmeister" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Geschuetzmeister.jpg" alt="Geschuetzmeister Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-804" title="Baukran" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Baukran.jpg" alt="Baukran Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /></p>
<p>Die beiden <em><strong>Geschützmeister</strong></em> bieten sich an, um den Stärkevorteil vom Mitspieler zu übernehmen oder ihn zu sichern.<br />
<img class="alignright size-full wp-image-813" title="Parlament" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Parlament.jpg" alt="Parlament Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" />Eine weitere Errungenschaft der Universität ist der <em><strong>Baukran</strong></em>. Mit seiner Hilfe kostet jeder Stadtausbau, dessen Baukosten 4 Rohstoffe übersteigen, einen beliebigen Rohstoff weniger. Es ist sicher von Vorteil, den Baukran zu besitzen, wenn man das mit 7 Rohstoffen teuerste Gebäude dieses Sets bauen möchte, das <em><strong>Parlament</strong></em>. Aber es lohnt, denn mit den zwei Siegpunkten des Parlaments kann man schnell aufholen oder gar überraschend gewinnen.</p>
<h4>Die Seuchen</h4>
<p>Zum Set gehören 5 Ereigniskarten. Neben den beiden schon aus dem Basisset bekannten Karten Erfindung liegen dem Set drei Karten <em><strong>Seuche</strong></em> bei. Eine Seuche bewirkt, dass jede an eine Stadt angrenzende Landschaft einen Rohstoff verliert. Diese können einen Spieler, der sorglos auf Stadtbau setzt, empfindlich schaden.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-815" title="Seuche" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Seuche.jpg" alt="Seuche Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-803" title="Badhaus" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Badhaus.jpg" alt="Badhaus Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /></p>
<p>Aber es gibt ein Gegenmittel: Das <em><strong>Badhaus</strong></em>. Die Landschaften einer Stadt, in der ein Badhaus gebaut wurde, sind vor Seuchen geschützt. Damit nicht nur eine Stadt vor Seuchen geschützt werden kann, stehen den Spielern 3 Badhäuser zu Verfügung. Sollte das Kind in den Brunnen gefallen sein, sprich die Seuche eine oder mehrere Städte eines Spielers heimgesucht haben, tröstet eine <em><strong>Apotheke</strong></em> ein wenig über den Verlust der Rohstoffe hinweg.  Nach einer Seuche spendet sie ihrem Besitzer einen beliebigen Rohstoff – unabhängig davon, ob dieser von der Seuche betroffen war oder nicht.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-802" title="Apotheke" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Apotheke.jpg" alt="Apotheke Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-812" title="Medicus" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Medicus.jpg" alt="Medicus Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /></p>
<p>Wo ein Badhaus steht, ist auch ein <em><strong>Medicus</strong></em> nicht fern. Und so enthält das Set zwei dieser Aktionskarten. In Verbindung mit dem Badhaus bewirkt der Medicus bei den Siedlern eine Steigerung ihrer Schaffenskraft, was sich als zusätzlicher Rohstoff in den beiden einem Badhaus benachbarten Landschaften niederschlägt.</p>
<h4>Sonstige Karten</h4>
<p>In einem Set, dessen Thema der Fortschritt ist, sollte ein <em><strong>Rathaus</strong></em> nicht fehlen. Es gewährt seinem Besitzer den Vorteil, beim Tauschen einer Handkarte am Ende seines Zuges kostenlos eine Karte aussuchen zu dürfen. Vielleicht fragen Sie sich jetzt, ob das Gemeindehaus dann nicht überflüssig wird. Ja, das wird es. Daher wird das Rathaus auch direkt auf das Gemeindehaus gebaut und verbraucht somit keinen neuen Bauplatz.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-814" title="Rathaus" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Rathaus.jpg" alt="Rathaus Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-810" title="Guido, der Gesandte" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Guido.jpg" alt="Guido Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /></p>
<p>Ein Rathaus ist mitunter auch eine Stätte der Diplomatie. Daher liegt es nahe, dass es als Bedingung für das Spielen der Aktionskarte <em><strong>Guido, der Gesandte</strong></em> dient. Guido ermöglicht es, eine Karte aus dem Ablagestapel zu fischen. Das kann sehr nützlich sein, wenn man sich beispielsweise die Dreifelderwirtschaft erneut zu Nutze machen möchte. Den gleichen Effekt hat auch die Aktionskarte <em><strong>Gustav, der Bibliothekar</strong></em>. Es versteht sich, dass man für das Spielen von Gustav kein Rathaus, sondern eine Bibliothek benötigt. Beide Aktionskarten lassen sich auch bedingungslos spielen, wenn man weniger Siegpunkte als der Mitspieler besitzt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-811" title="Gustav, der Bibliothekar" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Gustav.jpg" alt="Gustav Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-805" title="Benjamin, der fahrende Scholar" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/09/Benjamin.jpg" alt="Benjamin Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 8" width="220" height="220" /></p>
<p>Bedingungslos lässt sich auch <em><strong>Benjamin, der fahrende Scholar </strong></em>einsetzen. Mit Benjamins Hilfe erhält man in jeder Landschaft, deren Zahl man zu Beginn des Zuges gewürfelt hat, nochmals den Rohstoff dieser Landschaft.</p>
<p>Bei „Zeit des Fortschritts“ geht es friedlicher zwischen den Spielern zu als im Set „Zeit der Wirren“. Die Bedrohung kommt in Form der Seuchen von Außen und man sollte versuchen, sein Fürstentum rechtzeitig mit Badhäusern vor Rohstoffverlusten zu schützen. Die Universität und die an sie geknüpften Karten sind nicht mehr so stark wie im alten Kartenspiel, haben aber immer noch genügend Gewicht, eine Partie entscheiden zu können.</p>
<h4>Das Duell</h4>
<p>Wer alle drei Themenspiele gespielt hat und die Karten gut kennt, findet im Duellmodus eine neue Herausforderung. Im Duell kommen alle Themensets zum Zuge, allerdings in abgespeckter Form. Mancher Leser meiner Blogbeiträge wird sich sicher gefragt haben, was die komischen kleinen Halbmonde auf manchen Karten zu bedeuten haben. Nun, ist eine Karte mit einem Mond gekennzeichnet, dann geht sie beim Duell „schlafen“, wird also aussortiert. Das bedeutet, wir spielen ein Duell zwar mit allen Basiskarten aber nur ungefähr mit der Hälfte der Karten jedes Themensets.<br />
Das hat zur Folge, dass in jedem Set auch die Schlüsselkarten nur einmal vertreten sind: Im Set „Zeit des Goldes“ gibt es nur eine Händlergilde, im Set „Zeit der Wirren“ nur eine Spelunke und im Set „Zeit des Fortschritts“ nur eine Universität. Man muss sich also früh entscheiden, in welche strategische Richtung man spielen möchte oder taktieren und die Richtung ändern, wenn der Mitspieler einem ein Schlüsselgebäude weggeschnappt hat. Hat der Mitspieler beispielsweise die Händlergilde auf der Hand oder gar gebaut, kann man versuchen mit der Spelunke oder der Universität und ihren zugehörigen Karten zu kontern.</p>
<p>Der Duellmodus bietet ein breites strategisches und taktisches Spektrum, dessen Spielreiz durchaus an den des Turniermodus heranreicht. Der Duellmodus hat aber gegenüber dem Turniermodus den großen Vorteil, dass man kein zweites Spiel benötigt, da alle benötigten Karten in der Schachtel des Spiels „Die Fürsten von Catan“ vorhanden sind. Und für alle Spieler, die nicht so gerne eigene Decks zusammenstellen, hat es den Vorteil, dass man ohne lange Vorbereitungszeit sofort losspielen kann und dennoch die Auswahl aus allen Karten hat.</p>
<p>Damit will ich aber nicht sagen, dass der Turniermodus gestorben ist. Er wird mit der ersten Erweiterung, die den Arbeitstitel „Finstere Zeiten“ trägt, zu neuem Leben erwachen.</p>
<p>Das Spiel „Die Fürsten von Catan“ wird voraussichtlich in der gleichen Woche ausgeliefert werden, in der dieser Blogbeitrag veröffentlicht wird. Es war ein langer Weg bis zur Fertigstellung der überarbeiteten Version des alten Kartenspiels, ein Weg den Peter Gustav Bartschat, Dr. Reiner Düren und Sebastian Rapp mit mir gegangen sind. Es war ein spannender Weg mit vielen Testspielen und anregenden, manchmal tiefgründigen und nicht selten auch humorvollen und erheiternden Diskussionen. Es war ein schöner Weg, für den ich mich bei den Dreien ganz herzlich bedanke. Mein besonderer Dank gilt Michael Menzel, der Catan seine wundervollen Illustrationen geschenkt und dem Slogan „Catan wird lebendig“ seine Berechtigung verliehen hat.</p>
<p>In meinem nächsten Blogbeitrag werde ich voraussichtlich Ende dieses Jahres über das erste der drei Themenspiele der ersten Erweiterung berichten, das den Namen „Zeit der Intrigen“ trägt.</p>
<h4>PS:</h4>
<p>Ein Bild von Peter Gustav Bartschat diente dem Illustrator Michael Menzel als Vorlage für die Karte „Gustav, der Bibliothekar“. Peter Gustav Bartschat hat zusammen mit Dr. Reiner Düren die <a href="http://www.catan.de/literatur/encyclopaedia-catanica.html" target="_blank">Encyclopædia Catanica</a> verfasst, zwei lesenswerte Kriminalromane veröffentlicht und ist Autor des Buches <a href="http://www.catan.de/literatur/im-zeichen-des-sechsecks.html" target="_blank">„Im Zeichen des Sechsecks“</a>, das anlässlich des 10- jährigen Jubiläums von „Die Siedler von Catan“ erschien.<br />
Als Vorlage für „Guido, der Gesandte“  und „Benjamin, der fahrende Scholar“ dienten Bilder meiner beiden Söhne Guido und Benjamin.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 12:07:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil 7 – Zeit der Wirren Einleitung Das Themenspiel „Zeit der Wirren“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich im 5. Teil meiner Blogreihe über die Reform des Kartenspiels vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans ist das Set Mitte des 9. Jahrhunderts, also ca. 100 Jahre nach der Ankunft der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="100" height="205" />Teil 7 – Zeit der Wirren</h3>
<h4>Einleitung</h4>
<p>Das Themenspiel „Zeit der Wirren“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich im 5. Teil meiner Blogreihe über die Reform des Kartenspiels vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans ist das Set Mitte des 9. Jahrhunderts, also ca. 100 Jahre nach der Ankunft der ersten Siedler auf Catan, angesiedelt. Der Wikingerhäuptling Carl Gabelbart ist mit seinen Mannen auf Catan gestrandet. Um die Insel zu erobern, sät er Zwietracht zwischen den Fürsten und ruft Verräter, Bogenschützen und Feuerteufel auf den Plan. Mitten im Geschehen steht Heinrich, der Wächter. Seine Bekenntnisse werden uns die Zeit der Wirren etwas näher bringen.</p>
<h4><img class="alignright size-full wp-image-738" title="Heinrich, der Wächter" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Heinrich.jpg" alt="Heinrich Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Die Bekenntnisse eines Wächters</h4>
<p>Gestatten, ich bin Heinrich. Genau genommen <strong>Heinrich, der Wächter</strong>, ein loyaler Untertan des Fürsten. Na ja, sagen wir: Ein ziemlich loyaler Untertan.</p>
<p>Denn eigentlich bin ich nicht besonders gut auf den Fürsten zu sprechen. Nach all den Jahren treuer Dienste, die ich ihm im Kampf gegen Räuber und Piraten geleistet habe, hat er mich mit dem Amt eines Wächters abgespeist. Eigentlich hätte er mich auch gleich zum Aufseher seiner Latrinen machen können.</p>
<p>Wohnen darf ich im Obergeschoss des Stadttors. Die Schlafkammer dort ist so klein, dass mein Vorgänger nur ein Zwerg gewesen sein kann. Ich bin jedenfalls kein Zwerg und so zwänge ich mich abends mit angewinkelten Beinen und eingezogenem Kopf in die lausige Schlafstätte.</p>
<p><img class="size-full wp-image-743 alignleft" title="Spelunke" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Spelunke.jpg" alt="Spelunke Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Und meine Entlohnung?<br />
„Hier, mein lieber Heinrich“, hat er gesagt, „Nimm diesen gezinkten Würfel und beschaff’ dir dein Salär selbst. In der <strong>Spelunke</strong> sitzen so viele Dummköpfe herum, da dürfte es dir nicht schwer fallen, den einen oder anderen Halunken übers Ohr zu hauen.“</p>
<p>Dann hat er mir noch ein Horn geschenkt, mit dem ich die Bürger warnen soll, wenn Feinde die Stadt bedrohen. Ich gestehe, ich habe bis heute kein einziges Mal in das Horn geblasen. Geht ja auch gar nicht, denn ich habe das Mundstück verschlossen. Als Gefäß, gefüllt mit Met oder Bier, leistet es mir wesentlich bessere Dienste. Nicht selten proste ich dem Fürsten mit dem Horn zu: „Danke, mein Fürst. Ich trinke auf deinen Untergang!“</p>
<p>Stimmt, eigentlich bin ich richtig sauer auf ihn. Jeden Morgen, wenn ich in meiner trüben Kammer mit schmerzenden Gliedern und steifem Hals aufwache, verfluche ich seine Hoheit.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-739" title="Irmgard, Bewahrerin des Lichts" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Irmgard.jpg" alt="Irmgard Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Mein einziger Lichtblick ist <strong>Irmgard</strong>, meine liebe Freundin, die in einer geräumigen Hütte im Sumpf wohnt. In manchen Nächten schleiche ich mich zu ihr. Dann verwöhnt sie mich mit feinen Speisen und ich genieße es, in ihren Armen mit wohlig ausgestreckten Gliedern einzuschlummern. Nach dem Essen reden wir oft noch angeregt miteinander. Es gibt allerdings ein Thema, das ich inzwischen lieber vermeide. Denn wenn die Rede auf den Fürsten kommt und ich mir das eine oder andere böse Wort über ihn einfach nicht verkneifen kann, habe ich die nächsten Tage Hüttenverbot.</p>
<p>Irmgard verehrt den Fürsten – frage mich bitte keiner warum. Sie unterstützt ihn, wann immer sie nur kann. Wenn der Fürst beispielsweise von einem Helden verlassen oder eines seiner Gebäude von der Fürstin des benachbarten Fürstentums abgefackelt wurde, lässt sie ihre Verbindungen spielen und schickt dem Fürsten als Trost eine Ladung Rohstoffe.</p>
<table align="center">
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-735" title="Feuerteufel" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Feuerteufel.jpg" alt="Feuerteufel Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-747" title="Zehntscheuer" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Zehntscheuer.jpg" alt="Zehntscheuer Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-736" title="Feuerwache" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Feuerwache.jpg" alt="Feuerwache Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Neulich Nacht war es wieder soweit. Die Fürstin musste einen <strong>Feuerteufel</strong> in unsere Stadt geschleust haben. Irmgard und ich wachten von dem Geschrei in der Stadt auf und eilten aus der Hütte. Der Feuerschein eines lichterloh brennenden Gebäudes erhellte den Himmel über der Stadt.<br />
„Ha!“, frohlockte ich, „Ich glaube, da brennt die <strong>Zehntscheuer</strong> und mit ihr das Getreide und die Wolle, die der alte Geizhals den Bauern abgeknöpft hat.“<br />
Ich grinste Irmgard an, hätte mir aber denken können, dass sie nicht zurückgrinste. Ihre grünen Augen blickten mich ungnädig an und mir war klar, dass ich die nächste Zeit wieder in meiner unbequemen Schlafkammer zu nächtigen hatte.</p>
<p>„Wenn er eine <strong>Feuerwache</strong> gebaut hätte, wäre das nicht passiert“, grummelte ich. „Wärest du auf deinem Posten gewesen – und nicht hier bei mir &#8211; auch nicht!“ erhielt ich noch als Antwort, bevor Irmgard sich in ihre Hütte zurückzog und die Tür verschloss.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-732" title="Bogenschütze" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Bogenschuetze.jpg" alt="Bogenschuetze Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Am nächsten Morgen stand ich übellaunig vor meinem Stadttor, als mir ein schmächtiger Jüngling mit torkelndem Gang entgegenkam. „Wo willst DU denn hin, Junge?“<br />
„In die … in die Stadt der… Fürstin, Herr… äh …Wächter.“, teilte er mir stockend mit und schickte mir zum Gruß seine Alkoholfahne. „Ich b… bin <strong>Bogenschütze</strong> und ich soll dort die Fürstin… ne… den Helden der Fürstin äh…unschädlich machen.“</p>
<p>Er stierte mich mit blutunterlaufenen Augen an. Die beiden Arme, die teilnahmslos neben seinem Rumpf baumelten, waren so dürr, dass ich stark bezweifelte, er könne den Bogen, den ihm jemand um seinen Hals gehängt hatte, mehr als eine Handbreit spannen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-744" title="Übungsplatz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Uebungsplatz.jpg" alt="Uebungsplatz Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />„Nenn’ mich nicht HERR WÄCHTER!“, polterte ich. „Das klingt ja noch lächerlicher als Nachtwächter. Du hältst dich für einen Bogenschützen? Du bist allenfalls ein Junge, der noch nicht mal gelernt hat, seinen Bogen gescheit zu tragen. Statt dich in der Spelunke zu besaufen, wirst du dich jetzt zum <strong>Übungsplatz</strong> begeben und dort den Umgang mit dem Bogen üben. Wenn du in ein paar Tagen nüchtern wiederkommst, dann lasse ich dich vielleicht durch. Aber schieß mir bloß keinen Schwertkämpfer ab!“</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-746" title="Verräter" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Verraeter.jpg" alt="Verraeter Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Der Junge trollte sich gerade, als ich aus dem Augenwinkel eine huschende Gestalt wahrnahm. Da wollte sich doch tatsächlich jemand heimlich durch MEIN Stadttor schleichen. Mit einem Satz war ich bei dem Eindringling und ergriff seine Rechte. „Was machst du hier, Schurke?“<br />
„Ich bin kein Schurke.“, stammelte der Erwischte, der sich ebenfalls als ein mit einer Alkoholfahne bestens ausgestatteter Jüngling erwies. „Ich bin ein <strong>Verräter</strong>.“</p>
<p>Die Fürstin besaß natürlich auch eine Spelunke in ihrer Stadt. Dort hatte sie den jungen Mann wohl angeheuert, um dem Fürsten eins auszuwischen. Das wäre mir natürlich gar nicht so unlieb gewesen, aber ich musste auch an mich und vor allem an  meinen Geldbeutel denken.</p>
<p>„Dir ist wohl klar, dass ich jetzt nur in mein Horn blasen muss und du dann die nächste Zeit im Kerker des Fürsten nur noch Ratten verraten können wirst?“<br />
Da der Jüngling nicht wissen konnte, dass mein Horn sich schon lange nicht mehr zum Blasen eignete, nickte er ängstlich und blickte dabei verstohlen um sich. Scheinbar suchte er eine Möglichkeit, zu entkommen. Ich hielt sein Handgelenk jedoch weiter mit eisernem Griff umschlossen.</p>
<p>„Ich mache dir einen Vorschlag zur Güte. Ich würfle.“ Mit der Linken holte ich meinen Würfel aus meinem Wams und hielt ihn dem verständnislos blickenden Verräter vor die Nase. „Wenn eine 3, 4 oder 5 fällt, dann nehme ich die Münzen, die dir die Fürstin für deinen Verrat gegeben hat und schicke dich nach Hause. Wenn ich eine andere Zahl würfle, dann darfst du in die Stadt und ich nehme dir nur die Hälfte deiner Münzen weg. Einverstanden?“<br />
Da seine einzige Alternative die Ratten im Kerker waren, nickte der Jüngling heftig. Scheinbar hatte er inzwischen die Sprache verloren.<br />
Ich ließ den gezinkten Würfel zu Boden fallen. Nach einigen Hüpfern blieb er erwartungsgemäß auf der Seite mit der 6 liegen.<br />
„Glück gehabt, mein Junge! Das Schicksal hat entschieden, dass du in der Stadt deine Aufgabe erfüllen darfst.“ Ich hielt die Hand auf und empfing die Hälfte seines Verräterlohns.</p>
<table align="center">
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-733" title="Carl Gabelbart" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Carl-Gabelbart.jpg" alt="Carl Gabelbart Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="size-full wp-image-731 alignnone" title="Beutefahrt" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Beutefahrt.jpg" alt="Beutefahrt Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>In den Abendstunden tauchte der junge Verräter wieder auf. Er hatte <strong>Carl Gabelbart</strong> im Schlepptau. Carl war ein mächtiger Hüne und berüchtigt für seine <strong>Beutefahrten</strong>, mit denen er die catanischen Küsten verunsicherte. Ich wusste, der Fürst verhandelte mit Carl, denn er hätte den starken Helden gerne auf seine Seite gebracht und in sein Gefolge aufgenommen. Aber daraus würde jetzt wohl nichts mehr werden. Dank ihres Verräters würde nun die Fürstin Zugriff auf den Helden mit der gewaltigen Doppelaxt haben.</p>
<p>Lächelnd ließ ich das ungleiche Paar mein Stadttor passieren. Ab jetzt würde es wohl nur noch eine Seite der Insel geben, die Carl mit seinen Beutefahrten heimsuchen würde: Die Seite meines ungeliebten Fürsten.</p>
<p>Ein paar Tage später, ich durfte immer noch nicht die Hütte Irmgards betreten, bedrohten <strong>Unruhen</strong> das Fürstentum. Von einem vor der Stadt gelagerten <strong>Spähturm</strong> aus wurde ein Zug von Bauern gesichtet. Die Landmänner waren mit Knüppeln und Mistgabeln bewaffnet und marschierten entschlossen und mit grimmigen Gesichtern auf die Stadt zu.</p>
<table align="center">
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-742" title="Spähturm" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Spaehturm.jpg" alt="Spaehturm Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-745" title="Unruhen" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Unruhen.jpg" alt="Unruhen Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die Wut der Bauern wunderte mich nicht. Hatte der Fürst doch, ohne mit der Wimper zu zucken, befohlen, die abgebrannte Zehntscheuer wieder aufzubauen und den Bauern erneut den Zehnten ihrer Getreide und Wolleernte abzuknöpfen.</p>
<p>Die Glocke der <strong>Kapelle</strong> läutete bedrohlich Alarm und der Herold brüllte: „Feinde vor den Toren! Bürger, verbarrikadiert euch in euren Häusern!“<br />
Schnell leerten sich die Gassen und eine gespenstische Ruhe schlich sich in die Stadt. Nur das Gefolge des Fürsten war noch unterwegs und nach und nach versammelten sich die Helden vor meinem Stadttor. Die Luft roch nach Kampf. Bevor der Fürst jedoch seinen Helden den Befehl erteilte, den Bauern entgegen zu treten, schüttelte er noch einen Trumpf aus seinem Ärmel.<br />
Die Schar der Helden teilte sich und in ihrer Mitte erschien <strong>Sebastian, der Wanderprediger</strong>.</p>
<table align="center">
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-740" title="Kapelle" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Kapelle.jpg" alt="Kapelle Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
<td><img class="alignnone size-full wp-image-741" title="Sebastian, der Wanderprediger" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Sebastian.jpg" alt="Sebastian Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Mit seiner langen braunen Kutte und seinem von Silber durchwirkten Haar strahlte er Autorität aus und wirkte erhaben über einfache menschliche Bedürfnisse wie Unterkunft und Nahrung.<br />
„Was wirst du den armen Schluckern sagen?“, fragte ich Sebastian.<br />
„Das was ich in solchen Situationen immer predige und was auch immer hilft: &#8216;Was euch euer irdischer Herr auf der Erden nimmt, wird euch der Herr im Himmel tausendfach vergelten. Wer sich jedoch an seinem irdischen Herren vergreift, wird tausend Jahre in der Hölle schmoren.&#8217;“<br />
So sprach Sebastian vor den Bauern und schnell war der Spuk vorüber. Sebastian zog ungerührt weiter, um weitere himmlische Weisheiten unters Volk zu bringen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-734" title="Festplatz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Festplatz.jpg" alt="Festplatz Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Eine Woche später schlenderte ich über den <strong>Festplatz</strong> und sah dem Treiben der Helden unserer Stadt zu. Sie bereiteten sich auf das in Kürze stattfindende Fest vor. Es wurde gesungen, musiziert und getanzt. Einige übten sich in kunstvollen Reden, andere führten eine Posse auf. Zwei Helden kreuzten ihre Klingen in einem spektakulären Schaukampf.</p>
<p>Auf dem Weg zum Stadttor hielt mich ein Botenjunge an und übergab mir mit seiner kleinen schmutzigen Hand eine Botschaft. Sie kam von Irmgard, die mich einlud, sie zum Fest der beiden Fürstentümer in die Stadt der Fürstin zu begleiten. Sie schien mir endlich verziehen zu haben. Ich warf dem Knaben eine Münze zu und setzte glücklich meinen Weg zum Stadttor fort. Dort erwartete mich der junge Bogenschütze – diesmal ausgesprochen nüchtern.</p>
<p>„Ja, du kannst gehen!“, beschied ich ihm gut gelaunt, bevor er den Mund aufmachen konnte und schlug ihm wohlwollend auf die schmächtige Schulter. „Aber triff nicht zu genau!“</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-737" title="Große Festhalle" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/07/Grosse-Festhalle.jpg" alt="Grosse Festhalle Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 7" width="220" height="220" />Das tat er dann auch nicht.<br />
Als ich zwei Tage später mit Irmgard in der prächtigen <strong>Großen Festhalle</strong> der Fürstin saß und die Darbietungen des Festes genoss, gab es einen Zwischenfall, der meinen Groll auf den Fürsten milderte.</p>
<p>Der Fürst stand neben seiner Kontrahentin, der Fürstin und beide applaudierten einträchtig der Vorstellung einer jungen Heldin, die zur Harfe ein schwermütiges Lied über Liebe und Verrat gesungen hatte.</p>
<p>Gleichzeitig bereiteten sich hinter den beiden applaudierenden Hoheiten ein Held des Fürsten und ein Held der Fürstin, mit Schwert und Schild bewaffnet, auf einen Schaukampf vor.<br />
Der Bogenschütze hatte sich unterdessen von hinten unbemerkt an die Festhalle herangeschlichen und zielte mit seinem Bogen durch ein kleines Fenster auf ein Bein des Helden der Fürstin. Kurz bevor der Pfeil mit einem leisen Surren die Sehne verließ, senkte der Held seinen Schild, um sich mit der Schildkante sein juckendes Schienbein zu kratzen. Der Pfeil streifte den Schildbuckel und nahm dann eine andere, schicksalhafte Richtung.</p>
<p>Im dämmrigen Licht der Halle hatte niemand mitbekommen, dass sich ein Pfeil in den Allerwertesten des Fürsten gebohrt hatte. Als der Fürst plötzlich in seinem Applaus inne hielt, einen markerschütternden Schrei ausstieß und anschließend einen ausdrucksvollen Veitstanz darbot, wusste keiner so recht ob er applaudieren oder die Wachen rufen sollte. Erst als der Fürst nach hinten griff und wimmernd versuchte, den Pfeil herauszuziehen, dämmerte allen, was geschehen war.</p>
<p>Irmgard war so überrascht und erschrocken, dass sie mein schadenfrohes Grinsen nicht bemerkte. Als sie dann zu mir blickte, hatte ich längst eine betroffene Miene aufgesetzt und rief: „Unser armer Fürst!!! Holt einen Medicus!“<br />
Irmgard legte ihre Hand auf meinen Arm und lächelte mich an. Ich seufzte; die kommenden Nächte in ihrer bequemen Hütte waren gesichert.</p>
<h4>Anmerkungen zum Themenset</h4>
<p>Der offene, beiden Spielern zugängliche Ausbaukartenstapel besteht aus den beiden Karten „Spelunke“. Wer eine Spelunke gebaut hat, kann seinem Mitspieler Verräter, Bogenschützen und Feuerteufel auf den Hals schicken. Damit geht es im Themenspiel mit diesem Set schon etwas härter zu als in dem in meinem letzten Blog vorgestellten Themenset „Zeit des Goldes“. Wer über den Stärkevorteil verfügt, hat zudem öfter Gelegenheit, seinen Mitspieler zu stören.</p>
<p>Auch in diesem Set spielt das Gold eine größere Rolle. Denn nur wer im entscheidenden Moment genügend davon hat, kann seine Einheiten vor dem Ereignis „Unruhe“ schützen.</p>
<p>In meinem nächsten Blog werde ich die Karten des Sets „Zeit des Fortschritts“ vorstellen und die Regeln der nächsten Stufe des Kartenspiels, dem Duell der Fürsten erläutern. Soviel sei schon jetzt verraten: Das Duell der Fürsten wird mit den Basiskarten und den Karten aller drei Themensets bestritten.<br />
Wem es bisher vielleicht entgangen sein sollte, dem sei gesagt, dass alle Karten und Spielformen, die ich in meinen Blogs zur Neufassung des Kartenspiels beschreibe, in der Schachtel des Kartenspiels „Die Fürsten von Catan“ enthalten sind.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 12:11:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="100" height="205" /></a>Teil 6 – Zeit des Goldes</h3>
<h4>Einleitung</h4>
<p>Das Themenspiel „Zeit des Goldes“ wird mit dem gleichnamigen Themenset und den Basiskarten gespielt, die ich in meinem letzten Blog vorgestellt habe. In der fiktiven Geschichte Catans ist das Set im 11. Jahrhundert angesiedelt und folgt somit zeitlich auf das Set „Zeit der Wirren“. Das Set intensiviert den Kampf um den Handelsvorteil und der Rohstoff Gold erhält unter anderem durch eine weitere Zollbrücke, die Münzstätte und das Goldversteck eine größere Bedeutung. Wer sein Handelsimperium mit Handelsflotten aufbaut, muss sich vor Kaperschiffen in Acht nehmen. Die Vorstellung der neuen Karten des Sets werde ich diesmal mit einer kleinen Geschichte begleiten.</p>
<h4>Von einem, der auszog, das Goldversteck zu finden</h4>
<p>Es war ein schwülwarmer Sommerabend. Entspannt saßen meine Frau und ich auf unserer Terrasse und spielten das Kartenspiel „Die Fürsten von Catan“. Beide hatten wir mit unseren Karten bereits ein stattliches Fürstentum ausgelegt. Wir waren sozusagen der Fürst und die Fürstin unserer Reiche.<br />
In meinem letzten Zug hatte ich ein Kaperschiff gespielt und damit eine Handelsflotte meiner Frau auf den Grund des Meeres befördert. Damit waren der Handelsvorteil und der damit verbundene Siegpunkt mein.<br />
Wie es einer Fürstin ansteht, bewahrte meine Frau die Contenance und spielte in ihrem Zug triumphierend den Helden Candamir, der ein bisschen stärker war als der bei mir ausliegende Held Osmund und ihr den Stärkevorteil einbrachte.<br />
Überhaupt hatte ich mir von Osmund mehr erwartet. Wo blieb das Ereignis „Geschenk für den Fürsten“, das mir dringend benötigtes Gold von Osmund einbringen würde?<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Gudrun-der-Schrecken-der-Meere-.jpg"><img class="alignright  size-full wp-image-654" title="Gudrun, der Schrecken der Meere " src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Gudrun-der-Schrecken-der-Meere-.jpg" alt="Gudrun der Schrecken der Meere  Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Das Telefon klingelte. Meine Frau legte schnell noch das Goldversteck an eine ihrer Landschaften an und eilte ins Wohnzimmer. „Bringst du dem Fürsten ein kühles Bier mit, wenn du zurückkommst?“, rief ich ihr nach.</p>
<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Reiner-der-Herold.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-663" title="Reiner, der Herold" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Reiner-der-Herold.jpg" alt="Reiner der Herold Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Ich gähnte und schaute auf meine Kartenhand. Dort bildeten die Karten <strong>„Gudrun, der Schrecken der Meere“</strong> und <strong>„Reiner der Herold“</strong> ein hübsches Paar. Besonders die Gudrun-Karte faszinierte mich. Weniger wegen der verwegen aussehenden, attraktiven Piratin, die herrisch am Bug ihres Schiffes thronte sondern mehr wegen des frischen Nass, das ihr Schiff mühelos zerteilte. Wie schön wäre es jetzt, der Schwüle des Abends zu entfliehen, in die sanften Wellen einzutauchen und ein kühles Bad zu nehmen, sann ich und verlor mich immer mehr in den Tiefen der Karte. Ich wurde schläfrig und ich glitt hinein, tiefer und tiefer …</p>
<p>Prustend kam ich an die Oberfläche einer frischen, lebhaften See, genau neben dem Schiff von Gudrun, die leibhaftig geworden war und mich mit einem frostigen Blick musterte.<br />
„Zieht ihn rauf, Jungs! Noch ein Schiffbrüchiger, der sich einen Platz auf unseren Ruderbänken wünscht.“<br />
Eigentlich hätte ich lieber noch etwas länger das erfrischende Bad genossen, aber kräftige Männerarme, die mich an Bord zogen, nahmen darauf keine Rücksicht.<br />
Breitbeinig baute sich Gudrun vor mir auf. „Was machst du hier, Glatzkopf?“<br />
Etwas verunsichert über die respektlose Anrede stotterte ich: „Ich wollte dich gerade, ähh, spielen …“<br />
Ihr Blick wurde noch eine Spur frostiger. „Weißt du nicht, dass alle, die je mit mir spielen wollten, als Fraß für die Haie endeten? Werft ihn wieder über Bord, Jungs!“<br />
Ich hatte keine Lust, dass dieser offensichtliche Traum sich zu einem blutigen Alptraum auswuchs und so rief ich hastig: „Halt! Ich bin dein Fürst!“<br />
Gudrun starrte mich ungläubig an und dann lachte sie lauthals. „Du willst mein Fürst sein? Den hat zwar noch keiner gesehen, aber du schaust gewiss nicht wie ein Fürst aus. Jetzt werft ihn endlich über Bord, Jungs!“<br />
„Neeeiiin! Ich weiß wo das Goldversteck der Fürstin ist.“ Ein besseres Argument war mir auf die Schnelle nicht eingefallen.<br />
Aber es wirkte. Gier stahl sich in Gudruns Augen und sie musterte mich mit erwachtem Interesse. „Nun gut. Wenn dich die Haie fressen, habe ich letztlich nichts davon. Ich gebe dir zwei Tage. Aber glaube nur nicht, du kannst mich hinters Licht führen. Mein treuer Gefährte Reiner wird dich begleiten. Zeig’ ihm, wo das Goldversteck ist und du kannst deiner Wege gehen. Andernfalls …“<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Kaperschiff.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-660" title="Kaperschiff" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Kaperschiff.jpg" alt="Kaperschiff Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Reiner, ein schwarz gelockter, wohlgestalteter junger Mann tauchte neben Gudrun auf. Er schaute sie entzückt an und spielte dann, deutlich weniger entzückt in meine Richtung blickend, demonstrativ mit seinem Messer. Ich hatte verstanden.</p>
<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Hafen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-657" title="Hafen" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Hafen.jpg" alt="Hafen Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Ein <strong>Kaperschiff</strong>, das unterwegs schnell noch ein Handelsschiff kaperte,  brachte Reiner und mich zum <strong>Hafen</strong> der Fürstin. Der Hafen wirkte traurig und verlassen. Kein Wunder, schließlich hatten meine Kaperschiffe mittlerweile die gesamte Handelsflotte der Fürstin versenkt. Seitdem zog die Gute jedes Mal den Kürzeren, wenn die Handelsschiffe auf Wettfahrt gingen.<br />
Reiner strich sich mürrisch eine seiner schwarzen, schweren Locken zurück: „Also, wo geht’s lang?“ Scheinbar hob es nicht gerade seine Laune, längere Zeit von seiner angebeteten Piratenbraut getrennt zu sein.<br />
Ich hatte schon unterwegs fieberhaft überlegt, wo die Fürstin bzw. meine Frau die Karte Goldversteck ausgelegt hatte, bevor sie dem Ruf des Telefons gefolgt war. An ihr Gebirge? Oder an ihr Weideland? Es wollte mir einfach nicht mehr einfallen. Also gestand ich tapfer: „Ich weiß es nicht mehr genau, aber wir könnten uns ja erkundigen, oder?“<br />
Reiner starrte mich missvergnügt an: „Ich wusste gleich, dass du Gudrun einen Bären aufgebunden hast, um deine Haut zu retten.“ Er zückte sein Messer.<br />
In diesem Moment pfiff etwas durch die Luft und landete mit einem dumpfen Schlag direkt vor meinen Füßen. <a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Geschenk-fuer-den-Fuersten.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-652" title="Geschenk für den Fürsten" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Geschenk-fuer-den-Fuersten.jpg" alt="Geschenk fuer den Fuersten Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Reiner stand mit offenem Mund da und glotzte zuerst in den Himmel und dann auf den Hühnerei großen Goldklumpen, der mich um Haaresbreite verfehlt hatte. Ich hob ihn auf und las die Karte, die an dem Klumpen befestigt war. <strong>„Geschenk für den Fürsten“</strong>, stand da: „Mit besten Grüßen von eurem getreuen Osmund“.<br />
Ha, endlich war das lang ersehnte Ereignis eingetroffen. Wortlos überreichte ich Reiner die Karte. Der fiel wie vom Blitz getroffen auf die Knie und stotterte mit gesenktem Haupt „Mein Fürst, ich bitte euch um Vergebung.“<br />
„Steh’ wieder auf!“, befahl ich ihm mit neu gewonnener fürstlicher Autorität.<br />
Er erhob sich und sah mich verzweifelt an: „Bitte seid mir gnädig, mein Fürst. Wenn ich Gudrun nicht berichte, wo sich das Goldversteck befindet, wird sie mich nie mehr in ihre Nähe lassen. Könnten wir nicht so tun, als wäre nichts geschehen und trotzdem nach dem Versteck suchen?“<br />
Eigentlich gefiel mir die Idee, mich noch ein bisschen auf Catan herumzutreiben und mir die Gebäude und die Siedler, die ich nur von Karten her kannte, näher anzuschauen.<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Handelsmeister.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-658" title="Handelsmeister" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Handelsmeister.jpg" alt="Handelsmeister Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Ich klopfte ihm kameradschaftlich auf die Schulter: „Klar das machen wir. Fragen wir uns einfach durch.“<br />
Reiner sackte dankbar noch einmal auf seine Knie und strahlte mich an: „Dann befragen wir doch am besten gleich den Pfeffersack an der Ecke!“<br />
Der Pfeffersack entpuppte sich als <strong>Handelsmeister</strong>, der feine, ausgesuchte Waren anbot.<br />
„Seid gegrüßt, Meister“, begann ich das Gespräch. „Wisst Ihr einen Weg zum Goldversteck der Fürstin?“<br />
„Sehe ich so aus, als würde ich das bestgehütete Geheimnis meiner Fürstin verraten?“<br />
„Offen gestanden ja“, mischte sich Reiner in die Unterhaltung ein. „Ihr seht so aus, als sei es nur eine Sache des Preises.“<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Stapelhaus.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-665" title="Stapelhaus" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Stapelhaus.jpg" alt="Stapelhaus Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>„Stimmt, mein junger Freund. Wäre ich gar zu ehrenhaft, dann wäre ich wohl nicht Handelsmeister. Also, wenn ihr mir 5 Säcke Salz bringt, werde ich euch einen Tipp geben.“<br />
„Wo sollen wir denn 5 Säcke Salz herbekommen?“, warf ich ein.<br />
„Na von wo schon? Vom Salzspeicher natürlich.“</p>
<p>Auf dem Weg zum Salzspeicher kamen wir am <strong>Stapelhaus</strong> vorbei. Eifrig waren Knechte damit beschäftigt, Säcke von einem Händlerkarren abzuladen und in das Gebäude zu schleppen. <a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Haendler.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-655" title="Händler" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Haendler.jpg" alt="Haendler Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Mit finsterem Gesicht stand der <strong>Händler</strong> neben seinem Wagen und schleuderte uns unfreundlich entgegen: „Na, wollt ihr euch etwa auch an der Not eines armen Händlers bereichern?“.<br />
Wie alle Händler, die in der Stadt rasteten, war er gezwungen, seine Waren im Stapelhaus den Bürgern zu einem ermäßigten Preis anzubieten. Erst nach einem Tag durfte er dann mit einem meist stark reduzierten Sortiment weiterreisen.<br />
„Wenn ihr ein paar Säcke Salz übrig hättet?“, fragte Reiner hoffnungsvoll.<br />
„Pah, die 10 Säcke, die ich besaß, hat sich gerade der Knecht des Salzspeichers unter den Nagel gerissen. Für 2 Goldstücke pro Sack. Stellt euch das vor! Normalerweise bekomme ich 4 Goldstücke dafür.“</p>
<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Salzspeicher.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-664" title="Salzspeicher" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Salzspeicher.jpg" alt="Salzspeicher Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Der Salzknecht hatte seinen Stand direkt vor dem <strong>Salzspeicher</strong> aufgebaut. „Wollt ihr Salz kaufen, meine Herren? Suuupergünstig heute! Nur 10 Goldmünzen pro Sack.“<br />
„Das ist Wucher!“, schimpfte Reiner. „Dem Händler hast du jeden Sack für nur 2 Goldstücke abgeluchst.“<br />
„Befehl der Fürstin!“, verteidigte sich der Knecht. „Ihre beiden Handelsschiffe machen mit dem Salz zusätzliche Profite. Dann können wir es doch hier wohl kaum verschenken, oder?“<br />
„Aber die beiden Schiffe wurden gekapert“, warf ich ein.<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Handelsstuetzpunkt.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-659" title="Handelsstützpunkt" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Handelsstuetzpunkt.jpg" alt="Handelsstuetzpunkt Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>„Umso schlimmer, dann kostet der Sack ab jetzt 30 Goldmünzen.“<br />
Meinem Gefährten stieg die Zornesröte ins Gesicht und er fingerte an seinem Messergriff.<br />
„Lass gut sein“, raunte ich dem aufgebrachten Reiner zu. „Ich habe da eine Idee. Lass uns dem <strong>Handelsstützpunkt</strong> einen Besuch abstatten.“<br />
Das Untergeschoss des Handelsstützpunktes war aus solidem Stein erbaut. Wir klopften an eine schwere Tür, die aussah, als sei sie ursprünglich vergessen und nachträglich notdürftig in die unsauber herausgehauene Bresche eingesetzt worden. Es öffnete uns ein Mann, der wie ein Zwillingsbruder unseres Handelsmeisters aussah und es wahrscheinlich auch war. Er beäugte uns misstrauisch.<br />
Ich schob vorsorglich schon mal meinen Fuß zwischen die Tür. „Meister, wir möchten euch ein Geschäft vorschlagen. Wie ihr wisst, ist Salz ein knappes Gut und pro Sack kostet das weiße Gold mittlerweile 30 Goldstücke.“ Ich senkte meine Stimme und tat so, als würde ich mich nach unliebsamen Zeugen unseres Gesprächs umsehen. „Man munkelt, dass der Preis aufgrund der gekaperten Handelsschiffe wohl bald bei 50 Goldmünzen liegen wird. Was sagt ihr, wenn ich euch 5 Säcke zu je 29 Goldmünzen pro Sack anböte?“<br />
Der Zwillingsbruder des Handelsmeisters hatte Witterung aufgenommen und machte seinem Bruder bei dem anschließenden Gefeilsche alle Ehre. Schließlich einigten wir uns auf  125 Goldmünzen, also 25 Münzen pro Sack. Mit einem Handelsvertrag besiegelten wir unser Geschäft.<br />
Nachdem wir den Handelsstützpunkt verlassen hatten, nahm mich Reiner zur Seite: „Aber Herr, wir haben doch überhaupt kein Salz zu verkaufen.“<br />
„Schon’ mal was von Leerverkauf gehört? Nein, kannst du ja gar nicht. Warts einfach ab, Reiner. Wir haben das Salz so gut wie in der Tasche.“</p>
<p><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Geldverleiher.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-651" title="Geldverleiher" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Geldverleiher.jpg" alt="Geldverleiher Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Unsere nächste Station war der <strong>Geldverleiher</strong>. Er wohnte in einem kleinen, unscheinbaren Haus, das sich Schutz suchend an die Stadtmauer schmiegte. Wir schlossen uns der Schlange wartender Bürger an. Als wir schließlich an der Reihe waren und das Innere des Hauses betraten, empfingen uns zwei schwer bewaffnete Wächter. Sie führten uns in das Empfangszimmer des Geldverleihers. Eigentlich war es eher eine ärmliche Kammer, was mich zur Frage verleitete, warum ein Geldverleiher, der ja offenbar über reichliche Mittel verfügte, so bescheiden hauste.<br />
Der Geldverleiher lächelte nachsichtig: „Mehr Schein als Sein. Das schützt mich vor Diebesgesindel. Was wünscht Ihr, Herrschaften?“<br />
„Ich möchte dir ein Geschäft vorschlagen, Geldverleiher. Du überlässt uns 100 Goldmünzen und bis zur Abenddämmerung bekommst du 125 Goldmünzen zurück.“<br />
„Welche Sicherheiten könnt ihr mir bieten?“<br />
Reiner nestelte schon wieder an seinem Messer herum. Diesmal schien er aber zu überlegen, ob sein wertvollster Besitz wohl als Sicherheit geeignet sei.<br />
„Wenn wir Sicherheiten hätten, stünden wir nicht hier. Aber ich habe ein todsicheres Geschäftsmodell.“ Ich beugte mich zu ihm herab und flüsterte ihm meinen Plan ins Ohr.<br />
Der Geldverleiher grinste: „Darauf muss erstmal einer kommen. Abgemacht! Hier nehmt eure 100 Goldmünzen.“<br />
„Und jetzt?“, fragte mich Reiner verständnislos.<br />
„Du bist doch ein Herold?“<br />
„Ja.“<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Muenzstaette.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-661" title="Münzstätte" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Muenzstaette.jpg" alt="Muenzstaette Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>„Gut, dann tust du jetzt deine Pflicht. Du läufst durch die Gassen und verkündest, dass die Fürstin zwei neue Handelsschiffe vom Stapel gelassen hat. Auf Grund dieses großartigen Ereignisses veranstaltet sie für alle Bürger ein Fest. Ich werde in der Zwischenzeit die <strong>Münzstätte</strong> aufsuchen und dort meinen Goldklumpen in Münzen umtauschen. Wir treffen uns dann wieder vor dem Salzspeicher.“<br />
„Aber das ist doch gelogen. Was ist wenn die Fürstin davon Wind bekommt?“<br />
„Das wird sie nicht. Sie ist gerade telefon …, ach, lassen wir das. Glaub’ mir, bis irgendjemand merkt, dass wir ein Gerücht verbreitet haben, ist unser Geschäft längst unter Dach und Fach.“</p>
<p>Als wir uns am Salzspeicher wieder trafen, hatte ich meinen Goldklumpen gegen 11 Goldmünzen eingetauscht und Reiner hatte sich mit sichtlichem Erfolg den Hals heiser geschrieen: Von überall her strömten die Menschen in Richtung Festplatz. Auch unser Salzknecht wollte gerade seinen Stand schließen.<br />
„Halt, mein Lieber! Wir möchten noch euer Salz kaufen. 10 Säcke für genau 100 Goldmünzen. Da die Fürstin zwei neue Schiffe vom Stapel gelassen hat, steht der Preis pro Sack wohl wieder bei 10 Goldmünzen.“<br />
Der Salzknecht öffnete den Mund und wollte offenbar zu einer Widerrede ansetzen.<br />
„Außerdem“, fuhr ich fort, „bekommst du eine Provision von 10 Goldmünzen.“<br />
„Dann kannst du beim Fest mal so richtig zulangen“, grinste Reiner kameradschaftlich.<br />
Das schien den Salzknecht schließlich zu überzeugen. Er schloss den Mund wieder, nahm die Goldmünzen und übergab uns 10 Säcke Salz.<br />
Fünf Säcke Salz lieferten wir beim Handelsstützpunkt ab und kassierten dafür wie vereinbart 125 Goldmünzen. Die 125 Goldmünzen brachten wir dem Geldverleiher, der sich über das einträgliche Geschäft die Hände rieb. Fünf Säcke Salz und 1 Goldmünze waren uns noch geblieben. Wir machten uns auf den Weg zum Handelsmeister.</p>
<p>„Hier sind eure 5 Säcke Salz, Meister. Damit haben wir unseren Teil der Vereinbarung erfüllt.“<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Haendlergilde.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-656" title="Händlergilde" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Haendlergilde.jpg" alt="Haendlergilde Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Der Handelsmeister nahm sein Salz in Empfang und flüsterte mir seinen Tipp ins Ohr. Anschließend gab er mir noch ein Empfehlungsschreiben. Ich bedankte mich und schüttelte ihm die Hand. Unser Ziel war nun die <strong>Händlergilde</strong>.<br />
Reiner schritt nachdenklich neben mir her. „War das nicht Betrug, mein Fürst?“<br />
„Wieso? Der kleine Händler hat zumindest keinen Verlust erlitten. Alle anderen haben gut verdient: Der Salzknecht hat einen Profit von 8 Gold pro Sack erwirtschaftet und obendrein ein ordentliches Schmiergeld bekommen, der Geldverleiher hat 25 % Zinsen einkassiert und der Handelsmeister und sein Zwillingsbruder haben die nächste Zeit das Salzmonopol und werden ihre Säcke bestimmt mit hohem Gewinn verkaufen.“<br />
„Dann haben wir niemanden geschädigt?“<br />
„Doch, wenn ich es recht bedenke, schon. Der Bäcker wird unter dem Salzpreis stöhnen und sein Brot künftig teurer verkaufen müssen. Und die Preise für eingelegte Heringe und gepökeltes Fleisch werden sicher auch mächtig steigen.“<br />
„Dann sind wieder die einfachen Leute die Verlierer.“, folgerte Reiner.<br />
„Das stimmt wohl.“, antwortete ich nachdenklich und war froh, dass ich wohl nur träumte und ich mich nach dem Aufwachen nicht mit Gewissensbissen herumschlagen musste.</p>
<p>Vor der Händlergilde stand ein Kaufmannszug. Wir gaben dem Zugführer das Empfehlungsschreiben des Handelsmeisters und durften auf einem der Wagen mitfahren. <a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Raubzug.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-662" title="Raubzug" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Raubzug.jpg" alt="Raubzug Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Der Kaufmannszug würde direkt zum Goldversteck reisen, um dort das Gold abzuholen, mit dem die Fürstin Holz und Wolle für ein neues Handelsschiff zu bezahlen gedachte.<br />
Unterwegs fielen mir die üppigen Getreidefelder der Fürstin auf. Meine waren derzeit leider verdorrt. Sicher wäre es nicht verkehrt, meine Helden demnächst auf einen <strong>Raubzug</strong> zu schicken.<br />
<a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Goldversteck_neu.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-686" title="Goldversteck" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Goldversteck_neu.jpg" alt="Goldversteck neu Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 6" width="220" height="220" /></a>Der Kaufmannszug war am <strong>Goldversteck</strong> der Fürstin angekommen. Da ich mich nun bald von Reiner trennen würde, gab ich ihm das letzte mir verbliebene Goldstück. „Kauf deiner Gudrun was Schönes davon.“<br />
„Danke, mein Fürst. Das ist sehr großzügig von euch.“ Reiner seufzte: „Manchmal habe ich das Gefühl, wir sind alle Karten eines großen Spiels. Wir werden gemischt, landen in irgendwelchen Stapeln und haben keinen Einfluss darauf, was man mit uns anstellt. Ich wünschte nur, ich würde öfter zusammen mit Gudrun in einen Stapel kommen.“ Er schmunzelte: „Am besten ganz dicht beisammen.“<br />
„Das kann ich arrangieren“, lachte ich. „Schließlich bin ich euer Fürst“.</p>
<p>„Hallo mein Fürst, aufwachen! Hier ist dein Bier.“ Ich fuhr aus meinem Traum auf, rieb mir die Augen und sah meine Frau dankbar an. Dann nahm ich einen kräftigen Schluck aus der Pulle. Den hatte ich mir verdient.</p>
<h4>Anmerkungen zum Themenset</h4>
<p>Generell gelten für alle Themenspiele die folgenden Regelzusätze:<br />
In der Mitte zwischen den Spielern liegen neben den Zentralkarten 5 verdeckte Ausbaustapel: Drei bestehen aus den Basiskarten und zwei aus den Karten des Themensets. Zusätzlich gibt es einen offenen Kartenstapel mit Karten, die wie die Zentralkarten direkt gebaut, also nicht vorher auf die Hand genommen werden müssen. Im Themenspiel „Zeit des Goldes“ bilden die beiden Händlergilden den offenen Ausbaustapel. Es gewinnt der Spieler, der am Ende seines Zuges 12 Siegpunkte erreicht hat.</p>
<p>Für die Themenspiele wie auch für das Duell der Fürsten und das Turnierspiel entfällt die „7er Regel“. Aktionskarten können immer gespielt werden, sofern eventuelle Bedingungen erfüllt sind.<br />
Voraussichtlich Mitte Juli werde ich aus der Zeit der Wirren berichten.</p>
<p>PS: Ein Bild, das Dr. Reiner Düren in seiner Jugend zeigt, diente dem Illustrator Michael Menzel als Vorlage für die Karte „Reiner, der Herold“. Dr. Reiner Düren hat zusammen mit Peter Gustav Bartschat die <a href="http://www.catan.de/literatur/encyclopaedia-catanica.html" target="_blank">Encyclopædia Catanica</a> verfasst. Beide haben die Entwicklung des Kartenspiels in den letzten Jahren mit Rat und Tat begleitet und arbeiten redaktionell an der Neuentwicklung des Catan- Kartenspiels mit.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5</title>
		<link>http://blog.catan.de/2010/05/kartenspiel-reform-2010-teil-5/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 11:15:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil 5 – Das Einführungsspiel In den Kommentaren zu meinen letzten Blogs und in diversen Foren wurde mehrfach die Befürchtung geäußert, dem überarbeiteten Kartenspiel würde zu Gunsten einer einfacheren Spielbarkeit und größerer „Massentauglichkeit“ die Spieltiefe genommen. Ich kann alle beruhigen, die um die Komplexität der neuen Version bangen. Die Turnierversion wird es weiterhin geben und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="100" height="205" />Teil 5 – Das Einführungsspiel</h3>
<p>In den Kommentaren zu meinen letzten Blogs und in diversen Foren wurde mehrfach die Befürchtung geäußert, dem überarbeiteten Kartenspiel würde zu Gunsten einer einfacheren Spielbarkeit und größerer „Massentauglichkeit“ die Spieltiefe genommen.<br />
Ich kann alle beruhigen, die um die Komplexität der neuen Version bangen. Die Turnierversion wird es weiterhin geben und damit auch die Möglichkeit, aus einer Vielfalt von Karten sein eigenes Deck zusammen zu stellen.</p>
<p>Vielleicht hatte ich es in meinen vorangegangenen Blogs nicht deutlich genug formuliert: Die Vereinfachung besteht hauptsächlich darin, dass das Erlernen der Regel erleichtert wird. Ein wichtiger Baustein im neuen Regelwerk ist daher das „Einführungsspiel“. Es dauert nur 20 bis 30 Minuten und macht mit den Grundregeln des Spiels vertraut. Es ersetzt nicht das alte Grundspiel. Zwar ist auch schon die Einführung ein spannender Wettlauf um 7 Siegpunkte aber die vielfältigen Möglichkeiten des Kartenspiels werden hier noch nicht ausgeschöpft.</p>
<p>So sollten die Spieler nach 2 oder 3 Einführungsspielen bereit für die drei ebenfalls im Spiel enthaltenen Themensets mit ihren zusätzlichen Regeln sein.</p>
<p>Ein Themenspiel wird mit den Karten des Einführungsspiels und mit den Karten eines Themensets bestritten. Betreffend der Komplexität und der Spieltiefe entspricht ein Themenspiel dem alten Basisspiel. Aber jedes der drei Themenspiele ist deutlich themenbezogener und hat auch eine kürzere Spieldauer.</p>
<p>Aber mehr dazu in meinen nachfolgenden Blogs. Heute möchte ich Ihnen, lieber Leser, das Einführungsspiel vorstellen. Es trägt den Titel „Die ersten Cataner“ und man sieht es den Kartenmotiven an, dass es die ersten Cataner wohl noch nicht so weit gebracht haben.</p>
<p>Wie im alten Basisspiel liegen die Stapel mit den Zentralkarten Siedlung, Straße, Stadt, Landschaft und den Ereigniskarten zwischen den Spielern aus. Dazu kommen 3 Stapel mit je 12 Ausbaukarten. Die Illustration der neuen Zentralkarten hatte ich schon in meinem letzten Blogbeitrag im Abschnitt „Der catanische Nebel“ vorgestellt. Und hier nun die neuen Karten sowie die Regeländerungen, die für das Einführungsspiel aber auch für die Themenspiele gelten:</p>
<h4>Die Landschaften</h4>
<p>Auf den Landschaften haben wir die Zahlen neu verteilt. Früher konnte es passieren, dass gleiche Zahlen auf  Wald- und Hügellandschaften den Spieler mit dem schwarzen Wappen schnell mit Straßen und Siedlungen expandieren ließen, während beim Mitspieler die Wolle- und Goldlandschaften aus allen Nähten platzten. Mit der neuen Verteilung geht alles etwas gerechter zu. Die Lehm- und die Holzzahlen korrespondieren nun mit den Getreide- und den Erzzahlen. Und noch eine gute Nachricht für alle Goldfans: Wegen der gesteigerten Nachfrage nach Gold haben wir den Landschaftskartenstapel mit einer vierten Goldlandschaft verstärkt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-591   alignnone" title="Wolle" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/RS-Wolle.jpg" alt="RS Wolle Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="135" height="135" /><img class="size-full wp-image-589  alignnone" title="Holz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/RS-Holz.jpg" alt="RS Holz Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="135" height="135" /><img class="size-full wp-image-588 alignnone" title="Gold" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/RS-Gold.jpg" alt="RS Gold Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="135" height="135" /><img class="size-full wp-image-586 alignnone" title="Erz" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/RS-Erz.jpg" alt="RS Erz Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="135" height="135" /><img class="size-full wp-image-590 alignnone" title="Lehm" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/RS-Lehm.jpg" alt="RS Lehm Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="135" height="135" /><img class="size-full wp-image-587 alignnone" title="Getreide" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/RS-Getreide.jpg" alt="RS Getreide Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="135" height="135" /></p>
<h4>Die Ausbaukarten – Gebäude</h4>
<p>Funktionell unverändert – aber teilweise mit neuen Namen &#8211; wurden die „Verdopplerkarten“ wie die Eisengießerei, die Getreidemühle, die Ziegelbrennerei, das Holzfällerlager und die Webstube aus dem alten Basisspiel übernommen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-581" title="Eisenschmelze" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/PG-Eisenschmelze.jpg" alt="PG Eisenschmelze Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-583" title="Wassermühle" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/PG-Wassermuehle.jpg" alt="PG Wassermuehle Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-585" title="Ziegelbrennerei" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/PG-Ziegelbrennerei.jpg" alt="PG Ziegelbrennerei Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-582" title="Holzfällerlager" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/PG-Holzfaellerei.jpg" alt="PG Holzfaellerei Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-584" title="Webstube" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/PG-Webstube.jpg" alt="PG Webstube Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<p>Aus der alten Zollstation wurde eine Zollbrücke. Lange haben wir darüber diskutiert, ob die Karte ihren Handelspunkt behalten soll. Schließlich hat sich die Zolllobby durchgesetzt und erfolgreich ihren Handelspunkt verteidigt. Nicht so erfolgreich waren hingegen die Lagerverwalter. Alles Flehen half nichts – der Handelspunkt wurde ihren Lagern aberkannt. Wie immer hielten sich die Mönche dezent im Hintergrund und so gingen sie aus der Reform unbeschadet hervor. Nach ein paar Vaterunsern konnten sie sogar einen kleinen Vorteil für ihr Kloster ergattern. Dazu mehr bei der Vorstellung der Ereigniskarte „Ertragreiches Jahr“.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-596" title="Lagerstätte" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/WG-Lagerstaette.jpg" alt="WG Lagerstaette Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-595" title="Kloster" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/WG-Kloster.jpg" alt="WG Kloster Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-633" title="Zollbruecke" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/WG-Zollbruecke-neu.jpg" alt="WG Zollbruecke neu Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<p>Bei den Ausbaukarten des Einführungsspiels gibt es keine Stadtausbauten und somit auch kein Rathaus, das die Fürsten privilegiert, sich mit nur einem Rohstoff eine Karte aus einem Ausbaustapel aussuchen zu dürfen. Diese Funktion übernimmt nun das Gemeindehaus, das die Strukturen einer dörflichen Gemeinschaft ordnet und es so dem Fürsten einfacher macht, seine Pläne durchzusetzen.</p>
<p>Neu ist die Funktion des Marktes. Mich hatte es schon immer gestört, wenn mein Mitspieler vor mir seine dritte Siedlung errichtet hatte und ich mit meinen Rohstoffeinkünften hinterher hinkte. Wer in der neuen Version einen Markt baut, bekommt immer dann einen zusätzlichen Rohstoff, wenn eine Zahl gewürfelt wurde, von der der Mitspieler mehr besitzt. Auswählen darf man sich einen Rohstoff, den auch der Mitspieler erhalten hat.</p>
<p>Der Markt stärkt die Konzentrationsstrategie. Man hat mehr Zeit, sein Fürstentum auszubauen, bevor man mit Siedlungen und Straßen expandiert. Er wirkt auch einer frühen Führung eines Spielers entgegen, der sich mit einem Siedlungsvorsprung und entsprechendem Würfelglück eventuell uneinholbar absetzen kann.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-597" title="Markt" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/WG-Markt.jpg" alt="WG Markt Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-594" title="Gemeindehaus" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/WG-Gemeindehaus.jpg" alt="WG Gemeindehaus Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<h4>Die Ausbaukarten – Einheiten – Handelsschiffe</h4>
<p>Aus Handelsflotten wurden &#8211; dem bescheidenen Anfang der Besiedlung Catans Rechnung getragen – Handelsschiffe. Wie gehabt gibt es für jeden Rohstoff ein Handelsschiff. Auch die Große Handelsflotte ist noch mit von der Partie, heißt jetzt aber „Großes Handelsschiff“.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-593" title="Großes Handelsschiff" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/Sch-Grosses-Handelsschiff.jpg" alt="Sch Grosses Handelsschiff Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-592" title="Getreide-Handelsschiff" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/Sch-Getreide-Handelsschiff.jpg" alt="Sch Getreide Handelsschiff Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<h4>Die Ausbaukarten – Einheiten – Helden</h4>
<p>Bisher war es so, dass die männliche Zunft in Form von teilweise bis über den Kopf geharnischter, schwer bewaffneter Ritter ein starkes Übergewicht im Kartenspiel hatte. Dieses Übergewicht entspricht nicht der Realität, denn am Aufbau einer Gemeinschaft waren und sind immer Frauen und Männer gleichermaßen beteiligt. Wir haben die Kennzeichnung Ritter daher gegen den Begriff  Held ausgetauscht, der für beide Geschlechter gilt. Die Stärke bleibt dabei unangetastet – wobei wir unter Stärke nicht nur die reine Muskelkraft, sondern auch die geistige Flexibilität und den mit ihr verbundenen Einfluss auf die Stärke einer Gemeinschaft verstehen. Die Turnierpunkte wurden durch Geschickpunkte ersetzt. Als Geschick definieren wir alle Fähigkeiten, in Wettkämpfen zu bestehen oder seine Mitmenschen zu erfreuen. Neben dem Geschick, sich in einem Schaukampf durchzusetzen, stehen gleichberechtigt Talente wie das mitreißende Erzählen einer Geschichte, ein bezaubernder Gesang oder das Spiel auf der Harfe. Eine Harfe ist somit auch zum Symbol für das Geschick und das Ereignis „Fest“ geworden.</p>
<p>Kenner des Romans „Die Siedler von Catan“ von Frau Gablé werden bei den abgebildeten Helden unschwer die Protagonisten des Romans – eben die ersten Cataner &#8211; erkennen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-575" title="Candamir" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Candamir.jpg" alt="Candamir Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-576" title="Osmund" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Osmund.jpg" alt="Osmund Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-577" title="Harald" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Harald.jpg" alt="Harald Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-578" title="Austin" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Austin.jpg" alt="Austin Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-579" title="Inga" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Inga.jpg" alt="Inga Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-580" title="Siglind" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/06/Siglind.jpg" alt="Siglind Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<h4>Die Ausbaukarten – Aktionskarten</h4>
<p>Die Aktionskarten des Einführungsspiels sind alle ohne Bedingungen spielbar. Hinter dem Kaufmannszug verbirgt sich die alte Karawane, der Alchimist wurde von der Seherin Brigitta (ebenfalls ein Charakter aus dem Roman Rebecca Gablés) verdrängt und die eher neuzeitliche Landreform heißt jetzt Umzug. Unverändert geblieben ist der Kundschafter.<br />
Neu ist die Karte Goldschmied. Der Goldschmied gibt für drei Gold zwei beliebige Rohstoffe ab.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-565" title="Kaufmannszug" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/AK-Kaufmannszug.jpg" alt="AK Kaufmannszug Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-563" title="Brigitta" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/AK-Brigitta.jpg" alt="AK Brigitta Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-567" title="Umzug" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/AK-Umzug.jpg" alt="AK Umzug Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-566" title="Kundschafter" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/AK-Kundschafter.jpg" alt="AK Kundschafter Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-564" title="Goldschmied" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/AK-Goldschmied.jpg" alt="AK Goldschmied Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<p>Vielleicht sorgen Sie sich jetzt um die „bösen“ Aktionskarten des alten Grundspiels wie Spion, Feuerteufel oder Raubzug. Keine Sorge, lieber Leser, die Reform hat ihre Kinder nicht gefressen. Die Unholde gibt es weiterhin in den Themensets. Allerdings tarnen sie sich dort mit neuen Namen.</p>
<h4>Die Ereigniskarten</h4>
<p>Bei der Erfindung hat sich nur der Name geändert, sie hieß früher Fortschritt.</p>
<p>Das Ertragreiche Jahr versorgt nun nicht nur die Landschaften, die Lagerstätten benachbart sind, mit einem zusätzlichen Rohstoff, sondern auch die benachbarten Landschaften eines Klosters.</p>
<p>Der Bruderzwist (ehemals Konflikt) und die Fehde (ehemals Überfall) sorgen auch schon im Einführungsspiel dafür, dass der Spieler mit dem Stärkevorteil seinem Mitspieler das Spielerleben etwas schwerer machen kann. Da es von jeder dieser Karten aber nur eine gibt, hält sich der Schaden in Grenzen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-569" title="Erfindung" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/EK-Erfindung.jpg" alt="EK Erfindung Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-570" title="Ertragreiches-Jahr" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/EK-Ertragreiches-Jahr.jpg" alt="EK Ertragreiches Jahr Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-568" title="Bruderzwist" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/EK-Bruderzwist.jpg" alt="EK Bruderzwist Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-572" title="Fehde" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/EK-Fehde.jpg" alt="EK Fehde Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<p>Das Julfest entspricht dem alten Jahreswechsel – allerdings mit zwei wichtigen Änderungen:</p>
<ol>
<li>Wird das Julfest gezogen, wird der Kartenstapel gemischt und sofort eine neue Karte gezogen.</li>
<li>Das Mischen des Kartenstapels: Alle Karten mit Ausnahme des Julfestes werden verdeckt gemischt. Drei Karten werden verdeckt abgelegt. Darauf kommt das Julfest und darauf kommen wiederum verdeckt die restlichen Ereigniskarten.</li>
</ol>
<p>Durch diese Regeländerungen wird der Ereigniskartenstapel berechenbarer und es kommt nicht mehr vor, dass wiederholt die Karte Julfest gezogen wird und kein Ereignis eintritt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-573" title="Julfest" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/EK-Julfest.jpg" alt="EK Julfest Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<p>Zwei neue konstruktive Ereigniskarten sorgen dafür, dass das Spiel noch etwas schneller wird:<br />
Besucht der Fahrende Händler die Fürstentümer, darf jeder Spieler für ein Gold einen beliebigen Rohstoff kaufen. Und das bis zu zweimal. Wohl dem, der dann sein Gold nicht schon vorher verprasst hat und einen lukrativen Handel abschließen kann.<br />
Bei der Wettfahrt der Handelsschiffe erhält der Spieler mit den meisten Handelsschiffen einen beliebigen Rohstoff.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-574" title="Wettfahrt der Handelsschiffe" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/EK-Wettfahrt-der-Handelsschiffe.jpg" alt="EK Wettfahrt der Handelsschiffe Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /><img class="alignnone size-full wp-image-571" title="Fahrender Haendler" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/05/EK-Fahrender-Haendler.jpg" alt="EK Fahrender Haendler Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 5" width="220" height="220" /></p>
<p>Auch zwei Neuerungen beim ehemaligen Würfelereignis „Ritterturnier“ gibt es. Erstens heißt das Turnier jetzt Fest, da inzwischen ja nicht nur mit Waffen gestritten sondern auch gesungen und musiziert wird. Zweitens erhalten zunächst beide Spieler einen beliebigen Rohstoff, wenn das Fest gewürfelt wird. Nur wenn ein Fürst mit seinen Helden über mehr Geschickpunkte als sein Mitspieler verfügt, erhält er alleine einen beliebigen Rohstoff.</p>
<h4>Ertrag und Ereignis</h4>
<p>Auch wenn die alte Regel vorschrieb, zuerst das Ergebnis des Ereignis- und dann das Ergebnis des Ertragswürfels auszuführen, hielt sich kaum einer daran. Deshalb haben wir uns in der neuen Fürstenversion am intuitiven Verhalten orientiert und die Reihenfolge umgekehrt. Zuerst nehmen sich die Spieler ihre Erträge und dann wird das Ereignis ausgeführt. Die einzige Ausnahme: Wird der Räuberüberfall gewürfelt, schlägt der Räuber zu, bevor die Erträge ausgeschüttet werden. Damit das keiner übersieht, wird die Keule rot eingefärbt.</p>
<h4>Der Handelsvorteil und der Stärkevorteil</h4>
<p><em>„Was, ich muss über meine 3 Handelspunkte hinaus eine Stadt gebaut haben, um den Mühlenstein zu bekommen? Dann habe ich das jahrelang falsch gespielt.“</em></p>
<p>Wie oft habe ich diesen Satz in den vergangenen Jahren gehört oder gelesen. Scheinbar war die Bedingung mit der Stadt nur schwer verständlich oder ging beim Regellesen nur zu gern durch das eine Auge hinein und durch das andere wieder hinaus. Wie einsichtige Politiker haben wir uns daher der Realität gebeugt und die Stadtbedingung gestrichen. Dafür haben wir die Handelspunkte etwas ausgedünnt und damit das Erlangen von 3 Handelspunkten erschwert.</p>
<p>Angepasst an diese Regel erringt ein Spieler erst dann den Stärkevorteil, wenn er Helden mit insgesamt 3 Stärkepunkten ausliegen hat.</p>
<h4>Kartenhand ergänzen und Karte austauschen</h4>
<p>Die Änderung: Im ersten Schritt reguliert ein Spieler seine Kartenhand auf die erlaubte Handkartenzahl, indem er Karten nachzieht oder Karten abwirft.<br />
Danach darf er im zweiten Schritt eine Karte tauschen. Hierzu legt er eine Karte ab und  sucht sich dann entweder gegen Abgabe von einem oder von zwei Rohstoffen eine Karte aus einem Stapel aus oder er zieht kostenlos die oberste Karte eines Stapels.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Das Einführungsspiel ist bestimmt kein spielerisches Schwergewicht. Es besitzt weniger und auch einfachere Regeln als das frühere Kartenspiel. Zudem sind die Angriffs-Aktionskarten ausgespart. Insgesamt bietet es Anfängern damit einen wesentlich einfacheren und auch frustfreieren  Einstieg in die Welt des catanischen Kartenspiels als dies beim alten Kartenspiel der Fall war. Und wer nach der Einführung mehr möchte, kann beim eher friedlichen Themenspiel „Zeit des Fortschritts“ die Vorzüge der Universität kennen lernen oder seinem Spielpartner in „Zeit der Wirren“ Verräter und Feuerteufel um die Ohren hauen oder ihn mit der Beutefahrt oder einem Raubzug um seine Rohstoffe erleichtern.</p>
<p>In meinem nächsten Blog werde ich die Karten und Regeln des ersten Themenspiels „Zeit des Goldes“ vorstellen.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 18:15:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil 4 – Die Geschichte Catans und die Illustration Eigentlich wollte ich in meinem vierten Blog das Einführungsspiel vorstellen. Da es aber noch etwas dauern wird, bis alle Karten der Einführung fertig sind und mir Michael Menzel einen interessanten Bericht über die Entstehung der Karte „Stadt“ zugeschickt hat, habe ich mich kurzfristig dazu entschlossen, meinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Teil 4 – Die Geschichte Catans und die Illustration</h3>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="100" height="205" />Eigentlich wollte ich in meinem vierten Blog das Einführungsspiel vorstellen. Da es aber noch etwas dauern wird, bis alle Karten der Einführung fertig sind und mir Michael Menzel einen interessanten Bericht über die Entstehung der Karte „Stadt“ zugeschickt hat, habe ich mich kurzfristig dazu entschlossen, meinen vierten Blog der Geschichte Catans und der von ihr beeinflussten Illustration der Karten zu widmen.</p>
<h4>Die fiktive Geschichte Catans</h4>
<p>Als ich das Kartenspiel 1995 entwickelte, machte ich mir wenig Gedanken über die Illustration der Motive. Klar, das Spiel sollte im Mittelalter angesiedelt sein und die Titel der Karten standen fest. Mehr Vorgaben gab es für Franz Vohwinkel, den Illustrator der alten Version des Kartenspiels, jedoch nicht.</p>
<div id="attachment_507" class="wp-caption alignright" style="width: 205px"><img class="size-full wp-image-507" title="Die Siedler von Catan - Der Roman" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Catan-Roman_Blog.jpg" alt="Catan Roman Blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="195" height="280" /><p class="wp-caption-text">Die Siedler von Catan - Der Roman</p></div>
<p>Inzwischen, 15 Jahre später, ist viel geschehen. Mit dem Roman „Die Siedler von Catan“ von Rebecca Gablé hat Catan seine Geschichte erhalten &#8211; zumindest die Geschichte seiner Entdeckung und der ersten Besiedlung im 9. Jahrhundert durch Männer und Frauen, die von der norwegischen Küste vertrieben wurden.<br />
Im Roman endet die Geschichte mit dem Zerwürfnis und der Trennung der Siedler. Candamir gründet mit seinen Anhängern im Süden der Insel eine neue Siedlung, während Osmund mit den Seinen im Norden bleibt.<br />
Viele wollten natürlich gerne wissen, wie es weitergeht. Ich natürlich auch. So machte ich mir immer mal wieder Gedanken darüber und skizzierte den weiteren Verlauf der Geschichte Catans.</p>
<p>Sieht man von den Aktivitäten des großen Vulkans und gelegentlichen Erdbeben ab, war Catan ein Paradies für die Siedler. Fruchtbare Felder und Weiden, Baumaterial im Überfluss und Erzvorkommen in den Bergen ließen die Siedlungen prosperieren und nach 100 Jahren waren aus zwei Siedlungen viele Siedlungen in den Ebenen und Tälern der Insel entstanden.</p>
<p>Die Insel im Atlantik war groß genug für alle und so kam es trotz religiöser Differenzen zwischen den Anhängern Odins im Norden und den Christen im Süden kaum zu Konflikten. Diese Zeit der ersten Cataner ist das Thema des Einführungsspiels. Es gibt noch keine ausgebauten Städte und die Gebäude sehen den Häusern ähnlich, welche die Vorfahren der Cataner in ihrer nordischen Heimat zu bauen pflegten. Auch gibt es noch keine Ritter, sondern Heldinnen und Helden wie Siglind, Osmund, Candamir oder Harald, denen manche vielleicht schon in der Erzählung von Rebecca Gablé begegnet sind.</p>
<p>Wenn Catan eine große Insel an der Stelle der heutigen Azoren wäre (die Azoren wurden erst im Jahre 1427 entdeckt), dann wäre es nicht unwahrscheinlich gewesen, dass noch andere Seefahrer die Insel erreichten. Und tatsächlich landet im Jahr 960 der Wikingerfürst Carl Gabelbart mit einer großen Flotte an den Küsten Catans. Carl wollte eigentlich nicht nach Catan, sondern war auf Wikingfahrt in den Süden. Aber ein Sturm kam dazwischen und trieb ihn und seine mit Kriegern besetzten Langschiffe weit nach Westen ab.<br />
Carl ist beeindruckt von der Schönheit und Fruchtbarkeit Catans und er beschließt, die Insel zu erobern und ihr Herrscher zu werden. Zunächst aber gilt es, die Moral seiner Männer zu heben und ihr wichtiges Bedürfnis zu stillen: Frauen.<br />
Man kann sich vorstellen, dass dieses Bedürfnis zu Konflikten mit den Catanern führte. Und so prägen Karten wie Carl Gabelbart, Verräter, Feuerteufel, Fehden und Unruhen das Themenset „Die Zeit der Wirren“. Nachdem die Sache mit Carl Gabelbart ausgestanden ist, bauen die Cataner ihre zerstörten Höfe und Dörfer neu auf. Der rege Schiffsverkehr zwischen dem Norden und dem Süden zeugt vom wieder erstarkten Handel und nach ein paar Jahren sind die Schrecken des Überfalls durch Carl Vergangenheit. Es beginnt die Zeit des Goldes, welche sich im gleichnamigen Themenset widerspiegelt.</p>
<p>In späteren Sets wie „Zeit des Fortschritts“ oder „Zeit der Handelsherren“ hat Catan Kontakt mit dem europäischen Festland. Einerseits wirken die neuen Beziehungen befruchtend auf die Entwicklung Catans, andererseits bergen sie auch die Gefahr von Überfällen goldgieriger Barbaren, die den spanischen Konquistadoren gar nicht so unähnlich sind. Anfang des 16. Jahrhunderts endet die Geschichte Catans. Ob sie mit der Eroberung der Insel durch spanische Glücksritter endet, entscheiden wir letztlich selbst in jedem Spiel „Städte &amp; Ritter“ oder auch später im Themenspiel „Zeit der Barbaren“.</p>
<h4>Der catanische Baustil</h4>
<p><img class="alignright size-full wp-image-510" title="Rathaus" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Rathaus_blog.jpg" alt="Rathaus blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="200" height="200" />Nun möchte ich mich gar nicht weiter in die fiktive Geschichte Catans vertiefen. Letztlich wollte ich zeigen, dass sich die Geschichte Catans, nach Epochen unterteilt, in den Themenspielen widerspiegelt. Und damit komme ich wieder zurück zur Grafik. Denn die Grafik soll den fiktiven historischen Hintergrund Catans bildhaft zum Leben erwecken. Sind die Gebäude der Siedlungen noch einfacher Natur und stark an den wikingischen bzw. nordischen Baustil angelehnt, wird sich in den später entstehenden Städten Catans eine eigenständige Architektur ausgebildet haben. Wie könnte solch eine Architektur ausgesehen haben? Ich setzte mich mit Michael Menzel und Sebastian Rapp vom Kosmos Verlag zusammen und wir entwickelten gemeinsam die Grundzüge eines catanischen Baustils. Wir entschieden uns für etwas Gotik mit typisch wikingischen Elementen wie Giebelkreuze oder Drachenköpfe und Dachkonstruktionen, die durchaus an Langschiffe oder auch die nordischen Stabkirchen erinnern durften. Bei der noch nicht fertigen Karte rechts (das Textfeld wird anders), sieht man den Mix der verschiedenen Stilelemente. Auch das für Catan typische Sechseck fand ein Plätzchen auf der Stirnseite des Rathauses.</p>
<h4>Der catanische Nebel</h4>
<p>Das Kartenspiel ist eigentlich kein Kartenspiel. Im Grunde ist es ein Spiel mit Karten, die aus- und angelegt werden – also mehr ein Legespiel mit dem Charakter eines Aufbauspiels. Bei der Auslage der Karten entsteht eine Siedlungsstruktur. Es war unser Ziel, dass diese Struktur ein möglichst harmonisches Ganzes ergibt, bzw. dass der Eindruck einer zusammenhängenden Landschaft entsteht. Daher taucht jedes Motiv einer Karte aus dem Nebel auf. Die Karten sind die relevanten Ausschnitte eines Fürstentums. Zwischen den Karten können in Wirklichkeit große Entfernungen liegen. Die Gebiete zwischen den Karten interessieren uns aber nicht und verschwinden daher im Nebel.</p>
<p>In der folgenden Abbildung ist gut zu erkennen, dass die ausgelegten Karten mit Hilfe des Nebels, der Darstellung der Gebäude in der isometrischen Perspektive und der ungefähr gleichen Größe aller Bauten den Eindruck einer zusammenhängenden Siedlungsstruktur vermitteln. Die „6“ auf den Landschaften ist nur ein Platzhalter und bei der Eisenschmelze, dem Kloster und der Lagerstätte fehlen noch die transparenten Textkästen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-512" title="Siedlungsstruktur" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Siedlungsstruktur_blog.jpg" alt="Siedlungsstruktur blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="450" height="450" /></p>
<h4>Die Entwicklung der catanischen Stadt</h4>
<p>Wie entsteht eigentlich eine Karte? Wie geht der Illustrator vor? Das sind Fragen, die Sie, lieber Leser, sicher auch interessieren. Wer wäre wohl besser geeignet, unsere Neugier zu befriedigen als der Illustrator selbst? Ich freue mich, dass Michael Menzel sich bereit erklärt hat, uns nachfolgend die einzelnen Schritte bei der Entstehung der Karte „Stadt“ zu zeigen und sie zu kommentieren.</p>
<hr /><em>Liebe Siedler!</em></p>
<p><em>Ich freue mich, Ihnen zur Entstehung der &#8220;Fürsten von Catan&#8221;- Stadt eine kurze Erläuterung schreiben zu können.<br />
Ich arbeite mit Photoshop und einem Grafiktablett. Photoshop erlaubt es, auf mehreren Ebenen zu malen. Der Begriff Ebenen wird im weiteren Text häufiger fallen. Ebenen kann man sich wie mehrere Schichten von Transparentpapier übereinander vorstellen.</em></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><em>In der ersten Skizze versuche ich die richtigen Formen zu &#8220;finden&#8221;. Dies kann mit Bleistift auf Papier oder wie hier digital geschehen. Ich taste mich sozusagen an die richtige Form der Häuser heran.<br />
</em></td>
<td width="200"><img class="aligncenter size-full wp-image-514" title="Stadt 1" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Stadt_1_blog.jpg" alt="Stadt 1 blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="200" height="200" /></td>
</tr>
<tr>
<td><em>Alle Gebäude des Kartenspiels werden im gleichen Winkel angelegt. Es gibt keine perspektivische Verzerrung &#8220;nach hinten&#8221;, d. h. die Gebäude vorne sind genauso groß wie die hinteren.</em><em><br />
Man sieht diese &#8220;Iso&#8221;-Perspektive häufig im Computerspielbereich. Auf diese Weise passen alle Karten optisch aneinander. Die Kartenauslage während des Spiels wird zu einer großen, zusammenhängenden Landschaft. Damit ich die immer gleiche Ausrichtung einhalten kann, zeichne ich mir den Winkel einmal auf einer separaten Ebene ein (hier hellblau). Daran kann ich mich dann während des Illustrierens orientieren.</em></td>
<td width="200"><img class="aligncenter size-full wp-image-516" title="Stadt 2" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Stadt_2_blog.jpg" alt="Stadt 2 blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="200" height="200" /></td>
</tr>
<tr>
<td><em>Wenn die Zeichnung soweit gut ist, lege ich grob die Farben an. Dabei sollten zu diesem Zeitpunkt noch keine sehr starken Kontraste verwendet werden. Es entsteht ein „sumpfiger Farbteppich“. Photoshop ermöglicht es, auf einer Ebene unter der Skizze zu malen und somit die Linien der Skizze nicht zu übermalen.</em></td>
<td width="200"><img class="aligncenter size-full wp-image-517" title="Stadt 3" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Stadt_3_blog.jpg" alt="Stadt 3 blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="200" height="200" /></td>
</tr>
<tr>
<td><em>Ab jetzt berücksichtige ich auch die Position der Lichtquelle. Damit  später der Eindruck einer großen Landschaft entstehen kann, ist es  wichtig, dass die Beleuchtung immer gleich ist und der Schatten immer  gleich fällt.</em></td>
<td width="200"><img class="aligncenter size-full wp-image-518" title="Stadt 4" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Stadt_4_blog.jpg" alt="Stadt 4 blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="200" height="200" /></td>
</tr>
<tr>
<td><em>Jetzt kann die Feinarbeit vorgenommen werden. Ich zoome zu diesem Zeitpunkt nah heran und modelliere aus dem „sumpfigen Farbteppich“ heraus die richtigen Konturen. Jetzt werden Schlagschatten und Glanzlichter gesetzt. Dieser Prozess ist sehr malerisch. Der Computer, das Programm und das Grafiktablett sind hier einfach nur neue Werkzeuge für die Malerei.</em></td>
<td width="200"><img class="aligncenter size-full wp-image-519" title="Stadt 5" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Stadt_5_blog.jpg" alt="Stadt 5 blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="200" height="200" /></td>
</tr>
<tr>
<td><em>Anschließend wird über ein Photoshop-Menü der Farbkontrast erhöht und an andere bereits existierende Landschaften und Gebäude angepasst.</em></td>
<td width="200"><img class="aligncenter size-full wp-image-520" title="Stadt 6" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Stadt_6_blog.jpg" alt="Stadt 6 blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="200" height="200" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-523" title="Fertige Stadt" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/03/Stadt_fertig_blog.jpg" alt="Stadt fertig blog Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 4" width="300" height="300" />Dann zeichne ich noch kleine Menschen in die Stadt. Diese „Mini-Menschen“ sind nicht nur Schmuck. Ich finde, dass die Stadt erst durch sie so richtig zu einer Stadt wird. Sie geben ihr Geräusch und Lebendigkeit. Zuletzt zeichne ich noch die Flaggen ein. Sie geben dem Bild Wind, Bewegung und sorgen für hübsche Farbkleckse, die das Bild angenehm auflockern.</em></p>
<p><em>Der gesamte Prozess dauert zwischen 3 und 6 Stunden, je nach Detailreichtum des Motivs.</em></p>
<p><em>Michael Menzel</em></p>
<hr style="clear: both;" /><strong>Vielen Dank, lieber Michael Menzel!</strong></p>
<p>In meinem nächsten Blog werde ich alle Karten und die Regeln des Einführungsspiels „Die ersten Cataner“ vorstellen.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
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		<title>Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 3</title>
		<link>http://blog.catan.de/2010/02/kartenspiel-reform-2010-teil-3/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 14:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Teuber</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Catan]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Kartenspiel]]></category>
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		<description><![CDATA[Teil 3 – Das erste Konzept und die Entwicklung Als in der zweiten Hälfte des Jahres 2008 die Zukunft des Kartenspiels wegen der stark nachlassenden Verkaufszahlen in Frage stand, machte ich mir Gedanken, was man verbessern konnte, um eine Neustellung des Kartenspiels zu begründen. In den vergangenen Jahren hatte ich das Kartenspiel öfter verschenkt – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6" title="Klaus Teuber" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2009/06/Klaus_100x205.jpg" alt="Klaus 100x205 Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 3" width="100" height="205" /></a>Teil 3 – Das erste Konzept und die Entwicklung</h3>
<p>Als in der zweiten Hälfte des Jahres 2008 die Zukunft des Kartenspiels wegen der stark nachlassenden Verkaufszahlen in Frage stand, machte ich mir Gedanken, was man verbessern konnte, um eine Neustellung des Kartenspiels zu begründen.</p>
<p>In den vergangenen Jahren hatte ich das Kartenspiel öfter verschenkt – vorzugsweise an Paare, die eher selten spielten und wenn dann meist zu zweit. Aufgrund der Rückmeldungen der Beschenkten konnte ich mir ein Bild machen, wo es beim Kartenspiel hakte und wo man ansetzen musste, um es zu verbessern. Ich kam zu folgenden Schlussfolgerungen:</p>
<ol>
<li><strong>Für Anfänger dauert das Kartenspiel zu lang</strong><br />
Eine erste Spielpartie kann durchaus 2 Stunden dauern. Damit ist für viele der Spielabend schon vorbei und eine zweite Partie hat wenige Chancen. Wenn man das Spiel beherrscht, kann es immer noch bis zu 90 Minuten dauern, was einigen auch schon zu lange ist.<br />
Ziel: Die Spieldauer im Allgemeinen und im Besonderen für Anfänger kürzen.</li>
<li><strong>Hohe Komplexität durch Kartenvielfalt</strong><br />
Wer das Kartenspiel zum ersten Mal spielt, sieht sich einer großen Menge von Karten gegenüber, deren Funktionen sich ihm oft erst in der zweiten oder dritten Partie erschließen.<br />
Ziel: Anfänger sollten zunächst mit weniger Karten konfrontiert werden.</li>
<li><strong>Spielblockaden</strong><br />
Viele Karten dürfen im ersten Spieldrittel nicht gespielt werden. So können anfangs Stadtausbauten und die meisten Aktionskarten nicht eingesetzt werden. Dadurch wird der Spielfluss zäher. Wer beispielsweise als Anfänger nur rote Stadtausbauten und unspielbare Aktionskarten auf die Hand bekommt, ist weniger motiviert weiterzuspielen.<br />
Ziel: Anfänger sollten alle Karten von Anfang an spielen können und  alle Karten sollten sofort sinnvoll nutzbar sein.</li>
<li><strong>Ärgerpotential</strong><br />
Es gibt einige destruktive Karten wie den Feuerteufel, den Schwarzer Ritter und den Bürgerkrieg, die gerade bei der ersten Partie, wenn die Spieler das Zusammenspiel der Karten noch nicht kennen, zu unliebsamen Überraschungen und zu Ärger führen können.<br />
Ziel: Für Anfänger sollte es keine zu heftigen „Ärgerkarten“ geben.</li>
<li><strong>Umfangreiche Regel</strong><br />
Manche Regeldetails sind nicht intuitiv wie beispielsweise die Bedingung für den Handelsvorteil. Um den Handelsvorteil zu erhalten, muss man mehr Handelspunkte besitzen und eine Stadt gebaut haben. Die Stadtbedingung nehmen viele nicht wahr.<br />
Manche Regeln sind unnötig wie beispielsweise die Regeln, wie man mit dem Mitspieler handelt. In der Praxis handeln erfahrene Spieler beim Kartenspiel nicht miteinander.<br />
Ziel: Unnötiger Regelballast sollte entfernt werden</li>
</ol>
<p>Jeder Punkt dieser Aufzählung mindert den Spielspaß schon bei der ersten Partie. Wenn das Kartenspiel sinnvoll reformiert werden sollte, musste ich Wege finden, es anfängerfreundlicher zu gestalten – ohne ihm dabei den Spielreiz zu nehmen. Ich wusste, das würde nicht einfach werden.<br />
Ich entwickelte ein erstes Konzept auf der Grundidee, in einer Spielschachtel ein einfaches Einführungsspiel für Anfänger und drei Themenspiele für Fortgeschrittene anzubieten. Hierfür benötigte ich ca. 180 Karten. Bei der Auswahl der Karten berücksichtigte ich zunächst nur die Karten des Basisspiels und des alten Turnier-Sets.</p>
<h4>Das Einführungsspiel</h4>
<p>Für das Einführungsspiel wählte ich Aktionskarten ohne Bedingung und keine Stadtausbauten. Damit waren alle Karten von Spielbeginn an ohne Einschränkungen spielbar.<br />
Die vier Ausbau-Kartenstapel bestückte ich mit 36 Karten (gegenüber 62 Karten im alten Grundspiel). Jeder Stapel umfasste damit nur 9 Karten, was für Anfänger ausreichend übersichtlich sein sollte.<br />
Als Siegbedingung legte ich 7 Siegpunkte fest. Ich versprach mir davon eine wesentlich kürzere Spieldauer. Damit lag ich richtig. Bei den späteren Tests dauerte das Einführungsspiel meist zwischen 25 und 30 Minuten.<br />
Nach zwei oder drei Einführungsspielen sollten die Spieler ausreichend mit den grundlegenden Karten und Regeln des Kartenspiels vertraut und somit für das eigentliche Spiel mit mehr Karten und einer höheren Siegbedingung bereit sein. Das „eigentliche Spiel“ sollte nach meinen Vorstellungen nun aber nicht mehr ein Spiel sein, sondern drei gleichberechtigt nebeneinander stehende Spiele, die sich thematisch und strategisch deutlich voneinander unterschieden.</p>
<h4>Die Themenspiele</h4>
<p>So traten an die Stelle des alten Grundspiels und der erweiterten Grundspiele die Themenspiele. Aus den Karten, die ich nicht für das Einführungsspiel verwendet hatte und einigen ganz neuen Karten formte ich drei thematisch unterschiedliche Themen-Sets, die zum jetzigen Stand der Entwicklung „Zeit des Goldes“, Zeit der Helden“ und „Zeit des Fortschritts“ heißen.<br />
Bei der Kartenauswahl verzichtete ich auf Karten, die sich im alten Kartenspiel als unattraktiv erwiesen hatten.  Ich modifizierte bestehende Karten oder entwickelte auch neue, um einen schnelleren Spielfluss zu erreichen und das jeweils gewählte Thema zu stärken. So fielen beispielsweise einige mächtige Ritter dem Rotstift zum Opfer.</p>
<p>Jedes Themen-Set stattete ich mit 24 Karten für die Ausbaustapel und ein paar Ereigniskarten aus. Ein Themenspiel wurde mit den Karten des Einführungsspiels und den Karten des jeweiligen Themen-Sets gespielt. Fünf  Kartenstapel bildeten für beide Spieler den Vorrat an Ausbau- und Aktionskarten. Sowohl die drei Stapel mit den Karten des Einführungsspiels als auch die beiden Stapel mit den Karten des jeweiligen Themen-Sets enthielten je 12 Karten.</p>
<p>Mit insgesamt 60 Karten in den Ausbaustapeln hatte ein Themenspiel damit immer noch 2 Karten weniger als das alte Grundspiel mit seinen 62 Karten und wesentlich weniger als das alte erweiterte Grundspiel mit 85 und mehr Karten. An diesen Zahlen hat sich bis zum jetzigen Entwicklungsstand nichts geändert.<br />
Bei den Tests, die später folgten, stellte sich heraus, dass ein Themenspiel meist zwischen 45 und 60 Minuten dauerte. Selbst das aggressivere Themenspiel „Zeit der Helden“ dauerte oft nicht mehr als eine Stunde. Dies lag daran, dass die Karten zielgerichteter waren und während der Entwicklung auch noch einige beschleunigende Spielelemente eingebaut wurden.</p>
<h4>Die Entwicklung</h4>
<p>Ich hatte das Gefühl, meine Ziele erreicht zu haben und stellte mein Konzept Ende 2008 dem Kosmos-Verlag vor. Der Verlag akzeptierte es und so waren die Weichen für die Neustellung des Kartenspiels gestellt. Auch unserem amerikanischen Catan-Partner Mayfair gefiel das Konzept, so dass die Zukunft des Kartenspiels auch für die englischsprachigen Ländern neu gestaltet werden konnte.  Ich war glücklich darüber, das Kartenspiel mit meiner Erfahrung der letzten 12 Jahre sozusagen neu entwickeln zu dürfen.</p>
<p>Der Relaunch sollte in zwei Etappen ablaufen. Das Kartenspiel sollte als „Die Fürsten von Catan“ mit Einführungsspiel und drei Themen-Sets im Herbst 2010 erscheinen, eine Erweiterung mit allen übrigen Themen-Sets wurde für 2011 geplant.<br />
Sebastian Rapp vom Kosmos-Verlag und ich waren uns einig, dass wir uns für die Redaktionsarbeit verstärken sollten. Wir fragten Dr. Reiner Düren und Peter Gustav Bartschat – beide erfahrene Kartenspieler der ersten Stunde – ob sie unserem Team beitreten wollte. Ich war sehr froh, dass sie wollten. Denn bei einer längeren Zusammenarbeit ist nicht nur Sachverstand gefragt, auch die Chemie zwischen den Beteiligten muss stimmen.</p>
<p>So bastelte ich auf Grundlage meines Konzepts 7 Prototypen. Drei schickte ich an meine Team-Kollegen, eines erhielt der Illustrator Michael Menzel, der dem Kartenspiel grafisch ein neues Gesicht verleihen sollte und je eines erhielten Arnd Beenen und  Sebastian Mellin. Während Arnd das Spiel für eine Umsetzung in der Catan-Onlinewelt konzipierte, war es die Aufgabe von Sebastian, das Spiel zu programmieren.<br />
Das Jahr 2009 stand ganz im Zeichen der Entwicklung. Jedes Mal, wenn einer von uns das Spiel getestet und einen Testbericht verfasst hatte, diskutierten wir in unserem Forum über die Schwächen und Stärken einzelner Karten. Karten wurden modifiziert, einige auch gestrichen und durch neue ersetzt. Die geänderten Karten schickte ich dann für die neuen Tests an meine Teamkollegen.<br />
Sicher werden sich jetzt einige fragen: „Und was ist mit dem Turnierspiel?“. Nun, das Turnierspiel war bei der Entwicklung zwar nicht unsere erste Präferenz, aber wir haben es immer im Auge behalten. Es ist natürlich möglich, das Turnierspiel mit den Karten von „Die Fürsten von Catan“ zu spielen. Seinen vollen Reiz wird es aber sicher erst entfalten, wenn die Erweiterung mit weiteren Karten im Jahr 2011 auf den Markt kommt.</p>
<div id="attachment_494" class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/02/Kartenspiel-Reform_Fuersten.jpg"><img class="size-full wp-image-494" title="Zwei Fürsten beim Testduell am Catan Wochenende 2009 in Bilstein (Foto von Roland Hülsmann)" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/02/Kartenspiel-Reform_Fuersten.jpg" alt="Kartenspiel Reform Fuersten Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 3" width="420" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">Zwei Fürsten beim Testduell am Catan Wochenende 2009 in Bilstein (Foto von Roland Hülsmann)</p></div>
<p>Während der Entwicklung entstand eine neue Spielform, die man durchaus als Vorstufe des Turnierspiels bezeichnen kann. Wir haben sie „Das Duell der Fürsten“ genannt. Mehr Informationen zum Duell der Fürsten folgen in einem meiner nächsten Blogs.</p>
<p>Inzwischen haben wir die Entwicklung am Kartenspiel vorerst abgeschlossen und ich habe mit der Konzeption der Erweiterung begonnen. Sebastian Mellin wird die Programmierung bis April abgeschlossen haben. Wir werden dann ausreichend Zeit haben, „Die Fürsten von Catan“ in einem größeren Kreis online zu testen und noch kleinere Änderungen vorzunehmen, bevor die Kartenvorlagen endgültig zur Druckerei gehen.</p>
<p><strong>In meinem nächsten Blog werde ich die Karten und die Regeln des neuen Einführungsspiels vorstellen und auch einige Illustrationen zeigen.</strong></p>
<div id="attachment_496" class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px"><a href="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/02/Kartenspielreform-Strasse_Siedlung_klein.jpg"><img class="size-full wp-image-496" title="Kartenspielreform: Straße und Siedlung" src="http://blog.catan.de/wp-content/uploads/2010/02/Kartenspielreform-Strasse_Siedlung_klein.jpg" alt="Kartenspielreform Strasse Siedlung klein Die Reform des Kartenspiels 2010 – Teil 3" width="420" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">Kartenspielreform: Straße und Siedlung</p></div>
<p>Vorab stelle ich Ihnen, lieber Leser, die neue Straße und Siedlung vor,  die in Zukunft das Grundgerüst des neuen Kartenspiels bilden werden.  Wundern Sie sich bitte nicht über die siegpunktlose Siedlung. Der  Siegpunkt kommt selbstverständlich noch drauf.</p>
<p><em>Klaus Teuber</em></p>
<p><a href="http://blog.catan.de/?ibsa=share&id=490" id="share-link-">Share</a></p>]]></content:encoded>
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